Reiseberichte unserer Kunden
scandtrack-Tour 2007 u. 2010
Die erste Tour 2007 war eine geführte Tour im Darsland-Foxen,sie war von Anfang-Ende perfekt organisiert und haben in den Tagen trotz teilweise schlechtem Wetter eine menge Spaß gehabt und eine Wunderschöne Landschaft kennen lernen dürfen.Obwohl mein Freund und ich Outdoor erfahren sind das bei schlechtem Wetter an Outdoor-Kleidung nicht alles Gold ist was glänzt.Bei der Tour 2010 waren wir gut vorbereitet und hatten promt die ganze Tour über perfektes Wetter Sonne und Temperaturen zwischen 16-24° aber auch darauf waren wir vorbereitet aber auch hier erwies sich Outdoor-Kleidung ist nicht gleich Outdoor-Kleidung.Diesmal war es eine Tour auf Eigene Faust und haben im Darsland viele Kanukilometer zurückgelegt und Wunderschöne Landschaften gesehen und viele Fische gefangen.Auch diese Tour war perfekt organisiert !! Auf ein Neues Abenteuer ;-))))
Uwe haben folgende scandtrack Reise im Sommer 2007 und 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Sommer 2007 und 2010, Uwe
Mit Scandtrack in Schweden
Freitag, 23. Juli 2010:
Mit Bus und Zug sind wir pünktlich in Hannover angekommen … um dann zunächst einmal auf unbestimmte Zeit am Busbahnhof zu warten. Zumindest erhalten wir zwischendurch die Nachricht, dass unser Bus 20km vor Hannover im Stau stünde. Geht ja gut los, was anderes habe ich von einer Busreise aber auch nicht erwartet. Ines knabbert ein bisschen am Proviant – natürlich nur, um das Handgepäck zu erleichtern, das aus vier Schneckennudeln, vier Stücken Pizza, vier Äpfeln und Kaugummis besteht – ich lese mein neues Buch, Garou von Leonie Swann.
Mit einer knappen Stunde Verspätung geht es dann um 20.15 Uhr los über Puttgarden, Helsingborg zum Camp in Lennartsfort/Schweden, wobei die Zwangspausen an den Fähren genutzt werden, um die Beine zu entknoten. An der Fähre in Helsingör müssen wir etwas länger auf die Ankunft der Fähre warten und erleben so, wie es um 4.30 Uhr bereits wieder heller wird. Schlafstatus: Kein Auge zugemacht bis jetzt. Immerhin konnte ich bis hier mein Hörbuch hören und mich somit etwas beschäftigen.
Samstag, 24. Juli 2010:
Um ca. 10.45 Uhr erreichen wir das Camp in Lennartsfort, kommen jedoch nicht daran vorbei, das Lehrvideo im Bus anschauen zu müssen. Mal abgesehen von einer Begleitmusik, die einem nach 24Std. Schlaflosigkeit – ja, ich habe wirklich nicht schlafen könne. Busfahren ist scheiße! – den letzten Nerv raubt. Immerhin weiß ich jetzt, wie tief ich meine Notdurft vergraben muss und wie ich mir beim Holzhacken nicht Hand oder Bein abtrenne. Was man nicht so alles lernt… Wahnsinn!
Das Wetter ist bombig und zur Begrüßung gibt es erst mal lecker Würstchen. Bis auf die Äpfel haben wir es tatsächlich geschafft, unseren Proviant aufzufuttern. Aber was soll man auch sonst nachts tun, wenn man nicht schlafen kann?
Nun heißt es zunächst einmal auf der Wiese zu warten, bis die restlichen Ankömmlinge mit ihren Bussen eingetroffen sind und dann anschließend einen kleinen Fußmarsch durch den Wald zu machen, um am Ziel unsere Ausrüstung und (ganz wichtig) die Fresstonne in Empfang nehmen zu können.
Eine kurze Kontrolle ergibt, alles in Ordnung bis auf ein stumpfes Beil und drei stinkende Plastik-Wasserbehälter. Das Beil packen wir ein, die Kanister müssen uns leider wieder verlassen. Aber genau aus diesem Grund, haben wir ja extra Trinkflaschen eingepackt und Trinkwasser können wir dank mitgebrachtem Wasserfilter auch problemlos am Ufer besorgen. Wir packen unsere persönlichen Sachen in wasserdichte Packsäcke um und tragen das Equipment runter zum Steg, wo wir erneut Geduld beweisen müssen.
„Schnappt euch ein Kanu und tragt es zum Steg.“. „NIEMAND NIMMT SICH OHNE MEINE ANWEISUNG EIN BOOT!“
Ja was denn nun? Wir stehen etwas betreten in der Kanuwarteschlange. Kanu Nr.1 bereits in der Hand. Nach geduldigem Warten – hey, cool – sind wir unserem Ziel, dem Wasser, zum Greifen nahe. Das Kanu schwimmt quasi schon fast, da wurde es uns genommen. Einfach so, teilte ein Scandtrackler unser Boot einer anderen Gruppe zu. Eben noch seetüchtige Kanuten, jetzt bedröppelte Landaffen standen wir mit leeren Händen auf dem Steg. Ohne Einweisung darf leider nicht gepaddelt werden, Versicherungssache.
- Schwimmwesten an
- so paddelt man nach links
- nicht aufstehen
- so paddelt man nach rechts
- nicht rauchen
- vorsicht beim Queren
- nicht bei Gewitter paddeln
Super, für wie blöd haltet ihr uns überhaupt? Dafür wurden wir jetzt unseres Kanus beraubt? Wir hätten schon längst auf Bärön sein, unser Zelt aufgebaut und den ersten Fisch gefangen haben können. Stattdessen sind wir auf der Suche nach einem neuen Boot. Einem Alu-Boot, weil es geräumiger scheint und ja auch viel hübscher aussieht.
Glücklicherweise bewiesen wir wenigstens einmal etwas Dreistigkeit und weigern uns den Steg zu verlassen. Was man hat, das hat man! Und da heute nicht nur Ankunfts- sondern auch Abreisetag ist, kommen immer wieder neue Heimkehrer an. Wir beschließen, dass das nächste Aluboot unseres ist – nochmal tragen wir so ein Teil nicht durch die Gegend runter auf den Steg – kapern es umgehend und rudern allem davon. Zivilisation, festem Boden und dem Scandtrackler. Bevor ihr euch nun aufregt, natürlich haben wir uns abgemeldet und die Bootsnummer notieren lassen.
Kaum auf dem Wasser, bemerken wir nach 10min paddeln unbändigen Hunger. Oh je, das ging schneller als erwartet. Außerdem müssen wir pinkeln und brauchen Sonnencreme. Die lange Wartezeit in der Schlange und die Aufgeregtheit haben da wohl so einiges verdrängt. Dazu die Müdigkeit … na ja, wie das halt so ist.
Nach 50min. und 2,5 km bei Gegenwind finden wir eine Bucht, in die ein kleiner Schniedel Stück Land ragt. In der Sonne gelegen, umgeben von seichtem, warmen Wasser und hübschen Felsen, die flach ins Wasser abfallen. Hier bleiben wir vorerst. Bockwürstchen essen, Pickup essen, Apfel essen, pinkeln.
Es ist inzwischen 16.30 Uhr und aufgrund extremer Müdigkeit und dem Anschein, als sei unser eigentliches Tagesziel, die Grenzinsel Trollön, auch das Ziel aller vor uns Paddelnder, beschließen wir einfach die langsamsten zu sein und so die ersehnte Einsamkeit zu garantieren. Überholen ohne Einzuholen sozusagen… Aufgrund der geschlechterspezifischen Aufgabenteilung richtet die Frau das Heim her und der Mann bereitet die Jagdwaffen vor. Kurz, ich will unbedingt sofort die Angeln startklar machen und Ines baut währenddessen bereits das Zelt auf. Anschließend baden wir im warmen sichten Wasser … scheiße ist das kalt!
Erfrischt und sauber gilt es, weitere Bedürfnisse zu befriedigen und abgesehen von der Spatenarbeit – ihr wisst schon – gilt es die Frage nach dem Abendmenü zu klären. Das Studium des Outdoorkochbuchs ist interessant (flambierte Apfelringe etc.), wir werden jedoch lieber selber kreativ, da sich das Kochbuch irgendwie als unpraktikabel erweist. Für die Kohlnudeln fehlt der Kohl, für die Bratkartoffeln die Kartoffeln. Dafür sind wir im Besitz verschiedener Brotaufstriche im Glas. Gewichtstechnisch ein Fiasko, im Kanu aber vertretbarer Luxus.
Unserer überragenden Kreativität entspringt ein Menü, das sich sehen lassen kann. Vorweg ein kleiner Salat aus Tomaten und Gurke. Als Hauptgericht servieren wir heute ein Arrangement verschiedener Bohnen mit deftigem Speck in Tomatensoße. Als Beilage präsentieren wir zarte Wiener mit ausgesuchtem Senf. Den Abschluss bildet schmackhafte Backware mit Nougatcreme. Als Getränke werden gereicht: Frisch gefiltertes Wasser, abgeschmeckt mit einem Hauch Orange. Um etwaige Illusionen nicht zu zerstören, existiert kein fotografisches Dokumentationsmaterial.
Nach einigen Angelversuchen und Fotoaufnahmen übermannt uns die Müdigkeit endgültig und wir kriechen um 21.00 Uhr bei Tageslicht in unsere Schlafsäcke.
Sonntag, 25. Juli 2010:
Es regnet. Wir verbringen den Morgen mit dem Frühstück und dem besseren Abspannen unseres Zeltes, um uns vor dem stärker werdenden Wind zu schützen. Das Wasser für meinen Kaffee und Ines‘ Tee erhitzen wir mit dem Spirituskocher unter dem umgedrehten Kanu. So hat man wenigstens einen Grund, trotz Regen das Zelt zu verlassen. Wie es aussieht, haben wir meinen Gaskocher und die große Gaskartusche nur zur Sicherheit eingepackt, denn die Literflasche Spiritus sollte uns die Woche über reichen. Na toll. Jetzt haben wir unsere Globi-Gutscheine für ein Hut-Mückennetz, Insektenschutzmittel das angeblich Plastik auflöst, eine große Gaskartusche und Energieriegel ausgegeben. Mücken gibt es kaum, Gas brauchen wir nicht und so ist der Power-Bar in der Geschmacksrichtung Banane das einzige, worüber ich mich freuen kann – neben unseren Büchern natürlich, die uns über den Tag retten.
Gegen 21.30 Uhr regnet es noch immer. Im Verlauf des Tages haben wir das Zelt für geschätzte zwei Stunden verlassen. Eine Stunde verbrachten wir mit pinkeln, kochen und Schutzplane aufhängen. Die zweite Stunde machten wir einen kleinen Spaziergang entlang der Küste um Heidelbeeren für unseren Nachtisch zu sammeln. Zwar wurden diese dann letztendlich nur im Milchreis versenkt und nicht kandiert, lecker war’s aber trotzdem.
Nun nutzen wir das restliche Licht zum Lesen – mal was Neues heute – und hoffen auf ein paar klitzekleine Sonnenstrahlen am morgigen Tag.
Montag, 26. Juli 2010:
Um 7.00 Uhr ist Ines bereits zwei Stunden wach, hat Wäsche aufgehängt, Wasser gefiltert und Tee gekocht. Sonnenstrahlen sind noch nicht in Sicht aber zumindest hält sich der Niederschlag - Nebel und hin und wieder ein paar Tropfen – und der Wind in Grenzen. Die Zeichen stehen gut, dass wir heute wieder in See stechen können. Der Spaziergang gestern hat übrigens unsere Schuhe, Regenjacken und Hosen ziemlich durchnässt … fraglich ob die jemals wieder trocknen.
Um ca. 8.00 Uhr erwache ich aus meinem Koma und wasche mich halbnackt an der frischen Luft um in einem finalen Akt meinem Kopf in einem Eimer frischen Seewassers zu tauchen. Angenehm ist das zwar nicht, sieht aber lustig aus, wenn man Ines Glauben schenken darf. Nach zwei Tagen Outdoor und der horriblen Busfahrt fühle ich mich jetzt wieder richtig frisch.
Wir frühstücken und verlassen den „Schniedel der Verluste“ – ein Hering, der Objektivdeckel meines Teles und ein Blinker sind mysteriöserweise verschwunden. Wobei ich den Blinkerverlust noch erklären kann, aber der Rest…
Unser heutiges Ziel ist - na wer hat aufgepasst? – Trollön. Nach ca. 30 Minuten entdecke ich jedoch eine hübsche Bucht, die wir aufgrund des wieder einsetzenden Nieselregens vorerst ansteuern. Wie es aussieht, sind wir nicht die ersten Menschen hier, und so bestaunen wir die imposanten Bauwerke unserer Vorfahren. Es gibt höher gelegene Feuerstellen mit Aussicht über den gesamten See und ich würde am liebsten gleich hier bleiben. Ich sehe aber ein, dass 30min. für eine Tagesetappe deutlich untertrieben sind und so beobachte ich Ines, die sich nach einem unfreiwilligen Bad im See komplett auszieht, um ihre letzten trockenen Sachen anzulegen. Ein Rock, kurze Socken, ein T-Shirt und ein Fleecepulli. Wir decken unser Gepäck und unsere Beine mit der Plane ab und stoßen uns vom Ufer ab.
Auf halber Strecke beginnt es dann erneut zu regnen. Kein Nieseln, Regen! Die nächste Bucht wird angesteuert, die Klippen erklommen und erst mal ein chinesisches Süppchen mit Hühnergeschmack gekocht. Wir erinnern uns daran, dass Elche schwimmen können, da wir kleine runde Kack-Kügelchen auf der Insel finden und versuchen weiter, wie bereits die ganze Fahrt über, einen Fisch zu angeln. Erfolglos!
Frisch gestärkt, Ines ließ freundlicherweise ein paar Nudeln dort, für den Elch wie sie versicherte – ich bin mir sicher, dass sie einfach runtergefallen sind – geht es weiter; im Nieselregen, mit ausgeworfener Angel einen Blinker hinter uns herziehend.
Da, fremdes Kanu in Sicht. Der Ehrgeiz packt uns und wir beschleunigen unser Boot auf sagenhafte 6,2 km/h (lt. Garmin), kreuzen waghalsig die ausgeworfene Angelschnur unseres Vordermanns – sie hätte mich fast geköpft. Nur gut, dass wir nicht schneller gepaddelt sind – und überholen natürlich. Trollön liegt vor uns aber leider blitzen mindestens drei rote Zelte aus dem Gebüsch und die vier Boote am Ufer sind uns eindeutig zu viel. Wir paddeln die Inselküste entlang und beschließen, dass Schweden eh kacke sei. Viel zu viel Regen! Wir müssen nach Norwegen! Dort angekommen, also geschätzte 10min. später empfängt uns eine wundervolle Bucht mit Kiesstrand und Feuerstelle, einsam und idyllisch gelegen.
Anlanden, Zelt aufbauen, weiterangeln (kein Fisch!) Holz suchen, Feuer machen. HUNGER! Wir einigen uns auf Calzone und machen uns mutig ans Werk. Teig machen wir mit dem halben Paket Mehl, viel Öl, Wasser, Backpulver und Salz. Die Füllung besteht aus Tomaten, Käse, Salami und Zwiebeln. Das ganze wird dann als Paket in Alufolie verpackt – ja, wir sind wirklich komplett ausgerüstet worden – und ergibt ein leckeres und äußerst nahrhaftes Essen. Ines ist schon nach der Hälfte satt und auch ich tue mich schwer damit, meine Mahlzeit komplett zu vertilgen. Ausgezeichnet!
Nach dem Essen stürzt sich Ines todesmutig in das kalte Wasser, dieses mal freiwillig, um 3-4 Züge zu schwimmen, sich anschließend an Land die Haare einzuseifen und sich von mir einen Eimer Wasser über den Kopf kippen zu lassen. Zwar ist die Outdoorseife biologisch abbaubar, trotzdem sollte man sich nicht unbedingt direkt im Wasser damit waschen. Um 22.30 ist die Sonne bereits weit unterhalb des Horizonts und ich fotografiere das für morgen vielversprechende Abendrot. Ines brät indes am Lagerfeuer ihre Socken um endlich mal was trocken zu bekommen und auch für unsere Sandalen wurde bereits beim Kochen ein Trockengestell errichtet. Nun sind sie zumindest nur noch feucht und können wieder getragen werden und wir müssen lediglich das Kanu umdrehen, Zähne putzen und können dann am wärmenden Feuer den Abend ausklingen lassen.
Dienstag, 27. Juli 2010:
Heute haben wir ausgeschlafen und es geht uns blendend. Wir frühstücken im Sonnenschein auf einer Felsklippe und paddeln dann ein paar Meter auf den See, um den Blinker, der sich unter einem Stein festgekrallt hat, in eine andere Richtung ziehend zu lösen. Mission erfolgreich, Blinker gerettet.
Wir machen uns auf zum schwedisch/norwegischen Grenzstein und obwohl er riesengroß und gelb angestrichen ist, erkennt Ines ihn erst, als sie direkt davor steht und ich ihr erkläre, dass wir jetzt wohl am Ziel sind. Anscheinend war sie so mit ihrer Suche nach einem kleinen unscheinbaren Feldstein beschäftigt, dass direkt vor ihr ein Elch hätte tanzen können, ohne von ihr bemerkt zu werden. Ziemlich beeindruckend, dass hier eine Schneise mitten durch den Wald geschlagen wurde, um die Grenze auch außer Sichtweite des Grenzsteins zu markieren. Ich dachte immer, hier oben in Skandinavien hätten sich alle lieb. Ich hoffe, dass hier nicht todesstreifenähnlich Mienen ausgelegt sind und während das Garmin die Koordinaten mittelt, um diesen Wegpunkt ganz exakt abzuspeichern, kletterten wir runter zur Küste, um dort einen wirklich tollen Lagerplatz zu entdecken, der sogar mit Mülleimer ausgestattet war. Entweder war hier früher der offizielle Lagerplatz der Insel, oder er befindet sich im norwegischen Teil und ist daher nicht auf unserer Karte verzeichnet. Wir sind jedoch zu faul, die Mülltüte aus unserem Camp bis hier hin zu schleppen.
Gemütlich spazieren wir fotografierend und Beeren essend zurück, um im Lager festzustellen, dass die Zeit schneller als gedacht vorangeschritten und es bereits Mittag ist. Trotzdem wurde der auf dem Weg gefundene Kunstköder noch mit Haken präpariert, bevor wir alles einpacken. Nun heißt es auch, sich von unserem Mitbewohner für eine Nacht, einer Kröte, zu verabschieden und sie aus unserer Apsis zu vertreiben. Ines ist sich sicher, dass wir heute abend auf Bäron schlafen werden. Ich hingegen bin mir sicher, dass sie nicht auf die Karte geguckt hat!
Bis zu unserem vorläufigen Etappenziel Autofriedhof waren wir schon einige Stunden unterwegs. Dummerweise paddelten wir an der Straße, die direkt zum Friedhof geführt hätte, vorbei, um unser Kanu in der nächsten Bucht zu verstecken. Erstens waren dort keine Menschen und zweitens waren wir so, lt. GPS, näher an unserem Ziel. Leider haben wir dabei die Höhenmeter außer Acht gelassen und so bestanden die 400m aus 100m dichtem Wald, 100m klettern am zugewucherten Hang, 100m hohem Gras und doch, man mag es kaum glauben, 100m Straße. Der Autofriedhof war dann zwar interessant, aber leider fototechnisch nicht so ergiebig wie gehofft. Zumindest hatte ich es mir anders vorgestellt. Nach einer knappen Stunde waren wie wieder auf dem Rückweg und wollten alles besser machen. Wollten…
Wir wandern auf der Straße bis zum Ufer, um dort dann, dem Ufer folgend, zurück zu unserem Boot zu laufen. Während die ersten Meter durch den Wald noch gehbar sind, müssen wir alsbald ein wenig klettern und stellen abermals erschrocken fest, dass wir uns nur einige Meter von einem Haus an der Straße entfernt sind, dass wir 10min zuvor passiert hatten. Zu allem Überfluss löst sich just in diesem Moment meine linke Sandale in ihre Bestandteile auf – auch wenn die Sohle einige Wochen zuvor bereits geklebt werden musste, haben sie immerhin tapfere 15 Jahre gehalten - und so traps ich halb barfuß, halb besohlt über Stock und Stein. Wir klettern über Hügel und Baumstämme und letztendlich über die Felsen am Ufer um dann, nach einer halben Ewigkeit, unser Boot zu erreichen. In dem ganzen Trubel ist uns die Zeit davongelaufen und so nehmen wir schnell Kurs auf die nächste Insel.
Zwar die uns zugewandte Seite und damit der offizielle Rastplatz bereits besetzt, wir fanden jedoch ein nettes Plätzchen mit Feuerstelle auf der Rückseite, errichteten unser Lager und sammelten Feuerholz. Heute sollte es Gulasch mit Nudeln geben, insofern nicht doch noch endlich der ersehnte Fisch an Land gezogen werden konnte. Mit einem weiten Schwung werfe ich ein paar mal die Angel aus und flup ist der neue Köder auch schon wieder verschwunden. Der Knoten hat sich gelöst und so treibt das Ding, zusammen mit meinen kostbaren weil wenigen Haken, 50m entfernt auf dem Wasser. Da das Boot auf der anderen Seite der Klippe liegt, beschließe ich, dass es nun nur noch einen kleinen Blinker mit Drilling, der nur noch ein Zwilling war, gibt.
Ines ist mal wieder Heidelbeeren sammeln und trifft unterwegs den alternativen Teil der Inselbewohner, die wir vorhin bereits im Vorbeifahren gesehen hatten, mit Kleidchen und Miedern bekleidet singend eine Bucht belagern. Ich denke an gruselige Sektenrituale und versuche mir vorzustellen, dass wir auf der Insel alleine sind.
Außer den Heidelbeeren schleppt Ines auch einen Stamm, groß wie sie selbst, heran und das Feuer ist mehr als gesichert. Ohne Zuhilfenahme eines Feuerzeugs entfache ich sogleich ein prasselndes Feuerchen. Ich fühle mich männlich.
Inzwischen ist es spät geworden und solange die Nudeln kochen, zieht es mich wieder ans Wasser. In dem kleinen Bereich zwischen dieser und der Nachbarinsel mussten doch Fische sein, zudem ist es die perfekte Zeit, da es beginnt zu dämmern. Und tatsächlich, kaum säbelt Ines die Dose Gulasch auf, ziehe ich einen kleinen Flußbarsch ans Ufer.
Zwar sind wir nach dem Gulasch und den vielen Nudeln mehr als satt, trotzdem kommt Mr. Fish natürlich auf den Grill. Ein kleiner Zwischengang vor dem eigentlichen Nachtisch. Der war nämlich ein Apfel-Heidelbeerkuchen auf Cornflakes-Basis. Zwar schmeckt der Teig schräg aber ein Versuch war es wert. Wir futtern das Obst vom Kuchen und liegen um 0.30 Uhr in unseren Schlafsäcken.
Mittwoch, 28. Juli 2010:
Beim Frühstück werden wir vom Regen überrascht und müssen uns kurzzeitig ins Zelt zurückziehen, können dann aber doch bald das nächste Ziel ansteuern. Unser Ziel ist gleich die nächste, bereits sichtbare, größere Insel. Nach dem stressigen Tag gestern, wollen wir heute noch ausreichend Zeit am Rastplatz haben. Nach der Ankunft errichten wir sofort unser Lager, um allen Vorbeipaddelnden zu signalisieren, dass dieser Lagerplatz bereits belegt ist und ich beginne damit, die Riemen meiner Sandale mit einem Taschenmesser und Angelschnur zu vernähen. Ich freue mich über das Ergebnis und weitere 15 Jahre Tragbarkeit.
Im klaren Wasser sehe ich zwei fette Fische, die in aller Seelenruhe hinter meinem Blinker herschwimmen, und raste halb aus – nicht vor Begeisterung kann ich versichern! Zwar ist es gut zu wissen, dass es anscheinend auch richtig große Fische hier gibt, aber irgendwie fühle ich mich von den beiden Flossentieren verarscht, die scheinbar wissentlich, dass ich sie beobachte, bis wenige cm an mich heran dem Blinker folgen, um dann kurz vor dem Anbeißen wieder abzudrehen. Ich rüste die Angeln auf Köder um und gehe erst einmal fotografieren.
Zum Abendessen gibt es Reis mit mediterranem Trockengemüse, den wir im Sonnenuntergang auf den Felsen am Wasser in uns hineinschaufeln. Während ich fotografiere, nutzt Ines die Gunst der Stunde, um ein wenig zu blinkern. Wir sehen die Fische direkt in unserer Nähe sich ein paar Insekten von der Wasseroberfläche schnappen und einer versucht sich an dem Blinker. Leider wieder zu spät, aber immerhin gibt es auch heute wieder Fisch zum Nachtisch. Wir kurbeln das Feuer wieder an und Ines füllt den kleinen Flussbarsch mit Zwiebeln, um ihn anschließend in Alufolie zu garen. Er schmeckt noch besser, als sein gegrillter Kumpel vom Vortag und ich beschließe nach meiner Ankunft in Deutschland, die Rolle der Tschibo-Angel umgehend zu entsorgen und mir im Fachhandel eine vernünftige Rolle für die größere Angel zu ergattern.
Es ist 0.11 Uhr, die letzten Sonnenstrahlen konnte man noch um 23.30 Uhr am Horizont ausmachen und wir liegen im Zelt. Neben uns hören wir es fiepsen und rascheln, während eine kleine Rötelmaus durch die Heidelbeerbüsche rennt.
Donnerstag, 29. Juli 2010:
Unterbrochen von einigen kurzen, dafür äußerst windigen Momenten, regnet es nun schon seit dem ersten Augenblinzeln. Verlassen wurde das Zelt lediglich zum Frühstück unter der abgespannten Plane und für einige schnelle Minuten von mir, da ich mich kurz zum Säubern in den See setzte. Ines zog es vor, sich direkt im Zelt zu waschen. Pinkelpausen werde äußerst ungern und deswegen selten gemacht; was für Ines‘ Blase jedoch ein gutes Zeichen ist, nachdem sich in den letzten Tagen eine leichte Blasenentzündung angekündigt hatte und Pinkelpausen in der Regel UMGEHEND eingefordert wurden.
Ansonsten besteht der Donnerstag, ebenso wie bereits der Sonntag, aus Lesen im Zelt und damit verbundenen Rückenschmerzen. Wir beschließen, den nächsten Urlaub im Hotel auf Malle zu verbringen. Falls wettertechnisch eine Besserung eintreten sollte, werden wir unser Angelglück heute mit Stockbrotteig statt Blinker oder Nudel versuchen.
14.58 Uhr, Ines verlässt das Zelt um zu pinkeln und um Schokolade zu holen. Es regnet nicht mehr! Aus Langeweile sägt sie Holz und trocknet Marmelade- und Wurstgläser. Nach einer Weile traue auch ich mich aus dem Zelt und klettere auf die inzwischen extrem glitschigen Felsen um zu angeln.
Um 16.45 Uhr sind die Haushaltsarbeiten erledigt, was für den Himmel das Signal zu sein scheint, seine Luken wieder zu öffnen und uns erneut mit Regen zu beglücken. Mit dem Rücken zum Wind bemerke ich das etwas spät, sitze nun in Boxershorts im Zelt und hoffe, dass meine Hose möglichst noch heute irgendwie wieder trocken wird. Die Tafel Schokolade wird immer kleiner, Regen und Wind umso stärker. Wir lesen.
19.00 Uhr, es regnet… Haben Suppe gekocht und bemerkt, dass das Dichtungsgummi des Kochers anscheinend noch auf der letzten Insel liegt. Da wir heute jedoch bereits einige Kanus gesehen haben, die versuchten den See zu queren und nach einiger Zeit wieder umkehrten, da der Wellengang zu gefährlich war – wie kann man so wahnsinnig sein, bei so einem Wetter überhaupt los zu paddeln? Bei dem Wind hätte man stattdessen mit dem Drachen fliegen können! – machen wir keinen Ruderausflug zur Vortagesinsel und lassen das Gummi Gummi sein.
Gegen 23.00 Uhr ist Ines‘ Buch auch zu Ende gelesen, Schlafenszeit!
Freitag, 30. Juli 2010:
Regen, während wir noch in den Schlafsäcken liegen. Dann, ein Hoffnungsschimmer. Es wird etwas heller und das Prasseln auf der Zeltplane ist verstummt. Die Gelegenheit nutzen wir sofort, um unsere Homebase mit frischem Wasser und Frühstücksproviant neu auszustatten. Ines wäscht noch schnell ihre Haare im Eimer und schon fallen die nächsten Tropfen. Wir hätten in Norwegen bleiben sollen, da war das Wetter besser…
So gerne hätte ich heute meine Hose gewaschen, jedoch stehen die Chancen schlecht. Was momentan einmal nass ist, bleibt auch nass, solange man die Klamotten nicht anzieht und mittels Körperwärme trocknet. Die Variante, sich vom Wind trocknen zu lassen, ist aufgrund der momentan kurzen Regenpausen zu aufwändig. Oh Moment, es regnet gerade nicht. Wir stürmen aus dem Zelt.
16.28 Uhr und bisher hat es nicht mehr geregnet. Das Wasser hat sich beruhigt und wir können uns wieder vorstellen, das Scandtrack Lager am morgigen Tag ohne zu kentern zu erreichen. Nachdem ein weiterer großer Fisch sich am Plättchen des Blinkers von mir durch das Wasser ziehen lässt und dann, in Sichtweite angekommen, einfach loslässt, probieren wir es nun mit Speck an einem normalen Haken. Ein Fischfang vor der Nahrungszubereitung würde unser Essen sehr aufwerten. Die Fresstonne wird leerer und unsere Kreativität beim Kochen ist jeden Tag mehr gefragt.
Wir machen einen kleinen Rundgang über die Insel; entdecken viele Pilze, die am Vortag definitiv noch nicht dort gestanden haben und essen Heidelbeeren. Auf dem See sind jetzt wieder vermehrt Kanuten auszumachen, die einen nahen Lagerplatz suchen, um morgen nicht so weit paddeln zu müssen. Indem wir auf die Felsen am Ufer stürmen und Präsenz zeigen, konnten wir bis jetzt verhindern, dass fremde Menschen in unsere Einsamkeit einfallen. Auf dieser Insel gibt es anscheinend nur einen Lagerplatz und der ist – dank Jedermannsrecht – von uns belegt. Wir sind nicht gewillt, ihn aufzugeben und mit unserem Zelt, dass nun seit ca. 18 Stunden zum ersten mal wieder trocken zu sein scheint, umzuziehen. Die Entscheidung, vorzeitig eine campnahe Insel anzusteuern, war definitiv die richtige. Wer weiß, wie morgen das Wetter wird und die knappen 3km schaffen wir notfalls auch im strömenden Regen.
Am anderen Ende der Insel ist eine kleine Hütte inkl. Plumpsklo und ein Schild weist deutlich darauf hin, nicht auf die Idee zu kommen, hier sein Zelt aufzubauen. Ines überlegt natürlich sofort, wie es wäre, so ein Urlaubsdomizil zu besitzen und nimmt kurzerhand Platz auf dem Bänkchen vor dem Haus, um schon einmal Probe zu sitzen.
Zum Abendessen gibt es Bohnen mit Speck, lange geräucherte Brotfladen und Knödel. Die Brotfladen werden jedoch in der Tonne verstaut, da wir einfach zu satt sind. Morgen werden sie zusammen mit den Resten aus dem Nutellaglas mal eine Abwechslung zum Roggen-Müsli-Brot sein. In Form einer Paddeltour um die Nachbarinsel machen wir einen kleinen Abendspaziergang und fallen nach unserer sportlichen Betätigung müde ins Bett.
Samstag, 31. Juli 2010:
Der Tag der Abfahrt ist gekommen. Dank regelmäßigem Tagebuchschreiben und elektronischer Hilfe konnten wir den Überblick über Wochentag und Datum behalten und werden nun nicht, wie ein Pärchen vor uns, einen Tag zu spät zum Lager zurückkehren. Nach einem gemütlichen Frühstück und dem Abbau unserer Basis stechen wir bei anscheinend relativ starkem Wind in See. Während ich einen Strommasten als grobe Richtung anpeile treibt es uns immer stärker ab und die Wellen werden höher, die Anstrengung größer. Die brechenden Wellen spritzen Ines, die im Bug sitzt, ins Gesicht und lassen sie samt Kanu in die Höhe hüpfen. Mit viel Kraft und 1,8 km/h nähern wir uns dann aber doch dem Scandtracksteg und können an Land gehen. Dort läuft alles deutlich entspannter ab, als bei unserer Ankunft. Unser Kanu übergeben wir direkt am Steg an eine Gruppe, tragen unsere Sachen zum Materiallager und sortieren dort unsere Sachen inkl. den restlichen Lebensmitteln und Scandtrackeigentum auseinander. Lungern anschließend ein wenig herum und verköstigen uns an übrig gebliebenen Teigfladen. Wir fühlen uns sauber genug und nutzen statt den Gruppenduschen lediglich das WC, bevor wir uns per pedes nach Lennartsfors aufmachen, um dort unsere 12 Kronen und 50 Öre – das Restgeld vom Angelschein – loszuwerden. Unser Gepäck verstauen wir, um es vor Regen zu schützen, unter einer Plane nahe der Küche. In Lennartsfors angekommen, ergattern wir ein paar schicke Angelhaken und die gekaufte Schokolade ist schneller verschwunden als dass ich es hier beschreiben könnte.
Zurück im Camp bemerken wir, dass wir an einem Geocache an der Schleuse vorbei gelaufen sind und beschließen wenigstens den zweiten Cache im näheren Umkreis zu heben. Wir „verfolgen“ einen Mann mit einem Garmin in der Hand in den Wald und werden einer Lichtung von ihm als Cacher enttarnt. Von dort aus geht es zu dritt durch den immer sumpfiger werdenden Wald. Ines hat mit ihren Sandalen die falsche Schuhwahl getroffen, was sie des Öfteren dazu veranlasst, quietschende Laute von sich zu geben, wenn ihre Socken wieder ein bisschen nasser werden. Am Ziel finden wir ein museumsartiges Haus mitten im Wald, lesen Zeitungen aus den 50ern und tragen uns in das Logbuch ein. Nähere Informationen zu diesem Cache findet man unter GCXC5J.
Wir wandern zurück und reihen uns in die Schlange der Wartenden vor der Essensausgabe ein, um anschließend Köttbullar mit Kartoffeln und Salat zu mampfen. Mir schmeckt’s, Ines nicht so wirklich. Im Laufe des Nachmittags galt es nun lediglich unsere Lunchpakete abzuholen und das Gepäck in den Bus zu laden. Um 19.45 Uhr fährt der Bus ab und wir ergattern uns die Sitzplätze am Klo. Zwar steigt dort hin und wieder eine Wolke übelriechender Klochemie auf, aber dafür können wir die Füße hochlegen und sitzen so wesentlich bequemer als auf der Hinfahrt. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn ich daran denke, vielleicht sogar etwas schlafen zu können.
Das Einlegen einer DVD wird von der Masse bejubelt und wir ergötzen uns an den bewegten Bildern von Hangover. Ein Hoch auf die Medien. Ich bin glücklich, bis … ja, bis ich überlege einen Schluck Absinth zu mir zu nehmen, den ich mir für die Rückfahrt aufgespart hatte. Eine ausgezeichnete Idee, das wird mir das Schlafen vereinfachen. Wo war noch gleich der Absinth? In der Stativtasche. Wo war noch gleich die Stativtasche? SCHEIßE!!! Wo haben wir die eingepackt? Haben wir die überhaupt eingepackt? Eine kurze Rekonstruktion ergibt, dass sie sich höchstwahrscheinlich noch unter der Plane befinden musste, unter der wir vorhin unser Gepäck verstaut hatten.
Angesichts des Stativwerts, der den Preis des Urlaubs locker übertrifft, überlege ich auszusteigen und anschließend privat eine Rückfahrt zu organisieren, kann mich dann jedoch von Ines überzeugen lassen, erst einmal im Camp anzurufen, was ich sogleich tue, als mein Handy wieder Empfang hat. Der Fernseher schreit und ich brülle ins Telefon. Noch während dem Gespräch findet die Mitarbeiterin die Tasche und verspricht, sie mit dem nächsten Bus nach Deutschland zu schicken. Ines ist beruhigt und kann sich wieder auf den Film konzentrieren. Ich sitze noch eine ganze Weile zerknirscht im Bus und mache mir über den Rücktransport meine Gedanken. Dabei bemerke ich nicht, dass Ines‘ Thermoskanne nicht wirklich dicht ist und sich klebriger Blubberlutsch über den Boden verteilt.
Der Film ist vorbei, der Bräutigam wurde wie erwartet auf dem Dach gefunden – schließlich habe ich den Film schon gesehen – und ein zweiter Film wird um 22.00 Uhr von der Sitzreihe hinter uns abgelehnt, da es ihnen zu laut wäre. Bitte? Ihr könnt danach immer noch 12 Std. schlafen ihr Schnarchtüten. Zum Glück legt nach 30 Min. einfach jemand Oceans 11 ein und wir sind für weitere 90 Min. abgelenkt.
Dann die erste Fähre, direkt erwischt, keine Wartezeit. Super! Die zweite Fähre, direkt erwischt, keine Wartezeit. Mist! Da wäre noch ein Geocache nur 700m entfernt versteckt gewesen. Trotzdem müssen wir aussteigen, da während der 45 minütigen Fahrt der Fahrzeugbereich geräumt werden muss. Immerhin haben wir teilweise sogar 20 Min. geschlafen. Ich kaufe mir vier verschiedene Sorten Lakritze, und komme so immerhin zu einem absinth-artigen Anisgeschmack. Lecker holländisches Lakritz, kenne ich auch schon aus dem Gummibärchenladen in der Stadt und bin ein großer Fan davon. Absinth selbst gibt es natürlich nicht im Board-Shop und auch der restliche Alkohol ist nicht gerade günstig.
Auf Fehmarn angekommen wird es bereits wieder hell und auch die Busfahrer scheinen aufgewacht zu sein, denn die beiden Busse liefern sich ein kleines Rennen. Ines bekommt davon wenig mit und dämmert bis Hamburg vor sich hin, wo wir an einer Raststätte halten. Ines trinkt einen Tee und ich muss fünf Minuten warten, da alkoholhaltige Getränke zu meinem Unwissen erst ab 7.00 morgens verkauft werden. Ja, wir sind eindeutig wieder in Deutschland! Das kalte Mixery schlägt mir leicht auf den Magen und ich entscheide mich für ein wenig Schlaf.
Um 8.30 Uhr kommen wir am Busbahnhof Hannover an, um 8.55 Uhr sitzen wir im Zug und ich unterhalte mich nett mit der Dame auf dem Sitzplatz neben uns. Sie ist verständnisvoll und ignoriert unseren Geruch und meine Schweißflecken, in denen man eine Entenfamilie hätte baden lassen können. In Hildesheim kauft sich Ines ein Croissant und ich stelle frustriert fest, dass es Calzone erst ab 9.30 Uhr gibt. Die Wartezeit ist mir eindeutig zu lange und so fahren wir mit dem Bus nach Hause. Dort schmeißen wir unsere Sachen auf den Boden, duschen, rufen Emails ab, schlafen, bestellen Döner, gucken TV und gehen wieder schlafen.
Marian haben folgende scandtrack Reise im Juli 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
unsere kleine Kreuzfahrt
Bei Dauerregen, 12 Grad und heftigem Sturm ging es mit einer kleinen Atlantiküberquerung los. Auf dem 1. Zeltplatz saß ein Paddler der Vorwoche im Sturm fest. Wir haben dann lieber die etwas geschütztere 2. Insel aufgesucht, das nasse Zelt außen an einen Nagel gehängt und uns im Schlafsack in die Schutzhütte gerollt. Am nächsten Morgen begann dann der Traum-Paddelurlaub bei Sonnenschein. Zum Übernachten brauchten wir dann auch keine Schutzhütten mehr, 7 kleine Pirateninseln haben wir zum Übernachten gefunden. Abends gabs schöne Lagerfeuer und Pizza oder Stockbrot, zum Frühstück frische Blaubeermarmelade.
Bernadette haben folgende scandtrack Reise im Juli 2009 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Kanutour Glaskogen - da lohnt sich die Busfahrt
Welche Vorteile kann eine zweiundzwanzig stündige Busfahrt Hochsommer schon haben? Erstens: In Zukunft kann man jede „längere“ Autofahrt auf einer Arschbacke absitzen. Zweitens: Man befindet sich plötzlich nicht mehr in Stuttgart sondern im wunderschönen Narurreservat Glaskogen in Schweden!
Nachdem die gesamte Scandtrack Ausrüstung (samt zentnerschwerer blauer Fress-Tonne) fachgerecht im Kanu verstaut ist kann es endlich losgehen. Nur meine Frau und ich für eine Woche auf eigene Faust in der Natur unterwegs. Als Kanuanfänger funktioniert das Kurvenfahren auf Anhieb – nur mit dem Geradeausfahren hapert es noch gewaltig. So bewegt man sich eben die erste Zeit im konsequenten Zickzack-Kurs voran.
Die Sonne lacht , es ist angenehm warm und so führt uns eine Fahrspur die aussieht, als wäre ein betrunkener am Steuer, direkt in die nächste einsame Bucht zum Baden.
Das Wasser ist herrlich frisch. Genau das richtige um die Patina von der Busfahrt loszuwerden. Danach fühlt man sich wieder einigermaßen fit und kann wieder astreine Schlangenlinien in den See paddeln. Am späten Nachmittag meldet sich der Hunger. Wir beschließen den ersten Tag ruhig ausklingen zu lassen und einen schönen Lagerplatz zu suchen. Man ist wählerisch, will natürlich eine Insel ganz für sich allein. Durch das sogenannte „Jedermannsrecht“ ist man in Schweden nicht auf Campingplätze angewiesen sondern darf sein Zelt in freier Wildbahn aufschlagen.
Die Insel unseres Vertrauens ist schnell gefunden. Das Kanu wird komplett entladen und umgedreht am Ufer deponiert damit es nicht vollregnen kann. Der Zeltaufbau gestaltet sich etwas schwieriger als erwartet, denn die Insel besteht zum Großteil aus Felsplatten auf denen sich eine ca. 10cm dicke Schicht aus Baumnadeln und lockerer Erde befindet. So hat man das Problem, dass der Hering entweder auf undurchdringbares Gestein stößt oder kaum Halt in der lockeren Schicht darüber findet. Sieht ohnehin nicht so aus als ob es zu einem Sturm kommen würde und so geben wir uns mit relativ lockerer Fixierung zufrieden. Das Zelt steht, die Ausrüstung ist verstaut, es wird Zeit sich um ein Feuer zu kümmern. Da wir uns hier in einem Naturschutzgebiet befinden, ist es verboten Holz zu schlagen. Dies ist allerdings auch nicht nötig, denn es liegt reichlich trockenes Holz am Boden, man muss nur genug davon einsammeln, denn es brennt zwar gut aber nicht besonders lang.
„Ich muss dir was zeigen“, ruft meine Frau. Mal sehen, was sie da beim Holz sammeln entdeckt hat. Es ist der optimale Platz um ein Lager aufzuschlagen. Wie aus dem Bilderbuch für Wildcamper. Leider auf der anderen Seite der kleinen Insel. Nach kurzer Beratung entschließen wir uns tatsächlich nochmal umzuziehen. Die Heringe gehen raus wie Butter und das Igluzelt wird einfach komplett zwischen den Bäumen hindurch zum neuen Lager getragen.
Die Mühe hat sich gelohnt und das Essen schmeckt hervorragend. Nudeln mit Gulasch aus der Dose mit frischem Gemüse veredelt. Die Sonne geht in Zeitlupe unter und wir erleben einen stundenlangen Sonnenuntergang der das gesamte Farbspektrum durchläuft.
Der nächste Morgen beginnt mir deutlich hörbarem Prasseln auf dem Außenzelt. Es regnet – zwar nicht sehr stark aber dafür durchgehend. Da bleibt man auch gern ein klein wenig länger liegen als geplant. Mit dem Campingkocher einen schönen Kaffee im Vorzelt zubereitet und dazu noch ein kleines Frühstück mit Vollkornbrot. Nachdem wir alles wieder zusammengepackt haben geht’s auf zur nächsten Etappe. Geplantes Ziel ist „Stora Gla“, der große der zwei Hauptseen. Doch das Wetter wird zunehmend schlechter und die verhältnismäßig schmale Durchfahrt zum anderen See zu finden gestaltet sich zeitaufwendiger als erwartet. Die vielen kleinen Buchten sind nicht komplett einsehbar und so muss man zwangsläufig hineinfahren um sich zu vergewissern ob es eine Verbindung gibt, oder ob es sich um eine Sackgasse handelt. Wir sind nicht die einzigen die dieses Problem haben. Auf dem Rückweg aus einer der vermeintlichen Durchfahrten treffen wir auf andere Kanuten. Sie erzählen uns, daß sie gerade Mittagspause in einer Übernachtungshütten gemacht hätten und der Ofen noch warm sei. Die Hütte ist ganz in der Nähe und meine Frau und ich beschließen, dass es am sinnvollsten ist, unsere Pläne zu ändern und den trockenen Unterschlupf anzupeilen anstatt weiter zu rudern. Dies war vielleicht die beste Entscheidung der ganzen Woche, denn die Hütte ist urgemütlich und während unsere Kleidung über dem heißen Ofen an der Wäscheleine trocknet wird das Wetter von Minute zu Minute schlechter. Was gibt es schöneres als gemütlich im Warmen zu sitzen und durchs Fenster auf den stürmischen See zu blicken. Die Wellen haben eine beachtliche Höhe erreicht. Der Regen ist inzwischen zu einem richtigen Wolkenbruch angewachsen und die Sichtweite beträgt nur noch wenige hundert Meter. Ab und zu sieht man, wie sich ein einsames Kanu durch das Unwetter quält während wir bei Wohlfühltemperatur unser Abendessen genießen und den nächsten Tag planen. Von nun an wird morgens und abends per Smartphone der Wetterbericht gecheckt. Sicher ist sicher.
Das Unwetter ist vorüber. Der dritte Tag ist zwar neblig bewölkt aber absolut windstill. So wird die Suche nach der Durchfahrt zum „Stora Gla“ anders als am Vortag nicht zur Qual, sondern zu einem beinahe mystischen Erlebnis. Völlige Stille und die geheimnisvollen spiegelglatten Buchten erinnern an eine verzauberte Märchenwelt. Um vom „Övre Gla“ zum „Stora Gla“ zu kommen muss man das Kanu ein Stück umtragen. Mit Hilfe des Kanuwagens ist es kein allzu großes Problem den steilen Anstieg und den anschließenden schmalen Trampelpfad über Wurzeln und Schlaglöcher zu bewältigen. Der kleine Laden des Campingplatzes stellt die einzige Möglichkeit dar, im Glaskogen einzukaufen. Nachdem sich die Papierkarte bei dem schlechten Wetter vom Vortag in einen unansehnlichen Klumpen verwandelt hat, gönnen wir uns für teures Geld eine wasserfeste Karte. Zudem gibt es noch einen Sixpack vom stärksten frei verkäuflichen Bier (3,5% Alkohol – in Deutschland wohl eher ein Radler) und einen neuen Angelköder. Bei letzterem handelt es sich um einen schnell sinkenden Rapala Wobbler . Denn nachdem ich jetzt mehrere Tage völlig erfolglos diverse Spinner, Blinker und Wobbler quer über den gesamten See hinter dem Boot hergeschleppt habe liegt die Vermutung nahe, daß sich die Fische wegen der milden Wassertemperatur eher in der Tiefe aufhalten. Der Campingplatz bietet auch einen Kanuverleih, weswegen in der näheren Umgebung sehr viele Boote unterwegs sind. Wir legen uns also in die Riemen um so schnell wie Möglich wieder Abstand zur Zivilisation zu bekommen. Das Wetter wird im Laufe des Tages wieder schlechter. Der Nieselregen wechselt sich mit kurzen Regenschauern ab. Es wird Zeit sich wieder einen geeigneten Lagerplatz zu suchen. Unsere neue Strategie ist so einfach wie effektiv. Meine Frau geht auf einer entsprechenden Insel als Späher von Bord und erkundet die örtlichen Gegebenheiten während ich im Kanu sitzen bleibe und verhindere, dass es abtreibt. Wenn sie den optimalen Platz gefunden hat, kann ich den nächstmöglichen Anlegeplatz ansteuern und wir sparen uns unnötige Trage-und Umbauaktionen. Mit der Wasserdichten Plane neben dem Zelt noch einen Unterstand zum Kochen und Material lagern aufgespannt und schon ist der Lagerplatz perfekt. Leider ist das gesamte Brennholz auf unserem Eiland zu feucht zum Feuermachen und so gibt es an diesem Abend einen schönen würzigen Bohneneintopf mit Speck vom Campingkocher.
Die Sonne scheint durchs Vorzelt. Es ist ein wunderbarer neuer Tag angebrochen. An diesem Morgen wird noch vor dem Frühstück ausgiebig im See gebadet. Danach – inzwischen ist es schon fast Routine – wird die Ausrüstung sorgfältig zusammengepackt und im Kanu verstaut. Bei solch schönem Wetter mitten auf dem See einfach mal die Paddel wegzulegen und eine halbe Stunde der Stille zu lauschen ist einfach unbeschreiblich friedvoll. Im Laufe des Tages fange ich auch noch tatsächlich meinen ersten Fisch: Ein Barsch. Zwar keine vollwertige Mahlzeit, aber eine nette Vorspeise zum restlichen Abendmenü. Auf offenem Feuer gebackene Pfannkuchen mit Schinken und Käse und zum Nachtisch eine rote Grütze aus frisch gesammelten, herrlich aromatischen Beeren.
Dank des täglichen Wetter-Updates wissen wir, dass es schlechter werden wird und bald wieder mit einem ausgewachsenen Unwetter zu rechnen ist. Wir orientieren uns also wieder Richtung „Övre Gla“ und planen am Abend wieder an der bewährten Schutzhütte zu sein. Der Tag ist teilweise bewölkt aber wunderschön windstill und zeigt uns eine weitere Facette der reizvollen Landschaft des Naturschutzgebietes. Die Fische beißen heute gut: Zuerst fange ich ein Barsch und wenig später biegt sich die Rute unter einem größeren Gewicht. Es ist ordentlicher Hecht – jedenfalls zu groß um ihn ohne Kescher aus dem Wasser zu ziehen. Während ich mit dem Drill beschäftigt bin steuert meine Frau also die nächstbeste Stelle am Ufer an damit ich den Fang landen kann. Gesagt getan! Der Fisch ist zwar faul gehakt (das heißt, er hat nicht angebissen, sondern wurde quasi durch Zufall vom Angelhaken erfasst) wird deshalb aber nicht weniger gut schmecken. An der Hütte angekommen stellen wir fest, dass auch andere die gleiche Idee hatten. Es ist tatsächlich das gleiche Pärchen aus Saalfeld, dass uns einige Tage zuvor freundlicherweise auf die Hütte aufmerksam gemacht hatte. Wir werden nett empfangen und bringen als Gastgeschenk genügend frischen Fisch für alle mit. Später gesellt sich noch ein weiteres Paar aus Stuttgart hinzu und es bildet sich eine lustige Gruppe, die noch für die restlichen Tage zusammen bleiben wird. Der Hecht wird in der Alufolie gegart und zusammen mit Stockbrot serviert. Er reicht aus um alle sechs Personen satt zu machen. Es wird viel gelacht und wir bekommen den schönsten Sonnenuntergang zum Nachtisch serviert.
Der nächste Tag ist genauso, wie der Wetterbericht es vorhergesagt hatte: Sauwetter. Wir unternehmen alle zusammen einen Tagesausflug zur nahegelegenen „Eishöhle“ wie es auf der Karte verlockend heißt. Drei Kanus fahren also im Konvoi gegen die Wellen an. Der Gegenwind und der Seegang sind so stark, dass man scheinbar nicht vorwärts kommt, und so entschließen wir uns, nicht den direkten Weg zu nehmen, sondern lieber am Ufer entlang im ruhigeren Gewässer zu fahren. Dies ist wesentlich ökonomischer und bringt uns mit deutlich weniger Kraftaufwand zum Ziel. Es folgt eine Wanderung zur besagten „Isgrotta“, die sich durch einen wunderschönen Wald zieht, jedoch an einem ziemlich unspektakulären Geröllhaufen endet, der nur mit viel Fantasie als Eishöhle beschrieben werden kann. Unterwegs können wir frische Pfifferlinge sammeln und so ist auch diesen Abend ein festliches Mehrgängemenü gesichert. Was macht man also, wenn man schon alles wesentliche hat? Man kümmert sich um den Luxus: Ein Schwitzzelt muss her – unbedingt. Auch dieser Plan wird dank der wasserdichten Planen, einigen stabilen Ästen, Steinen und Schnur in die Tat umgesetzt. Während wir also im strömenden Regen in Badehose das Schwitzzelt mit glühendheißen Steinen befüllen und den ersten Aufguss mit Orangenaroma vorbereiten, fahren einige bemitleidenswerte Kanus vorbei. Wir winken freundlich.
Am darauffolgenden Tag müssen wir leider schon wieder Richtung Basislager aufbrechen, um die Ausrüstung zurückzugeben und die Fress-Tonnen leer zu machen. Dort gibt es auch wieder Bier. Allerdings nicht ganz so stark wie auf dem Campingplatz – „PRIPPS BLA“ mit stolzen 2,2%.
Ein perfekter Urlaub neigt sich dem Ende entgegen…
Florian haben folgende scandtrack Reise im Juli 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-204)
Beste Erholung, Kanutour mit scandtrack in Schweden
Wie viele Leute, habe ich schnell was im Internet gebucht und mich überhaupt nicht mehr darum gekümmert, wie, wo, was... als dan der besagte Abreise Termin vor der Tür stand, traff ich mit meiner besten Freundin im Flughafen Kloten. Dort hat die coole Reise bereits begonnen, durch das "keine Ahnung" Syndorm hatten wir uns noch kurz an die Bar gesetzt, eins, zwei getrunken bis wir ausgerufen wurden, ups.... schnell schnell....nach einem Kurzen Flug sind wir in Hamburg eingetroffe. Wir machten uns auf den Weg zum Bus Treffpunkt. Etwas vor Plan kam der Car angefahren, das so zu sagen "Lovemobile" setzte sich kurz nach Ankunft wieder Richtung Fähre ab. Nach kurligen Stunden im Car, auf der Fähre, kamen wir im Camp an. Das "keine Ahnung" Syndrom setzte sich fort...bald drauf konnten wir under Material fassen. Uns wurde einiges klar und das "keine Ahnung"Syndrom schlich leise davon. Kaum gestartet machte sich ein Unwetter breit, so zu sagen kaum gesehen schon gelandet, fing es an wie aus Eimern zu schütten. An Land geeilt konnten wir das schlimmste mit der Grossenblache vermeinden, nach ein par Stunden konnten wir auch das Zelt aufbauen:-) Am nächsten Tag in der Früh gestarte hatten wir nur noch Traumhaftes Wetter, kein Tropfe Regen, naja... sollte ja nicht anders sein wenn Engel reisen:-) Diverse Kleinere und Grössere Erlebnise konnten wir auf der Tour erleben, immer früh aufgestanden konnten wir vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang alles sehen.Mit der blauen Tonne konnten wir auch so einiges machen, sehr improvisiert hatten wir meistens ein drei Gang Menu zu Abendessen,lecker lecker! Am Ende der Abenteuerreise hatten wir das ganze Material zurückgebracht und auf eine erholsame und gemütliche Reise zurückgeblickt. Nach wie vor träumen wir immer noch von den ruhigen Stunden in Schweden und eines steht fest, das war sicher nicht das einzige Mal!
![[ST] Reisebericht - Bettina - Bild 2 [ST] Reisebericht - Bettina - Bild 2](/bilder/2012.01/reisebericht_-_bettina_-_bild_2,1714,6.jpg)
Bettina haben folgende scandtrack Reise im September 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Morninglight
Geweckt von der Stille am Morgen, öffne ich den Schlafsack und spüre die kühle Septemberluft. Mit kleinen Augen blinzele ich aus dem Zelt, der morgendliche Nebel liegt wie ein Schleier über dem See. Ein Bad im kalten See vertreibt den letzen Hauch von Schläfrigkeit. Pö a Pö wachen die Mitreisenden auf, ich komme an das wärmende Feuer. Zu dritt oder viert sitzten wir ums Feuer und warten auf den tollen Moment, wenn das Wasser für den Kaffee kocht. Das gemeinsame Frühstück, die Stärkung vor dem alltäglichen Lagerabbau und der schönen Kanutour mit der Gruppe war ein toller Tagesbeginn. Von Tag zu Tag wuchs die Gruppe zusammen, die Arbeiten gingen Hand in Hand und jeder half jeden.
Wie der Tag mit einem wunderschönen Sonnenaufgang begann, endete er in Gesellschaft eines tollen Teams in einem unvergäßlichen Sonnenuntergang.....
![[ST] Reisebericht - Jessica - Bild 1 [ST] Reisebericht - Jessica - Bild 1](/bilder/2012.01/reisebericht_-_jessica_-_bild_1,1711,6.jpg)
Jessica haben folgende scandtrack Reise im September 2010 unternommen: » Morning Light Kanutour (Produktcode: 46-114)
Im Juni 2010 war ich mit einem Freund in Nordmarkten (Dalsland) - Kanutour auf eigene Faust. Es war großartig :-) !
Nach der Anreise bekamen wir unsere Ausrüstung und es ging bei traumhaften Wetter los. Wir kamen gut vorwärts und haben jeden Tag so um die 15-20km geschafft. Wir sind jeden Tag früh morgens aufgestanden, haben unser Frühstück eingenommen und es ging weiter - man will ja den Tag nicht verschlafen;-).
Wir hatten folgende Rundreise geplant:
Lennartsfors, links Rrichtung Fölsbyn, Övre Blomsjön, umtragen in den Nedre Blomsjön und über den Lelang wieder Richtung Lennartsfors. Letztendes haben wir es auch noch bis Norwegen geschafft und zurück - mehr als erhofft - cool. ;-)
Nun weiter mir meinem Bericht:
Gleich am zweiten Tag mussten wir unser Kanu mehrer Kilometer über Land ziehen, um in den nächsten See (Ovre Blomsjön) zu gelangen. Das tolle an diesem Tag war, dass man sich körperlich richtig ins Zeug legen musste, um die Etappe zu schaffen. Größartige Natur, Ruhe und bestes Wetter - ein perfekter Tag.
Am dritten Tag ging es weiter und wieder mussten wir unser Kanu mehrere huntert Meter über Land ziehen. Gepäck ausladen, Kanu aus dem Wasser holen, auf die Tagehilfe setzten, Gepäck wieder einladen und dann ziehen. Weiter zum nächsten See, Nedre Blomsjön und unterwegs 2-3 Fische fürs Abendessen fangen.
Am vierten Tag waren wir schon wieder im Lelang, richtung Dalslandkanal.
Leider war die Schleuse noch nicht in Betrieb, so mussten wir erneut unser Kanu, in den Foxen, umtragen. Etwas erschöpft, aber happy konnte unsere Reise weiter gehen.
Wir hatten am Ende des 4. Tages schon unsere geplante Route geschafft - auf zu neuen Zielen. Spontan haben wir entschlossen und noch einmal ordentlich in die Riehmen zu legne und die lange Reise richtung Norwegen anzutreten.
Tag 5:
Auf der Grenzinsel (Trolloya) haben wir übernachtet und sind am 6. Tag wieder Richtung Basiccampt gepaddelt, da es am 7 Tag schon wieder nach Hause gehen musste, leider.
Auf dem Rückweg wurde es recht windig und es zog regen auf.
(Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlecht Ausrüstung, stimmts?)
Leider wurde das Wetter die letzten Stunden in Schweden nicht mehr besser und so paddelten wir durch den Regen wieder zurück zum Camp.
Es war ein wunderschöner Urlaub und ich würde gerne als Outdoor-Tester wieder kommen.
Viele Grüße
Markus
Markus hat folgende scandtrack Reise im Juni 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Reisebericht „Kanutour auf eigene Faust“ 25.06.-04.07.2010
Hej! Goddag! Jag heter Johannes. Ursäkta, jag talar inte svensk!
Samstagmorgen, zirka zehn Uhr in Schweden. Der Reisebus aus Deutschland mit vielzähligen motivierten Outdoorern traf am Ziel seiner Reise ein. Wir befanden uns nun endlich in Schweden, genauer gesagt in Lennartsfors. Zuvor gab es allerdings auf dem Weg dorthin ein paar Zwischenfälle. Zuerst einmal haben wir den Zug zum Bus nach Köln verpasst, da Nils seine Regenjacke daheim liegen lassen hatte. Dann gab es dann noch Wartezeiten an der Fähre in Puttgarden, sodass der ein oder andere Mitfahrer und auch die Busfahrer ungeduldig wurden. Aber das macht die Reise mit dem Bus ja auch interessant.
Angekommen, Gepäck ausgeräumt! Dann ging es los. Wir wurden von Judith im Basiscamp begrüßt und über alles, was für uns wichtig, war informiert. Außerdem erhielten wir noch eine kleine Stärkung bevor wir anschließend unsere gesamte Ausrüstung entgegen nehmen konnten. Verpflegungstonne, Ausrüstungskiste, wasserdichte Packsäcke, Zelt, Paddeln und das wichtigste überhaupt das Kanu. In der Ausrüstungskiste war alles enthalten was man draußen so braucht. Die Verpflegungstonne war ebenfalls bestens gefüllt oder sogar fast überfüllt. Man konnte diese Tonne am Ende der Woche nicht leer zurückbringen, es waren einfach so viele Nahrungsmittel darin enthalten. Aber diese Tonne war abends immer wieder wie eine Wundertüte. Als wir dann alles gut verpackt hatten, gingen wir dann weiter runter zum See. Dort warteten dann die Kanu´s auf uns. Judith gab uns noch eine kleine Kanuschule und ein paar Tipps zu der Region.
Ab an den Steg, Kanu ins Wasser, Gepäck ins Kanu und noch zwei Paddler (Nils und Johannes) ins Kanu. Wir legten ab und paddelten raus aufs große Gewässer in Richtung Norden hinaus. Die Sonne schien uns in den Nacken, grüne Wälder, klares kühlendes Wasser. Was braucht man mehr?
Die Orientierung hatte sich bei mir schnell eingestellt und die Kombination aus Karte und Kompass hat prima funktioniert. Die Ausblicke aus dem Kanu waren traumhaft schön. Man hört nichts außer dem Paddelschlag und die Natur. Unseren ersten Schlafplatz suchten wir uns dann und fanden einen schönen Platz bei Nästeviken. Wir schlugen unser Zelt auf, entleerten erst mal die ganze Verpflegungstonne, um uns einen kleinen gedanklichen Speiseplan zu erstellen, und bauten den Spirituskocher auf. Nils und ich hatten richtig Hunger und freuten uns so sehr auf das Essen. Doch es tat sich nichts, das Wasser wurde nicht heiß. Kurze Zeit später merkte ich auf einmal, dass der Kocher defekt ist. Auf einmal hatten wir noch ein Teil mehr als üblich. Der Kocher ist etwas geschmolzen. Nun mussten wir dann doch noch ein Feuer machen. Wie sich später herausstellte hatten wir den Kocher falsch zusammengebaut. So ging der erste Tag mit kleinen Hindernissen erfolgreich mit einem schönen Sonnenuntergang zu Ende.
Am nächsten Morgen frühstückten wir erst einmal gemütlich zwischen den Bäumen mit Blick auf´s Wasser. Auf unserem Tagesprogramm stand weiter nach Norden vorzudringen. Ein Sprung in die große Badewanne direkt vor uns. Wir waren frisch gebadet, alles wieder ins Kanu geladen, allerdings noch etwas ohne Routine, nahmen wir Kurs in Richtung Fagelvik auf. Das Ostufer des Foxen ließen an uns vorbei gleiten. Unterwegs hielten wir Ausschau nach weiteren Lagerplätzen die auf der Strecke liegen. Plötzlich entdeckten wir am Rand durch Zufall einen kleinen Holzvorrat. Unsere Neugier war so groß, dass wir zu Entdeckern wurden und eine kurze Rast einlegten. Nils und ich hatten tatsächlich einen etwas versteckten, schönen Rastplatz gefunden. Trotzdem machten wir uns weiter auf mit dem Ziel nach Töcksfors zu fahren, dort wollten wir die Schleuse passieren. Vorbei an kleinen Häusern, grünen Wiesen und Enten die im Schilf unterwegs waren. An der Schleuse in Töcksfors angekommen, stellte sich nach einem kurzem Gespräch mit dem Schleusenwärter heraus, dass er gerade Feierabend gemacht hatte. Ich sah noch den glücklichen Kajakfahrer in aller Ruhe aus der Schleuse paddeln. Wir hatten irgendwie ein bisschen das Pech beim Urlaub mitgebucht. Aber das war für uns kein Grund der Aufregung, es sollte ja schließlich Urlaub sein. Also folgten wir der Wegbeschreibung des freundlichen Schleusenwärters zum Supermarkt in der Nähe. Das Kanu blieb geparkt am Steg stehen. Wir waren zunächst etwas misstrauisch, das ganze Gepäck mit der Ausrüstung einfach so stehen zu lassen. Nach kurzer Zeit wurde uns klar „ Es ist wirklich möglich, hier in Schweden wird nichts geklaut“. Nils brauchte trotz der prall gefüllten Verpflegungstonne noch ein paar Sachen aus dem Supermarkt, unser erster Landausflug. Anschließend machten wir uns wieder auf zurück in Richtung Süden, mit dem Ziel unseren entdeckten Rastplatz von nachmittags zu bekommen. Wir hatten Glück und unser Plan ging auf. Los ging es mit Holz hacken, Feuer machen und kochen. Dann ging auch schon der zweite Tag auf und am Wasser in Schweden langsam zu Ende.
Der nächste Tag wurde durch leichte Sonnenstrahlen, die durch die Bäume schimmerten eingeläutet. Voller Motivation stachen wir mit unserem Kanu in See. Vor uns lag am westlichen Ufer die Kirche von Fagelvik. Wir steuerten die Kirche an, jedoch mussten wir heute ein wenig gegen den leichten Wellengang angehen. Wieder ein kleiner Landausflug mit Besichtigung der Kirche, Friedhof und der Umgebung. Als wir beide wieder das Kanu unter uns hatten und die Paddel startklar in den Händen hatten, fuhren wir vorbei an Risviken und Skakene. Unser angesteuertes Tagesziel wurde letztendlich die schöne Insel Bärön. Der Rastplatz ist sehr schön auf einem Berg gelegen mit wunderschönem Ausblick über die gesamte Wald- und Wasserlandschaft. Zudem trafen wir noch auf eine deutsche Kanureisegruppe, die sich mit uns den Rastplatz teilte. Abends gab es dann noch Gitarrenmusik beim Lagerfeuer. Wir genehmigten uns an diesem Abend die köstlichen 3 Minuten Nudeln aus der großen blauen „Wundertonne“.
Gleich am nächsten Tag machten wir uns auf nach Lennartsfors. Nils und ich legten einen kurzen Zwischenstopp im Camp ein um den defekten Spirituskocher umzutauschen. Judith war vor Ort und stand sehr verwundert vor den Bruchstücken des Kochers. Selbstverständlich tauschte Judith uns den Kocher aus und der Reise stand jetzt nichts mehr im Weg. Die nächste Schleuse in Lennartsfors wartete schon auf unser Kanu. Diesmal hatten wir es geschafft während den Schleuszeiten durch die Schleuse zu kommen. Eine spannende alte Technik mit drei verschiedenen Wasserbecken sind das Herz der Schleuse. Als sich die Tore der Schleuse öffneten lag der See Lelang vor uns. Wir machten noch einen Abstecher zum Lanthandel. Dort fanden wir alles was man braucht. Aber theoretisch hatten wir ja alles schon von Scandtrack dabei. Unweit der Schleuse fanden wir dann auch unseren nächsten Schlafplatz, den Rastplatz 72 Grisholmen. Eine große geräumige Fläche rund um den Lagerplatz mit vielen Bäumen. Die Arbeitsschritte wurden von Tag zu Tag immer eingespielter. So blieb dann auch mal mehr Zeit für andere Dinge wie Ukulele spielen oder tolle Fotos schießen. Außerdem wurden wir an diesem Abend auf ein wenig kreativ bei kochen bzw. backen.
Mittwochs morgens nahmen wir Kurs auf die historische Holzkirche von Trankil auf. Wir mussten gegen starken Wellengang und Regen ankämpfen. Dies waren aber für uns auch keine Hindernisse. In der alten Holzkirche trugen wir uns dann ins Gästebuch ein und erkundeten noch ein wenig die Gegend rund um Trankil. Schafe, eine Katze und ab und zu mal ein paar Menschen bekamen wir zu Gesicht. Anschließend zogen wir weiter mit unserem Kanu und landeten in der Nähe von Gyltenäs. Plötzlich riss der wolkenverhangene Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein. Die Landschaft wurde ins rechte Licht gerückt. Ein schöner Kontrast zwischen Sonne und Wolken. Wir hatten wieder eine ganze Insel für uns. Naja nur fast, da wir heute mit Raupen vorlieb nehmen mussten. Die letzten Tage hatten wir es mit Stechmücken und Ameisen zu tun. So hatten wir auch direkten Körperkontakt mit den Tieren Schwedens. Heute stand aber zum Glück eine Übernachtung im Zelt an.
Am nächsten Morgen machten wir uns, von Gyltenäs aus, auf in Richtung Norden zurück nach Lennartsfors. Wieder ab durch die Schleuse und entspannt weiter mit Kurs nach Norwegen. Wir schafften es nicht ganz bis zur Grenze, obwohl wir mittlerweile ein super Team bei unserer Paddeltechnik waren. Aber nach den Tagen merkt man irgendwann, dass die Kraft auch etwas nachlässt. Dafür landeten wir an dem schönen Rastplatz Hästön. Zwei Deutsche waren schon vor uns dort. Sie nahmen uns aber in ihr Lager auf und überließen uns die Hütte. Es fielen wieder die üblichen Tätigkeiten an. Kanu ausräumen, Hütte einrichten, Wasser holen, Holz hacken, Feuer machen, kochen, essen usw. Spät abends bekamen wir dann noch Besuch von zwei unermüdlichen Anglern. Sie hatten noch keinen richtigen Schlafplatz, sie angelten lieber noch ganz locker und lässig weiter.
Am vorletzten Tag in Schweden fuhren wir dann mit unserem tollen Kanu nach Norwegen. Dort suchten wir verzweifelt nach dem Autofriedhof. Wir waren im Stora Le unterwegs, in der Nähe der Insel Trollön. Judith erklärte uns später im Camp, dass wir viel zu weit gefahren sind und auf der völlig falschen Fährte waren. Am diesem schönen Tag mit Sonnenschein und wie fast immer ruhigem Wasser erkundeten wir noch die Seenlandschaft im norwegischen Teil. Am Ende dieses Tages schlugen wir für unsere letzte Übernachtung ganz in der Nähe des Camps unser Zelt auf. Die Insel Tranenäse war es die unseren Urlaub als Rastplatz abrundete. Der Ausblick war wieder gigantisch und tausend mal besser wie fernsehen. Außerdem ist das tolle an solchen Lagerplätzen, man hat überall tolle Badezimmer und mobile Toiletten mit super Aussicht. Unser Ziel war es an diesem Abend die Tonne noch etwas zu leeren, aber es hat einfach nicht funktioniert.
Am Samstag, dem Abreisetag, bereiteten wir uns dann schon langsam auf das Ende unserer Tour vor. Ganz gemütlich fuhren wir die letzten Kilometer zurück zum Camp. Unterwegs gab es schon neue Nachrichten von den neuen Scandtrack Touristen die uns entgegenkamen. Eine Woche ohne Computer, Fernseher, Radio oder auch Zeitung waren vorbei. Zurück im Camp ging es zur Gepäck- und Ausrüstungsrückgabe. Zur Überraschung gab es dann noch die Live-Übertragung des Fussballspiels Deutschland gegen Argentinien und eine kostenlose Dusche mit fließendem Wasser aus der Leitung. Nach dieser Entspannung gab es noch eine Stärkung aus der Scandtrack Küche. Bei Sonnenschein am Samstagabend ging es etwa um 20 Uhr mit den Bussen wieder zurück nach Deutschland.
Alles in allem war es ein unvergesslicher Urlaub mit Scandtrack in der Natur Schwedens. Sonne, Wind, Regen, Wasser und Feuer. Das alles ist ein richtiges Outdoorleben.
Hej da
Johannes
Johannes hat folgende scandtrack Reise im Juni 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Zu zweit auf einer (feuchten) Insel
Anreise, Tag 1 (23.07.2010):
Mit etwas Verspätung kam unser Bus in Bielefeld an, im Nachhinein kein Problem, da wir offensichtlich einen Bus von GTI-Tours erwischt hatten. Die Verspätung war schnell aufgeholt und wir kamen am Samstag um ca. 9:30 Uhr als erste im Camp Höglund an. Leider waren im Bus nur noch zwei Plätze gegen die Fahrtrichtung frei, so dass wir rückwärts nach Schweden fahren mussten
Etwas müde und bei sehr schönem Wetter im Camp angekommen, gab es dann bald Kaffee und Hot-Dogs und nach einiger Wartezeit auf verspätete Busse ging es zum Camp an den Stora Bör. Hier bekamen wir unsere Ausrüstung und erfuhren welche der acht Inseln für die nächste Woche unsere sein würde. Außerdem erfuhren wir, das kein Brennspritus bei der Ausrüstung dabei war, dieser aber Abends unter dem scandtrack-Zelt deponiert werden würde. Für uns kein Problem, da wir selber Spiritus dabei hatten. Leider haben aber offensichtlich nicht alle diese Information bekommen, so dass eine Familie auf einer Nachbarinsel die ganze Woche ohne Spiritus blieb. Haben wir aber auch erst am Ende der Woche erfahren…
Wie auch immer, jetzt sollte es losgehen. Eine Kanuschulung war nicht nötig, so dass wir direkt die ca. 4km zur Insel 8 (Åholmen) angehen konnten.
Die Insel war wunderschön, ein geeigneter Platz war schnell gefunden und der Zeltaufbau problemlos (Zelt war nagelneu). Jetzt begann der Urlaub, ab ins Wasser, Provianttonne untersuchen, über den Inhalt freuen, kochen, relaxen…
Tag 2, Sonntag:
Ab Morgens leichter Regen, wir setzen uns trotzdem ins Boot um unseren Spiritus aus dem Camp zu holen… und etwas Schokolade… und den leckeren Räkost (Tubenkäse mit Krabben) im Miniladen des Campingplatzes Grinsby.
Nach der Rückkehr auf die Insel stärkerer Regen. Dank des Tarps sitzen wir aber im Trockenen. Trotzdem wollen wir nicht auf das Bad im See verzichten. Auf einem flachen Felsstück taste ich mich in der Hocke sitzend vorsichtig an das kalte Wasser heran. Leider ist der Fels unter Wasser von Algen so rutschig, dass meine vorsichtige Abkühlung rasch eine gewisse Eigendynamik bekommt und ich unaufhaltsam und unter lauter Schnappatmung bis zur Nase ins Wasser rutsche… Wenn man erst mal wieder Luft kriegt geht’s aber…
Nachmittags erste Angelversuche, -ohne Erfolg.
Tag 3, Montag:
Den ganzen Tag Regen… Gut das wir genug gute Laune und gute Bücher dabei haben…
Tag 4, Dienstag:
Herrliches Wetter, wir machen eine Seerundfahrt mit dem Kanu. Kurzer Zwischenhalt am Campingplatz Grinsby… die Schokolade war alle… und Eis gibt’s da auch…
Abends Lagerfeuer und Würstchen grillen am Stock und den Mondaufgang bewundern. Herrlich… das Leben ist schön…
Tag 5, Mittwoch:
Wetter ok, Abends auch wieder Sonne. Wir fahren zum Festland und machen eine kleine Wanderung. Überall finden wir Blaubeeren, Himbeeren usw. Eine Ringelnatter flüchtet vor uns. Insgesamt wieder ein toller Tag.
Tag 6, Donnerstag:
Wieder Regen, nicht so schön… gut das noch genug zu lesen da ist, außerdem wollten wir ja Ruhe und Erholung… stellen wiederholt fest, dass man auch baden kann wenn es regnet.
Versuchen uns zum zweiten Mal an der Angel, wieder nichts gefangen… zum Glück! Wahrscheinlich sind wir die blödesten Angler am See… bin mir sicher aus dem See lachende fische zu hören…
In der Nacht zieht ein heftiger Sturm auf und zerlegt teilweise unser Tarp. Wir beschießen am folgenden Tag schon auf den Campingplatz, vorzugsweise in eine Hütte umzuziehen…
Tag 7, Freitag:
Um 8 Uhr rufen wir im scandtrack-Camp an und bitten um Hilfe um zum Campingplatz zu kommen. Der Wind ist noch zu stark und die Wellen zu hoch um mit dem Kanu über den See zu fahren. Nur 10 Minuten später bekommen wir den Rückruf mit der Info, dass wir um 10 Uhr mit einem Motorboot abgeholt werden. Danke liebe scandtrackmitarbeiterin für die schnelle Hilfe!!!
Das Motorboot kommt pünktlich, wir haben grade alles eingepackt. An Bord Anders vom Campingplatz und ein deutscher Rentner (Dieter), beide unheimlich nett und hilfsbereit. Unterwegs informieren wir die Beiden, das auf einer Nachbarinsel noch eine Familie mit Kindern hockt. Nach ein paar Telefonaten noch vom Motorboot steht fest, dass die Familie auch abgeholt wird.
Angekommen auf dem Campingplatz, erfahren wir, dass leider keine Hütte mehr frei ist, aber wir bauen unser Zelt unter dem scandtrackzelt auf und genießen den letzten Tag und vor allem die warme Dusche. …und die Schokolade…
Danke noch mal an Anders, Dieter und die nette Mitarbeiterin von scandtrack!
Tag 8, Rückreise:
Am Morgen Übergabe der Ausrüstung, -gegen Mittag geht’s mit dem Bus wieder ins Camp Höglund. Wir haben viel Zeit uns mit anderen Reisenden zu unterhalten. Das Wetter war für alle schlecht, aber trotzdem sahen wir eigentlich nur zufriedene Gesichter. Für das Wetter kann halt niemand etwas.
Nach einer warmen Mahlzeit am Abend, geht es dann wieder mit GTI-Tours auf den Heimweg. Unterwegs überholen wir alle vor uns gestarteten Busse… Wir nehmen Abschied von einer tollen Landschaft (diesmal vorwärts sitzend) und von einem trotz Wetterkapriolen wundervollen Urlaub.
Am Sonntag gegen 10 Uhr sind wir wieder am Bahnhof in Bielefeld und wissen, das dass bestimmt nicht unsere letzte Tour mit scandtrack war.
Es war sehr schön, Danke für alles, Danke Judith und allen anderen…
Dirk & Brigitte
Dirk und Brigitte haben folgende scandtrack Reise im Juli 2010 unternommen: » Urlaub auf der eigenen Insel (Produktcode: 46-306)
Juli 2010, Dirk und Brigitte
"Kanufaust auf eigene Tour"
1. und 2. Tag (14.08.2009 - 15.08.2009):
Gelungener hätte die Reise nicht anfangen können: Um Akku zu sparen, entschied ich mich 3 Stunden vor Abreise, das Handy auszuschalten und mit Justine essen zu gehen. Dies war äußerst erfreulich für Mac, der verzweifelt versuchte, mich zu erreichen, um noch einige wichtige Dinge zu klären…
Nichtsdestotrotz erreichten wir pünktlich um 15h30 den Dortmunder Hauptbahnhof, um von dort weiter nach Bielefeld zu fahren, einer von den noch ausstehenden Zustiegsorten. Der sogenannte Bus-Manager war ein kölsches Original, der nebenbei Flaschenbier an die einzelnen Passagiere vertickte. Da wir Jägermeister in unserem Bestand hatten, machten wir von dieser Gelegenheit jedoch zunächst keinen Gebrauch.
Die Stimmung im Bus war gut, einige größere Gruppen strebten ganz klar eine feuchtfröhliche Sauftour an. Es war alles vertreten, was man sich so vorstellen können: Freunde des gepflegten Metals, naturverbundene Pärchen, alternative Aussteiger sowie die bereits angesprochenen Alkoholjünger (ausschließlich männlich). Die Toilette war laut Busfahrer nur als Notlösung gedacht, wurde aber trotzdem rege genutzt. nach Bielefeld kam noch Hannover, von dort aus ging es dann nach Puttgarden, wo schon die Fähre nach Dänemark wartete.
An einer Tankstelle in Deutschland gab es ein kurzes hektisches Mahl bei Burgerking sowie eine zweite Flasche Jägermeister, die jedoch nicht lange hielt. Der Bus-Manager gratulierte gegen Abend zur vollen Toilette, die von da an nicht mehr genutzt werden konnte und außerdem noch einen Riss in der Tür aufwies. Auf der Fähre kauften wir schließlich die 3. Flasche Jägermeister, erste Müdigkeit machte sich schon breit. Die folgenden Stunden verbrachten wir halb schlafend und halb apathisch, die größten Reserven waren bereits aufgebraucht und wir probierten jede denkbare Liegeposition durch.
In Schweden gab es dann die 2. größere Pause auf einem Rastplatz, direkt am Wasser gelegen und mit gerade aufgehender Sonne. Es war tatsächlich sonnig und auch ein wenig warm. Zurück im Bus spielte der Busfahrer ein einführendes Video zum bevorstehenden Kanutrip, und im Anschluss daran direkt noch einmal. Dies sollte wohl die später recht dürftige Einweisung kompensieren, aber wir waren ja glücklicherweise vorbereitet.
Als wir das Basiscamp um 10h00 erreichten, änderte sich das sonnige Wetter schlagartig und es bewölkte sich mächtig. Uns beiden war von der Fahrt ein wenig schlecht, Mac hatte zusätzlich enorme Kopfschmerzen. Bei der Versorgung mit Ausrüstung begann es bereits ein wenig zu nieseln. Später dann, als wir nach der lachhaften Einführung ohne Kanu (wie gesagt) dann unseren Kanadier bekamen und diesen bestiegen, verstärkte der Regen sich, um uns eine kleine Freude zu bereiten. Das Fahren selbst klappte erstaunlich gut, auch der Regen störte nicht sonderlich, dank unserer High-Tech-Jacken im Partnerlook.
Der Hunger trieb uns am frühen Nachmittag ans Ufer einer größeren Insel. Schnell bastelten wir uns eine provisorische Unterkunft und fingen an, uns Semmelknödel zu kochen. Leider wurden wir unterbrochen, als einer der als Pfeiler genutzten Baumstämme meinen Kopf ansteuerte und somit die Unterkunft nach etwa 15 Minuten zum Teufel war und der Regen uns wieder strahlend anlachte. Nach einigem Hin und Her beschlossen wir, bestärkt durch den mittlerweile sehr heftigen Regen, das Zelt aufzubauen. Das war dann aber schwieriger, als wir gedacht hatten, so dass so ziemlich alles nass wurde, was nass werden konnte. Schließlich aber stand das Zelt und wir konnten endlich, einigermaßen trocken, unsere Semmelknödel genießen. Das überraschend miese Wetter hatte den ersten Tag in Schweden relativ vorzeitig beendet.
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3. Tag (16.08.2009):
Der gute Vorsatz, schon um 5h00 aufzustehen, erwies sich als nicht haltbar: Nach etwa 12h Schlaf erwachten wir gegen 7h30. Es war immer noch sehr windig – das war nicht gut – aber immerhin trocken. Wir begannen den Tag mit einer Erkundungstour um die Insel. Erfreulicherweise trocknete der Wind unsere Klamotten in einem rasenden Tempo, wie auch alle anderen Sachen, die nass geworden waren. Auf der Insel befanden sich noch 3 weitere Gruppen, sie war also besiedelt, unterstand aber unserer Meinung nach trotzdem formal unserer Herrschaft. Zurück am Lager machten wir erstmal ein verdammt nährhaftes Frühstück mit Vollkornbrot und Käse, danach überlegten wir, ob wir uns schon auf die raue See trauen konnten.
Eine Ökofamilie besuchte uns kurz, erfreute uns mit netten Kommentaren („Es ist Windstärke 6, keine Chance für euren Kanadier!“, „Wir sind sehr erfahren in diesen Dingen“, „Wir haben ein Kajak!“) und ließ uns etwas ratlos zurück. Wir waren wirklich dankbar für diese tollen Tipps und stachen kurz danach in See.
m Windschatten der Insel klappte das noch ganz gut, aber sobald wir die offene See erreicht hatten, gaben wir die Kontrolle über das Boot ab: Der starke Wellengang traf uns mit voller Härte, der Wind tat sein Übriges. Sehr schnell befanden wir uns in Seitenlage und trieben auf eine ziemlich steinige Flachwasserzone zu. Für mich als Steuermann war es sehr amüsant zu beobachten, wie Man vorne in Panik geriet, doch spätestens als eine besonders fiese Welle in unser Boot schwappte und wir im begriff waren zu kentern, erkannte auch ich den Ernst der Lage. Diesen 3-Fronten-Krieg (Kenterung, Steine und Wellengang / Wind) gewannen wir mit größter Mühe und retteten uns in ruhigere Gewässer, so dass der Spuk endlich vorbei war.
Wir begaben uns auf die Suche nach einem Rastplatz und wurden bei einer größeren Insel, mittig gelegen, fündig. Das Wetter war eigentlich ganz gut, es kam sogar mal die Sonne raus. Wir nahmen unser Essen ein(Nudeln mit Hühnchengeschmack), nahmen ein Bad im Wasser (mit viel Geschrei weil kalt) und sonnten uns auf einem großen Stein im Wasser. Großartig!
Nachmittags zogen wir dann weiter, auf der Suche nach dem nächsten freien Campground. Das nahm dann längere Zeit in Anspruch, aber ein paar heftige Wellen später machten wir an einer Landzunge fest. Eine erste Aufklärungsmission verlief unbefriedigend, also steuerten wir das Festland gegenüber an, wo es ein freies Lager gab. Wir bauten unser Zelt auf, hackten Feuerholz, machten ein Feuer und machten uns extrem leckeres Stockbrot. Es setzte wieder leichter Regen ein, also gingen wir wieder ins Zelt. leider war mein Kissen noch im Boot, daher musste ich noch einmal raus, danach war aber Schicht und der 3. Tag zuende.
4. Tag (17.08.2009):
Dieser Tag begann endlich mit gutem Wetter. Es war einigermaßen windstill und auch sonnig. Wir gönnten uns also erstmal ein ausführliches Sonnenbad auf einem großen Stein am Ufer. Anschließend gab es wieder ein leckeres Frühstück (dunkles Brot mit Leberkäse und selbstgemachte Pancakes, wobei das Ergebnis eher knuspriges Fladenbrot ohne Geschmack war, mit Marmelade war es trotzdem ganz lecker). Danach war erst einmal „big business“ angesagt, anschließend räumten wir unser Lager auf und bereiteten unsere Abreise vor. Zwischenzeitlich kam noch eine Gruppe mit 6 weiblichen und 2 männlichen Wesen vorbei, die zogen aber direkt wieder ab, da es hier keine Windschutzhütte gab. Nach einem kleinen Mittagsmahl haben wir uns dann langsam auf den Weg gemacht.
Wir näherten uns der ersten Landstrecke und waren schon ziemlich gespannt, was uns erwarten würde. Vor Ort wurde uns schnell klar, dass wir ohne Karren, den wir im Basiscamp selbstverständlich nicht gemietet hatten (sind wir Mädchen?), schlicht und ergreifend aufgeschmissen waren. Ein Pärchen, welches gerade ebenfalls übertrug, bot uns ihren Karren an, doch wir lehnten in einem kurzen Anfall von Wahn- und jugendlichem Leichtsinn ab, schließlich war das hier ja eine sportliche Herausforderung (im Nachhinein das Unwort des Urlaubs schlechthin). Wir schleppten also die schwersten Sachen ohne Boot zuerst zur nächsten Wasserstelle, stellten dabei fluchend fest, dass es sich hierbei um mindestens 1km lange Fußstrecke (Anmerkung nach Auswertung der GPS-Daten: 2km) handelte und kehrten schließlich mit dem Karren des Pärchens wieder zurück, bei mittlerweile glühender Hitze. Spruch des Tages kam bei dieser Gelegenheit von Mac, als er den mit scheißeähnlichen Schlamm verdreckten Karren trug und dabei unmerklich seine Klamotten und Arme versaute: „Bin ich eigentlich schon braun geworden?“ Auch mit Karren war das Boot ziemlich schwer, so dass eine weitere Ewigkeit verging, bis wir schließlich völlig erschöpft und ohne jegliche Kraftreserven wieder in See stechen konnten. Mangels greifbaren Campground landeten wir auf einer kleinen, aber sehr idyllischen Insel, die eigentlich ziemlich perfekt war, wenn man die Tatsache verdrängte, dass offenbar in unmittelbarer Umgebung eine Industriefabrik ein ohrenbetäubendes Getöse verursachte, das dann aber auch irgendwann am Abend verstummte.
Nachdem das Zelt aufgebaut war, stand ein deftiges Abendessen auf dem Speiseplan (Brot mit Mett, Terence-Hill-Pfanne auf offener Flamme). Wir ließen den Abend bei einem herrlichen Ausblick auf die See ausklingen. Mac setzte zum ersten Mal das teuer gekaufte Anti-Brumm-Spray ein und ich fand heraus, dass es brennbar ist.
5. Tag (18.08.2009):
Die Nacht im Zelt war (dank Terence Hill) ziemlich unruhig und zeichnete sich durch einen heftigen Schlagabtausch aus. Ich wurde ziemlich früh wach und so gingen wir spontan gemeinsam gegen 5h00 gemeinsam aus dem Zelt – die Aussicht mit Nebelschwaden über der absolut ruhigen See war phantastisch. Daher entschieden wir uns zu einer kleinen morgendlichen Runde mit dem Kanu.
Auf offener See stimmte Mac das Lied „Smoke on the water“ auf der Nasenflöte an, was ein benachbartes Lager auf dem Festland aufweckte. Präventiv kehrten wir daher rasch zu unserer Insel zurück und nahmen ein deftig-süßes Frühstück (Nutella-Brot und Milchreis) ein, um uns für die harte bevorstehende Strecke zu rüsten.
Schließlich brachen wir auf zur zweiten Umtragestrecke, die sich ganz in der Nähe befand. Die größere Gruppe vom Vortag (eine Ferienfreizeit) war auch schon dort und emsig bei der Sache. Wir setzten auf deren Hilfsbereitschaft (sprich einen Karren), verstanden den Gruppenführer falsch („geht auch ohne Karren“), fluchten eine Weile und mussten dann feststellen, dass die gesamte Gruppe uns half, das Boot mit Händen zur nächsten Wasserstelle zu tragen. Wir bekamen sogar das Angebot, uns anzuschließen, um so auch die nächste Umtragestrecke bewältigen zu können. Wir sagten dankbar zu und stachen also gemeinsam in See.
Die Strecke zog sich und so machten wir nahe Bohmskog Rast, weil wir dort den auf der Karte eingezeichneten Laden besuchen wollten. Die dazu erforderliche Fußstrecke war gewaltig und die Sonne knallte. Da traf es sich super, dass wir vor Ort herausfanden, dass der Laden nicht existierte, was uns eine Gruppe einheimischer Jugendliche (endlich eine blonde Schwedin gesehen, den Punkt konnte ich nun von meiner Liste streichen) auch bestätigte. Uns blieb also nur die Rückkehr. Bei den Booten machten wir eine kurze Brotzeit (lecker Mett) und steuerten schließlich die dritte und letzte Umtragestrecke an (Zitat des Tages: „Jetzt wird gebämst“). Diese zog sich über 2km, was wir als sportliche Herausforderung wohl nicht geschafft hätten.
Als alle Boote umgetragen waren, verabschiedeten wir unsere Begleitung und nahmen erstmal ein erfrischendes Bad. Wir entschieden, unser Lager an Ort und Stelle aufzuschlagen und genossen Würstchen sowie Jägermeister und Jack Daniels am Ufer bei genialer Abendsonne. Mit einem leichten Schwips gingen wir schließlich schlafen.
6. Tag (19.08.2009):
Wir standen morgens auf und checkten sofort, dass uns viel Sonne bevorstand. Wir frühstückten also kurz (Cornflakes und Müsli, Nutella-Brot) und legten uns dann direkt in die Sonne. Die schien dann auch bis etwa 14h, danach waren einfach zu viele Wolken am Himmel. Zum Mittagessen gab es Nudeln in Tomatensoße sowie einen Apfel als Nachspeise.
Anschließend räumten wir ganz gemütlich unser Lager ab und machten uns am späten Nachmittag auf den Weg Richtung Lennartsfors, wo wir unser Lager vor der Schleuse auf einer kleinen Insel mit Campground aufschlagen wollten. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Platz schon besetzt war, wir zelteten also dementsprechend etwas weiter am Rand dieser schönen Insel. Wir produzierten noch etwas Feuerholz, danach ging Mac mit Kopfschmerzen ins Bett und ich las noch am Ufer in meinem Buch.
7. Tag (20.08.2009):
Ich verließ morgens als Erster das Zelt und bemerkte ein wenig enttäuscht, dass es recht bedeckt war. Nach dem mittlerweile üblichen Frühstück (diesmal 4 Gänge: Brot, Semmelknödel, Heringsfilet, Milchreis, dazu Pfefferminztee) entschlossen wir uns zu einem Landgang, um Lennartsfors näher kennenzulernen.
Es stellte sich heraus, dass auch dieser Ort beinahe wie ausgestorben wirkte, eine freundliche Postfrau konnte uns den Weg zum „Landhandel“ weisen. Dort angekommen kauften wir Eis, Fleisch und Brot; im Anschluss checkten wir kurz die Vorgehensweise der Schleuse und kehrten bei strahlendem Sonnenschein zu unserer Insel zurück. Die folgenden 4 Stunden ließen wir uns schlicht und ergreifend in der Sonne braten, danach folgte das absolut königliche Abendessen mit gegrilltem Fleisch im Brötchen (der Klassiker). Den milden Sommerabend begossen wir – nicht zum ersten Mal – mit einer guten Flasche Jack Daniels und zockten ein paar Kartenspiele bei guten Gesprächen auf dem angenehm warmen Felsenufer.
8. Tag (21.08.2009):
Der Tag begann mit Dauerregen, also blieben wir besonders lange im Zelt und gammelten ein wenig bzw. lasen. Zu sehr später Stunde standen wir dann auf, frühstückten kurz und besuchten dann unsere Nachbarn, die sich als wenig gesprächig erwiesen. Im Anschluss marschierten wir geschlagene 2,5 Stunden im Kreis auf einem kleinen Fels herum und redeten über Gott und die Welt. Ich weiß jetzt jedenfalls alles über Bayern München. Zurück im Lager machten wir Mittagessen: Linseneintopf mit Speck, angereichert mit Zwiebeln und Salami, sehr delikat. Am Nachmittag suchten wir die mittlerweile verlassene Windschutzhütte auf, um ein wenig dem Kartenspiel zu frönen und uns auf dem Holz zu verewigen. Danach genossen wir am Ufer einer benachbarten Mini-Insel (nur ein Katzensprung entfernt) unseren letzten Whiskey und eine echte kubanische Zigarre. Der Sonnenuntergang von dieser Position aus war phänomenal. Zum krönenden Abschluss an diesem letzten Abend machten wir das perfekte Feuer und grillten uns leckeres Mehrkornbrot (dazu gab es den letzten Apfel). Dann war Zapfenstreich.
9. und 10. Tag (22.08.2009-23.08.2009):
Wir starteten den Tag mit einem Großprojekt: ein Bad bei eisigem Wind. Nach Aufbau eines provisorischen Windschutzes stürzten wir uns nacheinander in die Fluten und fühlten uns danach frisch wie nie.
Nach einem Frühstück und einer kleinen Pause am Ufer begannen wir mit dem Zusammenpacken unserer Sachen und beluden das Boot. Zur Mittagszeit steuerten wir die Schleuse an, der dortige Schleusenwärter kündigte uns jedoch prompt seine Mittagspause an, so dass wir diese Zeit noch für ein letztes Sonnenbad nutzten. nach Durchquerung der Schleuse waren wir noch etwa 1km vom Basiscamp entfernt und paddelten ganz gemütlich auf unser Ziel zu.
Im Camp angekommen startete die Rückgabeprozedur (Kanadier waschen, Ausrüstung zurückgeben, umpacken, Zelt auf- und abbauen) und im Anschluss der Fußweg zum allgemeinen Treffpunkt. Hier begann dann das Warten auf das Essen bzw. den Bus. Nach Einnahme der Mahlzeit konnten wir schon bald den Bus bepacken, welcher zusammen mit 3 anderen Fahrzeugen am frühen Abend startete.
Im Bus herrschte eine allgemein sehr müde Stimmung und bald hörte man kaum noch einen Ton. Ein echtes Highlight erwartete uns wenige Meter vor der Fähre, die uns auf deutsches Festland bringen sollte: Ein lauter Knall verkündete die frohe Botschaft, dass der Motor seinen Geist aufgegeben hatte. Während der Bus beim Check-In noch per Gabelstapler ins Innere der Fähre gebracht werden konnte, war bei der Ausfahrt unsere Muskelkraft gefragt: Wir durften unseren Aktivurlaub quasi verlängern und den Bus aus der Fähre schieben. Die Begeisterung war groß, als feststand, dass dieser Bus ein Fall für den Friedhof war. Gleichzeitig erfuhren wir, dass ein weiterer Bus noch in Schweden den Geist aufgegeben hatte und deren Passagiere quasi noch tiefer in der Scheiße steckten (da helfende Service-Verträge nur in Deutschland galten). Die Wartezeit wurde von einem gewissen Herrn Bier moderiert, der zuvor in weiser Voraussicht massenweise auf dem Schiff eingekauft worden war.
Irgendwann kam dann ein Ersatzbus, der den Rest der Strecke übernahm. Dieser Teil der Reise verlief ziemlich unspektakulär, die Gesamtverspätung war sogar ziemlich erträglich, was nicht zuletzt dem insgesamt rasanten Fahrstil der Busfahrer zu verdanken war. So endete dieser verdammt geile Trip schließlich, wo er begonnen hatte: Am Dortmunder Bahnhof im gar nicht mehr so wunderschönen Deutschland.
Michael haben folgende scandtrack Reise im August 2009 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Nordmarken mit scandtrack im September 2010
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch einmal die Landschaft der Nordmarken sehen und erleben könnte. Warum wäre ich für die zu gewinnende Reise der Richtige, fragt ihr euch? Ich liebe und achte die Natur, komme gut mit jedermann aus, kann tatkräftig anpacken und verstehe es, Feuer zu machen, das Zelt auf- und abzubauen, zu kochen, zu fischen und zudem bin ich ein sehr sportlicher, ausdauernder Kanufahrer. Da dies nicht mein erster Outdoortrip war, habe ich daher in allen notwendigen Handgriffen große Übung!
Immer wieder denke ich gern an die wunderbare Zeit im September zurück, als ich mit meiner Freundin eine gute Woche per Kanu in den Nordmarken wild und frei leben, atmen und genießen durfte! Alles war perfekt: das Wetter, die Landschaft, die Natur, die Ausstattung und vor allem die Ruhe und Schönheit. Erstaunlicherweise stellte sich die Tage eine neue, entspannende und anhebende Routine ein. Alles geschah mit Bedacht und Muße. Das Zelt ab- und wieder aufbauen. Ein Ritual, eine Tätigkeit, die sein musste. Eine Route planen und verfolgen, sie auf der Karte wissen, sie in der Landschaft finden. Der Stolz und die Befriedigung, wenn das Tagesziel geschafft ist und das Feuer brennt. Auch das ein Ritual: Holz bereiten, dass Feuer anzünden - endlich es brennt! Dann die Zubereitung vom wohlverdienten, warmen Abendbrot. Auch hierfür brauchten wir wieder viel Zeit, die diese Tage in langsameren unbedeutend verfließenden Stunden gemessen wurde. Pilze suchen, Fische fangen, Heidelbeeren sammeln, sich über diese einfachen Erfolge – Pilzsauce und Nudeln oder Heidelbeerkuchen - freuen und alles einfach nur genießen und glücklich sein. Am heilsamsten war aber die Stille der Natur, der tägliche Sonnenschein oder der Biber, der am Ufer unweit vom Kanu flink davon schwimmt. Der Urlaub war voller angenehmer auch amüsanter Überwindungen: die natürliche und spatenunterstützte Toilette zum Beispiel oder das Baden und Haare waschen im kühlen See, der glasklar sich hinstreckte. Das Wasser in diesem Land wandelt stetig sein Gesicht. Unendlich spiegelt sich in ihm die Weite und die Farben des Himmels. Erst ist es ruhig und spiegelglatt, dann wieder tanzen seehohe Wellen vom Wind getrieben.
Am meisten gefiel mir, dass diese Art von Urlaub im ganzen einen anderen Rhythmus als unser Alltagsleben innehatte. Die Konzentration auf die Natur und die einfachen, lebenswichtigen Dinge, die gewissermaßen zeremoniell ausgeführt wurden. Der Kopf wurde frei und die körperliche Anstrengung war ein passender Ausgleich dazu. Die Schönheit, die das Licht des Lagerfeuers auf dem Gesicht des anderen einfängt, während dieses laut aus einem unterhaltsamen Buch vorliest, wurde mir erst da bewusst.
Mein Dank an scandtrack – mein Dank an Schweden, wo der Zauber der Natur noch greifbar ist.
Stephan hat folgende scandtrack Reise im September 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Outdoor all inclusive und trotzdem individuell
Nun ist es bereits das sechste Jahr mit Scandtrack in Höglund. Nach zwei Versuchen, Erholung bei einem typischen Allinclusive-Urlaub in der Türkei zu finden, wollten wir auf jeden Fall nicht wieder in eine Hotelanlage. Informiert haben wir uns dann über Camping an der Ostsee, wo man bei den aufgerufenen Preisen auch gleich eine Ferienwohnung mieten kann. Da fiel mir ein Flyer von Scandtrack in die Hände und der las sich extrem interessant: Camping, Paddeln, keine „Zivilisation“, mit oder ohne Führung. Auf der Homepage fanden wir dann die nicht unwichtigen Zahlen, die das Konto belasten. Das schien ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis zu sein. Also war der Entschluss zu einer Testwoche sehr schnell gefasst. Länger wollte die schwangere Reisende nicht riskieren, da wir ohne Paddelerfahrung nicht wussten, wie die körperlichen Strapazen sein würden. Nach einer langen Busfahrt, mit Wasser in den Beinen aufgrund der Schwangerschaft, den ersten Trageerfahrungen und Paddelversuchen waren wir dann erstmals in Schweden angekommen. Was soll man sagen? Von der Ruhe, der Landschaft, dem tatsächlich unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis und dem Scandtrack-Team mit seiner ehrlichen Freundlichkeit ließen wir uns schon nach drei Tagen zu dem Satz hinreißen: Das wird wohl der Urlaub für die nächsten zwanzig Jahre, aber eine Woche ist definitiv zu kurz! Hätte mich das Wasser in den Beinen in Kombination mit den Hormonen den Urlaub direkt nach Ankunft genießen lassen, dann hätte ich den Satz wohl bereits am ersten Morgen geäußert. Natürlich sollte man wirklich Outdoor-Urlaub machen wollen und sich darüber im Klaren sein, dass die Plumpsklos den einzigen Luxus darstellen. Es gibt keinen Gepäckträger oder Zimmermädchen. Für Unterkunft, Feuer und leckeres Essen möchte man jeden Tag aufs Neue selbst sorgen. Lediglich wenn man darauf angewiesen ist bzw. man glaubt, sich nicht selbst helfen zu können, steht einem das Team jederzeit hilfsbereit und fröhlich bei. Dieses Vergnügen hatten wir bisher bei keinem dieser großen, bekannten Reiseveranstalter.
Und wer sich die Wildnis doch nicht ganz allein zutraut, kann sich ja auch von den Scouts führen lassen. Für uns stand jedoch bereits vor der ersten Buchung fest, dass wir 2 ½ Personen am besten mit uns ganz allein klar kommen und keine Lust haben, uns in irgend einer Weise nach anderen richten zu müssen. Gib mir ein Kanu, eine Karte und sag mir, wann ich wieder zurück sein muss! So kann man seinen Urlaubstag wirklich individuell gestalten ohne etwas zu vermissen. Man besinnt sich auf das Lebensnotwendige und sich selbst zurück, um sich gleichzeitig zu erholen, wie es uns bei keinem Urlaub zuvor gelungen ist. Wenn dann der vierjährige Sohn im Januar bereits endlich wieder nach Schweden fahren möchte, um mit Papa Holz zu hacken und bei jedem Reisebus fragt, ob dieser uns nach Schweden bringt, dann haben wir uns wohl für den richtigen Urlaub entschieden.
Susan, Heiko und Felix haben folgende scandtrack Reise im Sommer 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Sommer 2010, Susan, Heiko und Felix
Langjährige Träume gehen doch in Erfüllung
Seit langem hab ich mir gewünscht endlich mal in das Land der Elche, Wälder und Seen zu fahren, um dort einfach mit der Natur zu leben. Hatte jedoch nie die Gelegenheit dazu. Bis ich mit einem guten Freund eines Abends im Suff den Entschluss gefasst habe nach dem Abi – quasi als Belohnung – in Schweden wandern zu gehen. Dazu sei gesagt, dass wir beide unglaubliche Fans des europäischen Nordens sind. Wir haben uns auch direkt im Internet informiert und sofort gebucht. Am nächsten Morgen waren wir dann überglücklich, dass wir sofort Ausrüstung kaufen gingen.
Dann ging es endlich los. Zum Bus, auf die Fähre und ab ins Camp. Mir kam eine so weite Strecke noch nie so kurz vor. Hamm (NRW bei Dortmund) nach Glaskogen. Im Camp waren wir dann überwältigt und konnten es eigentlich noch nicht fassen, dass wir jetzt eine Woche durch Schweden wandern. Wir waren zwar anfänglich ein wenig verwirrt, als alle anderen Reisenden dann ihr Kanu aus dem Schuppen holten und wir – scheinbar – die einzigen waren die sich dazu entschieden hatten zu wandern. Kurz darauf haben wir jedoch noch ein Wanderspärchen kennengelernt, die wir zwischendurch immer mal wieder im Wald auf den kleinen Trampelpfaden getroffen haben.
Nachdem wir dann endlich – so nach 2 Tagen – eine gewisse Routine im Rucksackpacken, Zeltaufbauen und Essenkochen entwickelten, fühlten wir uns im freien zuhause. Selbst das Wetter war uns zu der Zeit wohl gesonnen, der kleine abendliche Schauer hat uns am Lagerfeuer mit anderen Reisenden nichts ausgemacht – so wie wohl den Einheimischen, die wir während eines Schauers an einer kleinen Hütte trafen. Wir waren sofort von deren Mentalität beeindruckt. Zwei Pärchen mit jeweils drei kleinen Kindern und Hund – gekleidet in Wollpullover, die total durchgeweicht waren – machten es sich gemütlich in der Hütte, packten Kekse und Tee aus und luden uns ein, mit ihnen bei Tee und Keksen auf ein Ende des Schauers zu warten. Und die ganze Zeit natürlich mit wunderbarer Aussicht auf einen der zahlreichen klaren Seen.
Leider war nach ein paar Tagen, die wir unendlich genossen haben, dann auch schon das Erlebnis vorbei. Und der Bus für den Rückweg wartete. Jedenfalls haben wir viel gelernt und Blut geleckt am Leben in der Natur.
Nächstes Jahr geht’s wieder irgendwo hin wandern. Das steht schon mal fest.
Robin hat folgende scandtrack Reise im Juli 2010 unternommen: » Trekkingtour auf eigene Faust (Produktcode: 46-202)
Die City Slickers im Hohen Norden
Wenn 4 Männer aus der Stadt in die freie Natur kommen, dann wird es lustig! Im September 2010 geschah genau das in Nordmarken und die Elche erzählen sich bestimmt noch heute davon. Eine Woche verbrachten wir auf und um den Foxen See und genossen das reinste Outdoor-Feeling, was man sich vorstellen kann. Wir hatten bestes Wetter gebucht und auch bekommen, die erste September Woche stellte sich als wohl letzte trockene Woche des Jahres in Schweden heraus. Erst auf der Rückfahrt öffnete der Himmel seine Tore, wohl weil er so traurig war, dass wir abreisen mußten. Die Tage beinhalteten alles was dazu gehört: Einsame Abende am Lagerfeuer, tolle Sonnenuntergänge, Angelerfolge (aber nur zwischen 16 und 16:30 Uhr, da hatten die kleinen Fische wohl Schulschluss), unfreiwilliges Baden im kalten See (wohlgemerkt mit Klamotten). Und die Terence-Hill-Pfanne hatte nach einem langen Tag voller toller Erlebnisse noch nie so gut geschmeckt. Dank des Scandtrack Teams war alles wirklich super organisiert und wir konnten uns voll auf die Natur konzentrieren. Ok, einer von uns hätte beim nächsten Mal gerne einen besseren Handyempfang.....aber man kann es nicht jedem Recht machen.
Also, das war eine Woche, die man jedem nur wärmstens ans Herz legen kann, der Ruhe und Entspannung und Natur pur sucht.
![[ST] Reisebericht - Christian - Bild 2 [ST] Reisebericht - Christian - Bild 2](/bilder/2012.01/reisebericht_-_christian_-_bild_2,1699,6.jpg)
Christian hat folgende scandtrack Reise im September 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
September 2010, Christian
Reisebericht Kanutour auf eigene Faust Juni 2010
Anfang des Jahres fragte mich ein Freund, ob ich nicht Lust auf eine Kanutour in Schweden hätte. Wir entschieden uns für die Kanutour auf eigene Faust in der Region Nordmarken (Dalsland).
Anfang Juni hieß es dann Välkommen till Sverige!
Tag 1
Nach einer kurzen Stärkung erfolgte Ausgabe von Verpflegung und Ausrüstung. Da wir unsere eigene Angelausrüstung mithatten und mit dem gemieteten Kanuwagen ergab das schon einen ganz schönen Gepäckberg, weia und das soll alles ins Kanu passen. Nach der bekannten Padelleinführung, verstauten wir unsere Sachen(nach ein wenig tüfteln wo was am besten liegt passt wirklich ne Menge rein) legten wir am Nachmittag ab.
Als Route hatten wir uns einen Rundkurs von Lennarstfors nach Övre Blomsjön, über den Nedre Blomsjön und dann über den Lelang wieder zurück, überlegt.
Bevor wir am frühen Abend unseren ersten ausgewählten Campground 39 erreichten, hatte mein Freund doch schon den ersten Hecht an der Angel, ein super Start des Urlaubes.
Tag 2
Am nächsten Tag erreichten wir nach einer Fahrt über einen Traumhaft ruhigen Teil des Sees, in dessen Oberfläche man sich spiegeln konnte bei schönstem Sommerwetter (20 Grad und keine Wolke in Sicht), unsere erste Umtragestelle.
Auch im Övre Blomsjön blieb uns das Anglerglück erhalten, so fingen wir kurz nacheinander einen Barsch von immerhin 25 cm und einen ca. 80 cm großen Hecht. Abends fanden wir einen Campground der leicht erhöht auf einem Felsen lag und einen genialen Blick auf den See ermöglichte. Da wir praktische Menschen sind, haben wir auf das Zeltaufbauen verzichtet und uns mit Isomatte und Schlafsack in der Schutzhütte eingerichtet. Nach einem kurzen Bad im See haben wir den Tag bis spät in die Nacht (wobei Nacht relativ ist, wirklich dunkel wurde es zu der Jahreszeit nicht) am Lagerfeuer ausklingen lassen.
Tag 3
Am darauffolgenden Tag hieß es gleich zweimal das Kanu über Land zu tragen, bzw. zu schieben dank Kanuwagen. Dieser ist übrigens ,vor allem wenn man wie wir nur zu zweit unterwegs ist ,schwer zu empfehlen. Die Wege haben es teilweise echt in sich, so wie hier wo die Umtragestrecke bergab über einen abenteuerlichen Waldweg, überzogen mit dicken Baumwurzeln und Löchern führte. Unser Quartier für die Nacht war der Campground 71 Barholmen, eine eigene Insel mitten im Fluss.
Tag 4
Das nächste Etappenziel hieß Lennartsfors, wo wir durch die Schleuse fahren wollten. Nach einem Einkauf im Landhandel machten wir uns auf den Weg zum Haus des Schleusenwärters. Doch es war niemand da. Nachdem wir ne ganze Weile auf die Rückkehr des Herren über die Schleusentore gewartet hatten, ergab eine Nachfrage im Landhandel, dass die Schleuse am Anfang der Saison noch nicht in Betrieb sei, erst so in 2-3 Wochen wäre sie regelmäßig in Betrieb. Also doch noch einmal umtragen .
Tag 5
Bevor es heute weiter ging, machten wir noch einen Abstecher zurück nach Lennartsfors. An der Schleuse trafen wir auf 6 Jungs, die wie wir am Vortag auf den Slusskontrollant warteten. Nachdem wir ins Gespräch gekommen waren, boten wir Ihnen unsere Hilfe beim umtragen der Kanus an, dass ja nun bevorstand.
Da wir unsere geplante Route bereits geschafft hatten, hieß das nächste Ziel Norwegen und die bekannte Grenzinsel Trollön. Das Wetter war nun nicht mehr so schön wie in den ersten Tagen, es war jetzt bedeckt und ein paar Grad kälter und an Stellen wo der See breiter wurde wehte auch ein ordentlicher Wind. Trotzdem erreichten wir am späten Nachmittag die Grenze zu Norwegen.
Wir beschlossen für heute am Campground 8 auf der Insel zu bleiben. Leider beschloss dies auch ein riesiger Schwarm von Mücken, von denen wir bislang auf der Tour verschont wurden. Auch vom Feuer liesen sich nicht verjagen. Zu unserem Glück hatten wir auf einem der vorherigen Rastplätze eine nicht gebrauchte Mückenkerze gefunden. Nachdem wir diese entzündet hatten, beschloss der Großteil der Mücken sich ein anderes Quartier zu suchen.
Besuch bekamen wir an dem Abend noch von einem Tier. Ein gar nicht scheues Kaninchen leistete uns Gesellschaft, schaute uns beim Holz hacken und essen machen zu.
Tag 6
Nach einem kurzen Abstecher in norwegische Gewässer machten wir uns langsam zurück Richtung Lennartsfors. Schon am frühen Nachmittag erreichten den Campground 11, wo wir bereits vor 2 Tagen waren. Nach dem strafen Programm der letzten Tage wollten wir es ruhiger angehen lassen und verbrachten den Rest des Tages mit Angeln und entspannen am Lagerfeuer.
Tag 7
Ohne festes Ziel ging es weiter auf den Foxen, mal sehen was es noch zu sehen gibt. Die Sonne war wie am Vortag hinter grauen Wolken nicht zu sehen, und es zog ein kräftiger Wind auf, so dass wir ordentlich mit den Wellen kämpfen mussten. Dabei schwappte auch die ein oder andere Welle ins Boot. Froh die andere Uferseite erreicht zu haben, suchten wir den nächsten Rastplatz. Nach dem Abendessen bot sich uns dort ein genialer Sonnenuntergang, wie aus einem Werbeprospekt für einen Schwedenurlaub. Dieser wurde auf zahlreichen Fotos festgehalten.
Tag 8
Schon in der Nacht hatte es zu regen begonnen, dazu kam starker Wind, an ein weiterfahren war nicht zu denken. Also blieben wir hier und beschlossen, da der Regen den ganzen Tag nicht nachließ, die Essenstonne weiter zu lehren und den Tag am wärmenden Feuer zu verbringen.
Tag 9
Immer noch Regen wenn auch weniger. Obwohl wir erst nachmittags am Basiscamp seien sollten, machten wir uns schon auf den Rückweg bevor der Wind wieder stärker wird. Gegen Mittag erreichten wir unseren Ausgangspunkt der Tour. Die Idee mit dem früher zurückkommen, hatten dann doch mehr, so dass am Steg und im Camp reger Betrieb von ankommenden und abfahrenden Gruppen herrschte. Es folgte die Rückgabe der Ausrüstung und der erstmalige Aufbaus des Zeltes zu Kontrollzecken (das wir nicht gebraucht hatten, da wir es vorzogen die Schutzhütten zu nutzen).
Auf der Rückfahrt endeckten noch wir noch einen Elch am Straßenrand.
Tobias hat folgende scandtrack Reise im Juni 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Hej Sverige-Fans!
Es begann alles im Winter 2009, als mich mein guter Freund Alex auf das Unternehmen scandtrack aufmerksam machte, die mit einem Aushang in seiner Fachhochschule Mitarbeiter suchten.
Von seiner Idee, einen Urlaub in Schweden in freier Natur zu verbringen, war ich anfangs nicht wirklich überzeugt. Nachdem ich mich allerdings weitreichend über die Region „Dalsland Nordmarken“ , das Land Schweden an sich und das Unternehmen scandtrack informiert hatte, stieg auch bei mir das Interesse. Alex‘ überzeugende Argumente taten ihr übriges & letztlich buchten wir unser Abenteuer Ende Mai 2010. Und wir sollten es nicht bereuen….
Kaum hatten wir alle Ausrüstungsgegenstände zusammen, war es auch schon soweit.
Mit dem Zug fuhren wir nach Hannover, wo wir auf der Lister Meile wartend, schon die ersten Mitreisenden trafen und einige nette Gespräche führten. Nach gut 1 Stunde Wartezeit (wir waren etwas früher in Hannover) kam dann auch endlich der Bus, welcher nach einer kurzen Pause, die Reise Richtung Schweden fortsetzte. Daraufhin folgte eine lange, zugegebenermaßen teilweise extrem langweilige Busfahrt, welche sich allerdings durch schlafen leicht überbrücken ließ.
Endlich in Lennartsfors, Schweden. Kaum angekommen, wurden wir von einer netten scandtrack-Mitarbeiterin freundlich im Bus begrüßt und über die weitere Vorgehensweise in Kenntnis gesetzt.
Nachdem wir unser Gepäck entgegengenommen und uns an unserer Sammelstelle eingefunden hatten, gab es eine kleine warme Mahlzeit zur Stärkung (Hotdogs + Kaltgetränk). Nach solcher einer langen Busfahrt ein wahrer Segen! Daraufhin folgte die Ausrüstungsausgabge, umpacken des Gepäcks ins wasserdichte Säcke und die Einweisung zur Handhabung des Kanus.
Und dann ging‘s endlich los… Unsere Kanutour auf eigene Faust.
Nachdem wir unser Kanu zu Wasser gelassen und alles darin verstaut haben, konnte das Abenteuer endlich beginnen & wir paddelten der atemberaubenden Natur Schwedens entgegen. Okay, anfangs in Schlangenlinien; aber das besserte sich nach und nach ;-)
Unsere komplette Route (insgesamt immerhin fast 125 km) führte uns über Trollön, Kissleberget, Langörna, Dusserud, Töcksfors, Vikenäset, Lilla Sundsbyn, wieder Trollön, sowie nochmals Vikenäset, bevor es zurück nach Lennartsfors ging. Die während dieser Tour erlebten Eindrücke werde ich wohl niemals vergessen. Ich habe noch nie so viel unberührte Natur gesehen, glasklare Seen mit Trinkwasserqualität, riesige Wälder, nirgends Müll. Etwas vergleichbares wird man in Deutschland niemals finden. Einzig das Wetter war so ein Wechselbad der Gefühle; wo am ersten Tag noch strahlender Sonnenschein war, setzte am zweiten Tag schon der Regen ein. Im Grunde war das Wetter jeden Tag abwechselnd. Ein besonderes „Highlight“ hatten wir allerdings am 3. Tag unserer Reise, als in Schweden das (wie wir später erfahren haben) härteste Gewitter seit 30 Jahren herrschte. Es war schon eine Erfahrung, so etwas mitzuerleben. Vor allem dann, wenn man im Zelt liegt und man das Gefühl bekommt, die Welt geht gerade unter ;)
Das die Schweden ein sehr nettes und vertrauensvolles Volk sind, haben wir nicht nur durch die vielen Kontakte während unserer Tour erfahren dürfen. Auch als wir unser Kanu samt Wertgegenständen in Töcksfors an der Schiffstankstelle (unterhalb der Schleuse) festgemacht haben, um dem wirklich riesigen Einkaufszentrum einen Besuch abzustatten, wurde nichts entwendet und alles war nach unserer Rückkehr (etwa 2 Stunden später), so wie wir es hinterlassen haben.
Nach all den Eindrücken die ich dort sammeln durfte; angefangen bei der hinreißenden Landschaft mit all seinen glasklaren Seen, den riesigen Wäldern, der Tiervielfalt, der unglaublichen Ruhe und natürlich der Gastfreundschaft einer wirklich liebenswerten Nation, bin ich nun restlos begeistert von diesem Land.
Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Land kennenzulernen.
Schweden bietet viele Möglichkeiten, es muss ja nicht immer eine Kanutour sein.
Wiederholungsgefahr: sehr hoch!
Viele Grüße
Matthias
Matthias hat folgende scandtrack Reise im Juli 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Scantrack - Kanu auf Eigene Faust in Nordmarken 2010 – Fische, Tabak, Kaffee und nochmals Kaffee
Begonnen hat es zu meinen Studentenzeiten. Geblieben ist es bis heute.
Ich liebe es trotz familiärer Verpflichtungen einmal im Jahr in den Männerurlaub zu fahren. Kosten müssen gering sein, Spass gross. Und ich möchte einfach einmal Mann sein dürfen.
In den Jahren habe ich dabei vieles ausprobiert, was per Bus in 20 Stunden erreichbar ist. Die Organisation war meist schlecht. Das Erlebnis vor Ort hat dies aber i.d.R. aufgewogen. Aber Zeiten ändern sich. Mittlerweile genieße ich es nicht vorm Tauerntunnel mit qualmendem Busheck stehen zu bleiben.
Auf einer dieser Touren habe ich Tom kennengelernt. Er teilt mit mir die Passion für Outdoorreisen und ist mir ein echter Freund geworden. Eine Männerfreundschaft eben. Nur um hier ein Bild zu bekommen: Ich bin Mit-Dreißiger, Tom Mit-Vierziger. Tom raucht Pfeife und ernährt sich (gefühlt) nur von Kaffee. Ich rauche zwar nicht. Bin aber für einen guten Kaffee, eine tolle Angelpartie und einen groben Scherz unter Männern immer zu haben.
In unserer Planung 2010 haben wir uns entschieden, eine Kanutour in Schweden zu buchen. Saisonanfang sollte es sein, da weniger überlaufen. Und auf eigene Faust. Kein Big Brother Feeling und Gruppenzwang. Anbieter gibt es einige. Wegen der guten Foreneinträge fiel unsere Wahl aber auf Scantrack. Nur um es vorwegzunehmen: Wir wurden nicht enttäuscht.
Mein Zustieg war Hamburg, wo Tom bereits im Bus auf mich wartete. Abfahrt war 23 Uhr angesetzt. Bus war 22 Uhr da. Abfahrt pünktlich. Super Start.
Die 14 Stunden Busfahrt waren über Nacht und kurzweilig. Bus bequem. Nur die Fährausstiege nervten. Aber anders geht das nunmal nicht nach Schweden.
Mittag waren wir da. Essen fassen und Gruppenaufteilung bis 14 Uhr. Ausgabe Proviant und Material direkt danach. Man bekommt dabei fast alles von Scandtrack. Ein sehr gutes Zelt, Kocher, Kochgeschirr, Spaten etc. Das ist All Inclusive für Outdoor-Verhältnisse. Nur Angelzeug muss man sich mitbringen. Vor Ort nur in mieser Quali leihbar. Und Kaffee. Die paar Tüten reichen höchstens für den Anreisetag. Die Umtragekarre (vor Ort buchbar) mag auch von Nutzen sein. Wenn man nicht so bequem ist wie wir.
Also wir Ausrüstung gefasst, Karte gecheckt, Route festgelegt und ab aufs Wasser. Der Teil war der stressigste der ganzen Reise incl. obligatorischem Begrüßungsregen, der in Schweden immer dazu gehört. Also Regenjacke, –hose und Fleecejacke bereitgelegt.
Auf dem Wasser ging es gleich in Richtung eines dreistufigen Wehres. Dazu gehört etwas Mut und Erfahrung. Es fuhren nur 2 von 10 Kanus in diese Richtung. Gute Entscheidung! Im dem zweiten Kanu saßen zwei nette Mädchen. (PS: Alles jünger als ich ist ein Mädchen.) Wir kamen ins Gespräch und es schien ein goldiger Start in 7 Tage voller Abenteuer zu werden. Die tolle Landschaft und das Absenken in den Wehrstufen mit sich öffnendem Blick auf die Seenlandschaft traten fast in den Hintergrund.
Kurz nach Passieren des Wehres dann unser erster Kaffeestop – gerade mal 1 Stunde auf dem Wasser. Warum nicht. Angeln raus, Kaffeewasser heiss, Pfeife an und Landschaft genießen. Die Mädels fuhren weiter. Wir wollten uns Abends auf einem der nächsten Kanuplätze treffen. Das war ein Fehler. Wir sahen uns erst zur Rückreise wieder. Als verheirateter Mann kann ich da nur sagen - Schade?!
Nach der Pause ging es aufs Wasser. Wind war ruhig. Es regnete leicht. Ich hinten Steuermann. Tom vorne als Motor. Ich war ständig mit Regenjacke an/aus beschäftigt. Und damit den Kurs zu halten. Erster Tag eben. Im Zickzack ging es über den See. Mädels ausser Sichtweite. An tollen Stellen wurde gehalten. Vom Boot Angel raus. Silberne oder kupferne Blinker, alternativ Wobbler Fireshark dran. Pfeifenpause und natürlich Kaffee. Petrus war uns nicht hold. Keine Fische und der Regen wollte auch nicht aufhören. Aber Besserung war laut Wetterprognose von Scandtrack in Sicht.
18 Uhr, der Tag neigt sich dem Ende. 10-15 km gepaddelt. Und obwohl die Nächte im Juni hell sind, begannen wir auf der Karte nach einem geeigneten Kanuplatz Ausschau zu halten. Wollten es ruhig angehen lassen. Eingezeichnet war die 17 schon (offizielle Kanuplätze sind nummeriert und mit Not-Hütte und geschlagenem Holz ausgestattet) - aber nicht zu finden. Wie wir auf unserer Rückfahrt feststellen mussten, wohl auch der einzige eingezeichnete Platz auf der Karte, den es nicht mehr gab. Nächster Platz 10 km weg. Ist der da?
Zweifel machten sich breit. Also alte Schwedenkarte raus – nächster Platz nur 3 km. Der war nun wirklich weg. Aber Reste von altem Holz konnten wir auf einer Halbinsel versteckt in einer kleinen Landebucht ausmachen. Ohne Hütte! War das die alte 19? Egal! Zelt aufgestellt (quietsch-rot aber hochwertig und super einfach zu handhaben). Lagerfeuer an. Kaffee, Tütensuppe, Pfeifchen, kurze Stipp-Angelvisite vom Ufer und dann ab in die Koje. Nacht war gut. Erste Anpassungprobleme wie üblich . Man hört überall Geräusche, Isomatte ist immer zu hart und Zelt auch nie waagerecht. Und naja: Tom schnarcht. (P.S. ist nicht sein richtiger Name – habe ich redaktionell angepasst)
Den nächsten Morgen eine herzklopfende Erfahrung: Frische Bärenspuren 20m neben dem Zelt – vom Vortag. Das war ein Mordskerl - meine 1,80m Teleskoprute passte zusammengeschoben fasst rein. Dann schnell reagiert: Foto mit Angelroute neben Bärenspur gemacht, Zelt zusammengepackt. Kein Kaffee diesmal. Alles ins Kanu und ab aufs Wasser. Das war dann auch unsere letzte Nacht auf einer Halbinsel. Danach nur noch offizielle Kanuplätze oder/und Inseln mit genialer Aussicht.
Schock nach 1 Stunde überwunden. Wetter klarte auf. Der Urlaub begann. Kaffeepause!
Es wurde sonnig. Wobbler ran, Angel raus – über Sandbank gezogen. Biß! Ein schöner 60er Hecht. Beweisfotos, dann zurück mit ihm ins Wasser. War zu früh fürs Mittag. 10 km weiter. Super-Angelstelle. Ruhige Bucht mit Seerosen – Bißgarantie. Also Tom Pfeife an, ich am blinkern. Tom kleiner Silberblinker ran – auf Tiefe. Biß! Ein toller Hecht von 67 cm. Kurz vor Mittag.- Der hatte leider Pech. Also schöne Uferstelle ausgemacht. Buchenholz gesammelt, gehackt und Lagerfeuer angemacht. Fisch ausgenommen und gegrillt. Ging super mit Fischgrillzange (kein Scandtrack-Artikel). Und das Leben genossen – mit Kaffee, Pfeife und goldgelb gegrilltem Hecht.
Am Ende dieses Tages landeten wir glücklich auf einem der schönste Plätze der Tour. Insel, Platz für uns allein. Ruhige Buchten. Nur Wasser mit ca. 16 °C etwas zu kalt. Auf dieser Insel haben Tom und ich die schönsten Fotoaufnahmen unserer Tour gemacht. Mein Favorit hängt bei. Um 4:00 Uhr aufstehen und Fotos mit Morgendunst über dem Wasser machen. Das ist Freiheit, das ist Leben.
Die zwei Tage danach blieb das Wetter beständig. Der Wind war ruhig und wir legten ca. 40 km zwischen malerischen Landschaften in offenem Wasser, zwischen Inseln und in flussähnlichen Gegenden zurück. Geschlafen wurde im Zelt. Ohne aktive neue Bekanntschaften zu suchen.
Dann das erste Wehr mit Schleusen aufwärts. Ein Kajakpärchen ist eine Kanuschleusung vor uns. Frau hat Angst. Mann sitzt alleine hinten. Frau steigt vor Einschleusung aus und beobachtet das Geschehen von Staumauer aus. Das Kajak völlig überladen. Das einpressende Wasser lässt ihm keine Chance. Das Kajak wird mitgerissen, droht zu kentern. Der Schleusenwärter stoppt viermal die Schleusung. Kurz danach hat er es überstanden. Er wirkte sichtlich geschafft und sie nervlich am Ende. Wir waren vorgewarnt. Packten kräftig die gereichten Taue. Nervenkitzel zwar, wenn das Wasser einschießt. Aber zu zweit völlig harmlos.
Wenige Stunden später in einem neuen Seengebiet. Die Landschaft begeistert uns. Aber wir werden unruhig. Alle Kanuplätze belegt. Es wird spät. Wir müssen wohl oder übel mit anderen campieren. Und wen treffen wir – das Kajakpärchen. Es ist ihr vorletzter Tag. Er versucht seit 6 Tagen einen Fisch zu fangen. Beide seit Jahren Outdoor-erfahren. Ein abwechslungsreiches Gespräch entsteht. Er zeigt uns als sein Equipment. Wahnsinn, wieviel Zeug auf ein Kajak passt. Die Nacht bricht ein. Am Morgen trennen sich unsere Wege.
Wir lassen es ruhig angehen. Ankern Mittag auf einer nicht ausgezeichneten einsamen Insel. Entscheiden uns spontan dort zu bleiben. Geniale Aussicht. Lagerplatz wird hergerichtet. Feuerstelle wird vorbereitet. Wir schießen viele Fotos und Angeln. Ein vom Wasser entrindeter, völlig weiss aussehender Stamm wird über zwei Steine gelegt. Grube darunter. Donnerbalken fertig. Fast Halbzeit für uns– was für ein Gammeltag!
Am nächsten Morgen paddeln wir durch das Seengebiet und genießen die Landschaft. Sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Kaffee und Pfeife mindestens alle 2 Stunden und immer Angel dabei. Schleppfischen mit Barschspinner – auf Barsch und Lachs. Bis zum Abend kein Glück, Schnur ständig verdrallt. Aber dann aus heiterem Himmel – Biß! Schnur zieht ab, bekommen das Kanu kaum zum stehen. Ein Barsch. Und was für einer – 50cm. Und das vor dem Abendbrot. Passt!
Und wen treffen wir an unserer nächsten Anlegestelle wieder: das Kajakpärchen. Er ist völlig aus dem Häuschen. Dachte wir erzählen Anglerlatein mit den Hechten. Und jetzt der Barsch. Er posiert mit dem Barsch an seiner Angel. Für zu Hause – sein Fisch-Foto. Sei ihm gegönnt. Ich fahre in die Bucht um die Ecke und fange noch mehrere kleine Hechte. Einer schluckt den Blinker viel zu tief. Zurücksetzen ist nicht mehr möglich. Armer Fisch! Damit gab es nun Hecht und Barsch frisch über Buchenholz geräuchert. Eine echte Delikatesse – insbesondere der Barsch. Klaus – so heisst der Kajakfahrer – spendiert Bier. Es wird ein toller Abend. Nur die Nacht wird scheußlich. Tom überredet mich in der offenen Not-Hütte zu schlafen. Mücken ständig an meinem Ohr. Immer wenn ich kurz vorm Wegnicken bin, beginnt Tom zu sägen. Er hat den gesamten Baumbestand der Insel gefühlte 2mal komplett auf Streichholzgrösse zerkleinert. Um 3:30 Uhr habe ich Nase voll. Gehe paddeln in die Bucht und fange ein paar kleine Hechte – alle Überleben!
8 Uhr früh. Wir verabschieden uns von Klaus uns seiner Frau. Auch für uns ist es Zeit, an die Rückreise zu denken. Wir suchen eine Tour, die fast dem Routenverlauf unserer Hinreise entspricht. Rundfahrt geht nur mit mehrmaligem Umtragen und viel km mehr. Muß nicht unbedingt sein. An dem heutigen Tag reißen wir 30 km und schlafen wieder auf unserer Foto-Insel.
Der nächste Morgen beginnt stürmisch. Das Wasser ist unruhig. An Angeln kaum zu denken. Wir machen km. Der See fordert uns einiges ab. Heute sind sportliche Höchstleistungen gefragt. Wir kürzen ab – schneiden Buchten. Wollen bei dem Wetter nahe ans Camp. Man weiss ja nie. Am nächsten Tag ist Midsommernacht – heiliger Feiertag in Schweden. Ist die Schleuse offen oder liegt der Schleusenwärter besoffen daneben?
Wir ankern 5km vor dem Ziel auf dem Kanuplatz nahe der Schleuse. Die Nacht wird gut. Wir treffen ein Päärchen in den Mid-Fünfzigern. Beide Lehrer, jedes Jahr auf dem Wasser. Wir unterhalten uns, aber weit weniger innig als 2 Abende zuvor. Ihre Reise beginnt. Unsere neigt sich dem Ende.
Am nächsten Morgen sind wir an der dreistufigen Schleuse. Offen – Yippie! Eine Yacht wird in entgegengesetzter Schleusenrichtung eingeschifft. Wir beobachten den Schleusenvorgang. An Bord der Yacht sind zwei Russenpärchen. Sie liegt breitgespreizt auf dem Deck und sieht verachtungsvoll auf uns herab. Naja, die hübscheste war sie auch nicht. Ich habe jetzt keine Lust die Verachtung zu erwidern und widme mich anderen Sehenswürdigkeiten.
Aber dann eine Super-Überraschung: Wir treffen unsere zwei Mädchen vom ersten Tag wieder. Wir plauschen kurz und legen die restlichen Meter zum Camp zurück. Nach Rückgabe der Ausrüstung, Aufbau und Abnahme der Zelte verbleiben uns noch mehr als 6 Stunden. Alles ist gut organisiert. Es gibt Tee, dazu passend Empfangsregen für die Neuankömmlinge und Abendbrot für uns als Fahrende. Wir unterhalten uns fröhlich mit den Mädchen – und berichten von allen Abenteuern. Sie haben uns tatsächlich gesucht. Nur haben wir uns – nach Routenvergleich – immer um Haaresbreite verpasst.
Aber auch diese Zeit geht zu Ende. Um 20:00 Uhr trennen sich endgültig unsere Wege. Tom und ich sitzen im Bus nach Hamburg. Die beiden Mädchen müssen noch 1 Stunde auf ihren Bus warten. Die Fahrt zurück verläuft reibungslos. Wir erwischen sogar eine Fähre früher und sind 6:00 Uhr überpünktlich in Hamburg. Mein Zug von dort geht 9:30 Uhr – fest gebucht mit Sparpreis. Das heisst warten. Ich genieße die Zeit, Neuigkeiten zu lesen und die Reise Revue passieren zu lassen.
Als Fazit kann ich sagen: Scantrack verfügt über eine ausgezeichnete Organisation, tolles Equipment und ist für mich die absolute Nr. 1 für Kanureisen nach Schweden. Dies wird nicht meine letzte Reise mit Scandtrack bleiben.
Jeder der dies nun plant, sollte sich aber auch der Schattenseiten bewusst sein: Toiletten sind nur auf offiziellen Kanuplätzen und dann nur Plumpsklos. Man ist oft Tage vom nächsten Supermarkt entfernt. Der Aufenthalt (einschl. Nacht) im Freien zieht viele Mücken an, die oft nur ein abendliches Feuer verjagt. Es besteht eine sehr gute Chance in mehrtätig anhaltende Regenschauer zu geraten. Auf dem Wasser bei aufkommendem Gegenwind kein Zuckerschlecken.
Kann man sich aber damit arrangieren und denkt an die richtige Kleidung (zwingend Regenjacke und –hose, Mückenspray, Fleecepullover, Kopfbedeckung, Sonnenspray), so kann man durch das Jedermanns-Recht in Schweden fast unberührte Freiheit, Lagerfeuer jeden Abend und eine wunderschöne Natur genießen. Ein Garant für lange nachhallende und bleibende Erinnerungen.
Marius hat folgende scandtrack Reise im Sommer 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
![[ST] Reisebericht - Marion Battermann [ST] Reisebericht - Marion Battermann](/bilder/2012.01/reisebericht_-_marion_battermann,1693,6.jpg)
Das wahr mein erster schweden Urlaub.das war das beste team was ich kennengelernt habe.es war einfach super.ich hatte meine zweifel ob das gut geht ,mit meiner behinderung,da ich taub bin aber noch die sprache habe war mir nicht klar,ob das... geht ,und dann noch mit meinen Krebs,wo ich noch wo der fahrt noch eine chemotherapie die letzte bekommen hatte ,ob ich die lange fahrt durch stehen würde.ich werde diese fahrt in meinen leben nicht mehr vergessen ,es war einfach traumhaft mit den leuten die ich erst garnicht kannte.ich wurde von jeden als menschs behandelt,und das fand ich super,da gabt wirklich nicht zu mecken ganz in gegendteil.jeder hat jeden geholfen,ohne ihn zu bitten ,,kann du mir mal helfen" das war einfach selbst verständlich.die landschaft ist einfach traumhaft schon.vor allem den sonnenuntergang,es machte mich sehr glücklich.ich hatte am anfang sehr große angst ins kanu zu setzten,david erwisst fingerspitzten gefühl und gab mir das vertrauen,nach ein paar minuten auf dem see fühlte ich mich wohl,sogar so wohl das ich in den tagen wehren der fahrt mein nickerschen machte,und david und mathias öffers mal lachen müssten,wegen meiner schonen musik.ich beschlosst ,das ich nächsten jahr wieder nach schweden fahren werde.was ich auch getan habe 2010 bin ich wieder dort hin .ich konnte es kaum abwarten das es endlich los ging.ich freute mich schon auf das team in schweden die alle sehr nett waren ,und hoffte das der david die tour wieder machte,als wir in schweden an kammen begrüße und der david mein hippi,so hatte ich ihn kennen gerlent und so hatte ich mit tränen in den augen verabschiedet.und ich schaute nich schlecht als ich david sah,er war kein hippe mehr,er sah richtig klasse aus,aber leider führ er an diesen abend wieder nach deutschland zurück.ich fand es sehr schade.ich hoffte das der marc die tour machen wird,leider auch nicht.na ja die tour war nicht so wie das letzte jahr,trotzdem habe ich mich nicht endmutigend lassen.man kann ja nicht von jedem so was erwarten,wie das team 2009. ich werde auch wieder nach schweden fahren 2011.und ich freue mich schon drauf.
Marion hat folgende scandtrack Reise im Juni 2010 unternommen: » Morning Light Kanutour (Produktcode: 46-114)
Kanutour auf eigene Faust
Reisebericht
Hallo liebe Schweden- und Kanufans,
vom 27.5.11 bis zum 05.6.11 waren wir mit scandtrack touristik mit dem Kanu auf eigene Faust im Gebiet Dalsland-Nordmarken in Schweden unterwegs. Hier folgt nun unser kurzer und hoffentlichinformativer Reisebericht:
Die An- und Abreise erfolgte mit einem Reisebus. Der Bus hielt an vielen Stationen quer durch Deutschland. Wir stiegen in Hamburg dazu und von dort aus benötigten wir ca. 12 Stunden. Die Busfahrt war zwar gut organisiert und auch mit dem Gepäck gab es keine Probleme, allerdings ist man doch nach einer so langen Fahrt (ab Köln sogar ca. 20 Stunden), trotz vieler Pausen, bei der Ankunft ziemlich geschlaucht. Während der Busfahrt gab es zwei Fährüberfahrten, die jeweils 20 und 45 Minuten dauerten. Da man nach der zweiten Fähre relativ lange durch Schweden fuhr, konnte man bereits viel von der Landschaft sehen.
Im Basiscamp in Schweden angekommen, wurden wir zunächst sehr herzlich begrüßt. Für den ersten Hunger und zur Stärkung gab es Hotdogs, dazu Zitronentee und Kaffee. Anschließend musste jeder Gast sein ganzes Gepäck ca. 10 Minuten durch einen Waldweg zum Ausrüstungslager tragen. Dort wurde man mit der Outdoorausrüstung und dem Verpflegungspaket ausgestattet.
![[ST] Reisebericht Lena Bild1 [ST] Reisebericht Lena Bild1](/bilder/2011.06/reisebericht_lena_bild1,1685,6.jpg)
Verpflegungspaket
Das Outdoor-Verpflegungspaket befand sich in einer großen, wasserdichten Tonne und enthielt Lebensmittel für Frühstück, Lunch und Abendessen. Von Sonnenblumenkernbrot (leider nur diese eine Sorte) mit Nutella, Marmelade, Käse oder Wurst, bis hin zu u.a. Müsli, Äpfel, Tomaten, Nudeln, Klößen, Bohnen, Linsen, Zwiebeln und Tee/Kaffee, war das Verpflegungspaket sehr üppig und abwechslungsreich ausgestattet. Ein Outdoorkochbuch mit Rezeptvorschlägen lag ebenfalls bei, sodass man sich jeden Tag verschiedene Gerichte zusammenstellen konnte. Das Wasser für die Zubereitung der Speisen und zum Trinken wurde aus dem See geschöpft und ggf. abgekocht. Im Großen und Ganzen war das Verspflegungspaket ein guter Kompromiss zwischen frischem und Outdoor-Lebensmitteln (Konserven). Auch unsere Wünsche als Vegetarier (eine Angabe bei der Buchung ist möglich) wurden beherzigt und daher waren wir mit dem Verpflegungspaket voll zufrieden.
![[ST] Reisebericht Lena [ST] Reisebericht Lena](/bilder/2011.06/reisebericht_lena,1684,6.jpg)
Outdoorausrüstung
Die Outdoorausrüstung erhielten wir in einer großen Klappkiste. Enthalten waren alle notwendigen Gegenstände und Hilfsmittel für das Leben in der Natur, wie beispielsweise ein Klappspaten, eine Säge, eine Axt, Klopapier, eine große Plastikplane, eine Wäscheleine, Alufolie und natürlich das Kochset (Spirituskocher, Töpfe, Messer). Ebenfalls wurde uns ein Igluzelt ausgehändigt, welches schnell und einfach aufzubauen war. Nachdem wir die Ausrüstung, sowie die Paddel und eine Schwimmweste erhalten hatten, haben wir unsere persönlichen Gegenstände in die von scandtrack bereitgestellten 60l Wassersäcke umgepackt. Die Taschen und Rucksäcke konnten wir während der Kanutour in einem großen Zelt im Camp lagern, welches allerdings nicht abgeschlossen wurde – daher sollten dort keine
Wertsachen gelagert werden.
Im Anschluss ging es mit Sack und Pack zum Kanusteg, ein Fußlauf von ca. 5 Minuten. Am Kanusteg beluden wir unser Kanu mit unseren Wassersäcken, Isomatten, Schlafsäcken und Co. Es wurde uns beim Beladen des Kanus vom Team geholfen und für Anfänger gab es eine kleine Paddeleinweisung. Vom Verlassen des Busses bis zum ersten Paddelschlag dauerte es ca. zwei Stunden.
Team vor Ort
Das Team von scandtrack besteht aus mehreren Personen im Alter von 20 bis 40 Jahren und ist rund um die Uhr für seine reisenden Gäste erreichbar. Auf uns haben alle Mitarbeiter einen sehr kompetenten und hilfsbereiten Eindruck gemacht. Die Stimmung im Team war stets positiv und ausgelassen, was sich auch auf die Gäste übertragen hat. Mit der vor Reiseantritt enthaltenen Kanukarte ausgestattet konnte man individuell seine Tagestouren gestalten. Allerdings wurde bei manchen Routen ein Kanuwaagen benötigt, diesen konnte man vor Ort für zehn Euro mieten. Auf der Karte sind viele Rastplätze eingezeichnet. Diese bestehen aus einer kleinen, offenen Holzhütte, einer Feuerstelle mit Feuerholz und einer Trockentoilette. Wenn man also keine Lust hat, sein Zelt aufzubauen, so schläft es sich in der Hütte mindestens genauso gut und man hat vielleicht sogar die Möglichkeit, direkt auf das Wasser zu schauen. In dem Seewasser kann man sich mit ökologisch abbaubarer Bio-Seife waschen, die Möglichkeit für eine richtige Dusche bietet sich am Rückreisetag im Basis-Camp.
Das Seengebiet ist mit seinen 10.000 km² riesig und in den neun Tagen schafft man es kaum, alles zu erkunden. Ungelernte Kanuten schaffen etwa 10 bis 15 km pro Tag. Daher ist es hilfreich, wenn man sich bereits vor dem Urlaub eine Route zusammenstellt. Die Landschaft in dem Seegebiet Dalsland-Nordmarken ist beeindruckend und bei gutem Wetter doppelt so schön. Wenn es allerdings sehr windig ist, was in diesem Gebiet (Foxen) möglich sein kann, so ist es für ungeübte Kanuten eine große Anstrengung und Herausforderung. An solchen Tagen hat man die Wahl: durch die Natur wandern oder in den sauren Apfel zu beißen.
Wir haben viele verschiedene Tiere gesehen und sogar zwei Elche. Für Naturfans ist die Region daher eine echter Geheimtipp (Fernglas nicht vergessen!). Da sich unsere fantastischen Eindrücke schlecht in Worte fassen lassen, können wir nur empfehlen, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen.
Die Kanutour auf eigene Faust ist für Naturliebhaber und Kanufans sehr zu empfehlen. Während der sieben Tage auf dem Wasser sammelt man tolle Eindrücke und auch der Sport kommt nicht zu kurz. Ein gelungener Abendteuerurlaub.
(Lena, Martin)
Lena und Martin haben folgende scandtrack Reise im Mai 2011 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
Mai 2011, Lena und Martin
Hallo,
ich hatte vom 03.09. - 12.09.2010 die Kanutour auf eigen Faust in Normarken zusammen mit meiner Freundin gebucht.
Wir hatten wirklich eine traumhaft schöne Woche und mit dem Wetter auch echt Glück.
Anbei ein mögliches neus Katalogfoto :-) --> Fischfang Bestenliste
Am Verpflegungs- und Ausrüstungspaket gab es auch absolut nichts zu beanstanden. Auch die Organisatian vor Ort war gut.
Einzige Kritikpunkte:
Vielleicht besseres, genaueres Kartenmaterial zur Verfügung stellen.
(oder zumindest im Camp die Möglichkeit welches zu erwerben)
Das Outdoorhandbuch bereits im Vorfeld der Reise zusenden und nicht erst vor Ort ausgeben!
Vielen Dank für Ihre Antwort und für den schönen Urlaub!
Freundliche Grüße
Alexander Schütt
Alexander hat folgende scandtrack Reise im September 2010 unternommen: » Kanutour auf eigene Faust (Produktcode: 46-104)
September 2010, Alexander
Hallo liebes scandtrack-Team,
ich wollte auf diesem Wege meiner Begeisterung für die perfekte Betreuung durch Berit, unseren Scout auf der geführten Familientour vom 02.08. bis 08.08.2008 in Dalsland Nordmarken Ausdruck verleihen. Berit hat meine Erwartungen in jeder Hinsicht weit übertroffen und mit ihrem fröhlichen Wesen für eine fantastische Stimmung in unserer Gruppe gesorgt.
Mit freundlichen Grüßen
Heiko Goertz
Howdy!
Ich habe nun die zweite Familienfahrt mitgemacht und war wieder einmal zufrieden, denn dass Wetter spielte fast immer mit und Jenny, die Begleiterin, hat hier auch ein dickes Lob verdient.
Bis zum nächsten Mal
Manfred Severit
Orginaldokument
Tjena Jens, nun ists schon ne Woche her, dass wir im Dalsland waren, aber ich dachte, ich schick noch mal zwei Bilder rüber und zeig dir, wie ein richtiger Hecht aussieht ;) War mal wieder richtig herrlich einfach ne Woche abzuschalten und Wind und Wetter den Tagesrhythmus bestimmen zu lassen. Regen gabs ja an einigen Tagen. Aber auch hübsch wie sich das Camp gemacht hat. Ist ja ein bisschen was passiert in den letzten Jahren. Speziell diese grossen roten Tarps machen gleich nen professionellen Eindruck. Hoffe, alles läuft gut sowohl beruflich als auch privat. Und grüss Marc nochmal von mir für die gute Betreuung und auch die süsse kleine nette, die in der Material- und Verpflegungsausgabe arbeitet ;) Hab jetzt den Namen vergessen, na ja, du weisst bestimmt, wen ich meine.
Also, alles Gute Benni
Liebes scandtrack-Team,
vielen Dank für einen tollen und erlebnisreichen Urlaub, der nicht zuletzt durch unseren Scout Sören und der restlichen Paddeltruppe zu einem unvergesslichen Urlaub geworden ist, bei dem alle sehr viel Spaß hatten.
Ich bin sicher, scandtrack und Schweden sehen mich wieder.
Herzliche Grüße
Angela Patten
Link zum Orginaldokument
Hallo Jens und alle Mitarbeiter/innen,
Letztes Jahr hatten ich und meine Freunde das Vergnügen einer Kanutour bei herrlichem Wetter und in einer herrlichen Gegend. Es war alles super organisiert, die
Ausrüstung top, nur die Zelte ließen einen leichten Sprühregen auf unsere schlafenden Körper herniederrieseln. Vielleicht mal imprägnieren? Aber das wars auch schon mit der Meckerei. Wir hatten auch das Glück den Jens am Abreisetag zu treffen und ihm unseren Dank auszusprechen für diesen wirklich schönen Urlaub. Er meinte, damit seine Mitarbeiter mal sehen, was da draußen so los ist, hier also unsere Dokumentation, mit Musik und Film usw. Viel Spaß dabei. Wenn ihr vorhabt, das zu veröffentlichen, fragt bitte zurück, wegen der Musikrechte. Da sind noch nicht veröffentlichte Stücke dabei.
Also viele Grüße noch mal und vielleicht werden wir zu Wiederholungstätern.
Theo
Ich war diesen Sommer genauer gesagt im August für 2 Wochen in einer
der schönsten Nationalparks in Schweden in
Glaskogen es war einfach
herrlich. Eine Woche geführt und eine Woche allein in der Wildnis. Ich
muß sagen anfangs hatte ich da ein wenig bedenken. Da mein Mitstreiter
abgesagt hatte und ich das Ding allein gemacht habe. Doch weit gefehlt
es gestaltete sich zum Positiven. Die Gruppe mit Guide waren wir 16
Leute also recht groß und doch hat es gepaßt. Trotz des
altersunterschiedes hat es sehr gut funktioniert. Was ich persönlich
auch dem Guide hoch anrechne das er die Situation bestens im Griff
hatte.
Gemeinsam Boote beladen u. entladen Zeltaufbau Feuer machen
kochen hat die Gruppe nach dem 2. Tag bestens im Griff, hut ab. Da hat
sich jeder mit eingebracht.
Die Landschaften sind der Traum Sonnenuntergänge und-Aufgänge sind
auch dort die Wucht. Die schönen Buchten die wir mit dem Kanu
erforschen konnten,das Lagerfeuer am Abend mit Gitarrengesang. Die
Essensrationen waren gut rationiert. Diese konnten mit kreativität gut
erweitert werden. Was wir auch genutzt haben. Besonders beim Backen
waren die Frauen sehr rege und haben die tollsten Rezepte probiert
einfach klasse. Das Wasser trinkbar doch ich war nach 2 Wochen froh
dann mal wieder anderes Mineralwasser zu trinken.
Die erste Woche gut gemeistert viel gelernt habe ich mich dann
allein in ein Boot gehockt und gegen den Wind gekämpft. Anfangs dachte
ich ich komme nicht voran, dann wieder hatte ich das Gefühl der Wind
drückt mich immer wieder in die falsche Richtung. Es hat gedauert bis
ich den Dreh raus hatte und dann war es nur noch Technik und Kraft was
mich von Insel zu Insel geführt hat.
Das war dann für mich auch die Krönung absolute Stille bis auf
das Geräuch der fetten Enten die auf dem Wasser liefen und mörderische
Schreie von sich gaben. Es war spannend erholsam und lehrreich und
jedem zu empfehlen der das noch nicht getan hat. Für Euch als Team
macht weiter so und haltet mir die Inseln sauber, damit die nach uns
kommen noch die Schönheit erleben dürfen.
Tschüß bis bald. Viele Grüße von Heiko Kemmler
August 2007, Heiko Kemmler
Liebes Scandtrack-Team in Lennartsfors!
Wir, Daniela und Dirk möchten uns ganz herzlich für die schönen Urlaubstage bedanken. Es war für uns eine ganz neue Erfahrung!
Als Neulinge hatten wir eine geführte Kanutour vom 03. – 11.08.2007
gebucht. Unser Scout Henninger war spitze! Er zeigte uns so manchen
hilfreichen Trick und führte uns als echter Naturfreund zu den
Schönheiten der Natur. Dabei lernten wir die endlose Stille kennen.
Einfach toll!
Die eine oder andere Tour fanden wir ziemlich anstrengend, doch
unser Scout wusste immer einen Rat die Stimmung unserer Gruppe wieder
aufleben zu lassen. Dabei hatten alle viel Spaß! Abends gab es
Eigenkreationen wie Pilzpfannen, Pizzen, Blaubeerenkompott usw. Nicht
zu vergessen die schmackhaften „Wanderbällchen“. Jeder hat sich als
Team eingefügt und es verlief alles reibungslos. Für uns steht fest:
Nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Mit dabei Henninger! Unser Scout
war der Beste!
P.S: Vor allem ein großes DANKESCHÖN für Eure ABSCHIEDS- ALLOHAwellen.
Tschüß sagen
Daniela und Dirk aus Plauen
August 2007, Daniela Schubert
Unsere Gruppe (Die Henninger) waren vom 03.08.-12.08. in und um DaNo
unterwegs, und ich mus sagen, das es sehr sehr geil war. Hierbei möchte
ich die ganze Truppe und besonders den Scout loben. So wie wir zusammen
kamen, war es einfach perfekt und wir hatten eine geile Zeit (leider zu
kurz)
Ich werde mit Sicherheit wieder mal den Norden bereisen und würde mich freuen, den ein oder anderen wieder zu sehen.
In diesem Sinne...ROCKT DAS FORUM
kära hälsningar
silke
Die Henninger
Unsre Kanutour die war ein Hit,
denn wir hatten die liebe Berit mit.
Stets war sie gut gelaunt und
wir haben viel gestaunt -
über die Wunder der Natur
und Outdoor pur
Wir wollen Dank hier sagen
nach all den schönen Tagen.
Nun wünschen wir Berit noch viel Glück
und vielleicht kehren wir einmal nach Schweden zurück
Das letzte Wort heißt
Auf Wiedersehn
es war mit Berit von Scandtrack einfach
WUNDERSCHÖN!!!!!
Vielen Dank auch an Euch für die tolle Kanutour in Schweden. An- und
Abreise ist zwar mit Kindern anstrengend, aber die Natur ließ alles
schnell vergessen. Wir werden noch lange an diese schöne Reise
zurückdenken. Scandtrack hat auch die Organisation voll im Griff, es
ging alles glatt.
Viele Grüße von Chris, Thomas, Lisa und Felix
Sommer 2007, Chris, Thomas, Lisa und Felix
Vielen, vielen Dank. Sie haben noch viel mehr getan, als ich zu hoffen
wagte. Besser kann Ihr Angebot gar nicht sein! Danke auch an Ihren Chef.
Januar 2007, Susan Mattke
Aus gegebenem Anlass möchte ich mich für den guten Service, der mir bei Ihrem Unternehmen zuteil wurde, bedanken.
Es ist heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr überhaupt
eine Telefonnummer bzw. telefonische Unterstützung bei der Buchung
einer Reise zu bekommen. Da mir aber bislang jegliche Erfahrung mit
Buchungen von Reisen fehlt, war dies für mich eine große Hilfe. Ganz
besonders möchte ich Sie in diesem Zusammenhang zu Ihren beiden
Mitarbeiterinnen beglückwünschen. Sie haben sich sehr für meine
Urlaubswünsche eingesetzt. Ihre freundliche und verbindliche Art hat
mir sehr gefallen. Eine bessere Werbung kann Ihr Unternehmen nicht
haben. Meinen Freunden und Bekannten habe ich davon schon berichtet.
Dezember 2006, Rita Strachowsky
Gestern noch - ja, das ist gerade mal 24 Stunden her – haben wir Wasser aus dem See getrunken und man sah und hörte weder Autos noch andere Menschen. Da hatten wir nur den See ringsum, mit seinen tausend kleinen und größeren Inseln, Buchten, Küstenlinie, Weite, Birken und Kiefern, Pilze und Blaubeeren...
Ausführlichen Reisebericht lesen
Oktober 2006, Michael Steinbach
Ich finde es unglaublich, wie nett wirklich alle Leute von Scandtrack
sind. Ob das im Büro in Deutschland ist, wo mir immer sehr schnell und
sehr freundlich, geduldig und hilfsbereit Auskunft gegeben wurde. Oder
in Schweden in Höglund, wo Falk glaub ich wirklich viel Stress hat,
aber nie genervt wirkt und auf jede Frage (die er sicher tausendmal
hört) geduldig und freundlich antwortet. Auch in Vildmarken waren Marc
und Reto trotz des Stresses am Starttag zu allen richtig freundlich und
geduldig. Das finde ich jedes Mal wieder toll und bin auch jedes Mal
wieder beeindruckt, dass das geht. Also Riesenkompliment.
Fazit: Supertoller Urlaub – wieder! Wenn es nächstes Jahr wieder
eine neue Möglichkeit gibt, einen anderen See oder ein anderes Gebiet
mit dem Kanu auf eigene Faust zu erkunden, sind wir bestimmt dabei. Wir
würden auch noch mal den
Glaskogen machen, dann aber die große Tour
versuchen. Danke für den schönen Urlaub!!
August 2006, Daniela Dietz
Unsere Scandtrack-Ferien waren wunderbar! Ich wollte mich nur kurz bei Ihnen dafür bedanken!
August 2006, Thomas Rodemeyer
Wir sind gerade aus Schweden heimgekehrt. Es war durch Eure Organisation ein tolles Erlebnis. Meine Begleiter waren auch fasziniert. Da wir vor 3 Tagen den Yukon bepaddelten, können wir gut vergleichen und mit Fug und Recht vom „Kanada Europa´s“ reden. Die
Ausrüstung war wirklich toll mit viel zu viel Verpflegung.
Wir wollen einen kurzen Ausschnitt aus unserem wunderbaren Natur- und Angelurlaub der Jahre 2004 und 2005 zeigen.
Da wir begeisterte Angler sind, ist dieser Ausschnitt natürlich
auch sehr fischlastig. Unser Anglererfolg war nämlich sehr gut, obwohl
wir uns nicht als Profis bezeichnen können. Es wäre gelogen, dass man
ständig einen Fisch an die Angel bekommt, doch dafür sind die Ausmaße
und der Kampf mit diesen wunderbaren Geschöpfen enorm. Wir haben damit
unsere Nahrung ergänzt und konnten somit das von Ihnen verteile
Nahrungsmittelangebot nur teilweise nutzen. Dies war besonders im Jahr
2004 der Fall. Nachdem wir von unserer „Kanutour auf eigene Faust“ so
begeistert waren, entschieden wir uns nochmals in diese wunderschöne
Region Schwedens zu reisen. Das Wetter war diesmal recht stürmisch,
aber mit solchen „Regelmäßigkeiten“ muss man schließlich im
Outdoor-Urlaub rechnen.
Wir möchten uns somit bei Ihnen für die gute Organisation und für
das im Prospekt Versprochene bedanken. Außerdem hoffen wir (Studenten),
dass das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis beständig bleibt. Dann kommen
wir auch dieses Jahr wieder.
Das Essen war stets reichlich und lecker. Die Unterbringung in ganz
neuen Zelten war auch gut. Die Organisation war bereits vor der Reise
tadellos. Das Scandtrack-Team war immer freundlich, hilfsbereit und
äußerst kompetent. Während der gesamten Klassenfahrt wurden wir sehr
gut betreut, hatten sehr nette und kompetente Scouts und auch eine sehr
hilfreiche Einweisung in die Paddeltechnik und das Paddeltraining. Das
gesamte Ausrüstungspaket war sehr umfassend. Dadurch waren wir perfekt
ausgestattet. Das notwendige Kartenmaterial sowie die Tipps und Infos
zur Reisevorbereitung waren wirklich hilfreich. Die Hin- und Rückreise
mit dem Bus verlief völlig unproblematisch.
Wir hatten auf einer Klassenfahrt noch nie einen so guten Kanulehrer und Teamer für die Klasse! Einfach super!!
Zwei Schwestern auf dem Foxen. Eine Woche Natur und Paddeln.
Freitag
...wenn Engel reisen
Um 7 Uhr morgen ging die Fahrt mit dem ICE – durch Glück und die
Preispolitik der Bahn auf Plätzen in der ersten Klasse – nach Hamburg
los. Eine Woche in Schweden voller Abenteuer, Natur, Ruhe, Kanufahren,
Dosenessen und Nicht-Duschen lag vor uns! Während wir auf den Zug
warteten, wurde die Gewölbe exakt über unserem Gleis auf einmal mit
goldener Morgensonne erfüllt – es konnte kein besseres Omen geben...
Ausführlichen Reisebericht lesen
August/September 2005, Sonja und Daniela Dietz
Ich möchte es nicht versäumen, mich für Ihre freundliche und kompetente Kundenbetreuung zu bedanken.
Februar 2005, Andreas Neumann
Ein großes DANKESCHÖN für den schnellen und reibungslosen Ablauf unserer Urlaubsreise!
Juli 2005, Helga Austermann