Scandtrack Kanutour Schweden MG0178
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Berichte aktuelle
Saison

In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

Autor: Markus H., 09. August 2026

Ein schwedischer Sommertraum (ganz ohne Stechmücken)

Scandtrack Kanutour Schweden Tag-11

Tag 1 - Montag 13.7.

Ankunft am Campingplatz Falkudden, nach der Anmeldung bei der deutschsprachigen Besitzerin erfuhren wir, dass der Transport mit dem Auto bis zum Nationalpark nicht so spontan möglich war, worauf wir uns entschieden, nicht die geplante Route über die zig Stromschnellen zu nehmen, sondern entspannt die nächsten Tage im Seengebiet zu verbringen. Da wir kein Bargeld dabei hatten, buchten wir den Angelpass online und nahmen die Ausrüstung entgegen. Der Kanadier aus Alu war leicht und in top Zustand. Neben Schwimmwesten und einem Klappwagen liehen wir noch einen zusätzlichen Packsack - davon kann man nie genug haben. Vor dem Laden stärkte uns ein kleines Vesper, das wir schon morgens gerichtet hatten. Die Menge an Taschen passte perfekt ins Boot, sodass wir schnell startklar waren. Es ging los Richtung Westen, der Wind kam uns angenehm entgegen, für Wellen reichte er kaum. Da es schon gegen 14 Uhr war und wir am ersten Tag entspannt nach einem Schlafplatz suchen wollten, paddelten wir mit offenen Augen um ein paar Inseln herum. Die ein oder andere Erkundungstour an Land führte zwar nicht zu einem Schlafplatz, jedoch stolperten wir über ein fast vollständiges Elchgerippe, das wohl schon sehr lange dort lag. Bei der nächsten Insel fanden wir dann unser Glück. Ein traumhafter Spot mit Feuerstelle direkt am See, Zeltplatz unter Bäumen mit freiem Blick nach Osten und Westen. Nach dem Ausladen war der Zeltaufbau mit geübten Handgriffen schnell erledigt. Weil das Wetter gut werden sollte, verzichteten wir auf das Außenzelt. Der tags zuvor in Stockholm gekaufte Campingtisch erwies sich als echter Game Changer! Leicht, aber stabil und superschnell aufgebaut, wurde er zum Zentrum für den anstehenden Abend. Wir teilten uns auf, einer holte Feuerholz, der andere bereitete alles für den Couscous Salat mit Feta vor. Die Feuerstelle war, wie im Scandtrack Buch beschrieben, eine LKW Felge mit Luftlöchern an der Unterseite und erfüllte perfekt ihren Dienst, sogar ein großer Rost hing nebenan am Baum. Obwohl es viele Tage nicht geregnet hatte und es tagsüber über 30 Grad gab, war es mit Waldbrandstufe 4 erlaubt, ein kleines Feuer zum Kochen zu machen. Wie es sich für die Wildnis gehört, kam dazu nur Birkenrinde und ein Feuerstahl zum Einsatz. Trockenes Holz gab es in großer Menge, sodass unser erstes Kochfeuer schnell knisterte. Bei strahlendem Sonnenschein - um 20 Uhr - ließen wir uns das Abendessen mit Blick auf den spiegelglatten See schmecken. Was für ein Glück, dass es dieses Jahr keine Schnaken gab! Die wenigen Bremsen ließen sich erfolgreich mit Mückenspray auf Abstand halten. So war der Ausblick auf den ruhigen See auch für uns Entspannung pur. Zeit die Angel vorzubereiten, wie ich von einem Freund erfahren hatte, angelt man in Schweden mit einem Wobbler auf Raubfische und die sind in der Dämmerung aktiv, vor allem Hechte. Da ich nicht wusste, wie der See am Grund aussah, entschied ich mich auf das einfache Durchziehen des Köders. Nach ein paar erfolglosen Würfen machte ich zumindest bei der Distanz Fortschritte. Und dann war er endlich da, der ersehnte Moment! Ein Zuppeln an der Schnur, kurzes Anrucken und dann spürte ich es deutlich, ich hatte was am Haken. Langsam holte ich die Angel ein und sah ihn, ein kleiner Hecht kämpfte gegen die Schnur. Vielleicht 40 cm groß zog er direkt vor mir schnelle Kreise. Vor lauter Aufregung vergaß ich, dass ich ja gar keinen Kescher dabei hatte und wollte ihn stattdessen einfach am Haken aus dem Wasser ziehen. Das war sein Glück, kaum aus dem Wasser konnte er sich losreißen und verschwand blitzschnell im dunklen See. Was für eine Enttäuschung! Und doch, es war mein erster richtiger Biss in Schweden. Voller Hoffnung, dass es bestimmt noch weitere hungrige Hechte hier gab, stellte ich mein Glück auf die Probe. Leider ohne Erfolg. Es sollte an diesem Abend bei dem einen Biss bleiben. Um 23 Uhr, es war immer noch taghell, wollte eigentlich nur der Verstand ins Bett, der Körper hingegen war noch hellwach. Mit Außenmaske und Ohropax kamen wir dann doch endlich zu Ruh. Der Schlaf jedoch war nur von kurzer Dauer, denn es wurde doch kälter als gedacht, bei um die 10 Grad kamen unsere leichten Schlafsäcke an ihre Grenzen. Da half auch das zweite Paar dicke Socken nicht, die Füße blieben kalt.

Scandtrack Kanutour Schweden Tag-12

Tag 2 - Dienstag 14.7.

Dafür ging um 4 Uhr die Sonne schon wieder auf und wärmte das Zelt. So holten wir die nachts verpassten Stunden einfach im gleißenden Licht der Morgensonne nach. Um 9 Uhr war es neben zu hell auch noch zu warm zum Weiterschlafen und der Gedanke an den ersten Kaffee ließ uns endlich aufstehen. Weil wir ja Zeit hatten, kam für das Frühstück die Buschbox zum Einsatz. Mit zwei Händen voll trockenem Reisig war neben dem Wasser für den Cappuccino auch noch das Porridge gekocht. Verfeinert mit Rosinen und Apfelstückchen gab es uns Kraft für den bevorstehenden Tag. Der Abbau ging ebenso schnell wie der Aufbau, sodass wir eine Stunde später schon wieder im Boot saßen, bereit für das nächste Abenteuer. Das ließ nicht lange auf sich warten, denn es ging Richtung Stromschnellen. Das Brausen und Tosen des schnellen Wassers kündigten diese schon von Weitem an. Zu gefährlich zum Durchfahren mussten diese umtragen werden. Am Ausstieg gab es einen kleinen Rastplatz mit Feuerstelle und Schutzhütte, an dem wir uns den Rest Couscous Salat als Mittagessen schmecken ließen. Zu Fuß ging es erstmal den Umtrageweg auszukundschaften. Wie von der Campingplatzbesitzerin erwähnt, war der Weg nicht wirklich zum Umtragen geeignet. Hüfthohes Gras, armdicke Wurzeln, Löcher mit Regenwasser und ein Schrei: "Achtung, Schlange!" Erschrocken wie seit Kindestagen nicht mehr, starrten wir auf den Boden, direkt vor uns eine Ringelnatter mit knapp 50cm Länge, die, von uns aufgeschreckt, schnell das Weite suchte. Die schlängelnden Bewegungen holten unsere Urängste zurück in unser Bewusstsein. Mit pochendem Herzen ging es weiter den Pfad entlang zum Ende der Stromschnellen. Der darauf folgende Abschnitt des Flusses sah nicht wirklich vielversprechend aus, denn bis zum Naturschutzgebiet gab es noch zwei weitere, längere Umtragestellen. In den fünf Tagen, die wir hatten, wäre die Strecke nur mit großem Aufwand zu schaffen gewesen und im Naturschutzgebiet hätten wir dann keine Zeit mehr gehabt. So entschieden wir uns auf dem Rückweg zum Rastplatz, die heutige Nacht hier zu verbringen und am nächsten Tag eine Wanderung zu einem nahegelegenen See zu unternehmen. Nach erfolgreicher Putzaktion der Schutzhütte, fühlten wir uns wohl und beschlossen, das Zelt mangels Alternative, in der Schutzhütte aufzubauen, so hatten wir es ein bisschen wärmer und einen ebenen Boden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rastplatzes war ein Sommerhaus mit großem Holzsteg, den wir nachmittags zum Baden nutzen. Dank der Feuerstelle entschieden wir uns für Pellkartoffeln mit Kräuterfrischkäse als Abendessen. Eine herumliegende alte Schnur eignete sich perfekt als Leine für die zwei Bierdosen, die im Wasser gekühlt, so nicht den Stromschnellen zum Opfer fielen. Unerwartet bekamen wir einen kurzen Besuch eines Marders, der mehrmals stehen blieb und neugierig zu uns rüber sah, dann aber hinter der Schutzhütte verschwand. Da der Rastplatz etwas im Wald lag, verbrachten wir die zwei Stunden Sonnenuntergang auf dem Steg. Ich holte die Angel wieder raus und versuchte erneut mein Glück. Die vielen Grundelblasen zeigten, dass die Fische schon aktiv waren. Leider blieb mir auch an diesem Abend Petris Heil fern, nicht mal ein Zuppeln an der Leine konnte ich spüren. Enttäuscht über das nicht eintretende Angelglück und gleichzeitig berauscht von der Schönheit der Natur, der glitzernden Abendsonne auf dem glatten See, vom warmen Wind, der sanft die nackte Haut streichelt, vom Rauschen der feinen Blättern der Birkenbäume, so fragte man sich, ob das nicht alles ein Traum sei? Dieses Bild vor Augen ließen wir den Abend mit kühlem Bier und süßen Snacks ausklingen.

Scandtrack Kanutour Schweden Tag-13

Tag 3 - Mittwoch 15.7.

Die Nacht im Zelt in der Schutzhütte war deutlich angenehmer, auch wurde es durch die drei Seiten Holzwand nicht so schnell hell morgens. So starteten wir den Tag wie gewohnt mit Kaffee und Porridge, diesmal angenehm aufrecht sitzend am Holztisch mit Bank und packten dann unseren Rucksack für die Wanderung. Mit Mittagssnack und vollem Wassersack ausgestattet, liefen wir wieder den Fußweg an den Stromschnellen vorbei. Durch Zufall trafen wir erneut eine Oma mit ihrem Enkel, der auch am Tag zuvor am Ausgang der Schnellen nach Hechten angelte. Nach kurzem Hallo und der Info, dass er ja gestern schon einen großen Hecht an der Angel gehabt hätte, nahm ich mir vor, es heute Abend auch wieder zu versuchen. Der Weg führte uns weiter über offene Haferfelder, die noch ganz grün waren - bei uns daheim in Deutschland war die Ernte bereits vorüber - und das obwohl die Sonne mit aller Kraft vom Himmel brannte. Eigentlich sollte es bewölkt sein, hatte der Wetterbericht angekündigt, daran hielten sich die Wolken aber leider nicht. So trotteten wir mit tief ins Gesicht gezogenen Hüten von Baumschatten zu Baumschatten. Endlich kam ein Dorf in Sicht, wobei Dorf etwas übertrieben war. Anhand der zentral gelegenen Briefkästen, die alle wie an einem schwarzen Brett nebeneinander aufgehängt waren, ließ sich die Größe des Dorfs abzählen - es waren neun Häuser. Weiter ging es Richtung See auf der Hauptstraße entlang durch den Wald, eine Sandpiste so breit wie eine gut ausgebaute Landstraße. Kurz vor dem Ziel, war die Wegführung etwas unklar, sodass wir uns für eine Abkürzung durch ein kleines Wäldchen entschieden. Der Trampelpfad, zu Beginn noch deutlich zu erkennen, wurde immer schmaler. Am Ende war er nur noch 10 cm breit und vollständig zu einer Ameisenstraße geworden. Dieser folgten wir gespannt, was durch ein fast zwei Meter hohen Ameisenhaufen belohnt wurde. Nach einem kurzen Stück durchs Unterholz fanden wir den Trampelpfad wieder und gelangten so am Zufluss entlang zum See. Dieser begrüßte uns mit einem baufälligen Holzsteg, der zu einer noch intakten Holzinsel führte, auf der wir, die Füße im kühlen Wasser hängend, unser Mittagessen zu uns nahmen. Ein an der Insel befestigtes Wasserthermometer zeigte 25 Grad an, perfekt zum Baden, aber leider hatten wir keine Handtücher eingepackt. Da wir auch an den Nachtisch gedacht hatten, entschieden wir uns gegen den Besuch des nahen Cafés - auch wollten wir dem Outdoorgefühl treu bleiben - und machten uns stattdessen auf den Rückweg. Wieder vorbei an den winzigen Siedlungen durch die Sonne bis zu den Stromschnellen - der junge Angler hatte inzwischen aufgegeben - so kamen wir am späten Nachmittag an der Schutzhütte an. Da wir vor der Wanderung schon alles verpackt und in der Hütte untergestellt hatten, war das Boot schnell geladen und wir fertig zum Ablegen. Weg von den Stromschnellen ging es gegen die leichte Strömung wieder zurück auf den See Richtung erstem Schlafplatz. Da der See sonst keine schönen Rastplätze bot, hatten wir uns entschieden, die letzten beiden Nächte wieder an unserem tollen ersten Platz zu verbringen. Nach kurzer Fahrt kamen wir an der Nordspitze "unserer" Insel an und fanden den Platz zum Glück wieder verlassen vor. Mit inzwischen geübten Handgriffen war das Boot entladen, das Zelt wieder aufgebaut und alle Dinge verstaut. Noch verschwitzt und staubig von der Wanderung gönnten wir uns erstmal ein ausgiebiges Bad im kühlen Wasser. Erfrischt und sauber ließen wir uns vom Wind und der Sonne trocknen - ein Sommertraum in Schweden, der Wirklichkeit wurde! Ohne Zeitgefühl gibt der Hunger den täglichen Takt an, aber ohne Kampf keinen Mampf. Also erstmal Säge und Beil auspacken und Holz machen. Für Stockbrot ist die Buschbox leider ungeeignet und so wurde eine halbe tote Fichte sägend und hackend zu Brennholz verarbeitet, während mehlend und knetend der Teig gemacht wurde. Das war leider leichter gesagt als getan, denn erst nach dem Öffnen der Mehltüte merkten wir, dass in Schweden das Vollkornmehl wohl eher wörtlich genommen wurde. Das Mehl bestand gefühlt aus vollen Körnern, die nicht wirklich eine Mühle von innen gesehen hatten. So dauerte es eine Weile, bis wir das richtige Mischungsverhältnis mit Wasser gefunden hatten und der Teig so klebrig war, dass er dann doch von alleine am Stock hängen blieb. Im gleißenden Licht der Abendsonne saßen wir also am prasselnden Lagerfeuer und hielten die Stöcke in die Glut, hoffend dass der kernige Teig zu so etwas wie Brot werden würde. Unsere Hoffnung wurde erfüllt und so verfeinerten wir die fertigen Brote mit Pesto und dem Rest frischen Gemüse, dazu die letzten zwei seegekühlten Bierdosen - was will man mehr?

Scandtrack Kanutour Schweden Tag-14

Nachdem endlich die Sonne untergegangen war und wir ins Zelt konnten, früher war an Schlaf einfach nicht zu denken, lagen wir aufgrund der Wärme nur noch auf und nicht mehr in den Schlafsäcken. Das sollte sich auch die ganze Nacht nicht ändern, sodass wir entspannt und erfrischt am nächsten Morgen aufwachten.

Tag 4 - Donnerstag 16.7.

Unser letzter vollständiger Tag brach an. Reisig für die Buschbox war schnell gefunden und so köchelte das Kaffeewasser kurz nach dem Aufstehen bereits in der Morgensonne. Der See lag da wie ein Spiegel. Keine Welle kräuselte die Oberfläche. In der Ferne hörte man das Muhen der Kühe und den lauten Flügelschlag eines Schwans, der vergeblich versuchte, die frechen Gänse von seinem See zu vertreiben. Heute sollte es ein entspannter Tag werden. Ohne Plan und ohne Ziel verbrachten wir den Vormittag angelnd und lesend im Camp. Da ich bisher keinen Angelerfolg mit dem Wobbler hatte, stieg ich um auf Köder. Den Bremsen sei Dank wurde ich schnell mit einem ersten Fang belohnt! Zwei weitere Fische folgten und so gab es einen kleinen Zwischensnack: Fischchen am Stock über der Buschbox gebraten. Viel war nicht dran, aber das Gefühl, einen selbst gefangenen Fisch zu essen - egal wie groß er ist - war genau das, was ich mir für diesen Urlaub gewünscht hatte! Nachmittags war wieder Holzhacken dran, denn abends sollte es diesmal Outdoor-Pizza geben. Nach einem durch und durch erholsamen Tag unter der Sonne Schwedens trugen wir das letzte Mal unseren Klapptisch und die Hocker zu Feuerstelle. Auch dieses Mal sah der Teig nicht wirklich Pizza typisch aus, ließ sich erstaunlicherweise aber super im Edelstahldeckel backen. Belegt mit Tomatensoße und Parmesan genossen wir - leider ohne Bier - den letzten Abend am See. Was hatten wir nur für ein Glück! Fünf Tage traumhaftes Wetter, warmes Wasser zum Baden und keine Schnaken -  waren wir wirklich in Schweden?! Etwas unsicher sahen wir aufs Handy und stellten fest, ja… 5G, voller Empfang - wir waren in Schweden! Nach dem Abwasch räumten wir grob unsere Habseligkeiten zusammen und gingen schlafen.

Scandtrack Kanutour Schweden Tag-15

Tag 5 - Freitag 17.7.

Der letzte Tag abseits der Zivilisation begann mit einem schnellen Frühstück, bei dem wir so gut wie möglich versuchten, alle Reste zu verbrauchen. So wurde das Porridge doch reichhaltiger als gedacht. Auch wenn es der Tag nicht erfordern sollte, waren wir für das leckere Frühstück dankbar und genossen Löffel für Löffel. Ein letztes Mal Wasser holen für den Abwasch und dann ging es ans Zusammenpacken. Dank des Wetters war alles trocken und schnell verstaut, auch das Packen war inzwischen zur Routine geworden. Ein letztes Selfie kurz vor dem Ablegen diente als Beweis, dass wir unsere erste gemeinsame Outdoorreise zusammen begonnen und auch zusammen beendet hatten. Nach einer kurzen Fahrt um die Nachbarinsel ging es einmal quer über den See zurück zum Campingplatz, wo uns die Gäste mit verstohlenen Blicken begrüßten. Ich möchte nicht wissen, wie wir aussahen, auf jeden Fall hatten sie mit unserem Anblick nicht gerechnet. Die Übergabe der Ausrüstung verlief problemlos und so fuhren wir gegen Mittag schon wieder im Auto Richtung Stockholm. Grinsend in Gedanken versunken ließen wir die letzten Tage Revue passieren. Was hatten wir alles erlebt! Eigentlich müsste man das Aufschreiben, dachte ich, so für die Erinnerung. Aber ich war noch nie gut im Tagebuch schreiben gewesen und so verwarf ich den Gedanken wieder. Zum Glück wollte ich aber die zwei Stunden Autofahrt sinnvoll verbringen und begann unbeholfen am Handy die ersten Worte zu tippen.

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