Reiseberichte
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Ein Reisebericht in X Erkenntnissen
Am Anfang war der Wunsch Ruhe zu finden und abzuschalten, dieses neudeutsche "digital detox". Kaum stand dieser Gedanke im Raum bereiteten wir uns auf die Reise vor, planten unsere Packliste, liehen uns das Nötige von Freunden, nutzten den Globetrotter-Gutschein oder statteten uns auf anderem Wege weiter aus. Zwei kurze Kanutouren in leeren Kanus auf kleinen Seen überzeugten uns von unserem Plan: wir haben uns nicht gestritten und sind (fast) g ...› weiterlesen
Am Anfang war der Wunsch Ruhe zu finden und abzuschalten, dieses neudeutsche "digital detox". Kaum stand dieser Gedanke im Raum bereiteten wir uns auf die Reise vor, planten unsere Packliste, liehen uns das Nötige von Freunden, nutzten den Globetrotter-Gutschein oder statteten uns auf anderem Wege weiter aus. Zwei kurze Kanutouren in leeren Kanus auf kleinen Seen überzeugten uns von unserem Plan: wir haben uns nicht gestritten und sind (fast) geradeaus gefahren... der Urlaub wird super! Smile

Von Natur aus sehr planende Menschen die wir sind, waren wir auf alles vorbereitet, einiges war Gold wert, anderes war einfach überflüssig, wie sich spätestens während unserer schwedischen Woche herausstellte. Doch alles der Reihe nach...
Wir entschieden uns für die Anreise mit eigenem PKW und das aus zwei Gründen.
1: Wir sind im Anschluss an unsere Tour noch mit dem Wagen nach Oslo, Göteborg und Kopenhagen gefahren, bevor wir die Heimreise angetreten haben.
2: Das Auto ist geräumig und ein Dienstwagen, weshalb der Sprit kaum ins Gewicht fiel. Wink

So praktisch das alles war, es war dennoch eine sehr anstrengende Reise und man sollte das nicht unterschätzen. Wir sind, wie alle Anderen Freitags gestartet und am frühen Nachmittag aus NRW nach Dänemark gefahren. In Greena an der dänischen Ostküste sind wir gegen Mitternacht angekommen und haben dort die gebuchte Fähre nach Varberg in Schweden geentert. Die Nachtfahrt zwischen 01:00 und 06:15h war zeitlich ideal und sehr ruhig, aber das nächste Mal buchen wir wohl eine Kabine auf der Fähre um wirklich erholen zu können, denn auf den Ruhesitzen war kaum an Schlaf zu denken und auch wenn man sich am Steuer abwechselt: man ist ziemlich erschöpft. Völlig gerädert sind wir also morgens wieder ins Auto gestiegen und haben die letzten vier Stunden der Fahrt nach Lennartsfors zurückgelegt. Der Himmel war blau, wir haben die Fahrt durch Schweden richtig genossen... wenn nur diese Müdigkeit nicht gewesen wäre. Leider änderte sich das Wetter eine knappe Stunde vor unserem Ziel: es fing an zu regnen.
Was in den Wochen vor unserer Abfahrt noch unser sehnlichster Wunsch war, kam nun zur Unzeit. Einige Zeit vor unserem Urlaub wurden wir von Scandtrack informiert, dass durch die sehr lange sehr heiße und staubtrockene Zeit die Wälder zu Zunder geworden sind und daher Feuer streng verboten war. Regelmäßige Blicke auf die Wetterkarte zeigten uns ab etwa einer Woche vor unserem Urlaub Regen an... wir hofften auf ausreichend davon BEVOR wir nach Schweden kamen, dass wir bei unserem Wildnisurlaub auch das obligatorische Lagerfeuer entzünden könnten. Frohen Mutes und im gerade pünktlich abebbenden Regen erreichten wir das Camp und wurden nett empfangen, jedoch mit einem freundlichen Rat zur Eile angehalten: der Bus saß uns im Nacken und die große Meute sollte etwa eine Viertelstunde nach uns eintreffen. Jetzt hieß es Beine in die Hand nehmen und sehen, dass wir das Equipment zügig aufs Wasser bekommen.
Zelt aufgebaut und geprüft, restliche Ausrüstung in Augenschein genommen und zum Wasser getragen, Spiritus gekauft, da Lagerfeuer immer noch verboten waren und alles ab ins Boot und in die Nebenbucht gepaddelt um dort ganz in Ruhe alles umladen und packen zu können. Eine kleine Ewigkeit später war alles drin was mit sollte, der Wagen auf dem Parkplatz und wir zwei im Kanu... und nach ein paar Paddelschlägen kam eine ganz kuriose Einsicht: Wir sind jetzt mal weg!

Eigentlich eine ganz selbstverständliche Sache, die man nicht nur geplant und gewünscht hatte, sondern die Ziel und Inhalt dieses Urlaubs sein sollte; aber dann nach dem Arbeitstag am Freitag, der langen, stressigen Anreise und zügigem Packen tatsächlich auf dem Wasser zu sein und als einzige "Aufgabe" paddeln zu haben, stellt dann doch einen Bruch dar; schön aber dennoch irgendwie surreal.

Durch unsere Kanufahrten im Vorfeld waren wir der Meinung zu wissen, wie weit wir wohl in einer Stunde und daher auch, wie weit wir an einem Tag kommen... Pustekuchen. So ein voll beladenes Kanu mit viel Nützlichem sowie Notwendigem und einigem Unnützen bringt ganz schön was auf die Waage und bewegt sich deutlich weniger "leichtfüßig" als geplant; an so etwas banales wie "Gegenwind" wollten wir bei unserer Planung auch nicht denken. Smile Beides Erkenntnisse, die uns erst im Laufe des ersten Tages ereilen sollten. Jedoch fand die Planung noch ohne diese Erkenntnis statt - Tagesziel: möglichst weit nach Süden fahren, um den anderen Kanuten zu "entkommen" und tatsächlich die meiste Zeit der Woche alleine zu sein und Ruhe zu erleben. Dieser Plan erschien uns sinnvoll, denn die Dichte an DANOs nach Norden ist recht hoch, der erste Tag beim Ablegen schon halb rum und nach Süden kommt lange Zeit kein DANO, also zudem wahrscheinlich ein weniger häufig gewähltes Ziel für den ersten Tag als der Norden. Frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk und direkt durch die erste Schleuse mit zwei weiteren Kanus und raus auf den großen See Lelang - es sollten die einzigen sein, die wir an diesem Tag zu sehen bekamen...
- Die nächste Erkenntnis: es hat seinen Sinn, warum empfohlen wird in Ufernähe zu paddeln... da sind Wind und Wellen deutlich schwächer!
Nach einiger Zeit kamen wir auf unserer ersten winzigen Insel mitten im See an um kurz Pause zu machen und das erste Mal seit Stunden zu Essen und zu trinken; wir merkten, wie leer unsere Akkus waren und bekamen Respekt vor unserem ehrgeizigen Plan und der restlichen Strecke des Tages. Nichts desto trotz machten wir uns auf, unser einmal gestecktes Ziel zu erreichen.
Die zweite Hälfte der Strecke bewältigten wir dann entlang des östlichen Ufers mit auflandigem, starkem Wind... ein einziger Kampf. Erst kurz vor DANO 68 ließ er nach, ebenso wie das Tageslicht. Da das DANO allerdings recht voll war, entschieden wir uns noch ein wenig weiter zu fahren, bis in die Nähe von DANO 67. Gefühlt mit letzter Kraft und bei leichtem Nebel erreichten wir unser Ziel. Feuerstelle entdeckt, Kanu eingelenkt und an Land gegangen um so schnell als möglich alles auszuladen, aufzubauen und Essen zu machen.
- Vierte Erkenntnis: auch nach langer Trockenheit können Moosteppiche auf Ufersteinen verdammt rutschig sein! Ergebnis: nasse, schmutzige Kleidung, ein schmerzender Rücken und eine leichte Gehirnerschütterung mit Erbrechen. Dennoch haben wir den Rest an Land bekommen und unser Lager aufgeschlagen, bevor der Regen zurückkam.
- Erkenntnis fünf: Eine zusätzliche Plane und Seile/ Gurte sind Gold wert! Das nächste Mal kommen vielleicht sogar noch weitere mit. Durch zwei Planen konnten wir ein erstes trockenes Lager aufschlagen, welches sowohl ein Dach gegen den wieder einsetzenden Regen als auch eine Wand gegen den stetigen Westwind hatte.

Nach einer windumtosten, aber erholsamen Nacht haben wir uns am zweiten Tag eingehender mit unserer Ausrüstung vertraut gemacht, die Ordnung verbessert und das Lager erneuert/ umgebaut. Aufgrund meiner Gehirnerschütterung, Wind und Gewitter über den ganzen Tag haben wir beschlossen an Ort und Stelle zu bleiben und erst am Montag weiter zu paddeln. Erst am Abend haben wir einen kurzen Ausflug um die Insel gemacht und festgestellt, dass die Kräfte wiedergekommen sind und die Reise am nächsten Tag wieder starten konnte.

Der Wetterbericht (vor allem in Hinblick auf die anzunehmende Windentwicklung) ließ uns unseren Routenplan ändern, so führte uns der dritte Tag statt nach Osten weiter entlang der Westküste nach Süden, bis wir am späten Nachmittag DANO 60 erreichten. Ein sehr großes Lager erwartete uns, völlig menschenleer, mit Biberspuren an Bäumen, einem Dachs der mitten durchs Lager lief und einem deutlich verbesserten Lageraufbau.
- Erkenntnis 6: kleine, leichte Campingstühle sind sehr gut für den Rücken und ihr Gewicht allemal wert, Schaumstoffpolster für die Sitzbänke im Kanu (und auf Baumstämmen) ein leichter und angenehmer Luxus der unbedingt empfohlen wird.
- Erkenntnis 7: Übung macht den Meister. Mit jedem neuen Lageraufbau wird man schneller, geübter und lernt die Fehler der vergangenen Tage zu vermeiden oder zu verbessern. Hier zeigte sich, wie sinnvoll Säge, Beil und die zusätzlichen Seile für ein wetterfestes Lager sind.
Auf dem Weg ins Bett bekamen wir dann endlich die langersehnte Nachricht von Scandtrack: Feuer machen war wieder erlaubt!

Durch die unveränderte Windprognose entschieden wir uns, an diesem Dienstag wieder zurück zu fahren und unser Lager in DANO 68 aufzuschlagen. Der Tag blieb das erste Mal trocken, jedoch frischte der Wind auf (Dauerwind von fast 30km/h – mit Böen bis fast 70 km/h). Da er jedoch von Westen kam und damit für uns ablandig war, konnten wir uns fast die gesamte Strecke im Windschatten der Bäume halten und kamen, mit ein paar Ausnahmen wo es keine Deckung vor dem Wind gab, gut voran. Das letzte Stück mussten wir jedoch einmal quer über den See übersetzen.
- Achte Erkenntnis: Es steht zwar im Handbuch, aber manches muss man offenbar am eigenen Leib erfahren um es zu begreifen: Die Wellen wurden je weiter wir mit Rückenwind über den See fuhren beständig größer und nur guter Gleichgewichtssinn, vernünftige Kanu-Beladung und wohl auch eine gehörige Portion Glück verhinderten, dass wir bei dieser Lektion nass wurden.
Nach etwa der Hälfte der Strecke zur anderen Seite, die Wellen gingen mittlerweile schon teilweise längsschiffs über die Reling, wurde uns klar, dass wir auf die falsche Landzunge zuhielten. Die notwendige Kursänderung brachte uns seitliche Wellen ein die uns ordentlich durchschüttelten und ein Vorankommen sehr erschwerten; da ständige Kursänderungen aufgrund der hohen Wellen vonnöten waren um nicht zu kentern benötigten wir für eine Strecke von ein paar wenigen hundert Metern über eine Stunde.
Endlich angekommen trafen wir auf zwei weitere Abenteurer die durch den heftigen auflandigen Wind den ganzen Tag nicht weg kamen. Nach einer guten Stunde gemeinsamen Lagerumbaus gegen den Wind konnten wir auch endlich die tolle Sonne genießen, ein Bad im kalten See nehmen (hinter einer schützenden Landzunge) und am entzündeten Lagerfeuer kochen.
Stephan und Mareike, das Pärchen von DANO 68, sollten fortan mit uns eine Reisegruppe bilden... solche Erlebnisse schweißen zusammen. Wink

Unser Ziel für Mittwoch waren die beiden DANOs vor der Schleuse Lennartsfors (71 & 72), der Wind hatte endlich abgenommen, der Lagerabbau funktionierte auch immer besser und das Tagesziel erschien uns angenehm. Einziger Wermutstropfen: der Regen hatte wieder eingesetzt... und er sollte uns den halben Tag begleiten, bei doch ziemlich frischen Temperaturen. Wir kamen trotz allem gut voran und bei unserer Ankunft fanden wir beide DANOS (über)belegt vor. Nach kurzer Abstimmung entschieden wir uns, den Weg durch die Schleuse nach Norden zu nehmen (wo wir erfuhren, dass wir tagsüber nur 10 Grad hatten) und somit auf dem Foxen ein Lager anzusteuern. Auch hier waren mehrere Lagerplätze belegt, so dass wir an diesem Tag deutlich die weiteste Strecke zurückgelegt haben, bevor wir bei DANO 10 ankamen. Das Lager ist sehr schön gelegen und ein trockener, sonniger Abend versöhnte uns mit diesem Tag.
- Erkenntnis: schnell trocknende (Funktions-)Kleidung und Regenjacken waren eine gute Investition und haben aller Widrigkeiten zum Trotz für stets trockene Kleidung gesorgt.

Wer bei der bisherigen Lektüre den Eindruck hatte, es könnte nicht schlimmer kommen muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Das Wetter hatte sich entschieden, diesen Donnerstag zum Schlimmsten unserer Woche zu machen.
Ziel war DANO 8 (norwegische Seite der Insel) und nur knappe 5 km entfernt; ein Katzensprung im Vergleich zu unseren bisherigen Tagestouren. Kaum hatten wir das Kanu beladen, begann ein Gewitter und wir waren gezwungen an Land auszuharren. Zum Glück zeigte uns der Regenradar, dass das Gewitter nur klein war und bald durchgezogen sein sollte. Unmittelbar danach brachen wir auf um möglichst viel vom Tag im neuen DANO verbringen zu können. Es hatte sich eingeregnet und trotz vernünftiger Kleidung waren wir an allen frei liegenden Körperstellen (Erkenntnis: eine Regenhose wäre ne gute Idee gewesen) innerhalb einiger Momente klatschnass. Die Temperatur war im Vergleich zum Vortag kaum gestiegen, der Regen stärker und etwa acht bis neun Kilometer südlich tobte ein ordentliches Gewitter, zum Glück weit entfernt... In dieser Stimmung setzten wir zur Insel über und übersahen die Landestelle des DANOs zuerst, weil dort kein Kanu lag und auch anders als an den anderen Lagern keine Schutzhütte vom Wasser aus zu sehen war. Unglücklicherweise hatte ich gerade an diesem Tag den Fehler gemacht die Karte in meiner anderen Hose vergessen zu haben, so dass wir an Land gehen, die Karte hervorholen, das Kanu neu beladen und erneut in See stechen mussten; 500 Meter zurück hieß die Parole. Kaum waren wir wieder auf dem Wasser fing es von jetzt auf gleich zu hageln an, das Wasser wurde schaumig weiß und erbsengroße Hagelkörner trommelten auf uns ein, begleitet vom Donnern des Gewitters in unserem Rücken auf unserem Weg zurück nach Norden. Unsere Zielbucht vor Augen zerriss auf einen Schlag ein Blitz den Himmel vor uns und zeigte uns mit seinem Donner, dass er weniger als einen Kilometer von uns entfernt eingeschlagen ist – das Gewitter hatte sich in unglaublich kurzer Zeit zu uns verlagert. Jetzt hieß es "Paddel frei!" und alle Kraft unserer panischen Arme ließ uns mit hohem Tempo auf die Bucht zujagen, die Kanus an Land ziehen und in das Wäldchen stürmen. Glücklicherweise ist auch einem weiteren Kanu, welches gerade mitten in der Überfahrt zur Insel begriffen war, nichts passiert!
Die Überfahrt war geschafft, das Lager noch aufzustellen.
Da es noch immer unentwegt regnete, ließen wir die Zelte noch verpackt und gaben uns daran das Lager notdürftig gegen Kälte, Nässe und Regen zu sichern, bevor wir uns trockene Sachen anziehen konnten.
- Erkenntnis 11: Eine Plane zu errichten die gleichzeitig gegen Regen von oben und Wind von zwei Seiten schützen soll, hat schnell zur Folge, dass sich der Qualm an Ort und Stelle sammelt und Atmen sowie Sehen erschwert, da das bereitliegende Holz völlig nass war. Eingepfercht in unserer "qualmenden Schwitzhütte" bekamen wir anfangs nicht mit, dass wir Besuch bekamen, bis der Kopf von jemandem bei uns im „Verschlag“ auftauchte und uns freundlich auf englisch darüber in Kenntnis setzte, dass weitere Menschen angekommen waren, wir uns aber nicht gestört fühlen sollten; die Schutzhütte und die Feuerstelle bliebe gerne für uns.
Das Ende vom Lied war eine "Invasion" von gut 40 Schülern mit Betreuern einer englischen Privatschule aus Cambridge die jeden freien Flecken in Sichtweite belegten.
Der Tag war geprägt von Nässe, Kälte und Qualm, die einzigen Momente des Urlaubs an denen wir uns fragten, was wir hier eigentlich machen.

Zum Glück hatte das Wetter am Folgetag endlich ein Einsehen und beruhigte sich nachhaltig. Die Rückfahrt am Freitag zum DANO 10 gestaltete sich angenehm und trocken, die Entfernung war entspannt und der Lagerplatz war noch frei, so dass wir das Lager schnell beziehen und errichten konnten. Dadurch war dies der erste Tag an dem am Nachmittag so etwas wie Freizeit aufkam, denn:
- Erkenntnis 12: Mit frühstücken, Lager abbauen, Kanu beladen, paddeln, Pause, paddeln, Kanu entladen, Lager aufbauen, Feuer entzünden und kochen ist man beinahe den ganzen Tag beschäftigt ohne dass Langeweile aufkommen konnte.
Diese ungewohnte freie Zeit nutzten wir, um wild wachsende Heidelbeeren zwischen Elchkötteln zu sammeln und unser Festmahl vorzubereiten, bei dem wir vier alle Vorräte sichteten die uns nach einer Woche noch geblieben waren um aus diesen Zutaten ein opulentes Mahl für vier Personen zu zaubern, mit einem Heidelbeerkuchen als krönendem Abschluss.

Mit der Rückfahrt zum Camp Höglund am Samstag Vormittag bei strahlendem Sonnenschein nahm eine sehr durchwachsene Woche ihren versöhnlichen Abschluss und erlaubte uns ein Ausladen und Umpacken im Trockenen, für das wir sehr dankbar waren.
Wenngleich wir fast immer starken Wind, Regen und/oder Kälte (im Juni während einer der schlimmsten Hitzeperioden der europäischen Wetteraufzeichnung) erlebt haben, möchten wir diese Erfahrung nicht missen und können trotz Allem sagen, dass dieser anstrengende Urlaub, so paradox es auch klingen mag, für uns sehr erholsam war.


Um Interessierten an dieser Art des Urlaubs etwas mitzugeben, was wir gerne im Vorfeld gewusst hätten und aus dem wir gelernt haben, haben wir uns entschieden, ein paar (vielleicht) hilfreiche Dinge zu notieren.

Was sind die wichtigsten Sachen, die wir wieder mitnehmen werden, wenn wir zurückkehren?
– Sitzpolster aus nicht saugfähigem Schaumstoff
– Spanngurte, zusätzliche Seile, Heringe und (mindestens) eine weitere Plane (wir hatten einen 7m langen Spanngurt mit Gegenstück und 4 Wäscheleinen mit Karabiner am Ende dabei und die haben wir alle jeden Tag benutzt)
– (Regen)Kleidung (am besten mehrlagig zum variieren)
– schnell trocknende Funktionskleidung/ Wechselkleidung
– gepolsterte (Fahrrad)Handschuhe
– Wasserschuhe fürs Kanu fahren und anlanden/ stabile, trockene Schuhe fürs Lager
– Wasserbeutel zum Aufhängen mit Hahn (quasi fließendes Wasser zum abspülen und Zähne putzen – sehr praktisch!)
– Solardusche (bringt nur etwas bei längerer direkter Sonneneinstrahlung - wir geben die Hoffnung nicht auf!) Smile
– ein vernünftiges Messer
– 18-1 Naturseife (Pfefferminz) (gekauft mit unserem Gutschein)
– DEET-Spray gegen (Zecken und) Mücken in den Abendstunden (gekauft mit unserem Gutschein)
– Zap-it gegen bereits erhaltene Mückenstiche (gekauft mit unserem Gutschein)
– auch wenn es vielleicht nichts bringt, würden wir wieder eine Mückenspirale einpacken (zum anzünden und qualmen lassen - eine Spirale hat locker einen Abend lang gehalten)
– Einen Grundstock an eigenem Essen (gerade die Tüten und Dosen sind kulinarisch meistens daneben – sie reichen für eine Verpflegung und niemand wird hungern, aber wir werden in Zukunft einiges davon im Lager lassen)
– unsere Becher mit Karabiner
– Gaffa-Tape zum Abdichten (und Verbinden) von Planen
– Hocker mit Lehne (auf geringes Packmaß und Gewicht achten!)
– Gummiband und Karabiner um Gepäck ans Kanu zu fixieren (falls man kentert treibt nichts ab)
– Kopfbedeckung und Sonnenbrille (auf dem Wasser spiegelt die Sonne besonders stark)
– Wassersäcke für die selbstaufblasenden Isomatten und Schlafsäcke, damit diese immer trocken bleiben
– Getränkeflaschen für Flüssigkeitsversorgung während der Fahrt
– aufblasbare Kissen und vernünftige Isomatten (der Boden ist teilweise von Steinen und Wurzeln durchzogen)

Was würden wir beim nächsten Mal zuhause lassen?
– Brot (mehr als ausreichende Menge im Paket– 2,5 kg Vollkornbrot reichen für 2 Personen locker!)
– Hängematte
– weniger Kleidung (bei Funktionskleidung kann man bedenkenlos jederzeit waschen, denn es trocknet schnell und die ganz harten Brocken haben wir an Bord auf unserer „Wäscheleine (TM)“ aufgehängt)
– sämtliche Beleuchtung außer einer kleinen Hängeleuchte fürs Zeltinnere (wenn man rund um Mittsommer unterwegs ist auch mitten in der Nacht überflüssig – im Zelt ist eine Lichtquelle allerdings sinnvoll)
– die zusätzliche eigene Axt. Die gestellte war für die notwendigen Arbeiten völlig ausreichend.

Damit Ihr unsere Route noch etwas genauer nachverfolgen könnt und ein Gefühl für die Entfernungen bekommt, findet ihr hier unsere Tour mit Entfernungsangaben:
Tag 1: Camp Höglund bis „Wildcampen bei DANO 67“: ~17 km
Tag 2: kurzer Ausflug: ~2 km
Tag 3: DANO 67 bis DANO 60: ~11 km
Tag 4: DANO 60 bis DANO 68: ~13 km
Tag 5: DANO 68 bis DANO 10: ~23 km
Tag 6: DANO 10 bis DANO 8: ~5 km
Tag 7: DANO 8 bis DANO 10: ~5 km
Tag 8: DANO 10 bis Camp Höglund: ~6 km
Gesamtleistung eine Woche paddeln: ~82 km

Zum besseren Verständnis unserer Route haben wir ein Foto von der zur Verfügung gestellten Karte angehängt und mit pink und grün die einzelnen Etappen eingezeichnet und mit Nummern versehen.
Zudem haben wir unseren Zettel „WWW – Wie Wo Was – Informationen Anreisetag“ von Scandtrack abfotografiert. Vielleicht hilft Euch das ja. Wink


Fazit:
Man verlässt ganz bewusst seine Komfortzone, erlebt unvergessliche Momente in der schwedischen Natur und kommt innerlich zur Ruhe ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Schweden, Du hast uns begeistert und wir werden ganz sicher zurückkehren um diesen wunderbaren Urlaub zu wiederholen!
Helene und Arne
geschrieben October 2018, Arne H.2 mal gelesen
Abenteuer Schweden
Am 29.06.2018 war es soweit – unsere neuntägige „Kanutour auf eigene Faust“ in Schweden sollte so richtig beginnen. Aber eigentlich fing alles schon viel eher an. Unsere Reisevorbereitungen starteten schon im März – diese äußerste sich unterschiedlich bei den verschiedenen Teilnehmern - von Panik über Kaufrausch war alles dabei. Sieben Freunde sollten wir sein. Vom absoluten Outdoor-Profi zum Ultimaten-Stadtkind war alles vertreten. ...› weiterlesen
Am 29.06.2018 war es soweit – unsere neuntägige „Kanutour auf eigene Faust“ in Schweden sollte so richtig beginnen. Aber eigentlich fing alles schon viel eher an. Unsere Reisevorbereitungen starteten schon im März – diese äußerste sich unterschiedlich bei den verschiedenen Teilnehmern - von Panik über Kaufrausch war alles dabei. Sieben Freunde sollten wir sein. Vom absoluten Outdoor-Profi zum Ultimaten-Stadtkind war alles vertreten. Fleißig wurde sich schon im Vorfeld darüber ausgetauscht was man alles brauchen könnte und auch welche Gegenstände man sich teilen könnte, da wir schon vorher davon ausgingen, dass beispielsweise nicht jeder einen Wasserfilter, Arbeitshandschuhe oder eine Angel braucht. Vor allem in den letzten Tagen vor Reisebeginn war der jeweils lokale Outdoorladen unser Lieblingsort.

Ich weiß nun, dass das Packmaß der Ausrüstung ein wichtiger Indikator ist, ich bei Isomatten auf den R-Wert achten muss und ich bei Schlafsäcken idealerweise aufpasse, dass die Komfort- und Grenztemperatur den Temperaturen im Zielland entspricht. Kurz vor Reisebeginn glühten dann die Tasten so richtig, es wurde probegepackt, gewogen und hin und herüberlegt.

Und dann ging es auch schon los. Es kam der anstrengendste Part der Reise: die Bustour. Die Mehrheit von uns startete in Leipzig. Nackenkissen oder jegliche Gegenstände, die das Sitzen oder den Versuch zu Schlafen angenehmer machen sind wirklich wärmstens zu empfehlen. Ich schreibe es gern aus: es sind neunzehn Stunden Busfahrt! Ganz cool war dann zumindest die nächtliche Fahrt auf der Fähre – sich auf dem Deck den Fahrtwind um die Ohren zu blasen zu lassen hat trotz totaler Übermüdung allen von uns Spaß gemacht. Während der Ausblick aus dem Fenster in Deutschland noch nicht so spannend ist, fängt es später an interessant zu werden. Neben dem Sonnenaufgang lassen sich dann beindruckende Wälder und Seen beobachten. Die holprige Schotterpiste ins Camp bildet den krönenden Abschluss einer Fahrt, die ich ohne Reisetabletten und Schlafmaske nur ungern wiederholen wollen würde.

Im Camp ging dann alles Schlag auf Schlag. In Windeseile zerrten die Teilnehmer Ihre einzelnen Gepäckstücke zusammen, man erhielt und prüfte das Ausrüstungs- und Proviantpaket, packte seine persönlichen Gegenstände in den wasserdichten Packsack und dann konnte auch schon alles runter zum See getragen werden. Tee, Kaffe und eine kleine Stärkung gab es zwischendurch auch.

Mit sieben Teilnehmern in der Gruppe hatten wir die Wahl zwischen drei oder vier Kanus. Wir entschieden uns für zwei zweier Kanus und eine dreier Kombi. Dafür erhielten wir einen praktischen Extrasitz, den man einfach in ein Kanu einhäng. Danach konnten wir auch schon anfangen Tetris zu spielen – also unsere Kanu’s zu beladen. Wo belädt man ein Kanu? Im Wasser! Der freundliche Herr, der unsere Einweisung durchführte wiederholte diese Frage und die dazugehörige Antwort so lange und oft, dass ich es auch in ein paar Jahren wahrscheinlich noch wissen werde.

Nur ca. zwei Stunden nach Ankunft waren wir also auch schon im Wasser. Wohin? Das wussten wir noch gar nicht so richtig. Zuvor hatten wir bereits entschieden, dass wir die Reise nicht zu stark vorplanen wollen. Je nach Tagesform und Laune wollten wir entscheiden, wo wir als nächstes hin paddeln.

Auf der Reise gab es ein paar Highlights für mich. An allererster Stelle steht dabei natürlich die unberührte Natur in Schweden. Dieser Moment, wenn man tagsüber im Kanu oder abends auf den Felsen sitzt, die Natur auf sich einwirken lässt und es einfach nur mucksmäuschenstill ist – der ist einfach unbezahlbar.

An nächster Stelle kommen unsere gemeinsamen Aktivitäten in der Gruppe, sei es das abendliche Zubereiten einer warmen Mahlzeit, das mittägliche Vesper während einer Paddelpause, die ereignisreichen Wanderungen und Badestunden, gemeinsame Lockerungsübungen und Yoga auf den Felsen oder auch das Pflücken von Früchten aus denen am Ende mehrere köstliche Kuchen entstanden. Die Kanutour mutierte zum absoluten Elektro-Detox, mit eingängigen und tiefsinnigen Gesprächen und etlichen Abenden die nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Kulisse und den schier endlosen Sonnenunter- und Aufgängen in Erinnerung bleiben werden.

An zweiter Stelle kommt der mobile „Späti“ von dem uns schon im Basislager bei Lennartsforts relativ mystisch erzählt worden ist. Es handelte sich um eine Gruppe von Norwegern, welche in der Abenddämmerung die einzelnen Camps abklappern und sich ziemlich als moderner mobiler Spätkauf entpuppten. Von Süßigkeit über Knabberzeug, Milch, O-Saft und alkoholischen Getränken gab es alles an Board. Wir worden zum vermutlich besten Abnehmer von Bier in der Woche – an fünf Abenden kauften wir bequem bei den Jungs ein. Einmal bestellten wir Sie sogar per Telefon zu uns…

Ein absolutes Must-See ist auch der Autofriedhof in der Nähe von Bastnas – während wir anfangs Bedenken hatten, ob wir diesen überhaupt finden würden, stellte es sich als kinderleicht heraus. Reisende pilgern schon fast zu diesem Ort, sodass man ihn eigentlich nicht übersehen konnte. Von DANO 16 fuhren wir hierzu einmal über den gesamten See zum Autofriedhof, welcher sich gegenüber von DANO 19 befindet. Die Fahrt über den offenen See ist hingegen weniger zu empfehlen – die Scandis empfehlen nicht ohne guten Grund sich bei der Fahrt eher in Ufernähe aufzuhalten.

Auch wenn wir zeitweise ans Ende unserer Kräfte kamen - unser Schwedenabenteuer war eine wundervolle Reise, die wohl keiner von uns so schnell vergessen wird.
geschrieben October 2018, Katharina R.6 mal gelesen
Reisebericht von Luisa und Jacob
Schweden 2018 | RX100V | scandtrack Schweden 2018 ...› weiterlesen
Schweden 2018 | RX100V | scandtrack Schweden 2018
geschrieben October 2018, Jacob S.0 mal gelesen

EIne Woche in der Natur
Wir waren bereits letztes Jahr an diesem wunderschönen Ort und durften 9 Tage in Dalsland/Nordmarken verbringen. Vielen Dank an Skandtrack, für die super Organisation und dem tollen Angebot. Trotz Feuerverbot waren es die schönsten Ferien, die wir bisher erleben durften. Wir hoffen, wir waren nicht das letzte Mal hier.

Bis hoffentlich bald und viele liebe Grüsse

Tobias und Eliana

Unser Video:
https://www.youtube.com/watch?v=D9ljx6CJ9DM
geschrieben October 2018, Eliana M.0 mal gelesen

..und beim zweiten Mal sogar noch atemberaubender!
2016 waren wir schon einmal mit Scantrack in Schweden unterwegs. Damals waren wir noch nicht lange zusammen und haben die Zweisamkeit, die Ruhe und das Abendteuer sehr genossen.
Gern haben wir an die Zeit zurück gedacht. Das Jahr 2018 sollte für uns sehr aufregend werden, Hochzeit, Flitterwochen und all das am Ende des Jahres. Das Jahr sollte sehr stressig werden.
Wir hatten 2016 super Glück mit dem Wetter und Matthias wollte unbed ...› weiterlesen
2016 waren wir schon einmal mit Scantrack in Schweden unterwegs. Damals waren wir noch nicht lange zusammen und haben die Zweisamkeit, die Ruhe und das Abendteuer sehr genossen.
Gern haben wir an die Zeit zurück gedacht. Das Jahr 2018 sollte für uns sehr aufregend werden, Hochzeit, Flitterwochen und all das am Ende des Jahres. Das Jahr sollte sehr stressig werden.
Wir hatten 2016 super Glück mit dem Wetter und Matthias wollte unbedingt noch mal nach Schweden. An den Urlaub denken wir gern zurück und die Wohnung hängt voller Bilder. Hier ein Paar Eindrücke von Juni 2016:


Ich hatte Bedenken, ich habe immer gesagt: wir werden nicht noch mal so ein Glück haben und die Kanutour nur im Regen stell ich mir nich so atemberaubend vor, es sollte aber total anders kommen…
Wir brauchten etwas zum Entschleunigen (Unwort des 21.Jahrhunderts). Etwas um mal abzuschalten, etwas um die Seele baumeln zu lassen, einfach einen Urlaub ohne Internet und ohne Stress. Dafür ist die Kanutour perfekt. Die Hauptprobleme sind, wie man Feuer macht, ob man einen Fisch fängt und wo man hergott nochmal am besten die Wäsche aufhängt das die Sonne drauf scheint am morgen und wo der Wind die Schlüpfer nicht runter weht…
Also haben wir beschlossen noch einmal die Kanutour zu machen. Einzige Voraussetzung: eine andere Route. Wir wollten neue Sachen sehen und neue Abendteuer erleben. Die Tour sollte anders werden als die 2016…
Also machten wir uns am 25.5. auf den Weg nach Schweden… Wenn man schon Angst davor hat, dass das Wetter nicht wieder so bombe wird, kann man auch ruhig mal riskieren im Mai zu fahren…
Der Ritt von Bayern ist immer bisschen Anstrengend, aber wir wussten ja was uns erwartet, also konnte man die Autofahrt schon aushalten. Pünktlich 23:00 erreichten wir Fehmarn, oder besser Puttgarden wo die Busreise losgehen sollte. Dann will ich mal nicht so viel über die Bus-Fährenreise schreiben. Es ist eine Mischung aus Schlafen- Bootfahren- Dutyfree bummeln- schlafen-Aufwachen- Fähre- Bus- Frühstücken und schwups ist man auch schon in Lennartforts und man bekommt einen Snack. Da sammeln sich erstmal alle bevor es dann losgehen kann.
Wir wussten vorher ja eigentlich schon alles also haben wir ziemlich schnell unser Zeug zusammen gesammelt und wollten starten. Leider mussten wir noch bisschen auf den kiosk warten, weil man nur dort diesen Wagenrollumtragedingsda bekommt und den wollten wir auf jeden Fall. Als wir den dann hatten, ging es los:

Blauer Himmel, Sonne und unser Kanu, los geht’s. Wir waren froh das viele den Foxen hoch sind, wir kannten ihn ja schon also wollten wir runter auf den Lelang. Und wie das in Urlauben oft der Fall ist, möchte man was Besonderes machen und nicht das gleiche wie alle. Leider startet die Schleusen Saison erst im Juni. Das letzte Mal hatte uns das so viel Spaß gemacht. Diesmal mussten wir leider Tragen. Es war super, dass wir nicht die einzigen waren (ausnahmsweise). Weil wir das sonst nicht hinbekommen hätten zu zweit. Später haben wir einen einfachen Umtrageweg gefunden. Aber hey wieso einfach, wenn es auch schwer geht. Am ersten Tag hat man ja noch viel Kraft  Auf jeden Fall bietet es sich nicht unbedingt an, direkt neben der Schleuse runter zu tragen. Vorher ist ein Umtragebereich.
Wir sind gleich los gepaddelt. Zur Insel 71, das war das letzte Mal unser letzter Stopp (wir waren nur kurz auf dem Lelang und auch nur weil wir mal Schleuse fahren wollten) und sind da ins Wasser gesprungen Matthias hat direkt sein Angelequipment ausprobiert. Diesmal mussten wir mehr als einen Fisch fangen. Der Barsch vom letzten Mal war ja eher ein Mitleidsbiss vom Fisch. Diesmal waren wir super ausgerüstet, also müssten die Fische ja Scharenweise anbeißen (So Matthias vor dem Urlaub…).
Traumhaftes Wetter hatten wir nun schon am ersten Tag und die Prognose sollte auch ganz gut werden. Wir legten recht früh an, weil wir geschlaucht waren von der Auto-Bus-Fähre-Bus-Fähre-Bus- Tour. Wir hielten an einer kleinen Halbinsel ohne Dano, aber das macht ja Gott sei Dank nichts. Ich habe unsere Sachen nochmal sortiert und Matthias hat –Überraschung- geangelt.
Auf einmal höre ich einen Schrei von Matthias: *Schaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaatz*. Der konnte eigentlich zwei Sachen bedeuten: Ich habe einen Schatz gefunden oder *Ich habe einen Fisch gefangen und brauche mein Messer!* Da Piraten in Schweden unüblich waren und ja keiner damit rechnen konnte, dass beim Angeln ein Fisch anbeißt… bin ich wie von der Tarantel gestochen hin gerannt (Mit Messer!) und da steht er vor mir. Stolz wie Oskar:

Wir haben den Hecht noch zubereitet und gegessen. Leider ist aktuell Feuerverbot. Das heißt wir konnten ihn nicht grillen auf offenem Feuer, sondern ich habe ihn „nur“ angebraten in der Pfanne, Ansonsten haben wir den Abend ruhig mit einem guten Buch im Sonnenuntergang ausklingen lassen. Das gute an Schweden zu der Jahreszeit ist, man muss nicht zum Sonnenuntergangen rennen. Man kann auch noch das Zelt aufbauen, kochen, 5 Kapitel lesen, abwaschen, sich und die Wäsche waschen und der Sonnenuntergang ist immer noch da.

Am nächsten Tag ging früh auf unserer Route weiter. Wir lassen die Tage immer ruhig angehen. Immer erstmal ein schönes Frühstück. Mit Müsli und Nutellabrot (Da ist die Welt ja sowieso perfekt). Uns hatte das letzte Mal der lösliche Kaffee nur so mittel geschmeckt, deshalb haben wir dieses Mahl unsern Kaffee selbst aufgebrüht. Sehr weise Entscheidung… So kann der Tag losgehen:

An diesem Morgen war es ein bisschen frisch und leider hatten wir ein bisschen Gegenwind. Praktisch 3m vor- 2 zurück. Aber gut. Vorwärts ist vorwärts und niemand hat gesagt, dass paddeln immer super einfach ist. Wir hatten eine grobe Vorstellung wo unsere Reise7Route lang gehen sollte. Deshalb mussten wir jeden Tag eine Mindeststrecke schaffen, aber die was meist so niedrig, dass wir immer weiter gekommen sind als wir dachten. Auch wenn wir an diesem Tag nicht damit gerechnet haben, dass wir tatsächlich weit kommen. Der Lelang ist da tatsächlich ein bisschen gemein, man hangelt sich quasi von Landarm zu Landarm. Es macht also keinen Sinn immer am Rand lang zu paddeln, weil man eh wieder ein Stück raus muss um an den Armen vorbei zu kommen. An einem dieser spitze haben wir Vesper gemacht. Es ist gewieft sich sein Lunchpaket vorzubereiten, damit man nicht jedes Mal alles auspacken muss. Wir haben uns immer ein paar Brote geschmiert und Kekse gegessen oder einen Apfel. Der weg war ja anstrengend, deshalb mussten wir uns ein bisschen in der Sonne erholen 


Unser Ziel an dem Tag war die 63/64/65. Aber als wir da angekommen sind war irgendwie eine Schwedische Klasse da, eine releativ große Gruppe. Also haben wir beschlossen weiter zu fahren. Hatte nichts von schwedischer Idylle. Wir hätten den Lelang weiter runter fahren können, haben aber irgendwie auf der Karte bei Gustavsfors Umtragepunkte gesehen. Wahrscheinlich ist mir die Sonne ein bisschen in den Kopf gestiegen. Es stellte sich raus, dass es zwar eine Schleuse gibt (zur Erinnerung: Schleusensaison ist noch nicht eröffnet). Aber nichts zum Umtragen. Wir haben aber beschlossen: Unten Wasser- Wiese- oben Wasser. Das wir doch einfach umtragen um dan auf den Vastra Silen zu kommen. Wahrscheinlich war das nicht so richtig erlaubt, es war zwar auch nicht verboten. Aber so richtig navh Umtragewiese sah es nicht aus. Nichtsdestotrotz sind wir auf dem Vastra Sillen gelandet. Es war super ruhig. Das Wasser hat sich kaum bewegt, das Paddeln ging plötzlich wie von alleine (Vorallem nach dem Vormittag). Man hat nichts gehört, außer Vögel und wir sind an ganz urigen alten Häuschen vorbei, die super einladen würden einen Schwedenkrimi mit zwei deutschen verirrten Kanutouristen zu drehen.
Im Sonnenuntergang paddeln wir dann entspannt zu einem Lagerort. Dano 74 ist es geworden. Ein einfach perfekter Ort um die Seele baumeln zu lassen.


Die Sonnenuntergänge sind jeden Abend ein Traum (tatsätchlich ohne Filter!!).
So kann man seinen Sonntagabend verbringen 
Am nächsten Morgen war es nicht ganz so warm. Natürlich musste ich mir heute meine Haare waschen. Kopf unter Wasser ist immer super, wenn es draußen gefühlt minus 10 Grad haben. Aber wer konnte wissen, dass es der einzige „Schlecht-wetter“ Tag werden sollte…. Ich bin ja hart im nehmen und so bin ich wenigstens mit frisch gewaschenen Haaren in den Regen gekommen.
Wir sind den Vastra Sillen immer Richtung Süden gefahren. An vielen kleinen Buchten vorbei und haben an einer Kirche Pause gemacht. Was gibt es schöneres als ein gesegnetes Brot.
Wir haben uns Dick eingepackt, weil es auch echt frisch geworden ist. Wir mussten sogar Socken anziehen:
Aber die Laune haben wir uns nicht vermiesen lassen. Es war trotzdem irgendwie gemütlich. Eigentlich wollten wir ein ganzes Stück weiter kommen. Aber es hat so dolle geregnet, dass wir einfach nur gehofft haben in ein Dano mit Dach zu kommen. Der Kanugott hat es gut mit uns gemeint und gleich der erte nach dem Umtragen war ein Dano mit Hütte. Wir haben uns eingemummelt. Lange Unterehose, Pulli trocken angezogen uns eine Linsensuppe gemacht und dem prasselnden Regen auf der Hütte zugehört. Es war auch traumhaft. Und Gott sei dank hatten wir auch so einen Tag, sonst hätten wir die dicken Sachen ja ganz umsonst mitgenommen… Wir hatten ein bisschen gehofft, dass der Regen ausgereicht hat, um wieder Feuer machen zu können. Um das rauszukriegen haben wir einfach mit Scantrack gechattet. Es gab einfach keine Fahne in der Nähe. Und witzigerweise hat man in Schweden mitten im Nichts besseres Internet als in der Metropolregion Nürnberg.

Am nächsten Tag war es als wäre nichts gewesen. Die Natur hat einmal durchgeatmet und es hat die komplette Nacht durchgeregnet. Wir haben traumhaft gut geschlafen.

So ging es also weiter auf dem Svärdang. Gemütlich tümpelt man da vor sich und man sieht keine Menschenseele. Ab und zu sieht man mal ein paar Vögel, Fischis und ansonsten ist es eine Totenstille. Dadurch das der Seitenarm sehr schmal ist, hat man keine Wellen, wie es mal auf dem Lelang oder Foxen passieren kann. Es ließ sich einfach traumhaft bis Skapafors paddeln. Dort mussten wir umtragen. Wir nutzen das Abschnallen gleich zum Picknicken. Dort gab es Sitzgelegenheiten mit einem Tisch. Unfassbar wie schön es ist an einem Tisch zu essen. Beim Umtragen haben wir es immer so gemacht, dass ich geschaut habe wo es lang geht und Matthias ist beim Boot geblieben. In der Richtung waren die Umtragewege nur so mittelgut ausgeschildert. Aber hey mit Google schafft man alles. Und nun komme ich zu meinem persönlichen Highlight in diesem Urlaub. Eigentlich braucht man für die Reise keinen Cent, weil das was man von Scantrack bekommt langt vollkommen aus und man kommt (außer man legt es darauf an) an keinem Supermarkt vorbei. Nun laufe ich den Weg ab (diesmal eine ganze Ecke. Matthias dachte bestimmt ich bin schon mal nach Hause gelaufen) und auf dem Rückweg entdecke ich einen Kiosk! Ein kleiner Laden mit zwei hübschen Schwedinnen. Leider ist mein Schwedisch ein bisschen eingerostet. Aber Gott sei Dank gibt es Bilder von Kugeleis! Und die Geschmacksrichtungen: Blåbär, Citron, Chloklad und Daim sind auch ohne fließendes Schwedisch verständlich. Wie glücklich doch ein Eis in der Hitze machen kann:


Gestärkt vom Mittagssnack und dem leckeren Eis geht es nun weiter Richtung Laxsjön. Diesmal mussten wir ziemlich lange umtragen, bzw. umfahren. Aber irgendwie ist das auch witzig. Wer sein Boot liebt, der schiebt. Angekommen auf dem See hatten wir vor einen Rastplatz zu suchen. Wir waren schon ziemlich lang unterwegs. Dano 48 war unser Ziel, dort abgekommen war es circa 18:00. Leider hat es uns dort gar nicht gefallen. Weder die Hütte noch die Halbinsel schien schön. Deshalb haben wir beschlossen weiter zufahren. Uns ging es noch gut (lag vermutlich an den Rieseneiskugeln) und deshalb haben wir beschlossen zurück auf den Lelang zu fahren. 18:00 und nur noch 3-mal mal umtragen. Schien machen und auch ein bisschen bekloppt. Auf dem Läxjön war es wirklich schön. Wir haben Greifvögel gesehen aber irgendwie war es, wie soll man sagen. Zu viel Zivilisation. Mit Sicherheit nicht weiter schlimm, nur war in Bengtsfors ein großes Sägewerk was unfassbar laut war. Also weiter geht’s. Wir haben einmal umgetragen, waren dann oben und wussten gar nicht wo wir wieder auf den Dalslandkanal kommen sollten. Als wir endlich oben waren- tadaaaaa- diese Schleuse ist auf. Die hätte man nutzen können. Ein Stockwerkweiter oben. Wieder eine Schleuse und ein „Umtragen verboten“- Schild. Da kommt man sich vielleicht blöd vor. Wir waren wie eingekeseelt von Schleusen, aber da bleiben konnte man auch nicht. Es Roch zum einen nach Klärwerk und zum anderen war es ein Wohngebiet… also mussten wir irgendwie zum nächsten Abschnitt. Wir haben beschlossen einen weg parallel zu Schleuse hoch zu gehen, Der Berg war recht steil und Matthias hat das Kanu hochgeschoben und ale wir oben waren. *Überraschung* Durchgang gesperrt. Wir wussten nicht ob wir lachen oder weinen sollten (und ich dachte, das wäre super weil wir genau bis zum anderen See vorkommen-laut Google) und dann gibt es keinen offiziellen Umtrageweg. Also was machen wir? Wir sind trotzdem da lang. Es war ja nun auch schon später. Uns kamen Bauarbeiter entegegen. Die spinnen die Schweden, um solche Uhrzeite sieht man bei uns auf Baustellen niemanden. Wir sind vorsichtig an Ihnen vorbei. Sie grinsen uns mega an und zeigen uns einen Daumen. (International für: Alles gut und euch einen schönen Abend)
Vermutlich weil wir auch äußerst blöd aussahen, wer sein Boot liebt… der schiebt… (oder wie war der Spruch)…



Beim Laufen haben wir auch gesehen, wieso wir da nich fahren konnten. Mini Wasserefälle und Strömungen und davon nicht nur 1, sondern gleich zwei Schleusen und die wahl des Weges war mehr als perfekt. Wir sind genau oben am oberen See rausgekommen.
Und es war wunderschön und wir haben sogar einen Biber gesehen, Ich habe vorher noch nie einen biber in freier Wildbahn gesehen.

Am Ende war es Glück im Unglück… eigentlich lief alles schief und trotzdem war es wunderschön wo wir waren. Das letzte stück auf dem Bengtsbronoljien war traumhaft. Tollees Wetter, die Sonne ging langsam unter und dort war alles voller Vogelschutzinseln, deshalb war es traumhat. In Bengtsfors angekommen mussten wir nun nur noch die die letzte Hürde schaffen. Es war nur noch einmal Umtragen. Aber wie immer an dem Tag war es nicht so super einfach wie man denkt. Es gab auch hier ne Schleuse und natürlich war es wieder zu spät. Ich bin wie immer vorgelaufen. Hab aber den weg nicht gefunden. Ich habe beschlossen Matthias und das Boot zu holen und mit ihm zusammen zu suchen. Und dann hat uns ein nettes schwedisches Ehepaar angesprochen und sie haben uns gesagt wie wir zum Lelang kommen. Wir sind direkt oben nach der Schleuse ins Wasser und schon hatten wir es geschafft. Wir waren auf dem Lelang zurück. Ein tolles Gefühl. Und der Kanugott sollte uns wieder belohnen.

Und wie schon mal erwähnt, wenn der Sonnenuntergang anfängt, hat man sehr lange was davon. Aber darauf zupaddeln hatten wir auch noch nicht. Das war einfach traumhaft. Ich muss leider mehr Fotos mit anfügen, weil es wirklich grandios war.
Wir waren aber wirklich müde. Ziel war Dano 56. Matthias meinte aus Spaß: Jetzt eine Hütte direkt an einem Strand, noch niemand anders Dort und nur ein kurzer Weg zum Tragen.
Wir paddelten um die Insel rum und es war mitlerweile kurz vor 11. Wir wollten nur ankommen irgendwo und hatten auch keine Kraft mehr ein Zelt aufzubauen. Wir kommen an einen Strand. Leider gar keine Hütte. Matthias lief und lief und plöttzlich rief er nur: ich hatte Recht.
Ja gibt’s denn sowas: Noch niemand da, Die Hütet direkt am Strand un hey ein SANDSTRAND! Wir haben noch fix was zu essen gemacht und sind dann ins Bett gesprungen. Es war der schönste Rastplatz von allen!

Das war vielleicht ein aufregender Tag. So viele Eindrücke, viele Kilometer, so viel Ungeplantes, aber alles ging gut und es gab es EIS! Es war traumhaft. Wir schliefen wir Murmeltiere einfach auf unserer Matraze im Dano.
Den nächsten Tag gingen wir langsam an. Mittwochmorgen wuschen wir uns im See. Und diesmal war auch tolles Wetter ;) und es war nicht so schwierig den Kopf ins Wasser zu Stecken. Es war unfassbar warm an diesem Tag. Kein großer Wellengang. Aber weil wir ja Dienstag so viel geschafft hatten, hatten wir auch kein Stress. An diesem Tag paddelten wir vor uns hin und erwischten und immer mal wieder wie wir einfach an nichts dachten. Wir paddelten und sonnten uns.

Es war unfassbar warm, also wollten wir eigentlich nur baden und nicht weit paddeln. Leider waren alle Rastplätze besetzt. Wir sind aber trotzdem immer mal wieder einfach in den See gesprungen. Das war super in der Woche. Außer an dem Montag konnte man immer in die glasklaren Seen springen. Manchmal haben wir nur zum pullern gehalten und schwupp sind wir wieder reingesprungen. Wir sind auch unfassbar schnell trocken geworden wieder.

Wir haben keine Gelegenheit ausgelassen in den See zu springen. Wir habeen uns dann auf Dano 65 niedergelassen. Der ist ziemlich versteckt. Im Schatten und man findet ihn schwierig. Das war aber super. Weil wir eine Sonnenpause brauchten. Und dort war alles super sauber, sogar die Toliette! Ich glaube da steigen selten Menschen ab. Aber für uns war es an diesem Tag perfekt.
Wir sind schließlich wieder weiter gekommen als gedacht. Lennartforts ist zu nah, dafür dass es erst Mittwoch ist. Also haben wir beschlossen am Donnerstag noch einmal eine Abzweigung zu nehmen.
Nach dem Aufstehen und unserem täglichen Frühstück haben wir beschlossen auf den Blomsjön abzubiegen. Wir haben die Abzweigung einfach nicht gefunden erst. Wir haben ewig gesucht und außer einem „DANGER!“ Schild mit Kanu unten nichts gefunden. Aber auf unserer Karte war eindeutig ein Umtrageweg. Also beschlossen wir einfach mal darein zu fahren. Was sollte passieren Zur Not wären wir umgekehrt und wir sind in eine andere Welt eingetaucht. Wir waren auf einmal in mitten von blauen und roten Libellen, Seerosen und umgefallenen Bäumen. Es war wundervoll. Ich hab mich gefühlt wie Pocahontas. Wir mussten nur ab und an mal Limbo tanzen um unter den umgefallen Baumstämmen durchzukommen.

Irgendwann ging der weg nicht weiter und wir sind quasi ausgestiegen, dann kamen auch Miniwasserfälle also war das auch besser so. Wir sind dann weiter hoch zum See gelaufen und sind oben wieder eingestiegen. Nun haben wir so oft ungetragen und sehen jetzt zum ersten Mal dieses Schild:












Angekommen im oberen See wollten wir nur noch ein bisschen paddeln und dann eine schöne Unterkunft nehmen. Die 30 sollte es erst werden. Es war wundervoll da und vorallem: Weit und breit kein Schwein. Wir hatten das Gefühl wir sind die einzigen Menschen weit und breit. Leider hatte die hütte ein Ameisenproblem also sind wir weiter zur 31. Und das war wieder traumhaft. Es lag ein bisschen oberhalb. Zum hochkommen, war es ein bisschen ätzend, weil man alles hochtragen muss, aber die Aussicht macht alles wieder gut.
Zur Abwechslung hatten wir hier mal einen traumhaften SonnenAUFGANG! Und das auch nur aus Zufall, weil wir wach geworden sind. Aber es war echt toll hier. Dieses Dano können wir nur empfehlen.

Nach dem herrlichen Sonnenaufgang haben wir tatsächlich noch weiter geschlafen. Später sind wir nach jedem Frühstück wieder los (nutella fast leer  das heißt der Urlaub ist fast zu Ende. Aber ein Highlight hatten wir noch auf dem Plan. Die 19 sollte heute unser Ziel sein. Da waren wir 2016 schon und auch wenn es ein Umweg zum Camp war, mussten wir dahin.
Also los ging’s. Zweimal Umfragen standen dafür noch auf dem Plan. Ein kleines und ein großes. Das kleine ging recht fix und es war super ausgeschildert. Für das zweite um den tatsächlich an den Seitenarm vom Fixen zu kommen war ein bisschen länger. Aber man schiebt sein Boot durch ne tolle Gegend und Hey wer hätte es gedacht an de Briefkasten stehen tatsächlich schwedische Namen wie im Krimi oder bei Pipi Langstrumpf hießen die Leute: Blomqvist, Karlsson, Anderson,Olofsson & Co.
Am fixen angekommen war auch gleich so eine Müllstation wo wir unser Zeug mal loswerden konnten. Am fixen winken uns einige Urlauber von ihren Ferienhäuschen zu. Wir sind den ganzen weg den wir früher schon einmal in beide Richtungen gefahren sind nun nur von hüten kommend bis zum fixen. Es war wieder so warm dass wir bei jeder Gelegenheit ins Wasser sprangen.
Irgendwie kam uns das aber das letzte mal alles kleiner vor, da kamen wir ja auch vom foxen und es war wirklich kleiner. Aber dieses mal sind wir viele kleine Gassen entlang gefahren wo uns das nun wie das Mittelmeer vorkam.
Es war wieder so ein perfekter Tag und Matthias sagte:weißt du was den Urlaub noch perfekt machen würde: ein Elch.
Und wie schon an unserem langen Tag sollte er wieder Recht behalten. Wir paddelten vor uns hin. Redenten kaum und genossen die Ruhe. Bis ich auf einer gerade gerodeten Insel was entdeckte. *Matthias bin ich bekloppt oder steht da ein Elch* Tatsache da stand er und schaute uns an. Wir paddelten langsam auf ihn zu. Er bewegte sich nicht… die von Scantrack werden doch wohl mei e Attrape hinstellen für *das echte Schwedenerlebnis*.


Umso näher wir kamen umso deutlicher sahen wir, dass er echt war und ich muss sagen. Welche sehen echt urkomisch aus. Irgendwie passt das Kopf-Körper-bein-verhältnis nicht ansatzweise.
Irgendwann hatte er uns genug angesehen und trottete weg. Ist ja auch langweilig wir starrten ihn vermutlich genauso an, wie er uns. Aber das Laufen sieht durch den großen Kopf und die dünnen Beine noch witziger aus. Oben drehte er sich noch einmal um zu uns.
Wir paddelten weiter zur 19 und es war außer ein paar Badeurlauber niemand da. Wir gingen noch schwimmen hüpften in den Foxen (gefühlt 300-mal für das perfekte Foto).



Wir genossen den letzten Tag noch einmal in vollen Zügen. Saßen noch im Sonnenuntergang. Traumhaft schön genau wie 2016. Wir haben auch noch ein Foto von damals nachgestellt.


Samstag früh haben wir nur noch zusammengepackt. Und sind gemütlich zum Camp gefahren. Auf dem Weg sind wir aber noch 1-2-mal ins Wasser gesprungen. 
Angekommen ging es noch ans ausladen, sauber mache, abgeben… und zack war der Urlaub vorbei. Obwohl uns die Woche doch länger vorkam als eine Arbeitswoche. So intensiv. So wunderbar. Und entgegen der Erwartung könnte das Wetter doch besser sein als 2016!!Aber so ein Glück werden wir nicht noch mal haben. Das einzige was schade war, dass es den Fischen auch zu warm war zum anbeißen. Dabei waren wir doch so super ausgestattet. Aber Fische oder traumhaftes Wetter. Da weiß ich aber was ich lieber mag.
Es hieß nun wieder Bus-Fähre-Bus-fähreBus- Auto und ab zurück nach Nürnberg. Zum Abschluss noch mal unsere Route :

Wir kommen wieder und dieses Mal dann zu dritt!
geschrieben October 2018, Lisa G.2 mal gelesen

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