Reiseberichte
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Karibik in Schweden
Eine Woche lang offline bleiben und einfach mal die friedliche Natur auf sich wirken lassen, das war mein persönliches Ziel für unsere Kanutour in Schweden.

Wenn man sich eine Zeit lang in der Natur aufhält, stellt man fest, dass man gar nicht viel zum Leben braucht. Das Camp herrichten, Essen kochen und zum nächsten Spot paddeln, das waren die Hauptbeschäftigungen auf unserer Tour. An jedem Ort gab es so viel Neues zu entdecken, ...› weiterlesen
Eine Woche lang offline bleiben und einfach mal die friedliche Natur auf sich wirken lassen, das war mein persönliches Ziel für unsere Kanutour in Schweden.

Wenn man sich eine Zeit lang in der Natur aufhält, stellt man fest, dass man gar nicht viel zum Leben braucht. Das Camp herrichten, Essen kochen und zum nächsten Spot paddeln, das waren die Hauptbeschäftigungen auf unserer Tour. An jedem Ort gab es so viel Neues zu entdecken, dass es nie langweilig wurde. So fanden wir z.B. einen selbstgebauten Lehmofen, ganz viele frische Blaubeeren, hohe Felsen zum Klippenspringen, einen alten Autofriedhof, und vieles mehr.

Zu Beginn wollten wir unsere Kräfte ein wenig schonen und haben uns dazu entschieden schon nach ein paar Kilometern einen Rastplatz zu suchen um uns erstmal von der weiten Fahrt zu erholen. Dies war keine Fehlentscheidung, denn an unserem ersten Spot wurden wir mit einem Meer an frischen Blaubeeren belohnt.
Diese wollten wir am nächsten Tag zu frischen Pfannkuchen verarbeiten, doch vor lauter Vorfreude landete der erste Versuch als Kaiserschmarrn auf dem Boden, alle weiteren waren dafür umso leckerer!
Was ich besonders geschätzt habe war, dass wir jede Mahlzeit mit Ausblick genießen konnten. Besonders abends gab es fast jeden Tag wunderschöne Sonnenuntergänge und wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft war und sich körperlich angestrengt hat, schmecken die Nudeln mit Tomatensoße vor der traumhaften Kulisse plötzlich wie ein 5 Sterne Menü.

Da wir zu dritt unterwegs waren, haben wir uns nach ein paar Tagen dazu entschieden unsere Kanus zu einem Katamaran zusammen zu binden, was eine der besten Entscheidungen auf unserer Tour war. Die Kanu’s konnten so nicht mehr im Wasser umkippen und wir konnten uns viel besser beim Paddeln absprechen und abwechseln.

„Sind wir eigentlich grade in der Karibik oder in Schweden?“, hieß es als wir am vierten Tag unser Zelt an einer Stelle direkt am Wasser am feinsten Sandstrand aufschlagen konnten. Da es tagsüber ziemlich warm war und die Sonne kräftig auf den Strand geschiehen hat, kam es uns wirklich vor als wären wir irgendwo in der Südsee. Als wir abends dann gemütlich am Lagerfeuer saßen, entdeckten wir plötzlich einen Biber, der ganz nah an unserem Zelt vorbeigeschwommen ist. Das war für mich ein tolles Highlight, da ich vorher noch nie einen echten Biber gesehen hatte.

Glücklicherweise hatte es nur an einem Tag in unserer Woche geregnet, weshalb wir alle weiteren Tage sogar ohne Zelt draußen im Freien schlafen konnten. Abends unter den Sternen einschlafen und morgens von der Sonne geweckt werden ist ein traumhaftes Gefühl.
Nachdem es geregnet hatte, wurde die Lufttemperatur 10 °C kälter, die Wassertemperatur blieb allerdings so warm wie vorher. Dadurch fing das Wasser an zu „dampfen“ und es lohnte sich auch abends noch schwimmen zu gehen.

Am letzten Tag unseres Urlaubes sind wir zu dem alten Autofriedhof in Båstnäs gepaddelt. Ein sehr spannender Ort zum Fotografieren und Entdecken! Der Friedhof ist in der Nähe des Basiscamps, deswegen bot sich hier optimal ein Besuch am letzten Tag an, bevor wir wieder nach Lennartsfors zurück gepaddelt sind.

„Smultron“ heißt auf Deutsch Walderdbeere und eine „Smultronställe“ wäre demnach wörtlich ein Walderdbeerenplatz. Die Schweden sagen das allerdings symbolisch zu besonderen Lieblingsorten.
Meine persönliche Smultronställe auf unserer Reise war definitiv unser Camp „in der Karibik“, bei der uns der Biber "Gute Nacht" und die Sonne "Guten Morgen" gesagt hat.
Alles in allem kann ich die Reise mit Scandtrack sehr empfehlen. Die Organisation und Anreise hat gut geklappt, wir haben super Equipment zur Verfügung gestellt bekommen und waren anschließend völlig frei in unserer Tages- und Routenplanung. Landschaftlich ist Schweden unschlagbar, ich würde jederzeit wieder hinfahren!
geschrieben October 2019, Ann-Sophie H.30 mal gelesen
Die regnerische Einsamkeit
Unsere Vorstellung von Schweden war ganz klar:
Ruhe, Natur und den ganzen Tag Outdoor. Das alles haben wir bekommen. Nur wenige Urlauber wagen den Weg in den schwedischen Norden. Wählt man dann noch eine passende Route kann man eine Woche mit sehr viel Ruhe und wenig anderen Menschen verbringen. Falls das auch euer Ziel ist empfehle ich eine Route gegen den Wind und mit wenig Danos auf der Strecke zu wählen. Die meisten Paddler wollen sich ...› weiterlesen
Unsere Vorstellung von Schweden war ganz klar:
Ruhe, Natur und den ganzen Tag Outdoor. Das alles haben wir bekommen. Nur wenige Urlauber wagen den Weg in den schwedischen Norden. Wählt man dann noch eine passende Route kann man eine Woche mit sehr viel Ruhe und wenig anderen Menschen verbringen. Falls das auch euer Ziel ist empfehle ich eine Route gegen den Wind und mit wenig Danos auf der Strecke zu wählen. Die meisten Paddler wollen sich nicht zu sehr anstrengen und möchten gern ein Dano nutzen.
Auf unserer Route gab es davon wenige. Wir sind eine Route Richtung Norwegen gepaddelt. Da dort wie gesagt wenig Menschen waren haben wir sogar mehrmals ein Dano für uns allein nutzen können.
Da wir 3 Tage gegen Wind paddeln mussten fielen unsere Touren eher klein aus. Den Wind haben wir auf jeden Fall unterschätzt. Doch wir wussten: Der Rückweg wird entspannter. Denn wir haben uns zuvor ein Segel mit 1m Durchmesser gekauft (Kostet ca. 20€ und ist eine absolute Kaufempfehlung!) Mit dem Segel konnten wir den Rückweg in Richtung Camp dann mühelos und mit viel Spaß bewältigen. Da wir festgestellt haben, dass Kanu fahren, jeden Tag Camp ab- und aufbauen und Outdoor-Kochen sehr anstrengend sein kann haben wir uns entschlossen eine entspannte Woche zu machen und lieber ein wenig länger in der Hängematte zu liegen.
Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt. Sonne hatten wir leider recht wenig, daher auch wenig Hängematte-Zeit. Aber die wenigen Sonnenstrahlen haben wir perfekt ausgenutzt!
Wir sind in der zweiten Augustwoche unterwegs gewesen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall wasserdichte Schuhe oder sogar Gummistiefel einzupacken. Da es viel regnete mussten wir unsere nassen Sachen trocknen. Dazu haben wir selbst Schnur und Wäscheklammern mitgenommen, die sind auf jeden Fall ein muss!
Gold wert ist bei Regen das Tarp. Man kann nicht alles im Zelt verstauen und möchte sich ja auch beim Kochen trocken aufhalten können. Daher haben wir mit wenigen Ausnahmen oft das Tarp aufgespannt. Auch dafür lohnt es sich noch extra Schnur mitzubringen. Zum Glück waren wir fit mit Seglerknoten, die haben den ganzen Aufbau um einiges erleichtert.
Ich bleibe mal beim Regen, der hat uns leider am ersten Tag schon interessante Erkenntnisse beschert. Das Klopapier lag bei uns in der Kiste. Die ist leider nicht wasserdicht und in der ersten Nacht sind alle 4 Rollen durchtränkt worden. Zum Glück hatten wir aber noch eingeschweißtes Klopapier dabei, so war unsere Woche gerettet!
Die Temperaturen waren eine Woche vor unserer Ankunft so, dass man im T-Shirt unterwegs sein konnte. Wir hatten während des Fahrens immer Pullover und Regenjacke an. Da es meistens windig war und Wasser ins Boot spritzte haben wir auch noch unsere Regenhosen getragen.
Kleine Info zu den Klamotten: Wenn ihr vor habt Feuer zu machen, dann stellt euch darauf ein, dass eure Sachen auch nach 2 mal Waschen noch nach Rauch riechen können. Aber das soll kein Problem sein, das war es allemal wert!
geschrieben October 2019, Malte G.22 mal gelesen

Alleine auf der Insel oder der Frosch im Vorzelt
Sturmgepeitscht die Wellen am See. Ich frage mich ernsthaft, warum in aller Welt ich 24 Stunden quer durch Österreich, Deutschland, Dänemark und einen Teil Schwedens gereist bin, um dann im Kanu mit all dem Zeugs bei Regen und Sturm auf einem Felsen in Ufernähe zu stranden und nicht mehr weiterzukommen. Am Strand in Italien könnte es doch so gemütlich sein. Aber da hätte ich nicht diese Einsamkeit hier, die schier endlosen Wälder, die Seen ...› weiterlesen
Sturmgepeitscht die Wellen am See. Ich frage mich ernsthaft, warum in aller Welt ich 24 Stunden quer durch Österreich, Deutschland, Dänemark und einen Teil Schwedens gereist bin, um dann im Kanu mit all dem Zeugs bei Regen und Sturm auf einem Felsen in Ufernähe zu stranden und nicht mehr weiterzukommen. Am Strand in Italien könnte es doch so gemütlich sein. Aber da hätte ich nicht diese Einsamkeit hier, die schier endlosen Wälder, die Seen und Inseln. Das Willkommen in Schweden ist heuer sehr unwirtlich. Unausgeschlafen nach der Nacht im Bus, vor lauter Aufregung nichts essen könnend und jetzt noch 2 Stunden zu einer einsamen Insel paddelnd, durchnässt und zittrig. Die Wellen scheinen beinahe das Kanu zu verschlingen, wenn ich nicht aufpasse und mit ganzem Körpereinsatz ruhig und gleichmäßig versuche dagegenzuhalten. Doch nicht gegen die Wellen kämpfen, mit ihnen paddeln bringt mich letztendlich auf meine Insel am fast anderen Ende des Sees (ich hatte es ja so gewollt, die ruhigste Insel hatte ich mir gewünscht…). Noch nie war ich so froh gewesen, festen Boden unter meinen Füßen zu haben.

Baute einfach am nächstbesten Platz mein Zelt auf, zog mir trockene Kleidung an und schlief erstmal. Die ganze erste Nacht regnete es in Strömen. Immer wieder kontrollierte ich alles im Schein der Stirnlampe. Dem Geräuschpegel nach zu urteilen hätte ich längst unter einem Wasserfall treiben müssen, aber zum Glück blieb alles dicht und trocken. Als ich ins Vorzelt schaute, quakte mir doch tatsächlich ein Frosch entgegen, der es sich auf meiner Schwimmweste gemütlich gemacht hatte (dem war es wohl da draußen auch zu nass geworden).

Als ich am nächsten Morgen aus dem Zelt kroch, war der Frosch verschwunden, dafür schien die Sonne! Unglaublich! Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet! Suchte mir einen gemütlichen Platz in der Sonne für mein Frühstück. Das war mal eine Aussicht!!! Jetzt sah ich erst so wirklich, wo ich da gelandet war und wie schön der See war mit sanfteren Wellen, Weitblick und der herrlichen Naturstille. Keine Häuser in Sicht, keine Autos, keine Leute, keine Straßenlaternen des Nachts. Nur ich und die Insel und die wundervolle Natur meines Lieblingslandes.

Was ich so gemacht habe ganz allein die nächsten Tage wird für immer mein Geheimnis bleiben. Fest steht, dass konfrontiert sein mit sich selbst manchmal auch harte Arbeit sein kann. Es war oft sehr windig, ich kam gut weg mit dem Kanu von der Insel, brauchte aber ewig bis ich wieder dort war. An sich war ich einfach nur da – im Hier und Jetzt. Ich musste nichts tun, nichts leisten. Konnte auch einfach nur stundenlang am Strand sitzen und auf den See schauen. Oder bei Regen einfach im Zelt schlafen. Hatte am Ende der Woche eine Karte der Insel gezeichnet und für jede Gelegenheit einen passenden Strand gefunden, einen für den Morgenkaffee, einen für Inspirationen, mehrere zum Schwimmen, ein paar feine Felsen zum Sonnenbaden, ein paar Felsen zum Hineinquetschen bei Regen…
Nachdem ich erkannt hatte, dass mein erster Zeltplatz die windigste Ecke der ganzen Insel war und die Flatterplane mich in den Wahnsinn zu treiben drohte, zog ich kurzerhand um auf die andere, windstillere Seite. Aus der Plane baute ich mir einen Unterstand für das gesammelte Feuerholz (hatte es vorher auf Felsen in der Sonne während der Regenpausen getrocknet), für die Essenstonne und den Kocher. So hatte ich auch bei Regen ein feines Plätzchen zum Kochen mit Aussicht und reichlich Stauraum. Aus der Essenstonne hätte ich noch sehr viel länger leben können, sie war ja für 2 Personen gepackt. Leider hatte ich nur genau 2 Heidelbeeren gefunden. Nun gut.

Wenn ich Lust hatte, fuhr ich eine Runde mit dem Kanu, wenn nicht, ließ ich es bleiben. Einmal setzte ich auch einfach nur ans andere Ufer über und machte eine Wanderung zum Lilla Bör. Abends entzündete ich ein Feuer in der Feuerstelle, an ein paar Abenden regnete es aber auch. An einem klaren Abend legte ich mich mit meinem Schlafsack auf einen Felsen und schlief draußen. Es war herrlich! Als ich mal munter wurde, ging direkt am gegenüberliegenden Ufer der abnehmende Mond auf und ich sah eine Sternschnuppe. Kitschiger ging nicht mehr. Und der Sternenhimmel! So wundervoll!! Die Milchstraße zog sich über den See, für mich immer wieder die schönsten Momente in Schweden.

Irgendwie hatte ich dann recht großen Respekt vor der Rückfahrt zum Camp. Es war immer noch recht windig und der Weg weit. Wollte aber die letzte Nacht auch noch auf meiner inzwischen heißgeliebten Insel verbringen. Auf solchen Reisen lerne ich in solchen Momenten immer enorm viel über mich. Wie gehe ich mit Angst um, wenn ich allein bin? Wie schaffe ich es, ins Vertrauen zu kommen?
In der letzten Nacht wurde der See so still wie ich es noch nicht erlebt hatte hier. Die Stille war gewaltig ohne die ständigen Wellen. Und ich tankte diese wundervolle Ruhe, genoss jeden Atemzug so sehr. Am Morgen war es immer noch still und ich schaffte es in aller Seelenruhe ins Camp, konnte mir sehr viel Zeit lassen und mich unterwegs immer wieder einfach nur treiben lassen im Kanu, was vorher mit dem Wind nicht möglich gewesen war. So konnte es also auch sein…
An sich hatte mir die Zeit alleine dann auch gereicht, sieben Tage ohne Menschen und Gespräche war super, aber ich freute mich auf ein freundliches Gesicht und das Loswerden meiner Abenteuergeschichten, die sich meine Mitreisenden dann anhören durften. Am Hauptcamp wurde es mir schon wieder zu voll und ich machte noch eine feine Wanderung über den Hügel zum Foxen zu einer einsamen Bucht, wo ich ein letztes Mal badete in Schweden.

Fazit: es war eine ganze neue Erfahrung für mich mal so ganz alleine auf einer Insel. War sehr gespannt gewesen, wie es mir da so gehen würde. Freundinnen hatten sich gefragt, ob mir da nicht langweilig werden würde. Nein, war es gar nicht. Es war schön, manchmal herausfordernd, abenteuerlich, lustig, feurig, nass und vieles mehr. Herrlich war das sorglose Wissen darum, alles dabei zu haben von Scandtrack mit einer echt guten Ausrüstung und mehr als genug Essen. Im Vergleich zu meinen anderen Solo-Touren war das sehr entspannend gewesen, sich mal nicht um Zug- und Busverbindungen in Schweden und nicht vorhandene Supermärkte kümmern zu müssen. So hatte ich den Luxus eines Zwei-Personen-Zeltes und hatte auch zwei Schlafsäcke dabeihaben können, wo mir glaub ich noch nie so warm gewesen war beim Schlafen wie dieses Jahr! Ein großes Danke an die Veranstalter und das echt superliebe Team vor Ort!
geschrieben October 2019, Stefanie M.21 mal gelesen
140km mit dem Kajak unterwegs - Scandtrack Schwede
Die Idee nach Schweden zu reisen um eine Kajak Tour zu unternehmen kam relativ spontan. Für uns war es allerdings kein Problem was Vorbereitung und Organisation angeht, da wir das Jahr zuvor schon in Norwegen mit dem Kajak auf den Fjorden unterwegs waren und somit das nötigste an Equipment schon hatten.
Umso schöner wenn dann im Preis auch jede Menge an Ausrüstung mit bei ist, so spart man sich das Gewicht und Stauraum beim packen :)
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Die Idee nach Schweden zu reisen um eine Kajak Tour zu unternehmen kam relativ spontan. Für uns war es allerdings kein Problem was Vorbereitung und Organisation angeht, da wir das Jahr zuvor schon in Norwegen mit dem Kajak auf den Fjorden unterwegs waren und somit das nötigste an Equipment schon hatten.
Umso schöner wenn dann im Preis auch jede Menge an Ausrüstung mit bei ist, so spart man sich das Gewicht und Stauraum beim packen :)

Wir waren wirklich von der wunderbaren Umgebung begeistert und werden keinen einzigen Moment vergessen! Diese Reise können wir nur jedem empfehlen der ein Abenteuer sucht, aber sich nicht zu viel Zeit nehmen möchte um alles zu Planen und Organisieren - das nimmt Scandtrack euch ab ;)

Um sich ein Bild von unserer Reise zu machen haben wir ein Video hochgeladen. Viel Spaß damit :)

https://www.youtube.com/watch?v=0PNApIhyx9M&feature=youtu.be
geschrieben October 2019, Mike T.11 mal gelesen

Von Digital Detox und wilden Tieren
Anruf bei Scandtrack: „Können wir noch spontan ne Kanutour buchen?“
„Wie spontan?“
„Nächste Woche Freitag solls los gehen“
Lachen auf der anderen Seite des Hörers. „Das ist ja nicht spontan. MORGEN wäre spontan! Kriegen wir locker hin.“

Dieser erste Kontakt mit Scandtrack bringt den weiteren Verlauf der Reise auf den Punkt. Es wird einem so einfach wie möglich gemacht, um sich komplett auf das Abente ...› weiterlesen
Anruf bei Scandtrack: „Können wir noch spontan ne Kanutour buchen?“
„Wie spontan?“
„Nächste Woche Freitag solls los gehen“
Lachen auf der anderen Seite des Hörers. „Das ist ja nicht spontan. MORGEN wäre spontan! Kriegen wir locker hin.“

Dieser erste Kontakt mit Scandtrack bringt den weiteren Verlauf der Reise auf den Punkt. Es wird einem so einfach wie möglich gemacht, um sich komplett auf das Abenteuer Kanutour einlassen zu können. Für uns ging es in Köln quasi direkt vor der Haustür los. Rein in den Bus, zwei Mal Fähre und schon waren wir in Schwedens Seenparadies angekommen. Hier stand alles bereit. Die Cornflakes wurden schnell noch gegen eine zweite Dose Leberwurst ausgetauscht und schon gings los aufs Wasser. Wie die Bienen sind alle Teilnehmer vom Camp aus ausgeschwärmt.

Ein Traum von Mittsommer, zur längsten Tageszeit des Jahres gab es ja mehr als genug Zeit zu Entdecken und Genießen. Wir hatten keine großen Pläne geschmiedet und wollten einfach den Moment genießen, ohne Kalendertag und Uhrzeit. Vielleicht hat das Schicksal es so gewollt und dafür gesorgt, dass zwei unserer Powerbank leer in den Rucksack gewandert sind. So war der Akku eines unserer Handys direkt aufgebraucht. Geschadet hat das allerdings nicht. Im Gegenteil. Endlich im Hier und Jetzt ankommen. Nur wir zwei, unser Kanu und das große Wasser. Das einzige wirklich geplante Ziel war der Autofriedhof von Bastnäs, den wir zu Ende der Reise ansteuern wollten. So paddelten wir einfach, wie uns danach war - mal kurze Routen, mal längere Strecken. Bei strahlendem Sonnenschein, wie bei Regen waren wir unterwegs. Am meisten im Gedächtnis werden uns wohl aber die Wellen mit Schaumkronen bleiben, die einem das Adrenalin in den Adern hoch trieben und nur Zick-Zack Kurs am Ufer möglich machten. Endlich Abenteuer! Raus aus dem Alltag und direkt mitten drin. Auch der Kanuwagen wollte mal benutzt werden, für eine Umtragestelle. Besonders schön aber waren spätabendliche Überfahrten bei tollem magischen Licht und einer Wasseroberfläche, so glatt wie ein Spiegel.

Schon auf der ersten Insel gab es vor allem eine faszinierende Sache zu finden: Elchkacke. Ich folgte der Spur aus braunen Kötteln, wie der gestrichelten Linie auf Schatzkarten – nur dass ich anstatt Gold bei der mit einem roten X versehenen Stelle unbedingt einen Elch erwartete. Die Spur war nahezu auf jeder noch so kleinen Insel zu finden. Ich kämpfte mich durch Dickicht, über bewucherte Hügel und schaute hinter jedem Felsen. Zu gerne würde ich davon erzählen, wie wir auf dem spiegelglatten See paddelten und ganz dicht neben unserem Kanu plötzlich erst ein riesiges Geweih und dann der ganze Elch auftaucht, stundenlang neben uns her schwamm und ein Knoppers aus meiner Hand fraß. Stimmt aber leider nicht. Den wildesten Tieren, denen wir in dieser Zeit begegnet sind, waren Zecken, ein Blutegel und Stechmücken. Wir habens aber überlebt.

Die Lagerplätzen wurden bunt gemischt, mal einfach der wunderschöne Spot im Nirgendwo, wie auch die Danos, die an tollen Orten zum Verweilen lockten - und an denen sich die ein oder andere Begegnung mit netten Gleichgesinnten ergab. Hier konnten sich tolle Gespräche und gemütliche Lagerfeuerabende bei einer guten Tasse Wein (neben Parmesan und Oregano fürs Stockbrot DER selbst-mitbring-Tipp Nummer 1!) entwickeln. Beste Gelegenheit, um so auch den ein oder anderen Tauschhandel zu vollziehen. Eiweißbrot gegen Vollkornbrot. Bester Deal der Woche. Und egal ob auf Feuer oder Trangia, es wurden immer reichlich leckere Gerichte aus der blauen Tonne gezaubert, die bis zum Ende immer etwas Gutes bereit hielt. Die Angel war zwar eingepackt und der nötige Schein dafür vor Ort im Camp gekauft, selbst gefangene Fische landeten bei uns allerdings nicht in der Pfanne. Es gab einfach so viel anderes zu tun, sehen, erleben und wenn dann mal Zeit und Lust da war, wurde die Freude schnell durch die lästigen kleinen Quälgeister von Stechfliegen im Keim erstickt… Die waren wirklich der einzige Wermutstropfen auf der Reise. Man sollte sich also definitiv wappnen – oder nicht im Sommer fahren. Normalerweise sind wir sonst mit dem Rucksack unterwegs und wollten uns voll auf dieses Abenteuer Kanu einlassen, pendelten zwischen Festland und den größeren und winzigen Insel. Ob an den Hauptseen oder den engen Seitenarmen und Passagen, die alle auf ihre Art und Weise in eine andere Welt entlockten, die es zu schützen und schätzen lohnt. Zwischenzeitlich schien die Zeit still zu stehen und jeder Tag hielt etwas Besonderes bereit, was wir nicht mehr vergessen werden. Eine wundervolle Reise, an der wir gewachsen sind, bestens abschalten und digital detox betreiben konnten und vor allem ein Zuhause in der Natur gefunden haben.
Und Eins ist sicher: wir kommen wieder.

Franziska & Philipp
geschrieben October 2019, Franziska L.76 mal gelesen
12 3 ... 100

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