In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Hausboot-Abenteuer auf dem Foxen – Unsere fünfte Schwedenreise mit Scantrack
Mittlerweile waren wir bereits zum fünften Mal in Folge mit Scantrack in Schweden unterwegs. Nach drei Jahren „Kanutour auf eigene Faust“ und dem Abenteuer „Eigene Insel“ im vergangenen Jahr stand diesmal ein neues Kapitel auf dem Programm: Hausboot.
Aus der ursprünglichen Idee, mit einem Hausboot unterwegs zu sein, wurden während der Planung kurzerhand gleich zwei Hausboote – und eine siebenköpfige Truppe voller Vorfreude. In den frühen Morgenstunden des Vatertags setzte sich unsere kleine Kolonne, bestehend aus zwei Fahrzeugen, in Bewegung. Das erste Ziel war die Insel Fehmarn.
Dort angekommen schlugen wir unsere Zelte auf, bauten den Grill auf und genossen einen herrlich sonnigen Tag direkt an der Ostsee. Am nächsten Morgen hieß es dann wieder abbauen, frühstücken gehen und noch ein wenig die Insel erkunden. Natürlich wurden auch die letzten Einkäufe für die Fahrt und das bevorstehende Schwedenabenteuer erledigt, bevor wir gegen 17 Uhr auf die Fähre nach Dänemark rollten.
Bis dahin verlief alles nach Plan – ohne größere Komplikationen. Doch das sollte sich noch ändern.
Nach der Überquerung der Öresundbrücke führte uns die Autobahn weiter Richtung Norden durch Schweden. Mit Einbruch der Dämmerung war es allerdings schlagartig vorbei mit der entspannten Fahrt. Völlig unerwartet tauchte ein Hirsch auf unserer Fahrspur auf. Der Zusammenstoß war leider nicht mehr zu verhindern.
Für das Tier kam jede Hilfe zu spät. Wenigstens mussten wir uns später vom zuständigen Förster bestätigen lassen, dass es nicht leiden musste. Unsere Reise fand damit zunächst um 22:30 Uhr ein abruptes Ende – mitten auf einer schwedischen Autobahn.
Nach gefühlten Ewigkeiten in der Warteschleife der schwedischen Wildunfall-Hotline – ja, dafür gibt es tatsächlich eine eigene Polizeistelle – konnten wir den Unfall schließlich melden. Die Polizei verständigte den Förster, der das Tier begutachtete und mitnahm.
Doch wir wären nicht wir, wenn die Geschichte an dieser Stelle zu Ende gewesen wäre.
Also: Was macht man in so einer Situation?
Genau. Man holt das Panzertape aus dem Kofferraum und flickt das Auto wieder zusammen.
Da keine sicherheitsrelevanten Teile beschädigt worden waren, stand einer Weiterfahrt nach etwa dreieinhalb Stunden nichts mehr im Weg. Gut, der rechte Scheinwerfer schielte anschließend etwas in die Landschaft – aber ein wenig Schwund ist schließlich immer.
Gegen 6:30 Uhr morgens erreichten wir endlich den Parkplatz des Outdoorcamps Höglund. Müde, aber voller Vorfreude schälten wir uns aus den Fahrzeugen. Bereits gegen 7:30 Uhr huschten die ersten Scantrack-Mitarbeiter über den Platz. Viele Gesichter kannte man inzwischen aus den vergangenen Jahren, sodass sich direkt interessante Gespräche ergaben.
Auch Chef Jens ließ nicht lange auf sich warten und erkannte uns sofort wieder. Natürlich durfte das mittlerweile traditionelle gemeinsame Video nicht fehlen. Außerdem überreichten wir ihm die eigens für unsere Hausboot-Tour angefertigten Patches.
Danach lief alles wie gewohnt unkompliziert ab. Wir konnten unsere Ausrüstung zeitnah auf die Hausboote verladen, bekamen eine kurze, aber zweckmäßige Einweisung – und dann war es endlich so weit:
Leinen los, wir legen ab!
Ich möchte euch jetzt nicht mit einem detaillierten Tagesbericht langweilen. Schließlich möchte niemand 50.000 Worte über eine Hausbootwoche lesen. Stattdessen möchte ich euch einige unserer persönlichen Highlights vorstellen.
Ein großer Vorteil der Hausboote ist ihre Vielseitigkeit. Sie sind deutlich weniger anfällig für Wellen als Kanus, Regen verliert seinen Schrecken und paddeln muss man natürlich auch nicht. Dadurch erreicht man Orte, die in einer Woche mit dem Kanu oft kaum erreichbar wären – Leistungspaddler mit 20 bis 30 Kilometern Tagespensum einmal ausgenommen.
Bereits am zweiten Tag entdeckten wir eine wunderschöne Bucht in einem Seitenarm des Foxen. Windstill, ohne Strömung und umgeben von beeindruckenden Felswänden bot sie die perfekte Kulisse für eine Übernachtung. Aus dem Fels entsprang sogar eine kleine Quelle, deren Wasser die Felswand hinunterlief.
Das eigentliche Highlight erwartete uns jedoch am nächsten Morgen. Während wir gemütlich unseren Kaffee tranken, schwamm plötzlich ein Otter durch die Bucht. Leider war niemand schnell genug, um ein Handy für ein Foto griffbereit zu haben – aber manche Momente bleiben vielleicht gerade deshalb besonders in Erinnerung.
Nach einer Nacht auf der Grenzinsel Trollöya ging es weiter Richtung Süden. Auch dort entdeckten wir einen spannenden Seitenarm des Foxen, etwa auf Höhe von Dano 6. Hier kehrte auch unser Angelglück zurück: Zwei stattliche Hechte konnten wir im Laufe des Tages landen.
Zurück auf Trollöya lernten wir schließlich zwei weitere Kanuten kennen. Die beiden Jäger kamen aus Bayern und waren gemeinsam mit ihrer vierbeinigen Begleiterin unterwegs – der selbsternannten Wachhund-Dackel-Dame Resi. Schnell kamen wir ins Gespräch und verbrachten einen gemütlichen Abend zusammen am Lagerfeuer.
Am letzten Tag zog es uns langsam wieder in Richtung Outdoorcamp. Unsere letzte Nacht verbrachten wir bei Dano 13. Und wie der Zufall es wollte, fanden auch unsere neuen bayerischen Freunde ihren Weg dorthin. So saßen wir ein letztes Mal gemeinsam am Feuer, tauschten Geschichten aus und ließen die Woche in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen und die Heimreise antreten.
Wie immer war die Tour viel zu kurz. Gleichzeitig war sie aber auch wunderschön, erholsam und voller unvergesslicher Momente. Vom unerwarteten Wildunfall über Panzerband-Reparaturen bis hin zu Ottersichtungen, Lagerfeuerabenden und neuen Bekanntschaften – diese Reise hatte alles, was ein echtes Schwedenabenteuer ausmacht.
Eines steht jedenfalls schon fest:
Nächstes Jahr sehen wir uns wieder am Foxen.
Bis dahin sagen wir:
Vi ses snart!