In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Zwei Wochen Wildnis, Wasser ein wunderbares Abenteuer
Unsere erste Kanutour mit Scantrack – 18. Juli bis 1. August 2026
Unsere erste Kanutour mit Scantrack begann nicht etwa mit strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem Wasser, sondern mit einer kleinen meteorologischen Ansage: Der Himmel öffnete seine Schleusen, der Wind legte kräftig zu, und an einen Start war zunächst nicht zu denken.
Dabei hatte unsere individuelle Anreise vielversprechend begonnen. Mit dem Flugzeug ging es nach Oslo, anschließend mit dem Flixbus nach Årjäng und schließlich mit dem Taxi weiter nach Höglund. Dort angekommen, standen wir allerdings erst einmal vor der schwedischen Wetterwand. Sturm und Dauerregen zwangen alle Teilnehmer, eine zusätzliche Nacht im Camp zu verbringen.
Was zunächst nach einem ziemlich nassen Fehlstart klang, wurde dank der ausgesprochen guten Stimmung schnell zu einem geselligen Auftakt. Während draußen der Regen gegen die Fenster trommelte und der Wind um das Camp pfiff, wurde drinnen gelacht, erzählt und über die bevorstehende Tour spekuliert. Niemand wusste genau, wann es losgehen würde – aber alle waren bereit, sobald das Wetter ein Einsehen hatte.
Am nächsten Morgen war es endlich so weit. Die Wolken zogen weiter, die Kanus wurden beladen, und wir stachen in See. Viele Boote starteten gleichzeitig, doch schon nach kurzer Zeit löste sich die Gruppe auf. Die Stimmen und Paddelschläge der anderen verklangen, und plötzlich waren wir allein mit dem Wasser, den Wäldern und dem weiten Himmel über uns.
Von Lennartsfors aus paddelten wir weiter auf den Lelang. Der See lag ruhig zwischen bewaldeten Ufern, Felsen ragten aus dem Wasser, und immer wieder öffneten sich neue Ausblicke auf kleine Inseln und stille Buchten. Je weiter wir kamen, desto stärker stellte sich dieses besondere Gefühl ein, wirklich unterwegs zu sein: kein Straßenlärm, kein voller Zeitplan, keine Menschenmengen – nur das gleichmäßige Eintauchen der Paddel und das leise Gleiten des Kanus.
Wir waren meist allein unterwegs und suchten uns häufig einen wilden Übernachtungsplatz inmitten der Natur. Am Abend wurde das Kanu ans Ufer gezogen, das Lager aufgebaut und der Blick über das Wasser schweifen gelassen. Die Einsamkeit fühlte sich dabei nie leer an. Im Gegenteil: Sie war erfüllt vom Rauschen der Bäume, vom Knacken kleiner Äste im Wald und vom Ruf eines Vogels, der irgendwo zwischen den Inseln verschwand.
In der vierten und fünften Nacht hatten wir sogar einen DANO-Platz ganz für uns. Ein ganzer Lagerplatz, nur für uns – fast wie ein kleines Stück Schweden, das vorübergehend unseren Namen trug. Kein Nachbarzelt, kein Stimmengewirr, kein morgendliches „God morgon“ vom nächsten Stellplatz. Nur wir, das Wasser und die Wildnis.
Bei den Umtragestellen zeigte sich dann, dass ein Kanu zwar auf dem Wasser elegant und leicht wirkt, an Land aber durchaus seinen eigenen Charakter entwickelt. Unser Kanuwagen erwies sich dabei als unverzichtbarer Helfer. Mit ihm ließen sich auch längere Strecken zwischen den Seen bewältigen, ohne dass wir das Boot vollständig schultern mussten. Er wurde schnell zu einem der wichtigsten Mitglieder unserer Reisegruppe – zuverlässig, genügsam und erstaunlich geländetauglich.
An den Schleusen änderte sich die Einsamkeit für kurze Zeit. Dort trafen wir immer wieder andere Kanuten, mit denen wir uns über die besten Routen, lohnende Abstecher und schöne Übernachtungsplätze austauschten. Jeder hatte seine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen im Gepäck. Manche Hinweise führten uns zu besonders reizvollen Ufern, andere sorgten zumindest dafür, dass wir wussten, welche Strecke wir besser nicht unterschätzen sollten.
Ein weiterer Pluspunkt war das ausgesprochen gute und durchdacht zusammengestellte Proviantpaket. Zusammen mit dem passenden Kochbuch ließ sich daraus abwechslungsreich und unkompliziert kochen. Nach einem langen Tag auf dem Wasser war es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass am Abend nicht nur ein schöner Lagerplatz, sondern auch eine ordentliche Mahlzeit auf uns wartete. Selbst in der Wildnis musste niemand von ein paar Keksen und einer Handvoll Nüsse leben.
Die Tage vergingen im Rhythmus des Paddelns. Mal lag das Wasser glatt und still vor uns, mal kräuselte der Wind die Oberfläche und erinnerte daran, dass Schweden auch im Sommer seine eigenen Vorstellungen vom Wetter hat. Regen, Sonne, Wind und ruhige Stunden wechselten sich ab. Gerade diese Mischung machte die Tour so abwechslungsreich und ließ jeden Tag anders wirken.
Die vorletzte und letzte Nacht verbrachten wir schließlich auf dem benachbarten Campingplatz. Nach den vielen einsamen Nächten in der Wildnis fühlte sich das fast schon wie eine Rückkehr in die Zivilisation an. Dort hatten wir außerdem die Gelegenheit, unser Kanu gründlich zu reinigen. Nach zwei Wochen auf Seen, durch Schleusen und entlang bewaldeter Ufer hatte es sich diese Pflege redlich verdient.
Als wir am Ende auf die vergangenen Tage zurückblickten, waren es nicht nur die zurückgelegten Kilometer, die uns im Gedächtnis blieben. Es waren vor allem die stillen Morgen am Wasser, die einsamen Lagerplätze, das wechselnde Wetter, die Gespräche an den Schleusen und dieses wunderbare Gefühl, aus eigener Kraft durch eine weite, unberührte Landschaft zu reisen.
Nach zwei abwechslungsreichen Wochen mit Wind, Regen, Schleusen, Wildnis und vielen einsamen Stunden auf dem Wasser stand für uns fest: Diese erste Kanutour mit Scantrack war ein echtes Abenteuer.
Und vermutlich nicht unsere letzte.