aktuelle Reiseberichte

Kanutour Schweden – Unsere persönliche Definition

Wenn wir (Carina & Elli) an unsere Tour im August zurückdenken, kommen uns viele Situationen in den Kopf. Manche davon schmerzen noch heute, aber alle zaubern uns ein Lachen aufs Gesicht. Unsere persönliche Definition der Worte KANUTOUR SCHWEDEN haben wir deshalb mit Erinnerungen gefüllt:
Kraft – Auch wenn wir beide recht sportlich sind, Kraft hat uns der Urlaub schon gekostet. Sei es das kilometerlange Rudern auch bei schlechtem Wetter (körperliche und geistige Kraft), das Tragen der Tonne (die war wirklich schwerer als erwartet, aber mit viel leckerem Essen und Überraschungen gespickt) oder das Holz sägen & hacken.
Abenteuer/Angst – Das Abenteuer braucht man glaube ich gar nicht erklären. Die Angst eventuell schon. Man merkt in der Abgeschiedenheit mal wieder wie sehr wir auf unseren Sehsinn angewiesen sind. In der totalen Dunkelheit ohne äußere Lichtquellen wirkt jeder Baum und jeder Strauch bedrohlich. Am Abend noch einmal auf das kleine Örtchen zu gehen hat teilweise viel Überwindung benötigt, wenn man zu zweit allein in der Wildnis ist. Aber es scheißt einen sehr zusammen.
Nass – Oh ja, das war es! Wir hatten leider das Pech an 4 von 8 Tagen Dauerregen zu haben. Schlimm war es am Anreisetag, denn dort wurden unsere Sachen schon beim umpacken feucht. Auch der Abreisetag erfreute und wieder mit Regen. Zudem wurden uns die 14 km vom Dano 31 über die Umtragestelle bei Blomma bis zum Dano 68 am vierten Tag durch den Regen zur Hölle gemacht. Umtragen bei dem Wetter wünscht sich niemand, zudem mit Muskelkater gestraft und ca. 100 m Sicht auf dem Wasser. Unsere Rettung an diesem Tag war der Berliner Micha, der am Dano 68 campte, das Feuer am Laufen hatte als wir ankamen und uns an dem Abend tolle Gesellschaft leistete.
Umtragen – wie schon erwähnt, haben wir eine Strecke gewählt, wo wir umtragen mussten, sogar 3 mal! Schwerer als gedacht, das muss man mal sagen, aber es ist eine Erfahrung, die wir nicht mehr missen möchten.
Toleranz – Vor allem im Bezug auf die Mitmenschen lernt man auf so einer Riese Toleranz. Es gibt, wie auf jeder ähnlichen Reise einen Zeitpunkt, an dem man körperlich oder psychisch an seien grenzen kommt. Gerade dann muss man seinen Weggefährten so akzeptieren wie er gerade ist, mit den Macken die er hat und den Dingen die er vielleicht sagt. Schafft man das, dann meistert man danach jede andere Situation.
mOndlicht – Unsere schönsten und eindrucksvollsten Bilder sind in der 3 Nacht bei klarem Himmel und Vollmond entstanden. Vergewissert euch selbst!
Unterschlupf – bzw. das Tarp spannen. Wenn auch eine Kunst für sich, es war das essentiellste auf dieser Tour wenn kein Dano auf dem Platz stand. Bei der Regenwahrscheinlichkeit die wir in der Woche im August abgepasst haben, wollte man sicher gehen, dass man selbst und auch die Utensilien trocken blieben.
Romantik – Die Lagerfeuer-Romantik und auch die Stimmung die ein Sonnenuntergang wie wir ihn an Tag 6 gesehen haben lassen sich einfach nicht verleugnen. Mit der richtigen Musik unterlegt (ja dazu war ein Handy doch dann tatsächlich gut) schwelgt man in Erinnerungen und lernt sich auch als Freundinnen noch einmal viel besser kennen.
Stille – Ähnlich wie mit der Dunkelheit sind wir die Stille im heutigen Alltag einfach nicht mehr gewöhnt. Dabei ist die Stille, bzw. die Geräusche der Natur so wohltuend für die Seele. Toll sind auch die Moment, die man zusammen sitzt und auch wenn jeder schweigt merkt, dass man auch im Moment gar nicht reden braucht, da der Moment nicht unangenehm ist sondern genossen wird.
Chillen – konnte man sehr gut! Wenn das Essen fertig war, der Schlafplatz hergerichtet war, dann kam die Zeit, um zu entspannen und chillen. Aber nicht nur am Ende des Tages konnte man entspannen, nein, auch auf dem See ging das super. Einfach mal die Paddel im Kanu lassen und chillen – die Natur genießen, einfach nur toll-
Holz – Das erste mal wirklich Holz gemacht. Ja ich habe auch schon mal Holz gehackt, aber tatsächlich sägen, relativ feuchtes Holz, das ist noch einmal eine ganz andere Nummer als 2 Jahre getrocknete, zurechtgeschnittene Stücke zu spalten. Aber wir haben es geschafft – wir haben Holz gemacht.
Windig - Am 3 Tag war der Wind zu stark, um mit dem Kanu auch nur einen Meter zu fahren. Daher konnten wir uns ganz mit lesen, wandern und Beeren sammeln beschäftigen. Auf einem kleinen Wanderpfad liefen wir zu den paar Häusern die wir sehen konnten. Außer einer einzigen Familie ist und aber auf dem ganzen Weg niemand begegnet. Aus den Himbeeren machten wir am Abned eine Soße für die Pancakes – purer Luxus!
Essen – es wird einem ein tolles Essenspaket zur Verfügung gestellt, zudem gibt es das Outdoor Kochbuch – super Kombi. Wir haben leckere Pizza gemacht und leckere Eintöpfe gekocht. Die Kost war sehr kohlenhydratreich, dies braucht man (n, Frau) aber auch. Gerade abends tat es so gut einen schönen warmen Eintopf zu essen. Eins hat jedoch gefehlt – frisches Obst. Deswegen nehmt einfach ein paar Äpfel mit!
Dano - für uns eines der Highlights, vor allem wenn man alleine ist. An einigen Tagen haben wir einfach unser Zelt verpackt gelassen und nur mit Isomatte und Schlafsack darin übernachtet. Es so ein tolles Gefühl beim Aufwachen direkt die Natur Schweden vor sich zu haben.
Eichhörnchen – Am Dano 63, der kleinen Insel, bevor es in den Fjord nach Gustavsfors hinein geht, leben die wohl dreistesten Eichhörnchen die ich je gesehen habe. Zunächst findet man sie noch süß, jedoch wissen sie ganz genau wann man isst und vor allem wann mal auch nur 1 Sekunde nicht genau hinschaut. Die drei an dem Tag sausten wie verrückt um uns herum und kletterten uns fast auf den Schoß. Süß aber doch ein wenig dreist. 
Natur – Ihr habt sie alle gesehen oder werdet sie sehen. Wunderschön! Die Ruhe des Wassers, gepaart mit den Mischwald, die bis ans Gewässer reichen. Sträucher mit Beeren und Lichtungen mit Pilzen (wenn man zur richtigen Zeit kommt). Ein Panorama das so leicht in Europa nicht einfach zu finden ist.
Kommt hier her und erfahrt das alles selber, natürlich ohne Regen!
Liebe Grüße,
Elena und Carina
geschrieben von Elena M. am 16.10.2017
Kommentar
Kommentar schreiben *

Outdoor-Tipp#150

Vermeide Überhitzung bei deinem Hund: Insbesondere, wenn dein Hund schwarzes Fell hat, ist der Schutz vor Wärme wichtig. Denk an heißen Tagen daran, für deinen › weiterlesen...

Kategorie

Wichtig