In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Schweden'26 - Tiomilaskogen - Abenteuer zwischen Seen, Fischen und Hängematten
Am 15. Juli begann unser Schweden-Abenteuer. Gemeinsam mit meinen beiden Kollegen Marc und Felix machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Unser Ziel war das Outdoorcamp Tyngsjö in Schweden – und damit eine Woche voller Natur, Wasser, Angeln und vor allem möglichst wenig Zivilisation.
Schon die Anreise war ein großes Abenteuer. Mit unserem Camper machten wir uns auf den Weg und legten zunächst einen Zwischenstopp in Dänemark ein. Kopenhagen bot uns noch einmal die Möglichkeit, etwas Stadtluft zu schnuppern, bevor es weiter Richtung Schweden ging. Nach der Überfahrt ging es durch die schwedische Landschaft weiter, bis wir schließlich in der Nähe von Göteborg unsere nächste Zwischenstation erreichten.
Je weiter wir nach Norden kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Wälder, Seen und unzählige kleine Wege prägten das Bild. Genau das, was wir uns für unseren Trip vorgestellt hatten.
Doch der eigentliche Teil unserer Reise sollte noch deutlich ursprünglicher werden.
Mit Kanu und Kajak in die Wildnis
Am Samstag, den 18. Juli, ging es endlich los. Kanu und Kajak wurden beladen und wir machten uns zu dritt auf den Weg aufs Wasser.
Unser Plan war einfach: mehrere Tage durch die schwedische Seenlandschaft paddeln, angeln, draußen schlafen und uns so weit wie möglich von der Zivilisation entfernen.
Was wir allerdings nicht so erwartet hatten, war das Wetter.
Schon zu Beginn erwarteten uns extremer Wind und heftiger Regen. Das Wasser war aufgewühlt und an ein entspanntes Paddeln war zunächst kaum zu denken. Statt Strecke zu machen, mussten wir erst einmal einen Platz finden, an dem wir einigermaßen vor Wind und Wellen geschützt waren.
Die ersten beiden Tage verbrachten wir deshalb mehr oder weniger an einem einzigen Spot.
Im Nachhinein sollte sich genau diese unfreiwillige Pause jedoch als Glücksfall herausstellen.
Hechte und Barsche ohne Ende.
Denn der geschützte Spot war nicht nur sicher, sondern auch fischreich.
Wir begannen zu angeln – und wurden regelrecht überrascht. Hechte und Barsche waren in großer Zahl vorhanden. Kaum hatten wir die Ruten ausgeworfen, dauerte es oft nicht lange bis zum nächsten Biss.
Das Angeln wurde schnell zum festen Bestandteil unseres Tagesablaufs. Während draußen der Wind über den See peitschte und der Regen auf unser Tarp trommelte, standen wir am Ufer oder saßen im Kanu und versuchten unser Glück.
Noch besser: Wir mussten uns während der gesamten Tour kaum Gedanken darüber machen, was es zum Abendessen geben würde.
Es gab Fisch. Jeden Tag.
Frischer konnte unser Essen kaum sein. Der Fang des Tages wurde direkt verarbeitet und über dem Feuer zubereitet. Ein einfaches Essen, aber nach einem langen Tag auf dem Wasser und draußen in der Natur schmeckte es besser als jedes Restaurant.
Weiter über den Kvien
Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hatte, konnten wir unsere Tour fortsetzen.
Die nächsten Tage paddelten wir über den Kvien See. Jeder Tag bestand aus einer Mischung aus Paddeln, Angeln, Essen und dem Erkunden der Umgebung.
Dabei wurde uns immer wieder bewusst, wie wenig man eigentlich braucht, wenn man einmal draußen unterwegs ist.
Wir hatten unsere Ausrüstung, Angelruten, etwas Proviant, Regenkleidung und natürlich unsere Hängematten. Mehr nicht.
Kein Hotel.
Keine Dusche.
Kein festes Bett.
Und vor allem: kein Zelt.
Unser Schlafplatz bestand ausschließlich aus Hängematte und Tarp.
Das Tarp diente uns als Schutz vor Regen, Wind und Mücken, während die Hängematten zwischen den Bäumen gespannt wurden. Jeden Abend suchten wir uns einen geeigneten Platz für die Nacht, bauten unser kleines Lager auf und machten es uns so gemütlich wie möglich.
Gerade diese Abende waren etwas Besonderes.
Nach einem langen Tag auf dem Wasser, mit vielen Eindrücken und reichlich Fisch, saßen wir zusammen unter dem Tarp. Das Feuer brannte, während langsam die Dunkelheit über die schwedische Landschaft hereinbrach.
Vom Kvien über den Uvån zum Naren
Am vierten und fünften Tag wurde die Tour noch einmal richtig interessant.
Wir verließen den Kvien und übersetzten über den Uvån weiter in Richtung Naren See.
Damit veränderte sich auch unser Gefühl für die Tour. Wir waren mittlerweile richtig in unserem Rhythmus angekommen. Das Paddeln funktionierte, die Abläufe im Camp waren eingespielt.
Am Naren angekommen, schlugen wir erneut unser Outdoor-Lager auf.
Hier sollten wir die letzten Tage unserer Tour verbringen.
Angeln, Sonnenuntergänge und lange Nächte
Der Naren See bot uns genau das, was wir uns von unserer Reise erhofft hatten.
Ruhiges Wasser, dichte Wälder, zahlreiche Fischmöglichkeiten und eine Landschaft, die jeden Tag anders aussah.
Wir verbrachten viele Stunden auf dem Wasser und an den Ufern. Natürlich wurde wieder ausgiebig geangelt – und auch hier konnten wir zahlreiche Fische fangen.
Für uns war das Angeln dabei längst mehr als nur Zeitvertreib. Es war ein fester Bestandteil des gesamten Trips.
Der See bestimmte unseren Tagesrhythmus.
Morgens aufstehen, Frühstück machen, Ausrüstung packen, aufs Wasser gehen, angeln, paddeln, neue Stellen ausprobieren und irgendwann wieder einen geeigneten Platz für die Nacht suchen.
Abends wurde gekocht. Und wie schon an den Tagen zuvor landete meistens Fisch auf dem Teller.
Danach wurde es ruhig.
Die Sonne verschwand langsam hinter den Bäumen und tauchte den Himmel in warme Farben. Die Sonnenuntergänge waren einer der Höhepunkte unserer Abende. Weit und breit keine Häuser, kein Verkehr und kaum Geräusche außer denen der Natur.
Später lagen wir in unseren Hängematten und blickten nach oben.
Keine Zimmerdecke über uns.
Kein Fernseher.
Kaum Handyempfang, der uns vom Wesentlichen ablenkte.
Nur das Tarp über uns, die Bäume ringsherum und der Himmel über Schweden.
Drei Jungs, ein See und ganz viel Natur
Was diese Reise besonders gemacht hat, war vor allem das gemeinsame Erleben.
Zu dritt unterwegs zu sein bedeutete, dass wir uns aufeinander verlassen mussten. Gemeinsam gegen Wind und Regen, gemeinsam beim Paddeln, gemeinsam beim Aufbau des Camps und natürlich gemeinsam beim Angeln.
Es gab sicherlich einfachere Möglichkeiten, Urlaub zu machen.
Aber genau das wollten wir nicht.
Wir wollten raus. Raus aus dem Alltag, raus aus dem Komfort und hinein in die Natur.
Und genau das haben wir bekommen.
Der extreme Regen zu Beginn, der starke Wind, die langen Paddeltage, die vielen Fische, die Abende am Feuer und die Nächte in den Hängematten gehörten alle zu dieser Reise dazu.
Gerade die anfänglichen Schwierigkeiten machten die späteren ruhigen Tage umso schöner.
Eine Reise, die bleibt
Als schließlich unsere Abholung näher rückte, ging unser Abenteuer langsam zu Ende.
Nach mehreren Tagen auf dem Wasser, zahlreichen gefangenen Fischen, unzähligen Paddelkilometern und Nächten unter freiem Himmel hieß es, unser kleines Lager wieder abzubauen.
Kanu und Kajak wurden zurückgebracht und wir machten uns langsam wieder auf den Weg zurück in Richtung Zivilisation.
Doch ein Stück Schweden blieb bei uns.
Es war kein klassischer Urlaub und schon gar keine gewöhnliche Reise. Es war ein echtes Outdoor-Abenteuer zu dritt.
Wir haben erlebt, wie schnell man sich an ein Leben draußen gewöhnt. Wie wenig man eigentlich braucht. Wie gut ein frisch gefangener Fisch schmecken kann, wenn man ihn nach einem langen Tag selbst über dem Feuer zubereitet.
Und wir haben gelernt, dass selbst Regen und Sturm irgendwann nebensächlich werden, wenn man gemeinsam irgendwo mitten in der schwedischen Wildnis sitzt und weiß:
Genau für solche Momente sind wir hier.
Schweden hat uns mit seiner Natur, seinen Seen und seiner Ruhe beeindruckt. Die Kombination aus Kanu, Kajak, Angeln, Hängematte und dem Leben unter einem einfachen Tarp hat diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Drei Freunde, ein paar Angelruten, zwei Boote, Hängematten, ein Tarp – und eine ganze Menge schwedische Wildnis.
Ein Abenteuer, das wir so schnell nicht vergessen werden.
Vielen Dank an das gesamte Scandtrack-Team. Es war ein reibungsloser Ablauf mit immer netten Menschen, die uns diesen Trip so erholsam wie nur möglich gemacht haben.
Marc, Felix und Marcel