Scandtrack Kanutour Schweden MG0178
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Berichte aktuelle
Saison

In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

Autor: Katja S., 03. September 2026

Auf eigene Faust!

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Meine Reise nach Schweden hat eigentlich schon acht Monate vor der eigentlichen Schwedenreise begonnen, und zwar auf der Webseite von Scandtrack. Dort habe ich mich eines Winterabends mal gründlich umgeschaut und mir sämtliche Informationen einverleibt, die dort super toll zur Verfügung gestellt werden. Man kann dort Infos zu fast allem finden. Nachdem ich das alles zehnmal durchgelesen hatte, habe ich mich dann für eine Kanu-Tour auf eigene Faust in der Dalsland-Region entschieden. Die wenigen verbleibenden Fragen wurden mir per E-Mail zügig und kompetent beantwortet.

Dann schwelgte ich einige Monate in Vorfreude. Nach der Bezahlung der gesamten Reise habe ich meine Reiseunterlagen per Post inkl. Wasserwanderkarte erhalten und konnte schon wieder traumreisen und mir überlegen, wo ich übernachten möchte. Es gibt eine tolle App von DANO, auf der man die Unterkünfte ansehen kann. Die Unterkünfte sind auf der Karte mit Nummern gekennzeichnet.

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Um 22:15 Uhr ging es dann endlich los! Der Bus stand in Hamburg bereit. Der Busfahrer nahm alle freundlich in Empfang und wies mir den Sitzplatz für die nächsten Stunden zu. Durchschlafen ging leider nicht, da man zweimal die Fähre nimmt und bei der ersten nicht im Fahrzeug verbleiben darf. Da es dunkel war, habe ich von der Überfahrt zwar nicht viel gesehen, konnte mir jedoch leckere Croissants gönnen.

Als ich früh morgens langsam die Augen öffnete, fuhr an mir die schwedische Landschaft vorbei. Vom Bus aus habe ich Hasen, Störche und Hirsche entdeckt. Um ca. 9 Uhr sind wir dann in Bengtsfors angekommen und wurden auch hier freundlich in Empfang genommen. Es gab ein kurzes Briefing bezüglich der Regeln fürs Wildcampen und ein Goodie Bag! Ich liebe Goodie Bags. Ich möchte euch hier aber nichts weiter darüber erzählen, sonst ist die ganze Überraschung ja schon vorbei. So könnt ihr euch auch auf etwas freuen.

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Nach dem Papierkram gab's eine Einführung ins Kanu, die Ausrüstung wurde ausgehändigt und ich machte mich ans Beladen des Kanus. Ich habe dies nicht ganz so sorgfältig getan, da ich einfach nur loswollte. Gegen Ende der Reise hatte ich das Packen dann aber perfektioniert.

Endlich auf dem Wasser. Als ich aus dem geschützten Kanal fuhr, empfing mich auch schon ein straffer Wind. Da ich eine Insel anschauen wollte, landete ich glatt auf der windzugewandten Seite des Sees. Die Wellen kamen quer über das Kanu drüber, ich musste bei jedem Paddelschlag kämpfen, versuchte, ein Ziel vor Augen zu haben und auf dieses zuzusteuern. Der Wind spritzte das Wasser, das normalerweise vom Paddel gerade herunter ins Wasser läuft, in mein Gesicht und auf meine Kleidung. Auch die Wellen schwappten gefährlich an meine Spritzdecke heran, sodass ich auf einer Seite komplett durchtränkt wurde. Na, so hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.

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Erst musste ich mir etwas Trockenes anziehen und dann einen anderen Winkel zum Wind finden. Aber auch hier perfektionierte ich während der Reise die Kanuposition in Relation zum Wind.

Das erste Mal das Zelt auf einem Plätzchen aufzubauen, das ich mir ausgesucht hatte, war toll. Erst erkundete ich die Umgebung und stellte dann das Zelt an der für mich am besten geeigneten Stelle auf. Mein Essen hatte ich bereits zu Hause gekocht, mit einem Dörrgerät gedörrt und vakuumverpackt. Es gab Instant-Nudeln mit gedörrter Tomatensauce, verfeinert mit getrockneten Frühlingszwiebeln und einem Schuss Olivenöl. Als ich mir den ersten Löffel – äh, Spork – in den Mund schob, sah ich vor mir das Wasser, in dem sich die riesigen, mächtigen Nadelbäume fast genauso klar wie im Original widerspiegelten.

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Für mich war es das erste Mal Skandinavien überhaupt. Ich liebe die Natur und es war ... einfach wow! Diese harten, weißen Flechten, die Nadelbäume, die Preisel- und Blaubeeren ... Vögel, die an den Bäumen rauf- und runterspazierten. Ja, sogar zwei Nerze habe ich gesehen. Ich bin lautlos ca. zwei Meter entfernt an ihnen vorbeigeglitten.

So verbrachte ich jeden Tag mit Frühstück, dann paddeln, irgendwo mein vorgekochtes Mittagessen essen, weiter paddeln, Zelt aufbauen, kochen, essen, relaxen und Natur bestaunen. Es war eigentlich immer etwas zu tun. Auch Körperpflege.

Uns wurde geraten, immer das Wetter genau zu studieren. Das habe ich natürlich gemacht und mir einen sonnigen Tag für eine vollumfängliche Körperwäsche ausgesucht. Es ist schon fast etwas romantisch, ins Wasser zu steigen, umgeben nur von Bäumen, weit und breit kein Mensch, und sich und seine Klamotten mal gründlich zu waschen.

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Nach dem Schwimmen habe ich meinen Bidon, den ich von Scandtrack ausleihen konnte, mit Wasser gefüllt und an Land, weit genug von der nächsten Wasserquelle entfernt, dann das biologisch abbaubare Shampoo und Duschgel abgespült. Am besten gleich komplett angezogen ins Wasser springen, dann macht man grad noch eine Wäsche im gleichen Atemzug. Schmutziges Geschirr kann man natürlich auch gleich mitnehmen.

Es gab aber auch Momente, in denen ich das Ganze anzweifelte. Es hat einmal so stark geweht, dass sich die Zeltstäbe bogen und ich das Zelt wieder abbauen und mir einen anderen Schlafplatz suchen musste. Ich musste nach einem Sechs-Stunden-Paddeltag nochmals eine volle Stunde nach einem neuen Plätzchen suchen und konnte das Zelt erst gegen 20:30 Uhr aufbauen.

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Ein weiteres Mal war Regen über Nacht angesagt und ich habe mir eine super tolle DANO-Schutzhütte gesucht, in der ich wunderbar trocken blieb. Das Zelt konnte ich in dieser Hütte natürlich nicht aufbauen. Ich hatte die ganze Nacht Schiss, dass einer dieser Nerze meine Dörrkost anknabbert, und jedes Mal, wenn ich die Augen öffnete, sah ich in den dunklen Wald.

Aber ich habe es geschafft! Ich habe ganz alleine wild geschlafen, mein eigenes, vorbereitetes Trekkingessen geknabbert, Entscheidungen getroffen, wo und wann ich übernachten möchte, wie weit ich paddeln möchte, Wind und Wetter studiert und nebenbei noch Kanu gefahren. Ein mega Erlebnis.

Ich kann auch Scandtrack bestens empfehlen, da man mit denen einen Reiseanbieter hat, der für alles sorgt. Man muss nichts selber organisieren und kann einfach in den Bus einsteigen und ist im Urlaub.

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Autor: Katja S., 03. September 2026