Reiseberichte
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Mit dem Kajak in Schweden
Wir haben keinen wörtlichen Reisebericht, sondern ein Video. Und das ist auf Vimeo und nicht auf YouTube. Ich hoffe, das zählt auch? Hier der Link: https://vimeo.com/285045196 ...› weiterlesen
Wir haben keinen wörtlichen Reisebericht, sondern ein Video. Und das ist auf Vimeo und nicht auf YouTube. Ich hoffe, das zählt auch? Hier der Link: https://vimeo.com/285045196
geschrieben August 2018, Tabea H.2 mal gelesen

Me, myselfe and I in Schweden - alleine auf der Insel!
2 Jahre verspätet schreibe ich doch noch einen kurzen Reisebericht über meinen Trip ins eigene Wildniscamp am See Foxen. Da ich in 4 Tagen wieder starte bin ich euphorisch und motiviert nun doch noch meine Erfahrungen preiszugeben.
Vor exakt 2 Jahren traf ich nach kurzer Anreise aus Bremen am ZOB HH mit Sack und Pack und Angel ein. Umgeben von Pärchen und Gruppen warteten wir auf den Bus, welcher unglücklicherweise knapp 2 Stunden Versp ...› weiterlesen
2 Jahre verspätet schreibe ich doch noch einen kurzen Reisebericht über meinen Trip ins eigene Wildniscamp am See Foxen. Da ich in 4 Tagen wieder starte bin ich euphorisch und motiviert nun doch noch meine Erfahrungen preiszugeben.
Vor exakt 2 Jahren traf ich nach kurzer Anreise aus Bremen am ZOB HH mit Sack und Pack und Angel ein. Umgeben von Pärchen und Gruppen warteten wir auf den Bus, welcher unglücklicherweise knapp 2 Stunden Verspätung hatte. Nach einer anstrengenden Reise (1,93cm in Reisebussen oder RyainAir-Fliegern -> immer anstrengend) kamen wir bei strahlendem Sonnenschein im Basiscamp an.
Nachdem ich meine Ausrüstung und Verpflegung bekam und eine kurze Einweisung wie man das Kanu alleine zielsicher geradeaus paddelt war ich nach ca. 18h schlagartig alleine mit mir, dieser atemberaubenden Natur und dem Kanu, welches sich noch nicht auf meine Paddeltechnik Kalibriert hat.
1,5h später erreichte ich den Rastplatz - meine Eiland für die nächsten 7 Tage - erreicht.
Wollte mich eigentlich kurzfassen - also jetzt wird etwas gasgegeben....
Zelt aufgebaut, Feuer gemacht, Angel ausgeworfen, Kopf aus!
Die nächsten Tage verliefen nach ähnlichem Prinzip! Die Verpflegung lies sich überraschend gut im Kocher anrichten und war ausreichend und abwechslungsreich.
Leider blieben mir Tagesausflüge vergönnt, da der Wind dermaßen stark aufs Land stand, das ich alleine das Kanu nicht zielgerichtet fortbewegen konnte. Einzig ein ruhigerer Tag wurde genutzt das nahegelegene Norwegen anzupaddeln - die Anstrengung hat sich gelohnt. Das Revier ist einzigartig schön !!!
Wobei die Insel zu erkunden nicht weniger reizvoll war. Die Natur ist sehr abwechslungsreich - felsig, moosig, grün, trocken, weit!
Nach 7 Tagen, 2 Büchern, unzählige Seiten Tagebuch und nur einem Regentag trat ich sehr wehmütig die Heimreise an. Mit jedem Paddelstich wuchs jedoch die Freude meine Familie wiederzusehen und diese Erfahrung mit mir selber wurde Stück für Stück Verarbeitet und fest Abgespeichert - im Order "Me, myselfe and I"
Eine warme Dusche und einen Satz saubere Klamotten später, wanderte ich noch ein wenig in der Umgebung des Basiscamps herum, wartete das Abendessen ab und freute mich auf die Heimreise.
Es war eine tolle Erfahrung, und dass auch dank des ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Scandtrack-Teams!

Ich sagte damals, dass ich das gerne noch einmal erleben wollen würde - in ein paar Tagen ist es soweit. Und auf mein Bitten hin, wurde mir sogar der selbe Rastplatz zugeteilt.
Schweden ich komme! Vielleicht nehme ich aber diesmal einen Volleyball des Herstellers Wilson mit, damit die Abende am Lagerfeuer etwas unterhaltsamer werden...
geschrieben August 2018, Stephan L.2 mal gelesen
Schweden 2018, wenn Fremde zu Freunden werden
Ein paar Wochen sind nun vergangen, nachdem wir aus Schweden zurückgekommen sind.
Meine Freundin Verena und ich (Patrick) haben uns im Frühling dazu entschieden eine „Kanutour auf eigene Faust“ im Bereich Dalsland / Nordmarken zu starten. Los ging es am 15.06.2018 für insgesamt 9 Tage.
Eine meiner Intentionen war, auf jeden Fall einen Reisebericht zu schreiben um möglichst vielen Neulingen einen kleinen Einblick in die Abläufe ...› weiterlesen
Ein paar Wochen sind nun vergangen, nachdem wir aus Schweden zurückgekommen sind.
Meine Freundin Verena und ich (Patrick) haben uns im Frühling dazu entschieden eine „Kanutour auf eigene Faust“ im Bereich Dalsland / Nordmarken zu starten. Los ging es am 15.06.2018 für insgesamt 9 Tage.
Eine meiner Intentionen war, auf jeden Fall einen Reisebericht zu schreiben um möglichst vielen Neulingen einen kleinen Einblick in die Abläufe bei der „Kanutour auf Eigene Faust“ zu ermöglichen, daher ist der Bericht auch etwas umfangreicher.
Ich selbst habe sehr viele Berichte gelesen, aber es fehlte mir immer irgendetwas an Informationen, daher möchte ich hier versuchen alles Relevante, bzw. was ich für mich als relevant ansehe, bzw was ich im Nachhinein als wichtige Information ansehe, zu erwähnen.
1te Tag, Anreise. Freitag
Wir haben die „Kanutour auf Eigene Faust“ ab Bielefeld gebucht. Dementsprechend sind wir zeitig zum Hauptbahnhof nach Bielefeld aufgebrochen. Vollbepackt mir mehr Gepäck als ich mir im Vorfeld dachte gingen wir zu dem Ort, der auf dem Voucher (liegt den Reiseunterlagen bei) angegeben war. Relativ schnell trafen wir andere Leute die auf oliv-farbenen Ausrüstungsrucksäcken und Taschen saßen. „Ahh… hier sind wir richtig“. Schnell kamen wir ins Gespräch und tauschten Infos und Erwartungen aus.
Dann ein Anruf…. Berliner Vorwahl… ohje, der Bus hat Verspätung, es könnte noch 30 Minuten, es könnte aber auch noch 2 Stunden dauern. Nagut, nicht zu ändern, Freitags Abends die A2 runter ist eh immer Chaos. Trinken wir ein Bier, gesagt getan. Auf jeden Fall war ich persönlich sehr zufrieden mit dem Informationsaustausch von Reiseveranstalter zum Kunden.
Nach weiteren 2 oder 3 Dosen Bier stand auf einmal ein großer blauer Reisebus mit dem „Scantrack-Logo“ vor uns. „DAS IST ER“ – brüllte meine Freundin voller Vorfreude. Schnell alles Gepäck zusammen gesammelt und nach Anweisung vom Fahrer alles in die Gepäckbuchten unten im Bus gepackt. In diesem Moment war es einmal kurz hektisch. Nachdem man dann aber im Bus war und einen Platz gefunden hat legte sich die Aufregung aber schnell. „Wir fahren nach Schweden!... coole Sache. Endlich geht’s los.“
Die nächsten Stunden vergingen recht schnell, die Sonne näherte sich unaufhaltsam dem Horizont, zwischendurch immer mal wieder ein Stau (klar, A2, Freitag Abend…)
Unser Bus hatte übrigens an jedem Platz eine Steckdose, ideal für Ladekabel, sofern sie lang genug waren.
Irgendwann kamen wir nach regelmäßigen Pausen in Hamburg an, Hannover haben wir aufgrund fehlender Zustiege komplett ausgelassen. Ab Hamburg ging es dann schnell durch das nächtliche Norddeutschland nach Puttgarden. Kurzer Aufenthalt auf dem Fährparkplatz, dann ging es schon aufs Wasser. Kaum ausgestiegen legte der Kahn bereits ab. Die nächsten 45 Minuten kann man prima mit Shoppen, Essen oder einfach nur Beine vertreten verbringen. Übrigens, für alle Raucher unter uns: auf der Fähre kann man 1 Schachtel Zigaretten kaufen! Nehmt also im Vorfeld genug mit! Es wird in Schweden nicht billiger! Bier und Alkohol könnt ihr allerdings dort kaufen. Beachtet bitte nur das Gesamtgewicht Eures Gepäcks, was 20kg nicht überschreiten soll.
Endlich in Dänemark festgemacht und vom Schiff gefahren kam mein erstes „Highlight“ der Tour, Passkontrolle durch den Dänischen Zoll. Bereits davor haben wir viele „Schauergeschichten“ gehört, von wegen „man kann ohne Perso nicht einreisen, das kostet dann 5000€ usw…“ Jaja… mal gucken was passiert, der Zöllner kam rein und alle hielten Ihre Ausweise hoch, nervös begann ein vor mir sitzender Mann in seiner Tasche zu kramen… als der Zöllner dann bei Ihm war hieß es nur „my Passport is down in the Bus“… Auf die Frage des Zöllners „sprechen Sie deutsch?“ antwortete er nur mit „Yes i can, also äh… ja ich spreche Deutsch“ … großes Gelächter im Bus. Alles klar, Ausweis nicht nötig. Also weiter geht’s, immerhin wollen alle endlich aufs Wasser! Dies sollte sich jetzt aber noch einige Stunden hinziehen. Durch das nächtliche Dänemark bis zur zweiten Fähre war es gefühlt echt weit, die Landschaft ist nichtssagend, eintönig und langweilig (Obwohl Dänemark echt schöne Ecken hat, aber die Autobahn gehört definitiv nicht dazu)
In den frühen Morgenstunden sind wir dann in Schweden, es beginnt.

Tag: 2, Anreise und erste Erfahrungen auf dem Wasser. Samstag
Mittlerweile ist aus der dänischen Autobahn eine schwedische geworden. Die Landschaft wird rauer, bewaldeter, steiniger. Je weiter wir gen Norden fahren desto schöner wird es. Irgendwann kurz nach einem letzten längeren Stop an einem See an der Autobahn geht es auf die Landstraße. „Super, gleich sind wir da….“ Der Busfahrer scherzte irgendwann: „Schaut nochmal raus, dass hier ist das letzte bisschen Zivilisation, ab jetzt wird’s immer weniger, bis wir irgendwann komplett in der Wildnis sind“…… jaja, als ob, so schlimm wird’s wohl nicht werden, dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch.
Jaha.. falsch gedacht. Die letzten Kilometer der Fahrt entpuppten sich als wirklich abenteuerlich. Anschallen ist auf jeden Fall eine Option Wink )
Endlich im Camp angekommen heisst es erstmal „Reizüberflutung“… soooo viele Leute, ohje… Ist zwar echt schön hier aber wo sollen die ganzen Leute hin? Immerhin sind neben unserem Bus noch zwei weitere volle Busse aufgeschlagen. Nagut, hilft nichts, erstmal auf der großen Wiese breit gemacht und dann erstmal etwas gegessen (Es gab Hotdogs, die Schlange war davor relativ lang aber irgendwie ging es schon, man ist ja im Urlaub und sowieso viel entspannter als sonst) Hier kamen wir auch wieder mit unseren Sitznachbarn im Bus ins Gespräch, zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, in wie weit dies u.A. eine Rolle spielen sollte, aber dazu später mehr.
Dann begann der weite Marsch Richtung Materialausgabe (eigentlich sind es nur ein paar 100 Meter, aber mit einem Haufen Gepäck auf den Schultern war das echt anstrengend)
Bei der Ausgabe ging es wirklich schnell und reibungslos von statten. Die Wartezeiten waren recht kurz. Die Ausgabe der Essenstonnen hat der Praktikant Björn übernommen, auch hier kamen wir schnell zu einem kurzen Gespräch, auch dieses sollte später ebenfalls noch eine Rolle spielen.
Jetzt saßen wir also auf der Wiese, ein riesen Haufen Ausrüstung vor uns… wie sollen wir das nur alles runter zum Wasser bekommen?.... wir packen jetzt erstmal clever um! … gesagt getan… weniger ist es irgendwie nicht geworden. Aufgrund des Feuerverbotes holte ich mir während meine Freundin noch am „zusammenpacken“ war noch eine zusätzliche Flasche Spiritus und eine Angelkarte (ich möchte ja schließlich etwas fangen!) Beim runterbringen der Ausrüstung zum Wasser stellte sich schnell heraus, dass die „Fresstonne“ ganz schön schwer ist! Gott sei Dank bekamen wir Hilfe von unseren Sitznachbarn aus dem Bus, Jens, Tino und Lars. Zusammen war es zwar nicht weniger Gepäck, aber man hat sich gegenseitig angefeuert. Vorteilhaft, die Jungs haben die schweren Sachen genommen, sodass meine Freundin nicht zuuu schwer schleppen musste.
Nachdem wir alle Ausrüstung unten am Wasser hatten nahmen wir uns ein Kanu, beluden es und fuhren los. Wir verabschiedeten uns von unseren Helfern und wünschten Ihnen eine schöne Woche auf dem Wasser. Bei bestem Wetter paddelten meine Freundin und ich Richtung Norden. Nach einer Weile beschlossen wir an einem kleinen Strand am Ufer anzulegen um ein Bier zu trinken, eine Zigarette zu rauchen und etwas Pause machen. Nach erste Begutachtung des Platzes war uns schnell klar „Hier bleiben wir heute Abend, es ist zwar kein offizielles Dano, aber Feuer dürfen wir sowieso nicht machen“ Es war zwar eine „wilde Feuerstelle“ vorhanden, diese nutzen wir allerdings nur als Unterlage für unseren Spiritus Kocher. Es gab genug Platz für das Zelt, ein Sandstrand und reichlich Felsen, die in meinen Augen prima zum Angeln geeignet sind.
Nach etwa einer Stunde sah man dann am Horizont 2 Kanus mit insgesamt 3 Paddlern auf uns zuhalten. Klar… alle fahren jetzt los und man sieht gelegentlich andere Paddler. Diese 3 kamen jetzt immer näher. Hey, das sind doch Jens, Lars und Tino aus dem Bus, bzw unsere Helfer beim runtertragen. Sie legten auch direkt bei uns aus. Die hatten wohl die gleiche Idee mit dem Biertrinken am Strand. Wir teilten Ihnen mit dass wir heute Abend hier bleiben wollten. Sie fragten ob wir etwas dagegen hätten wenn Sie uns Gesellschaft leisten würden. Natürlich haben wir das nicht. Auch wenn uns klar war, dass man ab 5 Personen normalerweise einen richtigen Danoplatz aufsuchen muss. Der Lagerplatz, der sich wie sich später herausstellte auf einer Insel lag, schien uns aber mehr als ausreichend groß, so bauten Sie ihre Zelte auch in einigem Abstand zu uns auf. Für ein paar Stunden wird das wohl gehen….
Den Abend verbrachten wir mit kochen, Fotos machen, Angeln, schwimmen. Dann waren wir auch zeitig im Bett. Der erste der auch einen Fisch gefangen hat war Jens, ein ordentlicher Barsch (30cm) der nach Begutachtung durch die anderen „nicht-Angler“ auch zeitnah von Jens verspeist wurde.

Tag 3: das Wetter schlägt um. Sonntag
Nachdem ich durch die aufgehende Sonne geweckt wurde, stand ich auf und begann etwas Wasser aufzukochen um mir einen Kaffee zu genehmigen. (das dauert mit dem Spirituskocher übrigens echt lange!) Ein kurzer Blick auf den Uhr offenbarte dann, dass es erst 5 Uhr morgens war… klar, die Sonne geht zu der Zeit auch um 3:30 Uhr auf. Na toll… alle schlafen noch, nur ich bin wach… gehen wir angeln. Natürlich nichts gefangen. Aber der Himmel fängt an sich zu bedecken.
Lange hat es nicht gedauert bis es angefangen hat zu regnen. Der Wind frischte auf und auf dem Foxen bildeten sich Schaumkronen auf den Wellenspitzen… Weiterfahrt?… keine Chance!
Unter einer Plane die wir provisorisch zu einem Pavillon umgebaut haben verbrachten wir die ersten Stunden stehend, in den Regenpausen wurde geangelt, parallel gekocht und dummes Zeug erzählt.
Als klar war, dass keine Besserung in Sicht ist, beschlossen wir auch die Seiten unseres Unterstandes mit Planen abzuhängen (wir hatten insgesamt 3 Stück). Hier zeigte sich, dass es clever war anstatt alleine zu fahren mit mehreren Leuten unterwegs zu sein. Wir hatten den unvorstellbar großen Vorteil, dass es menschlich einfach nur perfekt harmonierte. 5 völlig fremde Personen die perfekt zusammenarbeiten, quasi bei Regen ums Trockenbleiben kämpfen 
Der Rest des Tages wurde wieder mit kochen, angeln und Quatsch erzählen verbracht.
Auch hier ging es dann zeitig ins Bett.


Tag 4: der Aufbruch. Montag
Das Wetter wurde leider nur bedingt besser, allerdings legte sich der Wind. In einer Regenpause beschlossen wir 2 Kanus miteinander zu verbinden und einen Katamaran zu bauen, um dem Foxen entgegen zu treten. Unser Ziel: Tabak und Bierreserven auffüllen am 20km entfernten Supermarkt in Töcksfors. Eine gewaltige Strecke bei Wind, aber der Wind stand passend im Rücken.
Nachdem wir die Boote mit mehreren 10 Meter Seil und Paracord verbunden haben und das 3te Boot als „Anhänger“ befestigt haben bauten wir schnell unser Lager ab (das Tarp hatte sich den Morgenstunden durch eine Windböe bereits selbst auseinander gebaut).
So ging es gegen Mittag in die Boote und wir starteten unsere Tour, jetzt zu 5t mit 3 Booten.
Das klappte auch super gut, na klar schwappte hier und da etwas Wasser ins Boot, aber mit einer halbierten Bierdose ließ sich steigendes Wasser immer gut entfernen. (die Füße waren trotzdem nass)
Nach einigen Kilometern auf dem Foxen wurde uns allerdings klar, dass auch bei Rückenwind die Überfahrt zur Brücke über offenes Wasser unrealistisch schien, also bogen wir rechts in einen Fjörd und gelangten schließlich zu einer Umtragestelle, von wo aus wir einen Teil des Foxens umfahren konnten.
An der Umtragestelle angekommen erblickten wir auf der anderen Seite vom Foxen ebenfalls ein Kanu, es waren 2 Angler, mit Motor und 2 Auslegern am Boot damit sie nicht kentern. Seeeehr clevere Kombination. Diesen halfen wir dann Ihr Boot in unseren Fjörd zu tragen. Als wir dann mitteilten, wo wir hinwollten, wurde unsere Vorstellung abrupt zerstört. Die beiden Angler berichteten von 120cm hohen Wellen im Bereich der Brücke, Ihr Boot wäre bis zum Rand vollgelaufen. Ein Durchkommen nur mit Muskelkraft wäre absolut nicht zu empfehlen.
Für die Hilfe beim Umtragen gab es allerdings eine Palette Dosenbier… der Tag war gerettet und erstmal rückte unser Ziel auf der Prioritätenliste etwas nach unten. Da es mittlerweile auch schon wieder angefangen hatte zu regnen war unser neues Ziel: Ein Dano! Welches… egal. In dem Moment als wir losfahren wollten erreichte uns eine SMS von Scandtrack… Feuerverbot aufgehoben!
Ungläubig standen wir im Regen, nass bis auf die Knochen. Das kann doch nicht sein, wie geil ist das denn? Alles klar, jetzt gab es einen riesigen Motivationsschub. Wir steuern ein Dano im Flötefjorden an. Jetzt paddelten wir allerdings gegen den Wind, im Regen. Jeder Paddelschlag ging kraftvoll durch das Wasser, allerdings kamen wir gefühlt für 3 Schläge nur einen Schlag vorwärts. Teilweise standen wir auf der Stelle. Es war wirklich eine Zerreisprobe für die Nerven. Schließlich waren wir an der Durchfahrt in den Fjord in den wir wollten.
Es kam uns ein Ranger-Boot entgegen, wir grüßten und der Ranger rief nur „Moin!“…. cool, die sprechen deutsch  Nach gut zwei Stunden erreichten wir dann den Dano Nr. 40.
Dies sollte unser Lager für die Nacht sein. Schnell die Boote ausgeladen. Es war noch nicht mal jedes Zelt aufgestellt, da hatte ich bereits ein Feuer entzündet. Ein tolles Gefühl… Feuer… warm… endlich! Schnell war auch ein Topf Wasser aufgesetzt, wow das geht echt schnell im Vergleich zum Spirituskocher. Erstmal Kaffee für alle kochen. Dann haben wir das Lager weiter aufgebaut. Auch hier war es wieder klasse mit mehreren Leuten unterwegs zu sein. Einer sammelt Holz, der andere sägt und spaltet, einer kocht und einer kümmert sich ums Tarp.
Tino hatte es sich zudem zur Aufgabe gemacht ein Dreibein für den Grillrost zu bauen. Dies wurde den Tag dann nicht nur zum Kochen benutzt, sondern auch um Schuhe und Klamotten zu trocknen.
Der Regen lies dann auch irgendwann nach und wir machten es uns gemütlich. Zum Abend hin versorgen sich alle am Feuer mit Essen. Da wir ja 3 Essenstonnen zur Verfügung hatten und mittlerweile alle schon echt durch die „Hölle“ gegangen waren gab es dann auch irgendwie nicht mehr „Das ist Deine, das ist meine Tonne“ sondern es war mehr ein „Das Mehl müsste in der Tonne sein, ansonsten ist in der anderen auch noch was…“
Und dann kam ein weiteres Highlight. Jens hat Stockbrotteig gemacht. Klasse.. Stockbrot ist super! Als Jens dann aber Pizzabrötchen machte, waren alle happy. Das hebt die Stimmung.
Des Rest des Abends verbrachten wir mit Feuerholz sammeln, wieder mit angeln und essen.

Tag 5: Einkaufen. Dienstag
Ja wir wollten weiter, nach dem Aufstehen sahen wir mehrere Scandtracker die in Ihren Kanus fleißig richtig Norden ruderten. Klar, die haben Rückenwind… aber wir wollen ja wieder erst Richtung Süden um ja unser vertagtes Problem mit dem Bier und dem Tabak zu lösen. Hmm… bei dem Wind?
Es fuhren immer mehr Kanus an uns vorbei, alle in eine Richtung… aber keins in unsere geplante Richtung… wie auch, bei dem Wind? Wieder Schaumkronen auf den Wellen… Weiterfahrt erneut: undenkbar.
Nagut, es wird erst mal gefrühstückt, diesmal etwas später, da wir ja erst das Bier vom Vortag austrinken mussten. Meine Freundin und ich genehmigten uns eine Schale Müsli und einen Kaffee. Jens ruderte allerdings schon wieder mit den Händen in der Teigschale herum. Schon wieder Stockbrot? Weit gefehlt! Schokobrötchen! Einfach die Tafel Schokolade aus der Fresstonne klein gebröselt und mit in den Teig. Super Sache sage ich Euch!
Nur wie kamen wir jetzt hier weg? Rudern war keine Option, mittlerweile überlegten wir schon, dass wir aus unserem Fjord gar nicht mehr heraus kommen würden wenn sich der Wind nicht legt. Daher wollten wir auch nicht noch weiter in diese Sackgasse fahren. Ok… wir warten. Zwischenzeitlich studierten Jens und Tino die Karte,… sooo weit ist das nicht, nur knapp 20km Luftlinie und nur ein paar Hundert Meter entfernt ist eine Straße…. „wir Trampen“ entschieden sich die beiden.
Mit dem einzelnen Gepäck-Kanu brachten Verena und Lars die beiden ans Festland während ich das Lager bewachte, sprich ich konnte in Ruhe angeln Wink
Nach 10 Minuten waren die beiden wieder da, die anderen beiden sind auf dem Weg in die Stadt…
Wir rechneten eigentlich nicht damit dass die beiden in unter 4-5 Stunden angekommen sind. Doch bereits eine gute Stunde später erreichte uns eine Whatsappnachricht mit einem Foto… „Sitzen die bei BurgerKing???.... solche Säcke!... die haben es tatsächlich geschafft!“
Zwischenzeitlich vertrieben wir uns im Lager den Tag mit den üblichen Aufgaben, Holzsammeln und spalten. Angeln, kochen, usw. Ich selbst hatte die Hoffnung auf einen kapitalen Hecht allerdings aufgegeben. So habe ich umgeschwenkt auf Friedfisch… großer Haken, Pose und Mais als Köder.
Kaum ausgeworfen zuckte die Pose, Wow das geht ja fix! …. Nach dem Anschlag die Enttäuschung… ein 20cm Rotauge… auf so einen riesen Haken? Vielleicht Zufall, Rotauge wieder rein geworfen und gleich noch einmal versucht…. Nach ein paar Minuten wieder ein Fisch, noch ein Rotauge… au mann!
Nach dem 3ten Rotauge beschloss ich zu sammeln… es biss ein Rotauge nach dem anderen…
Als ich 15 Stück zusammen hatte beschloss ich Rotaugen in Mehl gewälzt und in Öl frittiert zuzubereiten. Eine gute Entscheidung, etwas viel Arbeit aber super lecker.
Zwischenzeitlich landeten 2 andere Scandtracker an unserem Dano die sich dann auch zu uns ans Feuer setzten.
Ein paar Stunden später meldeten sich unsere beiden anderen Abendteurer, sie stehen am Festland und wollen wieder abgeholt werden. Kein Problem. Als sie wieder im Lager waren hatten wir nicht nur genug Bier und Tabak, sondern auch ein paar Würstchen zum Grillen (die Schweden haben allerdings überhaupt keine Ahnung von Grillfleisch und schon gar nicht von Würstchen!) und eine ganze Palette frische Eier! Ein wahrer Hochgenuss. Abends wurde dann wieder zusammen gegessen.

Tag 6: Zurück zum Foxen. Mittwoch
An diesem Tag brachen unsere beiden gestern dazu gestoßenen Scandtracker schon früh auf. Mutig… windig und regen, wie immer. Trockenen Füßen und Sonne haben wir schon lange entsagt. Allerdings legte sich der Wind schlagartig, Windstille… die Ruhe vor dem Sturm? Vielleicht, die Wetterapp sagte wenig Wind für den ganzen Tag voraus. Alles klar, jetzt oder nie, zurück zum Foxen bevor wir hier noch länger fest sitzen.
Schnell wurde das Lager abgebaut, das Feuer gelöscht und die Boote beladen. Wieder mit unserer Kombination: Katamaran + Anhänger fuhren wir los. Der Regen kam direkt von oben. Aber egal, wir sind es ja gewohnt, dafür war der Wind komplett weg, Flaute, keine Welle erschütterte das Boot. Unglaublich, das macht gute Laune, wir schaffen richtig Strecke. Freudig paddeln wir 5 wieder dem Foxen entgegen. Am Ufer sehen wir andere Scandtracker an den Dano Plätzen die wohl noch keine Lust haben bei dem Regen zu fahren. Nach gut 45 Minuten paddeln beschließen wir eine kleine Pause an einem kleinen Strand zu machen. Schnell eine rauchen, die herrliche Aussicht genießen und weiter ging es. Bis zu einer kleinen Insel im Foxen, wir beschlossen bis dahin zu fahren um zu schauen wie der Seegang auf dem Foxen ist…. Dort angekommen haben wir festgestellt, dass hier ebenfalls Badewannen-Seegang ist. Nach kurzer Abstimmung stand fest, wir fahren rüber, quer über den Foxen. Eine Sache die die ersten Tage undenkbar war. Also los. Nach einer Ehrenrunde aufgrund eines verlorenen Ponchos sind wir am Dano 17 angekommen. Dort lag dann auch schon ein Boot, ebenfalls von Scandtrack. Also erstmal angelandet und den Inselbewohner gefragt ob er noch Platz auf der Insel hat und wir dort Lagern können. Dann die Erkenntnis, Hey, das ist doch Björn von der Materialausgabe! Cool, was ein Zufall. Schnell haben wir die Boote entladen und die Zelte aufgebaut. Nach den ersten Gesprächen mit Björn, der zuvor auf dem nur wenige Minuten entfernten Autofriedhof gewesen ist, war uns klar, dass wir dort hin müssen. Aber erst morgen, wir wollten erstmal ankommen, ein Feuer anheizen und etwas essen. Nur Tino trieb die Neugier, er schnappte sich unser Gepäck-Kanu, verklebte 2 Paddel mit Panzertape und ruderte den Kilometer alleine rüber zum Festland. Zwischenzeitlich begannen wir uns dem üblichen Lagerleben zu widmen. Sprich, wie immer: Feuerholz sammeln, sägen und spalten, kochen, die Natur genießen, angeln oder einfach nur erholen. Nach kurzer Zeit war ein Kanu auf dem Wasser zu erkennen, „ist das Tino?“ So lange war der jetzt noch nicht weg?!... das ist nicht Tino, aber auch alleine unterwegs….“
So hatten wir kurzzeitig Besuch von einem alten Bekannten von Björn, dieser kam grade zurück von seinem Besuch auf dem Autofriedhof. Ein Heißgetränk und einen kleinen Imbiss später machte er sich allerdings wieder auf den Weg zurück zu seiner Insel wo er lagerte. Er sagte nur ein paar km Richtung Südosten…
Die Stunden gingen ins Land und der Wind frischte auf…. Endlich war Tino in Sicht und kämpfte sich alleine mit seinem Kanu durch die wilden Wellen des Foxen. Vom Ufer aus konnte man ausgezeichnet sehen wie sehr so ein kleines Kanu vom Wind abgetrieben wird, auf jeden Fall amüsant zuzuschauen. Zurück im Lager berichtete er dann von seinem heutigen Ziel, dem Autofriedhof, er kam aus dem erzählen nicht mehr hinaus… okok, das wollen wir selbst sehen.. aber erst morgen. Also haben wir uns noch ein bisschen am Feuer zusammen gesetzt, kochten, tranken.
Jens und ich versuchten immer wieder unser Glück beim angeln, aber weder ein Raubfisch noch ein Friedfisch ließ sich auf dieser Insel überlisten, ein richtiger Schneider-Tag.
Schließlich ließen wir den Tag ausklingen und waren alle relativ früh im Bett, an diesem Tag hatten wir ja auch gut 10km geschafft, wetterbedingt unsere weiteste Etappe bisher, auch wenn es nichts ist mit dem man sich brüsten kann Wink

Tag 7: der Autofriedhof. Donnerstag
Heute sollte es endlich soweit sein, ein Ort von dem ich viel gelesen und noch mehr gehört hatte. Aufgeregt wachte ich auf, raus aus dem Zelt, oh super.. es ist schon hell! …. Reingefallen… man gewöhnt sich schlecht dran dass es um 5 Uhr Taghell ist. Also erstmal Feuer machen, Kaffee kochen und alle die nach und nach wach werden mit diesem köstlichen Getränk versorgt. Das Wetter ist gut, etwas windig, aber kein Regen. Perfekt für unser heutiges Vorhaben.
Nach einem kühlen Bad im Eiskalten Foxen (wenn man nackig auf einer Steinplatte bis zu den Hüften im Wasser steht ist das schon ein echt cooles Gefühl) hatte Jens auch schon wieder die Schokobrötchen fertig. Wie immer ein Gaumenschmaus. Als wir dann gegen 10 Uhr los wollten (Ja wir sind Vormittags nicht sehr effektiv was unsere Zeitplanung angeht…) sah ich am Horizont auf dem Wasser eine Art weiße Wand…. „wasn das?“ fragte Verena…. Ich drehte mich um und griff meinen Poncho und erklärte Ihr dass wir noch in etwa 10 Minuten Zeit haben bis hier die Welt unter geht. Es war eine Regenfront die direkt auf uns zu hielt. Auf dem Wasser sieht sowas ziemlich beeindruckend aus. 10 Minuten später regnete es wieder. Allerdings legte es sich fast genau so schnell wie es gekommen war. Nach kurzer Wartezeit beschlossen wir in einer Regenpause los zu fahren. Besser wurde es schließlich nicht. Björn passte in der Zeit auf das Lager auf und versorgte das Feuer mit dem letzten bisschen Holz auf der Insel. (Sekundärziel war das Mitbringen von Feuerholz vom Festland)
Nach ein paar Minuten paddeln waren wir am Anleger. Wir verzurrten das Boot und hangen unsere Schwimmwesten zum trocken an einen Baum. Ponchos waren aber nach wie vor dabei, da es bereits wieder leicht regnete. Der Fußmarsch vom Steg bis zum Friedhof ist relativ kurz, gut dass Tino den Weg schon kannte. Nach ein paar Minuten findet sich auf einmal zur rechten Seite ein altes Auto im Wald… halt… nicht nur eins… eine ganze Schlange von Autos… sieht aus wie in einem Katastrophenfilm wo die Fahrer fluchtartig die Fahrzeuge verlassen haben… echt cool.
Die nächsten Stunden verbrachten wir ausgiebig damit das Areal zu erkunden und die mehreren Hundert Fahrzeuge zu identifizieren. Hinter jeder Ecke steht etwas neues was man vorher noch nicht gesehen hat. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie die Natur sich alles nach und nach zurück holt. Grade der Regen in diesem Wald machte die ganze Atmosphäre ganz besonders. Ein unglaubliches Gefühl was sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Auch die Bilder sind nur ein winziger Auszug aus dem Gesehenen. Ein Besuch lohnt sich wirklich, so etwas sieht man sonst nirgends… zumindest nicht in diesem Ausmaß.
Schlussendlich packten wir unsere leeren Capt. Cola-Dosen nach einer kurzen Pause wieder ein und gingen zurück zum Boot, bzw zu den Booten. Nun war auch genug Zeit vertrödelt, denn wir hatten ja noch die Aufgabe Feuerholz zu besorgen. Gesagt getan. Jeder schnappte sich was er tragen konnte.
Am Boot angekommen beluden wir dieses mit allerhand dicken Stämmen, hier hat sich die Tatsache dass wir einen Katamaran gebaut haben wieder als super erwiesen. Auf die Mittelstreben packten wir das ganze Holz… vielleicht etwas viel? Ach so weit ist es ja nicht bis zur Insel.
Nach einigen Hundert Metern bemerkte ich allerdings, dass immer mehr Wasser ins Boot schwappte. Die Wellen gingen vorher wunderbar zwischen den zwei Rümpfen hindurch, brachen sich in der Mitte und gingen nach hinten hinaus. Jetzt brachen Sie sich an dem Feuerholz, so dass mehr oder weniger Wasser ins rechte Boot lief… etwa so als wenn man einen Gartenschlauch auf macht und laufen lässt. Ich entgegnete dann: „Paddelt mal grad ohne mich weiter… ich hab hier was zu tun….“ Und nahm meine abgeschnittene Bierdose und leerte das Boot damit (immerhin waren schon die ersten 15cm meiner Füße im Wasser). Verena drehte sich um und fragte „Hööö? Wasn los?“ – „NICHTS! PADDEL WEITER“…. Gut, sie hats nicht mitbekommen Wink
Auf unserer Insel angekommen waren wir pitschnass! Mal wieder…. Schnell ans Feuer… aber wieso brennt das Feuer nicht mehr? Ein bisschen Holz zum Feuer halten hatten wir doch noch… hmm.. scheinbar wohl nicht, egal. Feuer ist ja schnell gemacht. Aber wo ist Björn? Warum ist eine Plane vor der Windschutzhütte? Schläft der?
Als wir nach Ihm schauten stellte sich schnell raus, dass Björn beim Wäsche waschen ausgerutscht und einmal unfreiwillig schwimmen gegangen ist. Leider waren seine einzigen trockenen Schuhe nun ebenfalls nass, also hat er sich in den Schlafsack gepackt. Björn hatte aber schon angefangen ein paar Leinen zu spannen, so dass wir die Planen spannen konnten. Also bauten wir nun das bisher größte Lager auf. Die Windschutzhütte als Basis verlängerten wir das Vordach, spannten die Seiten ab und beschwerten alles mit Steinen so dass es Winddicht ist. Nun konnte auch jeder seine nassen Sachen am Feuer, bzw unter dem „Dach“ trocknen. (Und ich sage Euch… wir haben unsere Sachen bisher 3 mal in der Waschmaschine gehabt,… einige riechen immer noch nach Feuer!)
Den Rest des Abends verbrachten wir mit dem Trocknen unserer Sachen und vor allem, was absoluten Vorrang hatte: Björns Schuhe. Der arme Kerl 

Tag 8: Mal wieder gestrandet. Freitag

Unser heutiges Tagesziel ist der Umzug zum Dano 18, alternativ zum Dano 11. Am 11er sind allerdings schon ein Haufen Zelte zu sehen. Mit Björns Kamera können wir mit dem 65fach Zoom seeeeeehr weit sehen. Also fällt das 11er flach, dies war uns dann auch schon fast wieder zu nah am Camp. Wir wussten dass viele Leute die letzte Nacht nah am Lager verbringen wollen. Also schauten wir in die andere Richtung zum Dano 18. Wir verbrachten den Vormittag wie gewohnt mit Kaffee und Schokobrötchen (Nochmal Danke an Jens  ) Björns Reise war heute auch beendet. Er musste bereits am Freitag wieder im Camp sein. Aufgrund des Wetters und des hohen Wellengangs entschied er sich aber dazu, noch ein paar Stunden bei uns auszuharren. Den Tag verbrachten wir erneut mit angeln und erholen. Da es auf unserer Seite der Insel seeeehr windig war, entschied ich mich mit meiner Angelausrüstung auf die andere Seite zu gehen und fand dort eine kleine Bucht… ohne Wind, komplette Flaute, keine Welle regte sich. Der perfekte Platz um seine Pose etwas zu wässern. Nach einigem hin und her entdeckte ich eine Steinformation, die etwa so aussah wie eine steinerne Liege… sieht gar nicht so unbequem aus. Also setzte ich mich dort hin. Es vergingen gefühlt 10 Minuten und der Himmel brach auf… eine große gelbe Scheibe war zu sehn. Was war das? Das kannten wir nicht. Aber diese Scheibe hüllte die gesamte Insel in wohlige Wärme. Es vergingen keine 10 Minuten bis ich einschlief. Natürlich habe ich auch keinen Fisch gefangen.
Zwischenzeitlich hatten sich zwei weitere Scandtracker bei uns auf der Insel eingefunden. Es waren die beiden Jungs, die uns bereits auf dem Dano 40 besucht hatten… So klein ist Schweden, als wenn nur wir 8 Leute unterwegs sind 
Sie wollten ebenfalls zum Autofriedhof.
Diese verbrachten die Nacht auch hier, nachdem Björn sich auf den Weg zurück zum Camp machte bezogen Sie Björns Platz in der Windschutzhütte. Björn ließ uns glücklicherweise einen Teil seiner Ausrüstung zurück, da wir ebenfalls beschlossen hatten, das Lager für die letzte Nacht nicht mehr abzubauen, da der Wind direkt aus dem Norden kam und eine Überfahrt zum Dano 18 zu gefährlich machte. Etwa eine Stunde nach Abfahrt von Björn kam dann auch seine Meldung dass er heile angekommen sei. Allerdings warnte er vor einer Untiefe, bei der er aufgelaufen wäre. Hihi.
Der letzte Abend ließ uns alle ein bisschen wehmütig werden, allerdings waren wir auch froh dass es endlich wieder zurück in die Zivilisation geht.



Tag 9: Zurück zum Camp. Samstag.
Ab frühem Nachmittag durften wir zurück zum Camp, bis dahin haben wir es ganz entspannt gehen lassen. Wir frühstückten in alle Ruhe, bauten sie Zelte ab und schruppten schon einmal die Ausrüstung so gut wir konnten. Der Abbau unseres Unterstandes ging auch sehr schnell von der Hand. Schnell wurde alles an Werkzeug aufgeteilt. Denn mittlerweile hatte jeder von uns irgendwas vom anderen. Wir packten alles auf einen Haufen und jeder nahm sich die Teile weg die er noch benötigte, so dass am Ende alles passte. Björns Ausrüstung haben wir separat gepackt. So war die Übergabe an Ihn später schnell und ohne viel Sortieren möglich. Wieder hatte sich am Himmel diese vorher schon angesprochene gelbe helle Scheibe gezeigt. Immer noch leicht überrascht stiegen wir in die Boote. Kein Seegang. Kaum Wind… das Wetter wie am Tag der Anreise. Traumwetter… konnte das nicht vorher schon so sein? Nunja, nicht mehr zu ändern. Dafür durften wir Feuer machen. Die Rückfahrt zum Camp verlief reibungslos. An einer Stelle sind wir fast aufgelaufen, auf einem Stein entdeckten wir auffällige metallische Kratzer… Hier ist Björn gestern also stecken geblieben. So So 
Auf dem Rückweg kamen uns immer mehr Kanus entgegen. Die Leute waren sauber und voller Elan. Auch das vergeht ihnen noch  Auch die Zahl der Rückkehrer stieg schnell an. Aber wir machten uns keinen Stress… auf halbem Weg legten wir mitten auf dem Wasser noch eine Bier/Zigarettenpause ein.
Zurück im Camp ging alles gewohnt organisiert ab. Boote entladen, sauber machen und Gepäck wieder hoch zum Materiallager schleppen. Die Fress-Tonnen waren mittlerweile schon entschieden leichter.
Schnell war unser ganzer Müll entsorgt und wir stellten uns in die Schlange um das Material abzugeben. Bis auf ein paar nicht ganz saubere Töpfe war alles in Ordnung. Die Pötte waren schnell gesäubert und wir machten uns daran das Zelt aufzubauen. Hey da ist Björn! Er nahm die Zelte ab, aber es war alles in Ordnung. Nach einem kurzen Schwatz ging es für uns zurück auf die große Wiese. Die Ausrüstung ist weg und wir haben nur noch unser Privatgepäck. Jetzt gibt’s Mittagessen.
Die typischen schwedischen Fleischbällchen mit Krautsalat und Kartoffeln. Geschmacklich super! Allerdings hätte die Portion etwas größer ausfallen dürfen. Hier wussten wir schon von Björn dass es einigen zu viel, einigen zu wenig ist. Insgesamt war es aber ok. Man wurde zwar nicht satt, aber lecker war es und endlich mal etwas zu essen ohne vorher ein Feuer machen zu müssen.
Weiter bemängeln muss man leider die ewig lange Schlange an der Essensausgabe. Wir haben gut eine halbe Stunde angestanden. Könnte man vielleicht anders machen, in dem man die Ausgabe über einen längeren Zeitraum anbietet und sich nicht alles auf einmal dort trifft. Alles in allem aber kein Beinbruch.
Kurz darauf ging es auch schon in die Busse und los ging die wilde Fahrt zurück nach Westdeutschland. Das Fußballspiel Deutschland-Schweden hörten wir im Bus über einen schwedischen Radiosender. War nicht ganz einfach zu verstehen. Alle dachten zum Ende hin es stände 2:2…. Ha… 2:1 gewonnen. Da hatten wir noch Hoffnung in unsere Mannschaft.
Die nächsten Stunden vergingen schnell. Die meisten waren fix und fertig und haben trotz Dusche gestunken wie die Frettchen. Egal. Hauptsache nach Hause.

Tag 10: Endlich zu Hause. Sonntag
Wir fuhren über Nacht durch Schweden und Dänemark, so dass wir in den frühen Morgenstunden wieder Puttgarden erreichten. Von hier aus ging es zackig weiter direkt nach Bielefeld. Hamburger hatten wir keine im Bus, so dass wir die Stadt an der Elbe komplett auslassen konnten. Schneller als erwartet waren wir dann auch wieder am Bielefelder HBF. Wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden und machten uns schlussendlich auf die letzten paar Kilometer Weg nach Hause.
Alles in allem was es ein absolut gelungener Urlaub. Trotz des schlechten, oder gerade wegen des schlechten Wetters haben wir unglaublich viel zusammen erlebt. Anfangs völlig Fremde sind zu Freunden geworden. Zusammen hat man sich den Herausforderungen der Natur gestellt und diese gemeistert. Natürlich wäre es ein einfacher entspannter Paddelurlaub bei Sonnenschein und wenig Wind geworden, aber dann hätten wir uns wahrscheinlich nicht kennengelernt, weil ich dann mit Verena alleine von Insel zu Insel gefahren wäre. Im Nachhinein bin ich froh über alles wie es gekommen ist. Die Organisation von Scandtrack war klasse. Es gab nicht viel zu meckern und wenn auch nur Kleinigkeiten. Besonders die Verbesserung für die Fresstonne wäre wie folgt:
-Eier (ob Rohe oder Trockenei, Pancakes, Rührei oder Spiegelei, super Sache im Wald!)
-roher Speck: wir hatten ein großes Stück Speck dabei, alles gut, aber sobald dieser offen ist muss er auch Zeitnah verbraucht werden, nur soviel Speck kann man nicht essen. Kleine Speckwürfel in eingeschweißten Behältern. Hält sich länger und man kann es besser portionieren.
Für alle anderen was ihr auf jeden Fall dabei haben solltet:
- Ein gescheites Messer, das hat mir in so vielen Situationen geholfen.
- Seil/Paracord, der Helfer in der Not
- Panzertape
Insgesamt muss ich mich aber bei allen Scandtrackmitarbeiten, Praktikanten Wink und Busfahrern bedanken. Es war ein toller, in unserem Fall abenteuerlicher Urlaub den ich gerne nochmal machen würde und auch ganz sicher machen werde. Ihr bekommt meine absolute Empfehlung. Weiter so.
Gruß Patrick (jetzt wieder mit trockenen Füßen)
geschrieben July 2018, Patrick T.12 mal gelesen
Ein Sommer in Schweden...nur eine Woche zu spät
Die Wetteraussichten in den Wochen vor unserer Trekkingreise 2018 ließen unsere Vorfreude steigen. Sommerliche Temperaturen, kein Regen oder Wind waren geradezu perfekt, um eine Woche ausschließlich in der freien Natur zu verbringen. Leider aber änderte sich die Wetteraussicht für unseren Reisezeitraum. Plötzlich wurde mehr Herbst als Sommer vorausgesagt. Dennoch trübte dies unsere Vorfreude nicht, denn zum Wandern ist große Hitze auch nic ...› weiterlesen
Die Wetteraussichten in den Wochen vor unserer Trekkingreise 2018 ließen unsere Vorfreude steigen. Sommerliche Temperaturen, kein Regen oder Wind waren geradezu perfekt, um eine Woche ausschließlich in der freien Natur zu verbringen. Leider aber änderte sich die Wetteraussicht für unseren Reisezeitraum. Plötzlich wurde mehr Herbst als Sommer vorausgesagt. Dennoch trübte dies unsere Vorfreude nicht, denn zum Wandern ist große Hitze auch nicht so angenehm. Tatsächlich war das Wetter sehr wechselhaft: von Sonne über Regen, Hagel und Wind. Trotz alle dem haben wir das Beste aus unserer Zeit in Schweden gemacht. Und dafür wurden wir am letzten Tag auch belohnt…aber wie genau unsere Reise verlief erfahrt ihr jetzt:
1. Tag Fr. 15.6 Anreise: Wir starteten unseren Tag in aller Ruhe bei einem gemütlichen Frühstück mit frischen Brötchen. Denn die kulinarische Auswahl in den nächsten Tagen wird leider nicht die luxuriöseste sein. Am späteren Tag ging es dann über den Bahnhof Kassel nach Hannover zum Abfahrtsort nach Schweden. Von dort aus ging es mit leichter Verspätung Richtung Norden. Die Busfahrt war trotz Vollbesetzung entspannt und ließ Zeit zum Lesen und Schlafen.
2. Tag Sa. 16.6 Ankunft: Unsere nächtliche Ruhe wurde nur von den zwei Fährfahrten gestört, sodass wir in den Morgenstunden in Schweden einreisen konnten. Wir machten eine Frühstückspause und besorgten uns gleich eine schwedische Köstlichkeit: kanelbullar. Gestärkt und rechtzeitig munter konnte man, im Gegensatz zur deutschen Autobahn, den Ausblick während der Fahrt auf schöne Landschaften und Schwedenhäuser genießen. Nach einer kurzen Achterbahnfahrt erreichten wir das Basiscamp Höglund. Empfangen wurden wir von Sonnenschein. Dort blieb uns nur kurz Zeit für den Toilettengang (und somit Erstkontakt zur Biotoilette) und eine schnelle Kochwurst für zwischendurch. Denn unsere Fahrt ging noch weiter an den Stora Bör, wo wir unsere Ausrüstung bekamen und von wo aus wir unser Wanderabenteuer bei sommerlichen Wetter starteten. Am Stora Bör begrüßte uns der nette Scandtrack-Mitarbeiter Erik und übergab uns unser Verpflegungs- und Ausrüstungspaket. In Windeseile musste nun entschieden werden, was essentiell für unsere Unternehmung war und was purer Luxus und nur störendes Zusatzgewicht bedeutete. Butter, Marmelade und Nutella wurden als Luxus deklariert. Denn mit schweren Gepäck ist auch der schönste Wanderweg eine Qual. Das konnten wir auch gleich am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir rigoros Essen und Ausrüstung aussortiert haben, waren unsere Rucksäcke dennoch verdammt schwer und der erste Marsch qualvoll. Müde von der Fahrt, noch nicht richtig eingelaufen und warme Temperaturen ließen uns eingestehen, unser Ziel des Tages, das Erreichen des Glaskogen Naturreservarts (dieses liegt leider mehr als 10 km vom Stora Bör entfernt), nicht schaffen zu können. Deshalb suchten wir uns ein Quartier an einem kleinen See mit großer Mückenplage und nutzten direkt das Jedermannsrecht. Das Wetter änderte sich leider und es wurde trüb und nass. Trotz Mücken und vor allem vor Erschöpfung konnten wir gut schlafen. Übrigens haben wir an diesem Tag keinen Elch gesehen, aber dafür immerhin noch einige andere Menschen. Dies sollte sich die nächste Tage noch ändern.
3. Tag So. 17.6 Regen: Die Wetteraussichten für diesen Tag ließ keine gute Stimmung aufkommen. Hinzu kam, dass wir vor dem Wasser des Sees etwas Bedenken und somit kein Trinkwasser für den Tag hatten. Wir räumten unser Lager und machten uns in Regenmontur auf dem Weg ins Reservart in Richtung Finntorp. Das Wetter wurde schlechter und es regnete sich ein. Deshalb hieß unser Ziel des Tages Danoplatz 41 bei Finntorp. Dort hatten wir ein trockenes Plätzchen und immerhin ein Dach über dem Kopf. So konnten wir essen und trinken (die anfängliche Scheu vor dem Seewasser musste dem Bedürfnis zu Trinken weichen). Die Auswahl des Essens erfolgte übrigens nicht nach Lust und Geschmack, sondern nach Gewicht. Denn dann wurde der Rucksack leichter. Auch die Elche blieben bei dem Wetter fern des schlechten Wetters. Genauso wie die Menschen, die blieben wahrscheinlich ganz einfach in ihrem trockenen Zuhause.
4. Tag Mo. 18.6 Stora Gla: Nachdem wir die ersten beiden Tagen ausschließlich auf schwedischen „Straßen“ laufen mussten, konnten wir zum ersten Mal die Wanderpfade im Naturreservart nutzen. Diese Pfade gehen quer durch den Wald über Stock und Stein. Bei wieder guten Wetter und der schönen Natur bekamen wir gute Laune und wanderten vorbei an Bieberdämmen in Richtung Stora Gla (dem größten See des Reservarts mit über 10 km Länge). Auf unserem Weg trafen wir zwei weitere Wanderinnen von Scandtrack, die diesen Weg bei schlechten Wetter des Vortags gehen mussten und dementsprechend durchnässt waren. In diesem Fall hatten wir nochmal Glück im Unglück am ersten Tag nicht unser Ziel erreicht zu haben. Nach kurzer Rast am Fuße des Stora Glas nahmen wir das letzte Stück zum Danoplatz 9 in Angriff. Laut Karte schien dieser nicht weit entfernt…aber da hatten wir uns getäuscht. Nach einem nicht enden wollenden Pfad entlang des Ufers erreichten wir erschöpft unseren Schlafplatz. Mittlerweile wurde das Wetter wieder rauer. Dennoch hatte sich der Weg gelohnt. Denn wir konnten auf den riesigen See blicken und unser Dano lag an einer schönen Badebucht. Schade nur, dass das Wetter nicht zum Baden einlud und wir uns mit einer schnellen Katzenwäsche begnügen mussten. Die Nacht war sehr stürmisch. Der Windschutz hielt seinem Namen aber alle Ehre. Elche und vor allem Menschen blieben dem See und vor allem uns auch heute fern.
5. Tag Di. 19.6 falscher Weg: Der fünfte Tag startete mit Sonnenschein. Wir wanderten auf den bereits erwähnten Wanderpfaden, naja, solange bis wir eine Abzweigung verpassten und auf einmal auf einer Straße standen. Wir nutzten diese Gelegenheit, um unseren Weg auf den Straßen fortzuführen, da die Pfade mit dem schweren Gepäck sehr anstrengend waren und die Straße eine willkommene Abwechslung bedeutete. Die Umgebung allerdings blieb auch von der Straße aus gesehen bildschön. Wir aßen Mittag an einem malerischen See bei heftigem Wind aber immerhin Sonnenschein. Nach einem kurzen Aufstieg, zu dem uns ein Wanderpfad zwang, begegneten wir erneut den beiden anderen Wanderinnen, die es sich in einer Stuga bequem gemacht hatten. Wir unterhielten uns und besichtigten schon einmal unseren Schlafplatz für den nächsten Tag. Denn wir wanderten weiter zu einem kleinem See, an dem der Danoplatz 48 lag. Dort ließen wir den Abend bei einem traumhaften Ausblick und dem ersten Feuer ausklingen. Leider mied auch an diesem Tag jeder Elch Schwedens unsere Nähe. Außer einer Schlange und die Nachtruhe störenden Reihern blieb der Tierkontakt aus.
6. Tag Mi. 20.6 ein richtiges Bett: An diesem Morgen ließen wir uns Zeit. Denn wir hatten uns entschlossen, einen Entspannungstag einzulegen und nur die kurze Strecke zurück zur Hütte Nr. 45 zu laufen. Denn dort wartete auf uns eine geschlossene Hütte mit Kamin, richtigen Betten mit Matratzen und Trinkwasser. Auch die beiden anderen Wanderinnen entschlossen eine weitere Nacht in diesem „Luxus“ zu verbringen. Also warfen wir genügend Feuerholz in den Kamin und ließen den Abend gemütlich mit ein paar Partien Mau Mau und Schwimmen ausklingen. Man kann sich ja denken, dass wir auch an diesem Tag keinen Elch gesichtet haben (Vielleicht sollte man ja mal früher losgehen und nicht erst zur Mittagszeit aufbrechen?). Zu unserer Überraschung trafen wir aber zum ersten Mal auf fremde Wanderer. Wir haben uns sogar erschrocken, als sie uns plötzlichen entgegen kamen.
7. Tag Do. 21.6 Eiskalt: Überraschenderweise ließ uns das richtige Bett alle nicht richtig schlafen. Wahrscheinlich haben wir uns schon zu sehr an die harten Bretter der Windshelter gewöhnt. Wir begannen unseren Tag, wie üblich etwas später und genossen noch die Gemütlichkeit einer Schaumstoffmatratze. Wir begaben uns auf den Rückweg nach Finntorp, um im selben Shelter zu schlafen, wie bereits an Tag 2. Denn wir mussten am Freitag wieder den langen Weg in Richtung Stora Bör antreten. Auf dem Weg nach Finntorp hatten wir wie so oft vormittags Sonne. Dies sollte sich im Laufe des Tages und der Nacht aber noch deutlich ändern. Vorbei an vielen Seen und einem wunderschönen Rastplatz trafen wir in Finntorp ein und das Wetter wurde zunehmend grauer. Am Dano trafen wir auf die beiden Frühaufsteherinnen, mit denen wir uns dort verabredet haben. Bei Regen und Hagel bauten wir unser Zelt auf. Leider hörte der Regen nicht wirklich auf und es gesellte sich noch Wind hinzu. So kam es, dass wir den Rest des Tages im Windshelter verbrachten aber glücklicherweise eine Menge Holz zum Wärmern verbrennen konnten. Aufgrund der Kälte entschlossen wir uns, in der Hoffnung, dass mehr Leute gleich mehr Wärme bedeuten würde, alle im Shelter zu schlafen. Leider ging dieser Plan nicht auf und wir hatten eine sehr, sehr kalte Nacht. Auch die Elchbegegnung blieb aus.
8. Tag Fr. 22.6 eine warme Dusche: Die Eiseskälte der Nacht ließ uns nicht lange schlafen und so starteten wir ausnahmsweise unsere Wanderung bereits um 7.15 Uhr. Wir beschlossen, diesmal den Weg zurück zum Stora Bör an einem Tag zu schaffen, da wir nun leichteres Gepäck hatten (Dank unseres guten Appetits) und mittlerweile relativ trainierte Läufer waren. Auch das Wetter hatte Erbarmen mit uns und ließ uns mithilfe von Sonne auftauen. Aber täglich grüßt das Murmeltier. Am Campingplatz des Stora Börs angekommen begann es zu regnen und winden. Unterwegs sammelten wir noch leckere, winzig kleine Walderdbeeren am Wegesrand. Tatsächlich liefen uns zwei Rehe und zwei Füchse über den Weg (Kein Elch, aber immerhin). Auf dem Campingplatz suchten wir aber vergeblich die beiden anderen Wanderinnen, da die beiden sich leider verlaufen hatten. Deshalb mieteten wir bereits ein Tipi für uns vier, damit wir nicht im kalten Zelt schlafen mussten (Spoiler: auch im Tipi war es kalt). Der größte Vorteil an einem Campingplatz ist, dass es dort warme Duschen gibt. Diese machten wir uns gleich zu Nutzen und genossen das erste warme Wasser seit einer Woche. Glücklicherweise war an diesem Wochenende Midsommar und wir wurden Zeugen einer kleiner Midsommarfeier. Nach unserer Dusche heizten wir das Tipi ein, sodass unsere Tipigenossinnen bei Ankunft bereits ein warmes Plätzchen vorfinden. Wie bereits erwähnt hielt die Wärme leider nicht an und wir hatten eine zweite kalte Nacht.
9. Tag Sa. 23.6 Rückfahrt: Der Morgen erwies sich allerdings als traumhaft. Sonnenschein und Wärme. Und es hielt sich den ganzen Tag so. Man konnte denken, Schweden wolle sich für die vergangene Woche entschuldigen und sich von seiner besten Seite zeigen. Wir gaben zunächst unsere Ausrüstung wieder ab und wurden nach kurzer Wartezeit zurück ins Basiscamp gebracht. Dort hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung. Diese nutzten wir für einen Besuch bei Gitta. Sie empfing uns sehr herzlich und glücklicherweise waren wir die einzigen Besucher, sodass wir genügend Zeit zum Plaudern und Stöbern hatten. Sie erklärte uns ihre Arbeit und führte uns auch in ihren „Shop“. Natürlich wurde auch das ein oder andere Erzeugnis erworben. Schließlich servierten uns Gitta und ihr Mann noch Kaffee und leckere Zimtschnecken in ihrem malerischen Garten. Leider mussten wir unsere Gespräche irgendwann beenden, da im Camp auf uns Köttbullar warteten. Nach dem Essen fuhren auch schon die ersten Busse. Während des Beginns der Busfahrt blieb zunächst keine Zeit zum Landschaft genießen, da Deutschland, wer hätte es gedacht, gegen Schweden spielte. Durch das überraschend gute Internet in Schweden gelang es, auf einigen Handys das Spiel anzuschauen. In letzter Minute dann der Sieg für Deutschland und die Stimmung im Bus wurde wieder besser. Und ja was soll ich sagen, es wurde sogar noch besser. Quasi die Sahnekirsche auf diesem Tag. Wir sahen einen Elch! Zwar aus dem Bus heraus. Aber da war er. Endlich. Gerade noch rechtzeitig. Schweden wollte wirklich, dass wir wieder kommen. Und ich glaube, trotz des Wetter und anderer Kleinigkeiten, stehen die Chancen sehr gut, dass wir irgendwann wieder zurückkommen.

Ein Bericht von Alisa und Julius, Trekkingreise auf eigene Faust im Glaskogen Naturreservart vom 15.6 bis 23.6.2018.
geschrieben July 2018, Julius S.5 mal gelesen
eine abenteuerliche Reise
Jetzt ist es schon ein paar Tage her und ich bin wieder zuhause
Ich war mit meiner Schwester auf Trekkingtour in wunderschönen Glaskogen
Wir starteten am Stora Bör und wartschelten schwer bepackt Richtung Glaskogen Naturreservat. Nach 4 Stunden trafen wir einen Förster, der uns anbot nach Finntorp zu bringen,unser Retter, denn er sagte uns, es wären noch weitere 10 km gewesen
In Finntorp angekommen, unendliche Ruhe,nur der Wind ...› weiterlesen
Jetzt ist es schon ein paar Tage her und ich bin wieder zuhause
Ich war mit meiner Schwester auf Trekkingtour in wunderschönen Glaskogen
Wir starteten am Stora Bör und wartschelten schwer bepackt Richtung Glaskogen Naturreservat. Nach 4 Stunden trafen wir einen Förster, der uns anbot nach Finntorp zu bringen,unser Retter, denn er sagte uns, es wären noch weitere 10 km gewesen
In Finntorp angekommen, unendliche Ruhe,nur der Wind war zu hören
Am nächsten Tag zogen wir weiter,es fing an zu regnen und wie sich herausstellte wurde das auch einer der regenreichsten Tage unserer Tour es hieß 5 km Wanderweg...wird ja wohl kein Problem sein...naja der Wanderweg führte uns,wie nicht angezeigt war,direkt am Wasser entlang,also Wasser links,Wasser rechts,Wasser von oben,Wasser von unten irgendwann waren wir auch bis auf die Knochen und Rucksäcke nass und der Weg führte noch unendlich weiter.Am Ziel angekommen,Kocher an und versuchen mit Kocher zu heizen,dar noch Feuerverbot war,die Nacht war sehr kalt den Tag danach blieben wir auch im Lager um die Sachen trocknen zu können.
Am Dienstag ging es via Landstraße nach Gängene wo auf uns ein Ofen und ein Bett wartete.Shelter 45 war sooo schön. Die Hütte lag in einem kleinen Dorf, wo überall Blumen wuchsen. Der Nachbar dort lud uns auch zum Grillen am Kolsjon ein und erzählte uns über Land und Leute und natürlich über Middsommar. Wir blieben auch dort noch einen weiteren Tag,wo ich noch einen Tagesausflug zum Shelter 44 und den angrenzenden Aussichtspunkt gemacht habe. Am Donnerstag ging es zurück nach Finntorp, wo wir am darauffolgenden Tag schon den Weg zum Camp Grinsby nehmen mussten,dar der Weg für uns weit erschien, für uns noch weiter, weil wir die falsch abgebogen sind und statt den viertel See den dreiviertel See +E18 nehmen mussten...die Strecke war trotzdem sehr schön,doch es zieht sich, eh man das oberste Zipfelchen des Stora Bör erreicht.Es ging häufig steil bergauf aber der Blick vom Örtchen Övre Lufterud entschädigte alles. Dort schaute man auf den Wald unter sich und über eine Pferdeweide, sehr idyllisch:)Weit und breit war natürlich niemand zu sehen, keine Auto, keine Meschen und dass sollte die nächsten 15 km auch so bleiben.
Im Camp nach 12 Stunden laufen endlich angekommen teilten wir uns ein Tipi mit 2 weiteren Trekkern,mit den wir die 2 vorherigen Nächte verbracht haben. Vielen Dank nochmal an euch zwei und vielen lieben Dank an das Team von scandtrack und an alle Bekanntschaften die ich hier geschlossen habe
Durchschnittlich war es tagsüber im die 10-12 Grad (Mitte Juni)und nachts so um die 5-7 Grad, ich war froh einen warmen Schlafsack gehabt zu haben
Zuletzt waren wir noch bei Gitta\'s Werkstatt. Wir waren ihre ersten Trekker
Gitta hat es wirklich schön.Solch eine wunderschöne Ruhe, da fließt die Kreativität nur so. Ich hab mir gleich mal ein Andenken gekauft,ein Elchanhänger mit echtem Elchfell Gitta ich bin dir sehr dankbar für deinen leckeren Kaffee, die Zimtschnecke und die tollen Gespräche,ich bin selten so herzlich empfangen worden. Ich hoffe man sieht sich bald wieder
geschrieben June 2018, Jeniffer B.308 mal gelesen
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