In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Seit 2023 heißt es für uns jedes Jahr: Tasche packen und auf in die Wildnis Schwedens!
Dieses Jahr ging es für uns vier ins Dalsland-Gebiet. Bereits 2024 waren wir mit dem Kanu dort unterwegs, doch dieses Mal wollten wir die Gegend mit dem Kajak erkunden.
Die Anreise
Beginnen wir mit der Anreise. Dieses Jahr sind wir die rund 1.100 Kilometer lange Strecke zum ersten Mal selbst mit dem Auto gefahren. In den Jahren zuvor waren wir immer mit dem Scandtrack Bus unterwegs, aber diesmal wollten wir etwas flexibler sein.
Am Hafen in Puttgarden angekommen, mussten wir nur noch für die Fähre nach Rødby einchecken. Das war super unkompliziert. Die Tickets bekommt man bereits im Voraus von Scandtrack, und am Terminal mussten wir lediglich unsere Buchungsnummer sowie die Anzahl der Personen angeben. Damit waren wir für die Fähre eingecheckt.
Das gilt übrigens auch für die Fähre von Helsingør nach Helsingborg sowie für die Rückfahrt. Das Terminal verfügt außerdem über eine Kennzeichenerkennung, sodass wir bei den weiteren Überfahrten unsere Buchungsnummer nicht erneut eingeben mussten.
Die Anreise verlief ansonsten völlig problemlos.
Nach der Fahrt und einer Übernachtung in einer Ferienwohnung ging es für uns am nächsten Morgen endlich los. Dieses Jahr waren wir relativ früh dran: Wir starteten bereits Mitte Mai.
Als wir am Bootshaus ankamen, wurden wir schon freundlich von Arne aus dem Scandtrack Team empfangen. Nach dem Check-in, einem Kaffee und einer kurzen Einweisung ging es dann auch schon los.
Das Packen eines Kajaks ist allerdings etwas komplizierter als das eines Kanus. Schließlich steht deutlich weniger Stauraum zur Verfügung, sodass man genau überlegen muss, was wirklich mitmuss.
Der größte Unterschied zu unseren bisherigen Kanureisen ist jedoch, dass man sich beim Kajak selbst um die Verpflegung kümmern muss. Mit guter Planung ist das aber überhaupt kein Problem. Als erfahrene Paddler wissen wir inzwischen ziemlich genau, was man in der Wildnis braucht: unkompliziertes Essen, das sich einfach zubereiten lässt.
Tag 1 – Regen zum Start
Nachdem wir unsere Kajaks beladen hatten, ging es direkt los.
Am Anfang war das Ganze noch etwas wackelig, aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell an das Kajak. Besonders gut gefallen haben mir die Geschwindigkeit und die Möglichkeit, das Kajak sehr präzise zu steuern.
Nach den ersten Kilometern fiel unser Blick allerdings auf das Regenradar: Eine Regenfront war direkt auf dem Weg zu uns.
Also hieß es: Vollgas!
Wir wollten unser Ziel unbedingt noch vor dem Regen erreichen. Kleiner Spoiler: Wir haben es nicht geschafft. 😀
Da wir bei Sonnenschein aufs Wasser gestartet waren, lagen unsere Regenjacken natürlich gut verstaut im Kajak …
Zum Regen kam schließlich auch noch starker Wind, und die Wellen machten das Aussteigen nicht gerade einfacher. Völlig durchnässt vom Regen und von den Wellen, die beim Aussteigen ins Boot schwappten, erreichten wir schließlich unser Ziel. Trotz der nassen Kleidung und der erschwerten Ankunft waren wir glücklich, es geschafft zu haben.
Viel Zeit zum Durchatmen blieb allerdings nicht, denn schon warteten die nächsten Aufgaben auf uns: Zelt aufbauen, Feuerholz sammeln und das Abendessen vorbereiten. So begann unser erster Abend im Camp.
Auf einen Tag mit 16 °C folgte unsere bisher kälteste Nacht im Zelt: Die Temperaturen sanken auf etwa 3 °C.
So sieht ein Wildnis Urlaub eben aus!
Tag 2 – Regen, Umtragen und ein Reifenplatzer
Tag 2 startete mit wechselhaftem und ziemlich frischem Wetter. Trotzdem wollten wir weiterpaddeln. Also packten wir unsere Sachen zusammen und beluden unsere Kajaks.
Gerade als wir alle vier auf dem Wasser waren, fing es plötzlich richtig stark an zu regnen. Dieses Mal waren wir allerdings besser vorbereitet und hatten unsere Regenjacken direkt angezogen.
Schweden zeigte sich in diesem Jahr von seiner rauen Seite. In den Jahren zuvor waren wir immer im Hochsommer dort gewesen.
Nach einer kurzen Paddelstrecke erreichten wir unsere erste Umtragestelle. Da wir bereits Mitte Mai unterwegs waren, hatten die Schleusen noch nicht geöffnet.
Also hieß es: Kajaks aus dem Wasser, Rucksack auf die Schultern und los!
Das Umtragen mit dem Kanu kannten wir bereits, aber ein Kajak lässt sich doch etwas anders transportieren. Während man ein Kanu zu zweit bewegen kann, muss beim Kajak jeder sein eigenes Boot transportieren.
Nachdem der Regen aufgehört hatte und die Sonne wieder herauskam, konnten wir unsere Kajaktour fortsetzen. Die Umtragestrecke war ungefähr 1,3 Kilometer lang.
Doch das Glück war nicht ganz auf unserer Seite. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke hörte ich plötzlich einen lauten Knall an meinem Kajakwagen.
Reifenplatzer!
Also blieb uns nichts anderes übrig, als im Outdoor-Handbuch die entsprechende Telefonnummer herauszusuchen und anzurufen. Scandtrack kümmerte sich um unser Problem und organisierte Hilfe. Kurz darauf kam der erlösende Rückruf:
„Wir bringen euch einen neuen Kajakwagen.“
Jetzt hieß es erst einmal warten. Also machten wir das Beste daraus, packten unsere Stühle aus und legten eine gemütliche Mittagspause ein.
Nachdem wir unseren neuen Kajakwagen bekommen hatten, konnten wir unsere Tour schließlich problemlos bis zum Dano fortsetzen.
Tagestemperatur: 19 °C
Nachttemperatur: 8 °C
Tag 3 – Sonne, Insel und Lagerfeuer
Tag 3 begann wie gewohnt: Frühstück, Sachen zusammenpacken und ab aufs Wasser.
Dieses Mal schien die Sonne, und die Temperaturen stiegen auf angenehme 20 °C. Wir paddelten bis zur nächsten Umtragestelle, und wieder hieß es: Kajak aus dem Wasser und schieben. Dieses Mal allerdings ohne Reifenplatzer.
Unser Ziel für diesen Tag war eine kleine Insel auf dem Östra Silen. Diese erreichten wir rechtzeitig und konnten dort in aller Ruhe unsere Zelte aufbauen.
Anschließend sammelten wir Feuerholz und bereiteten den Teig für unser Stockbrot vor. Ich hängte außerdem meine Hängematte auf und gönnte mir einfach mal eine Pause.
Den leichten Wind in den Bäumen hören, aufs Wasser schauen und einfach nichts tun müssen, mehr braucht es eigentlich nicht, um vom stressigen Alltag abzuschalten und die Batterien wieder aufzuladen.
Am Abend machten wir ein Feuer, rösteten unser Stockbrot und ließen den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.
Tagestemperatur: 21 °C
Nachttemperatur: 9 °C
Tag 4 – Spiegelglattes Wasser
An Tag 4 ging es vom Östra Silen zurück auf den Västra Silen.
Doch auch hier hieß es wieder: Umtragen!
Dieses Mal stand allerdings die längste Umtragestrecke unserer gesamten Tour auf dem Programm: satte 1,5 Kilometer durch unwegsames Gelände.
Das Wetter zeigte sich dafür von seiner besten Seite. Sonnenschein und nahezu windstilles Wetter sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre.
Man hört nichts außer dem Vogelgezwitscher, während man auf einen spiegelglatten See blickt.
Genau für solche Momente macht man eine Reise in die Wildnis.
Tagestemperatur: 22 °C
Nachttemperatur: 10 °C
Tag 5 – Weiter Richtung Süden
An Tag 5 ging es nach einem kurzen Shopping-Trip in Gustavsfors wieder zurück auf den Lelång.
Dort hatten wir mit starkem Gegenwind zu kämpfen. Mit einem Kajak kommt man allerdings erstaunlich gut gegen den Wind an.
Leider waren auf dem Lelång bereits viele Plätze belegt, sodass wir noch ein gutes Stück Richtung Süden paddeln mussten, um einen freien Platz zu finden. Die zusätzliche Strecke hat sich allerdings gelohnt, denn wir fanden ein wunderschönes Dano mit einem fantastischen Ausblick auf den See.
Tagestemperatur: 20 °C
Nachttemperatur: 9 °C
Tag 6 und 7 – Die letzten Tage in der Wildnis
Wir paddelten immer weiter Richtung Süden, bis wir schließlich unseren letzten Stopp vor der Heimreise erreichten.
Ein letztes Mal hieß es: alles aufbauen, Feuer machen und die letzten Stunden bei wunderbarem Wetter in der Wildnis genießen.
Ein letztes Lagerfeuer, ein Abendessen unter freiem Himmel und die Gewissheit, dass eine wunderschöne Reise langsam zu Ende geht.
Tagestemperatur: 23 °C
Nachttemperatur: 10 °C
Die Heimreise
Auch der schönste Urlaub geht irgendwann zu Ende.
Schließlich beendeten wir unsere Tour wieder am Bootshaus und machten uns mit dem Auto auf den Rückweg in Richtung Heimat.
Im Gepäck hatten wir nicht nur unsere Ausrüstung, sondern vor allem jede Menge Erinnerungen an sieben Tage voller Natur, Wasser, Regen, Sonne, kleiner Abenteuer und ganz viel Wildnis.
Fazit
Egal, ob mit Kanu oder Kajak – eine solche Reise lohnt sich immer!
Die Kombination aus Paddeln, Wildnis, Lagerfeuer und dem einfachen Leben fernab vom Alltag ist für uns jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes.
Und wer weiß – vielleicht heißt es auch im nächsten Jahr wieder:
Tasche packen und auf in die Wildnis!