Reiseberichte
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Kulinarische Hochgenüsse im schwedischen Wildlife
Kulinarische Hochgenüsse im schwedischen Wildlife – oder doch einfach das Zelebrieren der Banalität des einfachen Lebens?

Denkt mensch an Outdoorurlaub, wird denn wenigsten exquisite Küche in den Sinn kommen. Nicht aber, wenn zwei Hobbyangelfreunde (einer davon ein verkappter Koch), zwei begeisterte Köchinnen und vier tatkräftige fleißige Bienchen, äh Männchen (oder vielmehr Menschen?), aus Berlin, Leipzig und Hannover, mit ...› weiterlesen
Kulinarische Hochgenüsse im schwedischen Wildlife – oder doch einfach das Zelebrieren der Banalität des einfachen Lebens?

Denkt mensch an Outdoorurlaub, wird denn wenigsten exquisite Küche in den Sinn kommen. Nicht aber, wenn zwei Hobbyangelfreunde (einer davon ein verkappter Koch), zwei begeisterte Köchinnen und vier tatkräftige fleißige Bienchen, äh Männchen (oder vielmehr Menschen?), aus Berlin, Leipzig und Hannover, mit so vielfältigen Fähigkeiten wie schälen, schnippeln, Holz sammeln, spalten und anzünden, abwaschen, Ofen bauen und vor allem an erster Stelle verspeisen und natürlich genießen zusammenkommen.
Dabei war das gar nicht der Fokus. Eigentlich ging es nur darum gemeinsam weitestgehend technologiefrei Zeit mit geliebten Menschen in der Natur zu verbringen: Frei nach dem Motto eines von uns geliebten Festivals: Natur. Musik. Freundschaft. Und gemeinsam die Banalität des Einfachen und mal etwas anderen Alltags zu zelebrieren.
Aber das Nebenprodukt der Kulinarik kann sich sehen lassen. Vielleicht schreiben wir mal unser ganz eigenes Outdoor-Kochbuch für die vielen Natur- und Genussliebenden, die nach uns in die wunderschöne Weite Schwedens reisen. Was da drinstehen würde? Nun. Alles von der leckersten Foccacia der Welt über Blaubeer-Pancakes bis hin zu fangfrischem mit Zitronenthymian u.v.m. verfeinertem Fisch.
Was sonst noch so passiert ist? Natürlich paddeln. Mal mehr mal weniger. Je nach Laune. Je nach Wind und Wetter. Und dazwischen laute und leise Momente.
Leise Momente, in denen tiefe Glückseligkeit und Dankbarkeit vorherrschte, dass wir nun endlich da sind. Trotz einer die Welt in Atem haltenden Pandemie. Nach einer langen Busfahrt. Auf einer Insel mitten im Foxen-See in Nordmarken. Das ruhige Wasser plätschert ein wenig, das wärmende Feuerholz knackt, eine Buchseite wird umgeschlagen. Friedlichkeit liegt in der Luft und ein Grinsen schleicht sich in mein Gesicht. In einem anderen Moment: Tiefe Verbundenheit mit der Natur durch eine so beständig unbeständige Arbeit wie das Blaubeeren suchen und pflücken. Erneuter Szenenwechsel: Entspannung in einer Hängematte. Leichtes Blätterrauschen, Stimmen in der Ferne. Und dann, nach dem paddeln, tragen, aufbauen, Feuer machen, kochen, essen und aufräumen: Einfach beieinander sein. Und natürlich gegenseitige entspannende Massagen – so viel Luxus darf nicht fehlen :)
Laute Momente, in denen wir herzlich lachten, Gitarre spielten und sangen. Ein gigantischer 180-Grad sichtbarer Regenbogen, der alle aufjauchzen ließ. Die Ankunft an einem zunächst leeren paradiesisch anmutenden Strand wie bei großen Entdeckern in der Vergangenheit. Sich in die Fluten stürzen bei Kälte und Regen und toben wie an einem heißen sonnigen Sommertag. Geschäftiges Treiben bei den notwendigen zu erledigenden Aufgaben – ohne viel Grübeln und Nachdenken. Alkoholseelige (oder doch auch frischlufttrunkene?) Stimmung. Diskussionen über Politik, Literatur, Theater, die Verantwortung des und der Einzelnen. Vermeintlich sinnfreie Gespräche und Witze. Gemeinsame Freude über gefangene Fische! Freundschaftliche Kabbeleien vor der Rückfahrt.
Und immer wieder überwältigend: Diese atemberaubend schöne Natur. Beeindruckende Wolkenformationen, aus dem Wasser ragende Inseln, das tiefe Grün der Bäume und Büsche, die Farbenpracht der Insekten und Früchte, das unvergesslich schöne Rot der Sonnenuntergänge, die Nacht erhellende Sterne und so vieles mehr… Zeit ist in einem solchen Umfeld relativ und Nebensache.
Ich bin unglaublich dankbar für diese Zeit in Gemeinschaft. Das Miteinander. Die Freude über so einfache Gesten und vermeintliche Selbstverständlichkeiten wie extra zum Waschen erwärmtes Wasser, kreative Köpfe, die für einen trockenen Unterschlupf sorgen, ein Schlafplatz für die große Gruppe, ein bereits zubereitetes Frühstück oder ein schon aufgebautes Zelt. Aber auch für die Zeit zum Allein sein. Mit sich. Mit der Natur. Eine erneut wahrlich schöne Lehre in Demut, Gelassenheit und Dankbarkeit. Ganz ohne Yoga-Retreat in Übersee, esoterische Rituale oder teure Seminare. Die Voraussetzung dafür? Interessante und interessierte Menschen, die das Leben, die Natur und die Menschen mit all seinen Vorzügen und Herausforderungen wertschätzen, lieben und zelebrieren. Oder kurz: Gute Freunde.
Bis zum nächsten Mal <3
geschrieben October 2020, Peggy K.24 mal gelesen
Kaffeefahrt Foxen
Ahoi und Hallo, ihr Kanu-fahrenden Abenteurer!
Wir hatten dieses Jahr endlich das Vergnügen mit dem Kanu auf dem See Foxen unserer Outdoor Leidenschaft nachzugehen und einfach mal abzuschalten.
Nach unserer halbtägigen Anreise quer durch Deutschland, Dänemark und Schweden, kamen wir auf dem kleinen Campingplatz bei Lennartsfors an und konnten unser Abenteuer beginnen.
Nach der ersten Nacht dort, ging es zum Scandtrack Headquarte ...› weiterlesen
Ahoi und Hallo, ihr Kanu-fahrenden Abenteurer!
Wir hatten dieses Jahr endlich das Vergnügen mit dem Kanu auf dem See Foxen unserer Outdoor Leidenschaft nachzugehen und einfach mal abzuschalten.
Nach unserer halbtägigen Anreise quer durch Deutschland, Dänemark und Schweden, kamen wir auf dem kleinen Campingplatz bei Lennartsfors an und konnten unser Abenteuer beginnen.
Nach der ersten Nacht dort, ging es zum Scandtrack Headquarter, wo wir unsere Ausrüstung und das Kanu in Empfang nahmen.
Nach der kurzen Einweisung, welche wir nötig hatten, da wir zuvor nie in einem Kanu saßen, wollten wir auch schnellstmöglich los!
Problemlos konnten wir uns unseren Weg bei perfektem Wetter zur ersten kleinen Insel bahnen, wo wir erst realisierten in welch wunderschöner Natur wir uns befinden.
So, nun weniger Text sondern mehr Bild!
geschrieben October 2020, Maximilian S.26 mal gelesen

FranDré – „On Tour“ auf einer einsamen Insel
FranDré – „On Tour“ in Schweden: eine Violine- eine Gitarre- eine eigene Insel

Ahoi zusammen,
hier geben wir, Franzi & André, Euch einen kleinen Einblick in unser Schwedenabenteuer vom 04.09.2020 bis 13.09.2020 mit Abfahrtspunkt Frankfurt. Leider mussten wir Corona-bedingt schon zweimal zuvor umbuchen. Umso glücklicher waren wir natürlich, kurzfristig (2 Wochen vorher) den letzten Scandtrack-Termin wahrnehmen zu kön ...› weiterlesen
FranDré – „On Tour“ in Schweden: eine Violine- eine Gitarre- eine eigene Insel

Ahoi zusammen,
hier geben wir, Franzi & André, Euch einen kleinen Einblick in unser Schwedenabenteuer vom 04.09.2020 bis 13.09.2020 mit Abfahrtspunkt Frankfurt. Leider mussten wir Corona-bedingt schon zweimal zuvor umbuchen. Umso glücklicher waren wir natürlich, kurzfristig (2 Wochen vorher) den letzten Scandtrack-Termin wahrnehmen zu können.

Zum Glück hatten wir bereits im November letzten Jahres angefangen, unser Equipment zu organisieren – so dass wir uns lediglich um entsprechende Ausrüstung für das im September unbeständigere Wetter spontan kümmern mussten. Erwähnen wollen wir noch, dass wir uns für die vegetarische Verpflegungstonne entschieden haben (Franzi = Veggie). Ergänzend haben wir noch etwas „Fleischiges“ (Speck, Salami, Mettwürstchen) für André sowie ein paar Eier eingepackt.

Die lange Busfahrt erwies sich überraschenderweise als sehr viel kurzweiliger als gedacht, so dass die Zeit quasi wie im Fluge verging. Dank des gut durchdachten Hygienekonzepts seitens Scandtracks, hatten wir außergewöhnlich viel Platz im Bus.

Nachdem wir in Lennartsforts freundlich begrüßt wurden, ging es für uns auch schon weiter mit unserem Transfer zu unserem eigentlichen Ziel „Stora Bör“. Dort nahmen wir unsere Ausrüstung in Empfang, gefolgt von einer kurzen Einweisung. Damit konnte unser Abenteuer dann beginnen!
Wir stiegen ins Kanu und fuhren auf einen hübschen Regenbogen zu. Leider zog sich der Himmel schnell ins Ungemütliche, weshalb wir uns beim Rudern richtig ins Zeug legen mussten. Trotzdem sind wir nicht ganz trocken auf unserer kleinen Insel angekommen. So schnell wie sich das Wetter zugezogen hatte, klärte es sich auch wieder auf. Im Übrigen eine Erfahrung, die sich durch unsere komplette Urlaubswoche zog – Aber darauf waren wir ja vorbereitet.
Wir hatten neben der zusätzlich gebuchten Plane noch 2 Tarps dabei. Folgende Tage hat André immer wieder unser Lager neu an den Wetterverhältnissen angepasst. Soll heißen: Mit Wind- und Wetterradar, Erfahrung und Köpfchen… die Tarps und somit unseren Shelter angepasst.
Schnell hatten wir unseren Tagesablauf entdeckt:
- stets erschöpft und glücklich eingeschlafen, nach etwa 10 Stunden unsere Knochen neu sortiert und aus dem Zelt gekrabbelt
- erst mal Kaffeewasser aufgesetzt, kurz aufgeräumt und das Frühstück genossen -> stets auf dem sonnigen Felsen mit Seeblick
- Wetter per App gecheckt und den Tag geplant
- Da unsere Insel sehr hübsch, aber auch überschaubar war, mussten wir allein schon aus dem Grund „Abendessen“ Feuerholz aus dem Umland sammeln. Dabei war uns wichtig, nur Totholz zu finden und vor Ort zurechtzusägen, um es dann später in unserem Camp mit der Handaxt zu spalten.
- Generell waren die Lagertätigkeiten (Essen vorbereiten, Gemüse schnibbeln, Holzscheite spalten und letztendlich das Lagerfeuer am Leben halten) nicht nur tagerfüllend, sondern auch kräftezehrend. Umso besser hat das Abendessen natürlich geschmeckt!
- Bei schönem Wetter haben wir uns dann die erhoffte Zeit genommen, um einfach mit dem Kanu Buchten, Inseln und den See Stora Bör zu erkunden. Wenn wir nach einer mehrstündigen Kanutour wieder in unserer versteckten Bucht angelegt haben, fühlten wir uns sofort in unserem Camp wie zu Hause. Mit jedem weiteren Tag gingen uns die alltäglichen Abläufe immer leichter von der Hand -> Routine schenkte uns dadurch mehr „Urlaubszeit“.
- Abendessen: Wir haben Gerichte aus dem coolen Outdoorkochbuch von Scandtrack ausprobiert und mit unseren Vorlieben garniert. Meistens haben wir parallel gekocht, weil Veggie und André. Ein Vorteil dieser Jahreszeit, wenn auch kalt, nass und windig -> wir hatten keinerlei Plagegeister oder hungrige Insekten und konnten vorbereitetes Essen/ Geschnibbel unbedacht auf unserer bodenliegenden „Tisch-Tarp-Plane“ unbeaufsichtigt liegen lassen.

Unser Fazit:
Nachdem Wackenmotto „Rain or Shine“ haben wir eine grandiose Zeit in Schweden verbracht. Wir haben immer zusammengehalten und sind jeden Abend erschöpft, aber super glücklich, in die Schlafsäcke gefallen. Komischerweise müssen wir uns zugestehen, dass es für uns, obwohl wir Genderrollen nicht mögen, sinnvoll war, dass André sich um Shelterbau, Holz und Feuer gekümmert hat, während Franzi sich ums Schnibbeln, Spülen, Tagebuchschreiben und Lächeln sorgte. So hat sich Franzi z. B. um das Frühstück gekümmert, während André unser Abendessen auf offener Flamme zubereitet hat.
Aber das allerwichtigste: Schweden ist unglaublich überwältigend! Wir haben so viele Fotos machen können, Sonnenuntergänge, Wasserspiegelungen, positive Einsamkeit (ohne irgendwo auch nur eine Spur von Müll zu finden)…Einfach nur erholsame Stille!
Abschließend möchten wir uns bei Scandtrack sowie allen lieben Menschen, denen wir dort begegnet sind, für die tolle Zeit bedanken!
Anreise/ Abreise -> professionell/ entspannt
Verpflegung -> gespeist wie die Götter
Übernachten -> Das Foxxen 2-Zelt hat Wind und Regen bestens standgehalten

In diesem Sinne, liebe Scandies, noch einmal vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!
Liebe Grüße
Franzi & André
geschrieben October 2020, Franziska M.28 mal gelesen
Kanutour Nordmarken
Im Sommer 2020 machten wir uns auf den weg nach Schweden. Auf der Flucht vor dem stressigen Alltag. Unsere Reise buchten Wir über den Reiseveranstalter Scandtrack. In Schweden angekommen waren wir, wie in einer anderen Welt. Wir wurden freundlich von dem Team vor Ort empfangen und bekamen alles was wir für eine Woche Kanutour benötigten. Einen Riesen Kanister mit Lebensmitteln, Töpfe und anderes Kochgeschirr, ein Zelt und natürlich das Kanu, ...› weiterlesen
Im Sommer 2020 machten wir uns auf den weg nach Schweden. Auf der Flucht vor dem stressigen Alltag. Unsere Reise buchten Wir über den Reiseveranstalter Scandtrack. In Schweden angekommen waren wir, wie in einer anderen Welt. Wir wurden freundlich von dem Team vor Ort empfangen und bekamen alles was wir für eine Woche Kanutour benötigten. Einen Riesen Kanister mit Lebensmitteln, Töpfe und anderes Kochgeschirr, ein Zelt und natürlich das Kanu, die Paddel und eine Rettungsweste. Nachdem wir all unsere Sachen in wasserdichte Säcke (welche uns übrigens auch gestellt wurden) umgepackt hatten, beluden wir unser Kanu und machten uns auf den Weg, die Seenlandschaft Schwedens zu erkunden. Wir fuhren und hielten da, wo es uns am besten gefiel, schlugen Tag für Tag unsere Lager auf, kochten über Feuer und genossen unsere Zeit abseits von all dem Stress.
Wir fanden sogar neue Freunde, mit denen wir die letzten zwei Tage unserer Reise verbrachten. Als diese sich jedoch dem Ende neigte waren wir sehr traurig und hätten am liebsten verlängert. Eins jedoch ist uns klar gewesen: Dies wird nicht unser letztes mal gewesen sein, dass wir diese wundervolle Landschaft gesehen haben.
geschrieben October 2020, Laura D.25 mal gelesen

Ein abwechslungsreiches Abenteuer
Der Regen hängt schwer wie ein Vorhang über dem Wasser und verwandelt die Landschaft in eine triste Ansammlung von Grautönen. Der Wind peitscht das Wasser zu Wellen auf, die mit uns um die Kontrolle des Boots ringen während wir quer über den See auf unseren nächsten Lagerplatz zu paddeln. Zu Beginn unserer Tagesreise noch ein leichter Nieselregen, hatte das Wetter mittlerweile Oberhand über unsere Regenkleidung gewonnen und die Nässe zieh ...› weiterlesen
Der Regen hängt schwer wie ein Vorhang über dem Wasser und verwandelt die Landschaft in eine triste Ansammlung von Grautönen. Der Wind peitscht das Wasser zu Wellen auf, die mit uns um die Kontrolle des Boots ringen während wir quer über den See auf unseren nächsten Lagerplatz zu paddeln. Zu Beginn unserer Tagesreise noch ein leichter Nieselregen, hatte das Wetter mittlerweile Oberhand über unsere Regenkleidung gewonnen und die Nässe zieht sich langsam durch unsere Kleidung. Alle Gespräche sind verklungen. Wir ergeben uns der Lage und steuern stumm und beharrlich auf unser Ziel zu. Das stetige Prasseln des Regens wird jetzt nur noch durch den regelmäßigen Klang unterbrochen, den das Eintauchen unserer Paddel erzeugt. Bisher hatten wir unseren Kurs entlang des Ufers gewählt und das offene Wasser gescheut, doch der Lagerplatz liegt auf einer Insel. Abgelegen im Östra Silen bildet sie den südlichsten Außenposten hier. Ein Donnergrollen zieht über die Landschaft und überdeckt alle anderen Geräusche und Gedanken. Wir schöpfen aus unseren letzten Kraftreserven und erreichen schließlich die Insel. Nachdem das Gepäck ausgeladen und das Boot an Land gebracht ist, errichten wir unser Lager an der langen, flachen Holzhütte, die einen trockenen Unterschlupf für die Nacht verspricht. Der beißende Wind droht uns die letzte Wärme aus den Körper zu treiben und wir entledigen uns unserer nassen Klamotten. Wie zur Belohnung für unser Durchhaltevermögen, reißt der Himmel kurze Zeit später auf und die Sonne belebt Landschaft und Gemüt. Mit einer Tasse Tee lassen wir uns am steinigen Ufer in der Sonne aufheizen. Der Kampf mit den Naturkräften hat unsere Laune nicht geschmälert und wir schaffen es sogar ein Lagerfeuer zu entfachen. Tief in der Nacht, die Gesichter nur noch erhellt durch das flackernde Licht, sitzen wir geborgen von der Wärme unseres Feuers an unserem Lagerplatz und lassen den Tag mit selbstgemachter Pizza ausklingen. Trotz der Strapazen und dem widerspenstigen Wetter, war dies einer der erfüllendsten Tage unserer Reise, der uns noch lange im Gedächtnis bleibt.

Insgesamt waren wir eine Woche unterwegs, doch es kam uns sehr viel länger vor. Um unseren Entdeckergeist zu befriedigen waren wir meist lange auf dem Wasser und die Suche nach dem perfekten Lagerplatz hat auch ihre Zeit gekostet; wobei wir nach unserem ersten Tag, bei dem die Suche bis sehr spät in den Abend ging, unsere Ansprüche doch etwas angepasst haben. Mit Lager aufbauen und Mahlzeit zubereiten, vor allem auf einem ordentlichen Feuer, ist der Tag schließlich ziemlich ausgefüllt. Durch andere Freizeitaktivitäten kam es nicht selten vor, dass wir erst spät in der Nacht zu Bett gingen. Trotzdem war es ein sehr erholsamer Urlaub, von dem man noch lange zehrt. Auf sich gestellt, abseits der Zivilisation, ohne ständige äußere Ablenkung, wird der Alltag ruhiger und langsamer, dafür das Erlebte aber intensiver. Sei es das Schleusen, bei dem wir bei unserer Umschiffung in den Östra Silen in der viele Meter hohen Schleuse das Gefühl hatten in einer Wildwasserattraktion zu sein und wiederum bei einer anderen Doppelschleuse, die durch einen langen, sanft geschwungenen Kanal, berandet mit saftig grüner Wiese und einem urigen Klohäuschen mit Herzausschnitt in der Tür vor einem dichten und hohen Tannenwald, das Gefühl ins Auenland versetzt worden zu sein. Oder wohlig warm im Schlafsack in der Hängematte, wie in einem Kokon, unter freiem Sternenhimmel zu schlafen. Zugegeben in der ersten Nacht kriegt man kein Auge zu, da viele ungewohnte Geräusche mit Anspannung verarbeitet werden. Doch schon bald gewöhnt man sich an die nächtlichen Klänge der Natur und genießt den wohlverdienten Schlaf nach einem anstrengenden Tag in der Wildnis. Späße wie das Errichten eines Segels mitten auf dem See oder das mehr als Herausforderung gesehene Schwimmen im dann doch ziemlich kalten Wasser halten die Stimmung hoch und schweißen zusammen. Höhepunkte schließlich wie die Begegnung mit einem Elch, ein Glück nur vom Wasser aus, sind ebenfalls ein einprägendes Erlebnis. Dazu gehört auch der Bau einer Schwitzhütte aus langen, schmalen, eigentlich als Brennholz vorgesehen, Baumstämmen zusammengebunden an einem Ende und mit Plane umwickelt einem Tipi ähnelnd, an unserem vorletzten Abend.
geschrieben October 2020, Jan Lucas W.39 mal gelesen

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