Reiseberichte
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"Wir sind in Schweden, Alter!"
Unsere Kanutour auf eigene Faust hat uns sicher aus der Komfortzone geholt. Gleichzeitig aber in so eine wunderbare psychische und emotionale Balance gebracht, so dass wir diesen Urlaub niemals vergessen werden. Die Woche war sehr abwechslungs- und erlebnisreich, dynamisch und langsam, sonnig und nass, routiniert und abenteuerlich, immer aber sehr schön. Wir sind auf jeden Fall süchtig geworden und müssen es unbedingt wiederholen! ...› weiterlesen
Unsere Kanutour auf eigene Faust hat uns sicher aus der Komfortzone geholt. Gleichzeitig aber in so eine wunderbare psychische und emotionale Balance gebracht, so dass wir diesen Urlaub niemals vergessen werden. Die Woche war sehr abwechslungs- und erlebnisreich, dynamisch und langsam, sonnig und nass, routiniert und abenteuerlich, immer aber sehr schön. Wir sind auf jeden Fall süchtig geworden und müssen es unbedingt wiederholen!
geschrieben September 2020, Artem B.35 mal gelesen

Von der Hauptstadt in die nordische Wildnis
Lage und Wetter (läge och väder):
In der Woche vom 29.08. bis zum 05.09.2020 hatten meine Freundin Emma und ich die Möglichkeit, aus Berlin in das wunderschöne Seengebiet Dalsland Nordmarken in Schweden zu entfliehen. Dieses Seengebiet liegt in etwa auf der Höhe von Stockholm dicht an der Grenze zu Norwegen. Auch wenn das Jahr schon recht weit fortgeschritten war und die Temperatur nachts auf bis zu 2 °C fiel, waren die Tage überwiege ...› weiterlesen
Lage und Wetter (läge och väder):
In der Woche vom 29.08. bis zum 05.09.2020 hatten meine Freundin Emma und ich die Möglichkeit, aus Berlin in das wunderschöne Seengebiet Dalsland Nordmarken in Schweden zu entfliehen. Dieses Seengebiet liegt in etwa auf der Höhe von Stockholm dicht an der Grenze zu Norwegen. Auch wenn das Jahr schon recht weit fortgeschritten war und die Temperatur nachts auf bis zu 2 °C fiel, waren die Tage überwiegend warm und voller Sonnenschein. Unsere Befürchtung, dass zu dieser Jahreszeit die dunklen Stunden die hellen überwiegen würden, erwies sich glücklicherweise als vollkommen unberechtigt.

Endlich angekommen (äntligen kom):
Nach der langen Anfahrt mit dem Bus, wurden wir vom scandtrack-Team mit einer eine Tasse heißen Kaffee begrüßt. Dann haben wir das von scandtrack bereitgestellte Ausrüstungsset sowie das Verpflegungspaket entgegengenommen. Obgleich wir vor der Abreise ausführliche Informationen zum Ablauf sowie zur Ausrüstung bzw. Verpflegung bekommen haben, waren wir positiv überrascht wie gut durchdacht und aufeinander abgestimmt diese Dinge waren. Hier ist die Erfahrung aus fast 20 Jahren deutlich spürbar. Trotz des Schlafmangels der vorhergehenden Nacht beluden wir in großer Vorfreude unser Kanu und stachen voller Abenteuerlust in See.

Unser Reiserhythmus (vår reserytm):
Bereits am ersten Abend führte ein kleines Missgeschick zu einem Loch in meiner Isomatte. Dadurch konnte ich leider den Rest des Urlaubs weder im Zelt noch in einem der DANOs schlafen. Glücklicherweise hatte ich noch eine Hängematte mit im Gepäck, die mir vermutlich sogar einen luxuriöseren Schlafplatz und morgens einen atemberaubenden Ausblick verschaffte. Immer wieder mussten wir feststellen, dass die alltäglichen Aufgaben einen wesentlichen Teil unserer Zeit einnahmen. Gerade zu Beginn unserer Reise, als die Abläufe neu und noch nicht effizient eingespielt waren, haben wir diese Aufgaben regelmäßig unterschätzt. Zu diesen Aufgaben gehörte unter anderem das Auf- und Abladen des Kanus, das Auf- und Abbauen von Hängematte und Zelt (Emmas Schlafgelegenheit), das Suchen, Sägen und Hacken von Feuerholz, das Filtern von Seewasser zu Trinkwasser und vieles mehr. Nach und nach wurden diese Aufgaben jedoch zu einer schönen Routine, die wir jeden Morgen mit einem Bad im eiskalten See abrundeten (der Lagerfeuergeruch vom Vorabend war sehr anhänglich). Nach dieser Morgenroutine, verließen wir unser nächtliches Lager. Ausgeschlafen und mit vollem Magen sind wir in den meist sonnigen Tag gestartet - ohne unser endgültiges Ziel zu kennen. Ein grobes Zielgebiet planten wir zwar bereits am Vorabend, ob und in welchem DANO wir unser Nachtlager aufschlagen wollten planten wir aber meistens in unserer Mittags- bzw. Nachmittagspause. Diese wunderbare Spontanität eröffnete uns viel Freiheit.

Natur und Landschaft (natur och landskap):
unendliche Weite, gespenstische Stille, rauer Seegang und lichte Wälder – Eine einzigartige Erfahrung, die man am besten selbst erlebt!

Andere Menschen (andra människor):
Ja, auch die haben wir getroffen. Das befahrbare Gebiet ist zwar groß, durch die Geschwindigkeit der Kanus und die begrenzte Anzahl der DANOs ist man dennoch abends in der Regel nicht alleine. Beim Verspeisen von Stockbrot und Folienkartoffeln am Lagerfeuer haben wir beinahe jeden Abend interessante Bekanntschaften gemacht. Dabei hat uns vor allem überrascht wie verschieden unsere Gesprächspartner waren. Von der Krankenschwester über den Soldaten einer Spezialeinheit bis hin zum 74-jährigen Abenteurer haben wir eine unwahrscheinlich große Varianz an Outdoorliebhabern kennengelernt. Wir sind wahnsinnig dankbar für alle daraus entstandenen inspirierenden und lustigen Gespräche.

Speis und Trank (speis och drack):
Wir haben uns im Vorfeld der Reise für das vegetarische Essenspaket entschieden und waren mit Auswahl und Qualität der Produkte sehr zufrieden. Etwas gewundert hat uns jedoch, dass für das vegetarische Paket ein Zuschlag von 15€ verlangt wurde. Obwohl wir mit dem Essenspaket selber hochzufrieden waren haben wir unablässig die Augen nach kleinen Leckerbissen aus der schwedischen Natur aufgehalten. Dafür wurden wir reichlich belohnt – neben unzähligen Preiselbeeren und einer Menge Heidelbeeren haben wir während einem Zwangs-Stop (wegen eines kräftigen Regenschauers) auch eine große Portion Pfifferlinge finden können. Zusammen mit Butter, Zwiebeln und Bratkartoffeln gab das ein schmackhaftes Abendessen.

Typisch schwedisch (Typiskt svenska):
Während unserem Ausflug nach Töcksfors konnten wir in einem schwedischen Supermarkt ein paar typische Lebensmittel kaufen. Besonders suchterzeugend war die Kombination aus Vetekaka (kleinen Weizenkuchen) und dem typischen süßen schwedischen Senf. Auf unserem Weg zum Supermarkt in Töcksfors fühlten wir uns an Filme aus unserer Kindheit wie „Michel aus Lönneberga“ oder „Wir Kinder aus Bullerbü“ erinnert.

Der Lack ist ab (Färgen är avstängd):
Der Autofriedhof hatte es uns mit seiner Atmosphäre besonders angetan. Mit ein wenig Phantasie konnte jedes der Fahrzeuge eine eigene Geschichte aus einer anderen Zeit erzählen. Viele kleine Details, wie Chromakzente oder die Instrumente, waren noch erhalten. Im Kofferraum mancher Fahrzeuge waren sogar noch alte Zeitungen von 1977 zu finden. Im Gegensatz dazu hatte der Zahn der Zeit schon so weit an den meisten Karosserien genagt, dass diese schon wieder mit der Natur verschmolzen – ein inspirierender Anblick.

Trotz oder vermutlich gerade wegen des Abstandes zum bekannten und komfortablen Stadtleben haben wir uns schnell an ein Leben nahe der Natur gewöhnt. Wir können sehnsüchtig auf eine schöne sowie lehrreiche Woche voller einzigartiger Erlebnisse zurückblicken.
geschrieben September 2020, Moritz B.42 mal gelesen
scandtrack Kanutour Schweden 2020
Hey,
ich habe unsere Impressionen als Video erstellt und bei Vimeo hochgeladen. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht und ich denke die Bilder sprechen für sich.

Beste Grüße Matthias

https://vimeo.com/459336228 ...› weiterlesen
Hey,
ich habe unsere Impressionen als Video erstellt und bei Vimeo hochgeladen. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht und ich denke die Bilder sprechen für sich.

Beste Grüße Matthias

https://vimeo.com/459336228
geschrieben September 2020, Matthias H.34 mal gelesen

Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer
Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer…
Mit diesem Lebensmotto starteten wir am Freitag 24.07.2020 nach Schweden. Auf Grund der Corona Einschränkungen buchten wir kurzfristig noch von Bus- auf Eigenanreise um, was uns in Sachen Gepäck und Zeitmanagement wesentlich flexibler machte. Die 18 stündige Anreise aus der Eifel legten wir, mit nur kurzer Unterbrechung bei einer weltweit bekannten Fastfood Kette und keinerlei Wartezeiten bei den bei ...› weiterlesen
Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer…
Mit diesem Lebensmotto starteten wir am Freitag 24.07.2020 nach Schweden. Auf Grund der Corona Einschränkungen buchten wir kurzfristig noch von Bus- auf Eigenanreise um, was uns in Sachen Gepäck und Zeitmanagement wesentlich flexibler machte. Die 18 stündige Anreise aus der Eifel legten wir, mit nur kurzer Unterbrechung bei einer weltweit bekannten Fastfood Kette und keinerlei Wartezeiten bei den beiden Fähren, zurück. Bereits gegen 18 Uhr erreichten wir Lennartsfors und überlegten uns kurzerhand noch den alten Autofriedhof in Båstnäs zu besuchen. Ursprünglich hatten wir geplant dieses Ziel mit dem Kanu anzusteuern, nutzten aber jetzt noch die freie Zeit dafür. Es war schon sehr skurril einen solchen Ort mitten in der Natur zu entdecken, an dem wohl mehr als 1000 alte Autos ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die Macht der Natur, die sich zum Teil ihren Weg mitten durch die Autowracks bahnt ist unbeschreiblich. Noch geflasht von diesem skurrilen und faszinierenden Ort suchten wir uns in der näheren Umgebung einen schönen Platz, um im Auto zu übernachten. Somit war der einzige fixe Punkt auf unserer Tour, den wir unbedingt besuchen wollten schon erledigt und wir konnten uns nun von der Natur, dem Wetter, Tagesform und unserer Laune einfach treiben lassen.
Am nächsten Morgen trafen wir dann bereits um 8 Uhr im Camp Höglund ein und konnten endlich, nach Überwindung der „Adventure Road“ mit dezent mehr als 20kg Gepäck pro Person unsere Ausrüstung übernehmen und in unser Abenteuer starten. Bei heiterem Wetter stachen wir so schon vor 10 Uhr in See. Unser Tagesziel stand schnell fest, da die Wetter App für den Sonntag ausgiebigen Regen vorhersagte. Also: ein Dano mit Windschutzhütte suchen, in der wir den Regentag trocken überstehen können. Dieser Platz war recht schnell in Dano 15 gefunden. Nach dem Ausladen des Gepäcks machten wir uns daran uns einzurichten und bereits Vorkehrungen gegen den Regen zu treffen. Hier ließ sich der Regentag dann auch gut aushalten. In den kurzen Regenpausen vertrieben wir uns die Zeit mit dem Erkunden der Insel, Sammeln von Blaubeeren und immer wieder mir Film- und Fotoaufnahmen der schönen schwedischen Natur, die trotz Regen nichts von ihrer Schönheit einbüßt. Zum Mittagessen gab es dann leckere Pfannkuchen mit den selbstgepflückten Blaubeeren.
An den darauffolgenden Tagen hatten wir dann mehr Glück mit dem Wetter. Wie genossen die Zeit in vollen Zügen. Wenn wir nicht paddelten oder uns irgendwo unser Lager einrichteten, verbrachten wir viel Zeit damit, in der Hängematte zu chillen, faul in der Sonne zu liegen oder auch im schönen Foxen zu baden. Obwohl die Inseln sich irgendwo alle ähnlich waren, entdeckten wir auf jeder Insel einige Besonderheiten. Besonders beeindruckt hat uns, wie nah uns viele Tiere kamen. Wir hätten uns sehr darüber gefreut einen Elch in der Natur zu sehen, dieses Glück blieb uns jedoch leider verwehrt.
Wir haben uns jeden Tag aufs Neue auf die grandiosen Sonnenuntergänge gefreut, die wir stundenlang mit ihrem irren Farbenspiel genossen haben. Wir konnten dort einfach die Seele baumeln lassen und die Zeit genießen. Und da wir absolute Frühaufsteher sind, konnten wir auch einige tolle Sonnenaufgänge erleben, die den Untergängen in nichts nachstehen.
Fazit:
Wer sich vorstellen kann, eine Woche lang nur auf dem Boden, oder Holzstämmen zu sitzen, eine Woche lang nur Seewasser zu trinken und wer sich dann noch vorstellen kann eine Woche lang in der Hängematte, einem Zelt oder in einer Windschutzhütte zu schlafen, für den ist diese Reise ein absoluter Geheimtipp.
Die Natur, die Seen und die Inseln sind einfach atemberaubend schön. Wer hier aber die absolute „Einsamkeit“ sucht, muss sich seine Route gut vorausplanen, denn die Inseln mit den Dano Plätzen sind äußerst beliebt und daher auch stark frequentiert. Da aber in Schweden ja das Jedermannsrecht gilt, kann man ja überall, außer in den Vogelschutzgebieten und auf ausgewiesenem Privatbesitz, sein Lager aufschlagen. Uns war es nur wichtig, an den Regentagen einen trockenen Unterstand zu finden, ansonsten gab es uns ein unglaubliches Freiheitsgefühl.
Auf jeden Fall war es eine tolle Selbsterfahrung zu sehen, mit wie „wenig“ man zufrieden sein und eine tolle Zeit haben kann.
geschrieben September 2020, Claudia D.61 mal gelesen

Liebes Scandtrack-Team,
Unsere diesjährige Kanutour hat uns wieder besonders gut gefallen und wir haben ein paar unserer Erlebnisse festgehalten.

Viele Grüße
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Unsere diesjährige Kanutour hat uns wieder besonders gut gefallen und wir haben ein paar unserer Erlebnisse festgehalten.

Viele Grüße
Fabian
geschrieben September 2020, Fabian B.73 mal gelesen

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