In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Absolute Stille
Unser kleines großes Abenteuer auf dem Foxen
Voller Vorfreude auf Schweden hieß es am 15.08.2026: Koffer packen. Das gestaltete sich grundsätzlich routiniert. Es war ja nicht unser erster Urlaub, und das Prinzip Tetris war uns beiden bekannt. Dieser Tetris-Skill stellte sich zu einem späteren Zeitpunkt als sehr nützlich heraus. Das große Pack-Tetris hatte begonnen, und zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass es uns noch in vielen weiteren Momenten begleiten würde.
Als Wiederholungstäterin (2010) erzählte ich meinem Lebenspartner von den tollen Erlebnissen meiner Kanu-Tour im Jahr 2010. Diese besondere Erfahrung wollte ich unbedingt mit ihm teilen und ihm die Gegend und die Stille zeigen. Unsere Fahrt aus Dresden startete wie gewohnt. Wer kennt es nicht? Gedanken über Gedanken schossen durch den Kopf: „Haben wir etwas vergessen einzupacken? Haben wir an alles gedacht?“ Doch mit jedem Kilometer, den wir uns von zu Hause entfernten, wurden die Gedanken stiller.
Das Abenteuer „6 Tage Kanufahren auf dem See Foxen“ begann am 16.08.2026, und jeder Tag war mit Highlights gefüllt.
Dank Scandtrack waren wir mit reichlich Proviant und Material für die komplette Woche ausgestattet – und das alles sollte in dieses eine Kanu. Das Spiel „Pack-Tetris“ begann und wurde erfolgreich gespielt. Endlich konnten wir in See stechen und fuhren zielgerichtet zur ersten Empfehlung des Scandtrack-Teams: dem Autofriedhof in Båstnäs.
Wer kennt sie nicht, die Automarken Simca, Hillman, Wolseley und Borgward? Begeistert von diesem verborgenen, stillen Ort mit seiner ganz eigenen Geschichte und den Automarken, von denen wir noch nie etwas gehört hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem ersten Übernachtungsplatz.
Dieser sollte zu Beginn gleich ein DANO werden. DANO ist ein gemeinnütziger Verein, der in diesem Seensystem naturnahe Lagerplätze anlegt und pflegt, u. a. mit Feuerstelle, Windschutz und Trockentoilette. Natur pur – das bedeutete auch: Zecken, Mücken und Co. Doch mit einem Tee aus Fichtennadeln und den ersten Preiselbeeren hatte man das Gefühl, so langsam in der Stille der Natur anzukommen. Und so wurde auch das innere „Ich“ langsam ruhiger.
Niemand, der sagt: „Steh auf!“, kein Wecker, der dich wachklingelt – nur die Geräusche der Natur und vielleicht der Drang zur Toilette, der dich langsam wachwerden lässt. Im weiteren Verlauf nutzten wir die Gelegenheit, mal eben schnell über die Grenze nach Norwegen zu paddeln. Darauf aufmerksam macht einen lediglich die wasserfeste Karte und die obligatorische Nachricht: „Datenroaming in Norwegen kostet in Ihrem Tarif […]“.
Wie uns gesagt wurde, sitzt die „Kraft“ vorne und das „Gehirn“ hinten im Boot, sodass unser Teamwork von Paddelschlag zu Paddelschlag immer besser wurde. Auch an der Angelkunst versuchten wir uns – für uns natürlich komplettes Neuland. Dabei kamen wir öfter in den Genuss, baden zu gehen, um feststeckende Blinker, Wobbler und Co. zu befreien. Leider wollte während des gesamten Zeitraums kein Fisch so richtig beißen. Immerhin war mit der Befreiung der Kunstköder das Waschen gleich erledigt, aber wir hatten ja immer noch das Proviantpaket, darunter einige Nervennahrung für schlechte Zeiten. 😊 Somit war Hungern ausgeschlossen!
Vom Ehrgeiz gepackt, suchten wir uns also die nächste Herausforderung: Feuer machen mit einem Feuerstein beziehungsweise Feuerstahl. Auch das war eine Premiere für uns. Nach der Suche nach perfektem Zunder konnten wir schließlich auch hier einen Erfolg für uns verbuchen.
Von Tag zu Tag richtete sich unser Blick immer mehr auf das „Hier und Jetzt“, auf die kleinen Dinge und die Erfolgserlebnisse des täglichen Outdoor-Daseins. Als passionierte Hobbyfotografin war ich hellauf begeistert, als wir am nächsten Tag ein Fischadlernest auf einer kleinen Insel entdeckten und beobachten konnten. Nun hieß es: ruhig und bedacht die Kamera rauskramen und das Objektiv wechseln – und das alles, ohne zu kentern. Gleichzeitig blieb nur zu hoffen, dass die beiden Jungvögel und die Vogelmutter nicht inzwischen weggeflogen waren. Wir hatten Glück und konnten tolle Momente aus der Rubrik „Faszination Tierwelt“ festhalten. Definitiv eines der Highlights dieser Woche!
Verteilt auf die vielen Inseln gab es immer wieder kleine Zwischenziele, die zum einen mein Fotografenherz und zum anderen das Geocacher-Herz meines Partners höherschlagen ließen. Nachdem wir die perfekte Insel für uns als weiteren Übernachtungsplatz erobert hatten, freuten wir uns, eine Insel ganz für uns alleine zu haben. Wer braucht schon Handy, Insta und Arbeit, wenn man so etwas erleben darf? Eine Insel, die noch nicht von den vielen Wassertouristen vor uns abgeerntet worden war. Es blieben genügend Blaubeeren übrig. Also hieß es: sammeln, Teig und Blaubeerpfannkuchen zum Frühstück zubereiten. Einfach ein Traum!!! Mit tiefblauen Zungen und einem breiten Grinsen im Gesicht ging es wieder aufs Boot.
So eine absolute Stille auf dem See wie an diesem Tag hatten wir noch nie in unserem Leben erlebt. Nur der eigene Atem war zu hören. Mitten auf dem See spiegelten sich die Wolken im Wasser, die Sonne schien uns ins Gesicht und kein einziger Windhauch störte diese Stille. Beängstigend, ungewohnt und dennoch faszinierend zugleich. Magisch!!! Den perfekten Abschluss bildeten am Abend ein selbstgemachtes Lagerfeuer mit „Würstchen im Schlafrock“ und Knüppelteig. Wenn uns jemand fragen würde: „Was ist für euch Reichtum?“, dann würden wir definitiv diesen Tag als Reichtum für uns beschreiben.
Am nächsten Morgen weckten uns zunächst undefinierbare Geräusche. Ein Eichhörnchen suchte sich sein Frühstück zusammen. Zum Glück war die Kamera stets griffbereit. Der sportliche Ehrgeiz war erneut geweckt, ein schönes Foto zu knipsen. Naturgemäß verhielt sich das Eichhörnchen ähnlich seinem Artgenossen aus dem Film „Ab durch die Hecke“, und so war das perfekte Foto ein hartes Stück Arbeit. Letztlich erfolgreich, führte es jedoch zu einer verzögerten Abfahrt, aber uns drängte ja zum Glück nichts.
Nach kurzer Fahrt zogen das erste Mal dunkle Wolken am Himmel auf. Also wieder rechts ran, alles gut einpacken, inklusive uns selbst, und wieder aufs Wasser. Zwei Regengüsse später erwies sich unser Equipment als sehr nützlich. Während des Abendbrots genossen wir noch einmal das TV-Programm. Hierbei lief gerade „Der perfekte Sonnenuntergang“.
Dann hieß es ein letztes Mal: Zelt abbauen, Sachen zusammenpacken und kontrollieren. Inzwischen war das Be- und Entladen des Kanus perfektioniert worden. Nennt uns Tetris- und Packprofis! 😊 Ein letzter Blick zurück auf den Foxen, die letzten C- und J-Paddelschläge und schon begrüßte uns das Team von Scandtrack wieder am Ufer.
Mit vielen tollen Erlebnissen, besonderen Momenten und wunderschönen Gefühlen im Gepäck sind wir dankbar für diese Erfahrung und für das innere Glück und die Zufriedenheit, die wir dabei erleben durften. Wir können nur jedem, der genau das ausprobieren möchte, empfehlen, einfach den „Buchen“-Knopf zu drücken. Wir würden es wieder tun. 😊