In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Einer von uns träumte schon lange von einer einsamen Tour durch die schwedische Wildnis und das am besten irgendwo am Wasser. Für die andere war genau das die perfekte Idee für ein Geburtstagsgeschenk zum 30. Geburtstag. Derjenige mit den großen Träumen musste sich deshalb kaum um die Planung kümmern und konnte einfach weiterträumen. Die andere organisierte zwar die gesamte Reise, wusste aber selbst noch nicht so recht, worauf sie sich eigentlich einlassen würden.
Ein paar Tage vor der Abreise standen wir dann vor unseren Kleiderschränken und überlegten, was wir überhaupt mitnehmen sollten. Das Gepäck war begrenzt, denn wir reisten nur mit Handgepäck im Flugzeug. Viel Platz blieb also nicht. Mit wenig Gepäck und einer Tüte voller Lebensmittel, die wir noch in Hällefors, unserem Ausgangspunkt, besorgt hatten, kamen wir schließlich im Camp an. Noch immer etwas naiv und blauäugig, aber voller Vorfreude und Motivation. Zum Glück konnten wir einen Teil der Ausrüstung, wie Zelt und Schlafsäcke, vor Ort ausleihen und mussten diese nicht selbst aus Österreich mitnehmen. Vor Ort wurde uns dann noch die Route erklärt und wir wurden zum Startpunkt gebracht. Erst in diesem Moment wurde uns wirklich bewusst: Jetzt geht es los. Jetzt sind wir tatsächlich unterwegs.
Die Wettervorhersage für den ersten Tag war gut, für den nächsten war allerdings Regen angekündigt. Also paddelten wir voller Motivation los. Nach dem ersten Übersetzen hatten wir schnell den Dreh raus. Jeder „lift“ machte uns immer mehr Spaß und auch das Paddeln ging trotz Gegenwind von Stunde zu Stunde besser. Aus dem Träumer und der Organisatorin wurden zwei selbsternannte Profis.
Für die erste Nacht fanden wir einen wunderschönen Platz direkt am Wasser. Wir kochten, saßen am Lagerfeuer und genossen die Ruhe und die Natur um uns herum. Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen war eisig kalt, aber unglaublich schön. Der rot gefärbte Himmel kündigte bereits den Wetterumschwung an. Nach einer weiteren Runde Schlaf wurden wir schließlich vom Regen geweckt. Doch genau dieser Tag wurde im Nachhinein einer der schönsten. Die Stille, der angenehme Duft des Regens und die besondere Atmosphäre im Wald machten alles fast magisch. Wir blieben lange in unserem kleinen Unterschlupf, hörten dem Regen zu und ließen die Zeit einfach verstreichen.
Am nächsten Morgen war die Motivation bei strahlendem Sonnenschein sofort wieder da. Wir paddelten weiter durch die einsame Landschaft, vorbei an unberührter Natur und stillen Ufern. Irgendwann verstummten auch die vielen Gedanken im Kopf. Wichtig war plötzlich nur noch, Zeit am Wasser zu verbringen, zu paddeln, zu überlegen, was wir abends am Feuer kochen würden, wer Holz sammelt, wie wir uns nachts am besten zusammenkuscheln, damit uns in der Kälte warm bleibt, oder wie wir unsere Badesachen nach einer erfrischenden Abkühlung im Wasser wieder trocken bekommen.
Man beginnt, die kleinen Dinge wieder zu schätzen. Man merkt, wie dankbar man eigentlich für all das sein kann, was man hat, und dass es im Leben oft gar nicht viele materielle Dinge braucht, um wirklich glücklich zu sein.
Im Nachhinein betrachtet hatten wir unglaublich viel richtiggemacht, oder vielleicht auch einfach nur sehr viel Glück gehabt. Das Wetter war tagsüber nahezu perfekt. Die Nächte dagegen waren noch kalt, doch genau das machte die Abende am Lagerfeuer erst so richtig gemütlich. Der Regentag ließ die Gedanken still werden und schenkte uns eine Ruhe, die man im Alltag kaum noch findet.
Vielleicht war es aber auch gerade unsere naive Art, mit der wir in dieses Abenteuer gestartet sind. Weil wir uns im Vorfeld gar nicht allzu viele Gedanken gemacht hatten, fühlte sich alles noch intensiver und überwältigender an.
Auch die Reisezeit hätte kaum besser sein können. Während der gesamten Tour sahen wir nur zwei andere Boote und selbst die nur in weiter Ferne. Ansonsten waren wir vollkommen alleine. Nur wir, das Wasser, die Wälder und diese unbeschreibliche Ruhe der schwedischen Wildnis.