Reiseberichte
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Unser kleines Abenteuer in der Wildnis
Unsere Reise begann spät abends im Südwesten Deutschlands. Um maximal flexibel zu sein, haben wir uns dazu entschieden, mit dem eigenen PKW anzureisen. Mit einem guten Hörbuch in den Lautsprechern ging es dann in Richtung Puttgarten zur Fähre, die uns nach Dänemark bringen sollte. Dänemark selbst war ruck-zuck durchfahren und sehr schnell waren wir nach der zweiten Fährüberfahrt in Schweden. Um möglichst ausgeruht ins Kanu zu steigen, si ...› weiterlesen
Unsere Reise begann spät abends im Südwesten Deutschlands. Um maximal flexibel zu sein, haben wir uns dazu entschieden, mit dem eigenen PKW anzureisen. Mit einem guten Hörbuch in den Lautsprechern ging es dann in Richtung Puttgarten zur Fähre, die uns nach Dänemark bringen sollte. Dänemark selbst war ruck-zuck durchfahren und sehr schnell waren wir nach der zweiten Fährüberfahrt in Schweden. Um möglichst ausgeruht ins Kanu zu steigen, sind wir einen Tag früher angereist und haben in Ed (ganz in der Nähe von Lennartsfors) eine Nacht in einem Hotel verbracht. Die letzte Nacht in einem richtigen Bett bevor uns 7 Tage auf Isomatte und Schlafsack bevor stand war Gold wert! Früh am eigentlichen Anreisetag ging es dann in Richtung Lennartsfors. Dort angekommen konnten wir unser Auto auf der großen Wiese neben der Empfangsterrasse parken und wurden mit einer Tasse warmem Tee und Suppe begrüßt. Nach kurzer Stärkung ging es dann (ohne Gepäck! Super angenehmer Wettbewerbsvorteil, wenn man mit dem eigenem PKW anreist Wink ) nach Höglund, wo wir unser Equipment und eine kurzer Einweisung am Kanu bekamen.

Leider meinte es das Wetter am ersten Tag nicht gut mit uns, sodass wir das Kanu im Regen aber fernab des Trubels am nahe gelegenen Campingplatzes mit unserem Gepäck beluden. Alles verstaut ging das Abenteuer endlich los! Voller Euphorie ging es Richtung Süden. Gegen Mittag zog dann ein etwas stärkerer Wind auf, der uns als Landratten ohne Kanu-Erfahrung ganz schön durchgeschüttelt hatte. Wir hatten uns dann recht früh dazu entschieden, die erstbeste Insel aufzusuchen und den Tag hier ausklingen zu lassen. Gegen Abend ließ der Wind etwas nach, sodass wir es uns im und ums Zelt gemütlich machen konnten.

Der nächste Morgen entschädigte dann für das Wetter am Tag davor. Der See war spiegelglatt und der Sonnenaufgang tauchte alles in ein zartes orange. So konnte der Urlaub dann richtig beginnen. Nach einigen Kilometern im Kanu und nach einer Umtragestelle erreichten wir unseren Übernachtungsplatz am „eigenen“ DANO. Die Toiletten hatten uns im Vorhinein etwas Sorge bereitet; unbegründet, wie wir im Nachhinein festgestellt haben. Und auch die Grillplätze, die wir im Laufe der Reise angefahren haben waren alle in einem sehr guten Zustand und hatten teilweise auch zusätzliches Equipment (z.B. einem Grill).

Ab dem dritten Tag bekamen wir etwas mehr Routine was das „Drumherum“ anging. Jeweils einer von uns kümmerte sich um den Auf- und Abbau der Schlafausrüstung, während der andere das Feuerholz vorbereitete und das Essen kochte. Apropos Essen: Das beigelegte Kochbuch hat uns immer gut inspiriert und sogar die Outdoor-Pizza überzeugte in Zubereitung und Geschmack. Der Tipp, das Lunchpaket bereits morgens vor dem Losfahren zu machen ist übrigens Gold wert. Auch gab es eines Abends, fernab der Heimat, einen kulinarischen Klassiker --> „Geheirate“, richtig zubereitet, super lecker! Gerne mal Google befragen)

Ganz egal wohin man mit dem Kanu paddelte, fand man immer etwas Interessantes zum Bestaunen. Mal war es ein verlassenes und verwittertes Kanu, mal ein halb zusammengefallenes Haus, immer aber die atemberaubende Landschaft im Wechsel aus Wasser, Wald und Felsen. An manchen Stellen war es einfach das Größte eine Pause zu machen und die Stille und Schönheit der Natur zu genießen. Das zu Beschreiben ist schwer, da sagen Bilder (und die eigene Erfahrung) wirklich mehr als tausend Worte.

Mit Hilfe unseres dazu gebuchten Kanuwagens konnten wir Teile des Sees befahren, die man ohne nicht (oder nur seeeehr schwer Wink) erreichen kann. So kamen wir in den Genuss von tatsächlich einsamen Strecken, auf denen wir für Stunden keinen anderen Menschen gesehen haben. Dies wurde uns insbesondere kurz vor dem Ende der Woche bewusst, als wir zurück auf den „Hauptsee“ ankamen. Hier waren deutlich mehr Menschen unterwegs und es war schwieriger ein freies DANO zu finden. Dennoch haben wir immer ein gemütliches Plätzchen (zumindest in der Nähe der DANOs) gefunden und mussten an keinem Tag ohne Toilette auskommen.

Die letzte Nacht verbrachten wir am DANO 10, daher relativ nah am Base-Camp, sodass wir morgens schneller wieder aufbrechen konnten. Wieder angekommen, luden wir zunächst unser Gepäck wieder in unseren PKW ein, und gaben anschließend unser zuvor gereinigtes Kanu und Equipment wieder ab. Die Abwicklung im Camp funktionierte wie schon bei der Ankunft sehr gut und absolut reibungslos. Auch die von Scandtrack organisierten Fährtickets wurden ohne Probleme akzeptiert und führten zu keinerlei Problemen.

Gegen Mittag konnten wir dann wieder die Heimreise antreten. Nach etwa insgesamt 3000 km Autobahn, zwei Hörbüchern und jeder Menge Snacks, Kaffee und Red Bull kamen wir wieder zu Hause an. Mit im Gepäck: Ein Haufen wunderbarer Erinnerungen und das ein oder andere Bild. Sicher werden wir wieder kommen, um die wunderschöne Natur nochmal erleben zu dürfen.

Julia und Dominic
geschrieben August 2019, Dominic B.11 mal gelesen
Auf dem Weg zum inneren Frieden
Als ich diese Reise angetreten habe, war meine größte Angst, dass ich mich zur Tode langweile,in das Klo falle oder mich einsam fühle. Es war das erste Mal, dass ich so eine Reise alleine angetreten habe und mich völlig fremden Menschen angeschlossen habe. Und das auch noch mit camping!!Ich?? Ein Stadtmädchen, dass den ganzen Tag nur mit Modeleuten umgeben ist!? Das kann heiter werden. Ich war super aufgeregt, als ich am Bus stand und den er ...› weiterlesen
Als ich diese Reise angetreten habe, war meine größte Angst, dass ich mich zur Tode langweile,in das Klo falle oder mich einsam fühle. Es war das erste Mal, dass ich so eine Reise alleine angetreten habe und mich völlig fremden Menschen angeschlossen habe. Und das auch noch mit camping!!Ich?? Ein Stadtmädchen, dass den ganzen Tag nur mit Modeleuten umgeben ist!? Das kann heiter werden. Ich war super aufgeregt, als ich am Bus stand und den ersten Fuß in ein neues Abenteuer gesetzt habe. Der Bus war laut,eng und leider nicht allzu bequem. Nach einer kurzen Nacht, als wir dann das Camp erreicht haben,stand ich meinem Guide gegenüber. Ich wurde herzlich in Empfang genommen. Alle aus der Gruppe stellten sich vor und ich bin ganz ehrlich, mein erster Gedanke war :,, Ohje, was für ein bunter Haufen!" Meine Freunde meinten in Deutschland zu mir, dass ich bestimmt den Partner meines Lebens treffen werde. Ich war mir noch nicht so sicher und ehrlich gesagt war es mir auch egal. Der bunte Haufen trat seine erste Tour an und schon beim beladen der Kanus stellte sich heraus, dass wir ein ziemlich gutes Team waren. Die ersten Tage haben wir uns alle erst einmal beschnuppert. Der Alltag war schnell eingeteilt. Wir hatten zwei dabei, die aus allen Lebensmitteln die wie wir dabei hatten, jeden Abend das perfekte Essen gezaubert haben. Vielen Dank dafür! Der Rest hat sich die Aufgaben genommen, die noch zu erledigen waren, aber jeder hat etwas beigetragen. Die Abende am Lagerfeuer wurden immer witziger und auch immer mal wieder tief gründiger. Wir lernten uns alle besser kennen und seien wir mal ehrlich, der Alkohol hat hin und wieder auch sein Teil beigetragen. Jeder durfte seine Meinung äußern und keiner hat es einem übel genommen. Wie eine kleine Familie.

Kommen wir nun zum Erholungsteil. Ich als Stadtmädel habe erstmal 1,5 Tage gebraucht, um auf diese geballte Natur klar zu kommen. Ich glaube ich hatte sehr viel Proteine an den Tagen, weil ich die ganze Zeit mit offenem Mund Kanu gefahren bin. Es ist einfach unglaublich, dass es noch so ein fleckchen Erde gibt. Weit und breit so gut wie keine Menschen. Keiner der dich anbrüllt, ob man noch eine Kasse aufmachen könne. Keine Menschen, die sich auf offener Straße anbrüllen, weil sie mega gestresst sind. Keine negativen Wellen. Es war der Himmel auf Erden. Was am Anfang eine Überwindung war, war das Klohäusschen. Ganz einfach gesagt nicht ins Loch gucken und immer durch den Mund atmen! Dann tasächlich überlebt man das. Und seien wir mal ehrlich, irgendwann ist es auch egal, denn stinken tut es sowieso. Die Zelte waren im sehr guten Zustand. Ab Tag vier habe ich aber keins mehr gebraucht, denn unter freien Himmel schlafen war für mich erholsamer. Ich habe es geliebt vor dem einschlafen den Sternenhimmel zu sehen und morgens vom Sonnenaufgang im Gesicht geweckt zu werden. Es war der erholsamste Schlaf den ich in den letzten Monaten gehabt hatte. Ich habe mich einfach angekommen gefühlt und frei. Ich hatte wieder das Gefühl mal wieder richtig durchatmen zu können. Meine Gedanken waren frei und es gab nichts worüber ich mir Sorgen gemacht habe. Außer an dem Tag, wo ich mich waschen wollte und mein Bikinioberteil meinte er müsste kaputt gehen. Was soll ich sagen meine, andere Teile meines Körpers wollten halt auch mal die Aussicht genießen. Das waschen im See war auch kein Problem. Das fünf Sterne kalte Wasser, hat die Lebensgeister wieder in Schwung gebracht. Mir als Hobbyfotografin ist bei dieser Kulisse jeden Tag immer mehr das Herz aufgegangen. Jeden Tag gab es was neues zu entdecken und ein wahres Festival an Farbenpracht.

Ich bin als Stadtmädchen losgefahren, dass Angst hatte,völlig gestresst war, sich teilweise selbst verloren hatte, Bedenken hatte wegen der fremden Leute,camping unerfahren war, Angst davor hatte ins Klo zu fallen und dachte die müsste verhungern.

Wieder gekommen bin ich als Stadtmädchen, dass Selbstsicherer geworden ist, im Kopf freier, mutiger, nicht ins Klo gefallen ist, ein Kilo zugenommen hat, neuer Campingfan ist, Stressfrei, mit sämtlichen positiven Gedanken, ohne Partner fürs Leben, dafür mit vielen neuen, inspirierenden Freunden. Ich habe von jedem etwas mitgenommen und etwas gelernt. Und das macht mich zum reichsten Menschen! Ich habe mich auf dieser Reise außerhalb meiner Komforzone bewegt und ich bereue nicht eine Minute. Ich würde es jeder Zeit wieder machen. Und am meisten genossen habe ich, dass ich mal wie ein Kartoffelsack rumlaufen durfte ohne das es jemanden gestört hat.

Vielen dank an Scantrack für diese tolle Erfahrung und die Organisation. Danke an das freundliche Team, was immer mega Hilfsbereit ist. Danke an meinen Lieblingsguide Anneke. Beste Massage ever!! Danke an die dreizehn Menschen, die mich tollpatschiges Ding ertragen haben und die ich alle in mein Herz geschlossen habe. Danke für die sämtlichen neuen Erfahrungen und danke dafür, dass ich nicht ins Klo gefallen bin.

Liebe Grüße

Jenny
geschrieben August 2019, Jennifer S.166 mal gelesen
Ein Abendteuer-Urlaub, der in Erinnerung bleibt
Unsere erste Schweden-Kanu-Reise startete von Bayern aus mit dem Zug nach Hamburg. Nach einer stressfreien Zugfahrt haben wir 3 Stunden vor Abfahrt des Busses über einen Telefonanruf Bescheid bekommen, dass dieser sich mind. 1,5 Stunden verspäten wird.
Nachdem wir die lange Wartezeit mit anderen Schweden-Reisenden überstanden hatten, ging es um 24 Uhr mit dem Bus endlich los nach Schweden. Die beiden Fährüberfahrten waren herrlich um f ...› weiterlesen
Unsere erste Schweden-Kanu-Reise startete von Bayern aus mit dem Zug nach Hamburg. Nach einer stressfreien Zugfahrt haben wir 3 Stunden vor Abfahrt des Busses über einen Telefonanruf Bescheid bekommen, dass dieser sich mind. 1,5 Stunden verspäten wird.
Nachdem wir die lange Wartezeit mit anderen Schweden-Reisenden überstanden hatten, ging es um 24 Uhr mit dem Bus endlich los nach Schweden. Die beiden Fährüberfahrten waren herrlich um frische Luft zu tanken, bevor es in den stickigen Doppeldecker-Bus in riesigen Schritten zum Basiscamp ging.
Nach 12 Stunden Busfahrt mit wenig Schlaf sind wir dann endlich im Basiscamp Höglund eingetroffen, wo wir dann noch eine kleine Stärkung (Wienerle im Semmel) erhalten haben, bevor wir unsere Ausrüstung in Empfang genommen haben.
Schnell waren unsere Klamotten in den Packsäcken verstaut, bevor wir die ganze Ausrüstung zum Kanu-Strand schleppen mussten (vor allem die Lebensmitteltonne war sooooo schwer und unhandlich). Nach einer kurzen Kanu-Einweisung hieß es für uns das Kanu zu beladen, was bei der ganzen Ausrüstung und 4 Sack Brennholz gar nicht so einfach war. Zum Glück waren uns zwei Jungs behilflich. So konnten wir endlich in See stechen und los zu unserer Insel paddeln. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen fanden wir unseren eigenen Kanurastplatz auf der Insel.
Nun hieß es Kanu ausladen, Zelt aufbauen und Ausrüstung wasserdicht unter der Plane verpacken. Anschließend haben wir gleich mal unseren Spirituskocher ausprobiert und einen leckeren Gemüsereis gezaubert.
Kurz nachdem der Reis fertig gekocht war, zog ein schweres Gewitter mit dunkeln Regenwolken auf, sodass wir fluchtartig ins Zelt gekrochen sind und dort unser erstes Abendessen genossen haben, während der Regen nur so herunterprasselte. Nach knapp 1,5 Stunden Regen wurden wir mit einem traumhaft schönen Sonnenuntergang belohnt, bevor wir müde aber total glücklich schlafen gingen.

Die nächsten Tagen haben wir die wunderbare Natur und Stille genossen, haben viele Erinnerungsbilder gemacht und sind unbeschwert nach Lust und Laune ein paar Kilometer gepaddelt. Außerdem haben wir in dem sehr kühlen See ein Bad genommen und uns gewaschen, was anfangs eine Herausforderung war. Die Abende haben wir am Lagerfeuer, auf welchem wir eine leckere Pizza, Apfelkuchen (Suchtgefahr) sowie Stockbrot gebacken haben, bei traumhaften Sonnenuntergängen ausklingen lassen. Außerdem haben mit Hilfe des Kochbuches Bratkartoffeln mit Speck, Nudeln mit Tomatensoße bzw. Käsesoße sowie die Terenc Hill Pfanne und Linseneintopf zubereitet.
Mitte von der Woche sind wir bereits am frühen Vormittag mit dem Kanu in Richtung Süden, mit dem Ziel die Grenzstein-Insel Trollön zu finden, aufgebrochen. Das Wetter spielte optimal mit und der See spiegelte die traumhafte Landschaft wieder. Nachdem wir den Grenzstein auf der Rückseite der Insel fanden, wurden viele Beweisbilder geschossen, bevor wir wieder die Heimfahrt antraten.

Leider mussten wir feststelle, dass die Zeit auf unserem Kanurastplatz viel zu schnell vorüber ging und wir nach einer Woche mit viel Sonne, einigen Wolken und etwas Regen uns auf die Heimreise begeben mussten.
Das Kanu war aufgrund der jetzt leichten Lebensmitteltonne und dem verbrannten Brennholz sehr schnell beladen und so ging es für uns wieder Richtung Basiscamp. Nachdem wir das Kanu entladen und geputzt hatten, bauten wir unser Zelt auf der Wiese auf und säubert unsere Ausrüstung. Zwischen drin genossen wir eine herrliche warme Dusche. Anschließend tauschten wir unsere Erlebnisse mit den anderen Kanureisenden aus, was ganz interessant war.
Nach einer Stärkung (Köttbular mit Kartoffeln und Krautsalat) ging es um 19:30 Uhr mit dem Bus wieder Richtung Deutschland, wo wir nach einer Nacht mit wenig Schlaf morgens in Hamburg wieder ankamen. Auf der anschließenden Zugfahrt nach Bayern konnten wir die Erlebnisse nochmal revue passieren lassen.

Unser Fazit: WIR KOMMEN WIEDER! Alles war super organisiert, die Mitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit und auch mit dem Inhalt der Lebensmitteltonne waren wir sehr zufrieden. Außerdem merkten wir in der Woche, wie wenig man braucht um glücklich zu sein.
geschrieben August 2019, Julia H.111 mal gelesen
Kanutour auf eigene Faust vom 5.7.-14.7.2019
Reisebericht Kanutour auf eigene Faust
vom 5.7.-14.7.2019

Nachdem ich 2018 diese Tour mit 5 weiteren Personen aus meinem Bekanntenkreis unternommen habe, stand danach sofort fest dass dies kein einmaliges Erlebnis bleiben sollte. Thomas der im letzten Jahr eingesprungen war als einer meiner gebuchten Mitreisenden ausfiel hatte ebenfalls sofort wieder Interesse mit zu fahren. In diesem Jahr beendete mein Sohn Maximilian die Schule ...› weiterlesen
Reisebericht Kanutour auf eigene Faust
vom 5.7.-14.7.2019

Nachdem ich 2018 diese Tour mit 5 weiteren Personen aus meinem Bekanntenkreis unternommen habe, stand danach sofort fest dass dies kein einmaliges Erlebnis bleiben sollte. Thomas der im letzten Jahr eingesprungen war als einer meiner gebuchten Mitreisenden ausfiel hatte ebenfalls sofort wieder Interesse mit zu fahren. In diesem Jahr beendete mein Sohn Maximilian die Schule und beginnt nach den Sommerferien eine Ausbildung. Daher beschlossen meine Frau und ich ihm diese Reise zu Weihnachten zu schenken da er im vergangenen Jahr schon gerne dabei gewesen wäre dies aber wegen der Schule nicht möglich war. Dieses Geschenk ist dann auch wie erwartet wie eine Bombe eingeschlagen. Wir haben jedoch keine 4. Person gefunden die in diesem Zeitraum mitfahren konnte. Also buchten wir die Tour mit drei Personen. Durch die Fahrt im letzten Jahr wussten wir was wir zu viel und was wir an Ausrüstung ergänzen mussten. Somit liefen die Vorbereitungen ganz entspannt bis auf die Vorfreude. Als es dann am Freitag den 5.7. mit dem Scandtrack Express endlich von Köln aus los ging freuten wir uns riesig auf die bevorstehenden Tage in Schwedens Natur. Nachdem wir dann im Outdoorcamp Höglund freundlich willkommen geheißen wurden und wir einen kleinen Snack gegessen hatten ging es zum abholen der Ausrüstung. Nachdem wir alles kontrolliert und einiges was wir nicht benötigten wieder zurück gegeben hatten ging es dann mit dem ersten Packen der Kanadier weiter. An diesem ersten Tag beschlossen wir das Thomas einen Kanadier alleine fährt und mein Sohn und ich den zweiten Kanadier fahren. So ging es dann los. Das Erste Dano das wir erreichten war Dano 12. Dieses war noch frei und wir entschieden dort unser erstes Camp zu errichten da wir von der Busfahrt doch etwas platt waren. Nach einem guten Abendessen und einer etwas windigen ersten Nacht ging es nach dem Frühstück am nächsten Tag weiter. Am Dano 41 packten bei unserer Ankunft grade zwei Pärchen ihre Sachen um weiter zu fahren. Da für diesen Tag das Wetter schlecht vorher gesagt war beschlossen wir dort unsere zweite Nacht zu verbringen. Dies erwies sich als gute Endscheidung da es an diesem Tag mehrfach stark regnete. Bei einer dieser Regenschauern Landete eine gemischte Truppe von 6 Personen bei uns an um sich unter zu stellen bis der Regen nach ließ. Die 6 kannten wir schon von der Busfahrt da sie mit uns in Köln zugestiegen waren. Im Laufe des Tages gesellten sich noch ein 19 Jähriger mit seinem 77 Jährigem Opa zu uns die die Reise mit einem 40 Jahre altem Faltboot und einem vor Ort Geliehenen Kanadier auf Eigeninitiative unternahmen. An diesem Abend haben wir Salami-Käse Pizza gebacken die einfach genial war. Wir fuhren dann nach dem Frühstück des folgenden Tags weiter zu Dano 15. Dort gesellten sich zwei Holländerrinnen zu uns die über einen Anderen Anbieter reisten. Später am Abend kam noch eine 4 Köpfige Familie die wiederrum über Scandtrack reiste dazu. Am nächsten Morgen endschieden wir zum Dano 19 weiter zu fahren. Da wir inzwischen aus unseren Booten ein Katamaran gemacht hatten der sehr stabil war kamen wir ganz gut voran bis wir auf den eigentlichen See kamen. Durch den Wind waren dort die Wellen ziemlich hoch und wir hielten uns so dicht wie möglich am Ufer. Trotzdem konnten wir es nicht vermeiden das einiges an Wasser in die Boote schwappte obwohl wir bemüht waren die Wellen frontal anzufahren. Zum Glück hatten wir einen großen Schwamm dabei womit wir immer wieder die Boote leer machen konnten. Nachdem wir dann das Dano 19 bezogen hatten gesellten sich noch zwei Scandtrack reisende zu uns. Da der Wind am folgenden Tag komplett weg war und der See nahezu ohne Wellen da lag fuhren wir zu einer Insel mitten im See auf der eine alte Steinhütte die wohl vor langer Zeit als Schutzhütte für Fischer gedient hatte und heute ein Geocaching Punt ist. Nach ein paar Fotos ging es dann weiter zum Dano 17 an dem wir im vorigen Jahr schon mal waren. Dort beuten wir wieder unsere Zelte auf. Danach besuchen Maximilian und ich den Autofriedhof. Diesen kannte ich ebenfalls vom vorigen Jahr hatte aber meinem Sohn versprochen mit ihm nochmals dahin zu fahren. Am Folgetag ging es dann weiter zum Dano 9 den wir nach etwas Suchen gefunden hatten. Auf dem hinweg kam uns eine Gruppe entgegen die diesen vergeblich am Vortag gesucht hatten. Die Feuerstelle war komplett sauber wodurch zu sehen war das dieses Dano kaum genutzt wird. Im Laufe des Nachmittags fuhren wir dann noch zum Grenzstein zwischen Schweden und Norwegen. Eigentlich wollten wir am vorletzten Tag zum Dano 11 fahren. Nach dem Frühstück kam dann ein nettes Pärchen bei uns an und berichtete das es in diesem Bereich der dichter am Basislager war ziemlich überfüllt ist. Daher endschieden wir gemeinschaftlich den letzten Tag am Dano 9 zu bleiben. Am Nachmittag fuhren wir dann rüber zum Dano 8 und schauten uns diesen mal an. Auch auf dieser Insel waren mehrere größere Gruppen. Auch hier gingen wir noch zum Grenzsein und machten Fotos. Am letzen Tag fuhren wir dann endspannt zurück zum Outdoorcamp und gaben unsere Ausrüstung zurück. Nach einer Dusche und einem leckeren Abendessen ging es dann um 19 Uhr mit dem Scandtrack Express zurück nach Köln. In den letzten zwei Jahren haben wir einige Danos besucht und finden das Dano 19 der schönste für uns war. Gefolgt von Dano 41. Danach kommt Dano 9. Dano 17 steht bei uns dann noch vor Dano 10,15,12 und 16 sowie Dano 18. Leider haben wir auch in diesem Jahr fast kein Dano gehabt wo Feuerholz bereitlag. Da dies im vorigen Jahr ebenfalls so war hatten wir uns zum Glück im Basislager mit Holz versorgt. Es wird wohl nicht das letzte mal gewesen sein das wir diese oder eine andere Tour mit Scandtrack unternommen haben.
geschrieben August 2019, Ralf K.60 mal gelesen

Schweden –Feuerfrei
Unser Trip hat in Frankfurt an einem sonnigen Julitag gestartet. Wir waren davor beide noch arbeiten und sind um 17.00 Uhr mit den Reisebus gegen Schweden gestartet. Zweimal haben wir die Fähre genommen und durften auf dem Schiffsoberdeck einen wunderschönen Sternehimmel bewundern. Wie wir später festgestellt haben, war dies auch der letzte Sternehimmel für die nächsten 7 Tage. In Schweden gibt es atemberaubende Sonnenauf/-und Untergänge, n ...› weiterlesen
Unser Trip hat in Frankfurt an einem sonnigen Julitag gestartet. Wir waren davor beide noch arbeiten und sind um 17.00 Uhr mit den Reisebus gegen Schweden gestartet. Zweimal haben wir die Fähre genommen und durften auf dem Schiffsoberdeck einen wunderschönen Sternehimmel bewundern. Wie wir später festgestellt haben, war dies auch der letzte Sternehimmel für die nächsten 7 Tage. In Schweden gibt es atemberaubende Sonnenauf/-und Untergänge, nur das mit den Sternen klappt wohl hier im Juli nicht so.

Am Samstag, kaum in Schweden angekommen gab es in der „Scandtrack Hüte“ für ausgehungerte Reisende Hot Dogs. Gleich danach galt es unsere Kleidung in wasserfeste Beutel zu verpacken und mit der Ausrüstung und dem Proviant die Kanus zu beladen! Beim Tragen der Sachen haben wir gefühlt unsere ganzen Kalorien verbrannt, die wir uns kurz zuvor reingehauen haben. Die blaue Lebensmitteltonne war schon heftig. Wie viel wiegt die denn bitte? Wink

Endlich war das Kanu beladen, noch kurz eine Einweisung und dann konnte das Abenteuer schon starten. FEUERFREI!

Kurzer Hand entschieden wir uns gegen Norden zu starten und die Gegend um den „Foxen See“ zu erkunden. Wir genossen die Landschaft und hielten Ausschau nach einem abgelegenen Ort zum Übernachten. Ein paar Stunden später war es soweit. Ein feiner Sandstrand und im Hintergrund ein dichter Wald taten es uns an. Das aller erste Mal „Wild Zelten“. Wir legten am Strand an und bauten unser Zelt ratzfatz auf – ein paar Stangen zusammenstecken und die Clips von Innenzelt dran heften. Zack, schon steht das Zelt! Wir bereiteten uns aus der blauen Tonne ein leckeres Abendessen zu und legten uns schon bald müde schlafen. Tagesziel erreicht: die blaue Tonne ist schon etwas leichter geworden!

Der nächste Morgen fing schon mit einem Highlight an. „Da ist ein Elch!“ rief Thorsten begeistert und zeigte mit seinem Finger in die Wiese gegenüber, während wir am Paddeln waren. Ich war gerührt. So ein majestätisches Wesen in seiner natürlichen Umgebung beobachten zu dürfen ist schon etwas Besonderes! Wir machten ein paar Fotos und paddelten weiter. Ich war zufrieden und spürte den Einklang mit der Natur.

Es folgten weitere schöne Tage und Abende. Manchmal schliefen wir „wild“, manchmal in einem DANO Lager. Die ursprünglichen Befürchtungen „wie soll das mit den Kompost Toiletten funktionieren? Verhungern wir etwa in diesen Urlaub? Jeden Tag Zelt abbauen, klingt nach Arbeit“ waren aber schnell verflogen. Alles war entspannt und die blaue Tonne wurde stets leerer. In der Zeit lernten wir weitere Scandies kennen mit denen wir gemütliche Abende am Lagerfeuer verbrachten. (Kleiner Tipp: Nutzt den Moment aus, um euch über Rezepte auszutauschen :O )

Die Natur in Schweden hat unendlich viel anzubieten. Glasklares Wasser, dichte Wälder, saftige Wiesen, Pilze, Blaubeeren.. alles was das Herz begehrt und es ist so unglaublich ruhig!

Gegen Ende der Woche nahmen wir uns vor einen Abstecher nach Norwegen zu machen und paddelten durch das angrenzende Naturreservat Tjøstøl. Hier fanden wir schließlich einen netten Ort zum Entspannen und Übernachten. Anfangs war es noch ungewöhnlich windig, die Blätter raschelten im Wind und in der Ferne hörte man zwei Bäume quietschen. Ein paar Stunden später, war wieder die gewohnte Ruhe eingekehrt und wir vielen Müde ins Bett.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, entschieden wir uns nach Schweden zurückzukehren, um am Abreisetag näher an Basiscamp Lennarforts zu sein.

Die Windstille am Morgen ausgenutzt, kamen wir mit unserem Kanu schnell voran. Später ließen wir es ruhiger angehen und trieben langsam am Ufer entlang. Insgeheim hoffte ich doch noch einen weiteren Elch zu entdecken.

Wir fuhren gerade in das südliche Ende des Foxen Sees ein, als wir plötzlich ca. 100 Meter von uns dunklen Rauch am Himmel sahen. Zunächst dachten wir „das sind bestimmt Leute, die noch nasses Feuerholz verwenden“. Ich erlaubte mir noch einen Spaß und rief „Achtung, Achtung! Rangers are comming “. Wir lachten noch kurz darüber als wir bemerkten, dass es sich hierbei um ein unkontrolliertes Feuer handelte. Am Uferrand brannte es - aus Spaß wurde plötzlich Ernst. Thorsten meinte noch kurz „wir können versuchen mit unseren Eimern das Feuer zu löschen“, zweifelte allerdings im selben Moment an, ob unser Versuch etwas bringen würde. „Komm, wir versuchen es“ entgegnete ich und wir paddelten entschlossen ans Ufer. Thorsten befreite schnell den Eimer von unseren Lebensmitteln und gab mir den Wasserkanister in die Hand. Wir wussten was zu tun war; oder auch nicht. Wir machten es einfach. Ich merkte das Adrenalin. Immer wieder rannten wir zum Fluss, um unseren Eimer und Kanister mit Wasser aufzufüllen und dann zur Feuerstelle, um das Feuer zu löschen. Während ich versuchte den Kanister aufzufüllen, zitternden meine Beine. Ich hatte den Rauch in meinen Lungen gespürt, aber das war mir egal. Wir wollten das Ausbreiten des Feuers im Wald verhindern und haben dabei alle anderen Gefahren erstmal ausgeblendet. Mittlerweile hatte sich leider das Feuer einen Weg tiefer zum Wald verschafft und es brannte eine Fläche von 10 –15 qm. Das trockene Geäst sorgte für eine schnelle Ausbreitung des Feuers. Wir blickten uns überfordert an, als plötzlich ein Nadelbaum, wie eine Fackel, auf etwa 2,5 Metern Höhe in Flammen stand. Thorsten setzte alles daran, mit dem Eimer diesen Baum zu löschen. Es erwies sich aufgrund der Höhe schwierig, aber schließlich gelang es uns.

In der Zwischenzeit ist eine zweite Gruppe von Scandies dazu gestoßen. Wie sich später herausstellte, hatten sie von der Nachbarinsel erst den Rauch, dann das Feuer mit einem Fernglas gesehen. Mit Patricks, Dennis und Saschas Hilfe schafften wir es gemeinsam die Situation unter Kontrolle zu bringen. Dennis rief sodann die Feuerwehr an, um sie über den Brand zu informieren. Die Kommunikation gestaltete sich schwierig, aber mit der Unterstützung eines Einheimischen, der in der Zwischenzeit auch noch zu uns gestoßen war, konnten wir den Sachverhalt klären. Nach etwa 45 Minuten kamen zwei weitere Feuerwehrmänner (mit dem Boot) und wir konnten die Feuerwacht in professionelle Hände übergeben. Um diesen abenteuerlichen Moment nicht zu vergessen machten wir noch ein Gruppenbild und wollten gerade in unsere Kanus einsteigen, da meinte einer der Beiden Feuerwehrmänner zu uns, dass diese Stelle nicht geeignet gewesen sei und dass wir uns das nächstes Mal eine bessere hätten suchen sollten. WOW! Gut, dass wir das Missverständnis noch klären konnten. Der Grund für den kleinen Waldbrand war vermutlich eine inoffizielle Feuerstelle, die andere Gäste zuvor noch brennend/glimmend hinterlassen hatten. In den Fotos könnt ihr erkennen, dass sich das Feuer teilweise unterirdisch von der Feuerstelle in die Wurzeln des angrenzenden Baumes gefressen hat und auch so den Weg in die Waldfläche fand.

Ich denke, nach dieser Geschichte sind wir alle schlauer geworden. Die Feuerverbode haben ihren Sinn. Wenn wir die Natur weiterhin genießen wollen, müssen wir diese auch respektvoll behandeln.

Auch wir haben ehrlich gesagt, die Macht des Feuers unterschätzt. Erst einige Tage zuvor haben wir selbst mitbekommen, wie schon kleine Funken ausgereicht haben, um in den Boden kleine qualmende Löcher zu brennen. Lasst uns bitte versuchen „Harm Reduktion“(=Schadensminimierung) umsetzen, kein Feuer unbeaufsichtigt lassen und sicherstellen, dass das Feuer wirklich(!) aus ist, wenn man den Ort verlässt /schlaffen geht.

Es war trotz dieser Erfahrung eine wunderschöne Zeit in Schweden. Wir wünschen Euch allen einen wunderschönen Urlaub. FEUERFREI.


Liebes Scandtrack Team, danke dass ihr uns ein solches Erlebnis ermöglicht. Danke für die außergewöhnlich schönen und entspannenden Tage im Norden! 
geschrieben July 2019, Thorsten G.324 mal gelesen

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