In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Emmy, Kai, Luis, Korbi, Flo, Quirin und Annika. Das sind wir. Unsere Reisegruppe. Sieben Freunde, die sich seit Ewigkeiten kennen, gemeinsam im Sommerlager groß geworden sind und irgendwann beschlossen haben, dass ein Schwedenurlaub mit Kanus, Zelten und möglichst viel Natur die natürliche Fortsetzung dieser Sommerlagerjugend ist.
Was soll schon schiefgehen?
Früh morgens am 07. August 2026 ging es in München los. Noch ziemlich müde, aber voller Vorfreude, machten wir uns mit zwei Autos auf den Weg Richtung Frankfurt. Kaffee, riesige Lunchboxen, Hörbuch, Musik und gute Gespräche waren natürlich mit dabei. In Frankfurt angekommen, gab es erstmal die wichtigste Stärkung: McDonald's. Danach ging es zum Bahnhof und rein in den Scandtrack-Bus Richtung Schweden. Wir spielten, quatschten und schauten gemeinsam Serie, bis uns irgendwann mitten in der Nacht die erste Fährüberfahrt aus dem Schlaf riss. Die zweite Fähre verschliefen wir ganz einfach und schon waren wir, 16 Stunden nach unserem Start in München, tatsächlich in Schweden.
Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt kamen wir im Scandtrack-Camp an und wurden dort mit Kaffee und Keksen empfangen. Nach der langen Reise hieß es erstmal ausruhen, Klo benutzen und Handys laden. Schließlich wollten wir die letzte Zivilisation für sieben Tage noch ausnutzen. Danach packten wir unsere Sachen um, holten Ausrüstung und vegetarisches Essen für die kommende Woche ab und bekamen eine Einweisung in unsere drei Kanus.
Die ersten Kanumeter waren ziemlich holprig und wir merkten schnell, dass Geradeausfahren gar nicht so einfach ist. Da wir relativ spät gestartet waren, waren die näheren Dano-Plätze bereits belegt und so mussten wir direkt eine längere Strecke paddeln. Ganz gut zum Reinkommen! Völlig erschöpft kamen wir schließlich bei Dano 39 an, luden die Kanus aus und kochten schnelle Nudeln. Für den Zeltaufbau fehlte uns jede Energie, also schliefen wir kurzerhand alle sieben im Dano. Gemütlich? Fragwürdig. Praktisch? Auf jeden Fall. Schnarchen von allen Seiten? JA!
Am nächsten Morgen wurde ich vom Rumgekichere der anderen geweckt. Die Nacht war zwar kühl gewesen, aber wir waren schon deutlich erholter und vor allem gut gelaunt. Nach Kaffee und Nutellabrot ging es wieder aufs Wasser, diesmal mit dem Ziel, einen schönen Platz zum Ankommen zu finden. Dano 37 wurde unser Zuhause für die nächste Nacht. Emmy und ich machten uns erstmal daran, sämtliche Essenskisten auszupacken, den Bestand zu sortieren und die Gerichte für die Woche zu planen. Ja, ich weiß.. Klischeealarm ... Zum Mittag gab es dann leckeren Couscoussalat mit frischen Zutaten. Während einige zum Angeln loszogen, blieb der Rest zurück und spielte den halben Nachmittag Schafkopf. Kai attackierte eine Raupe. Ich habe selten jemanden so schreien hören! Die Angler hatten derweil einen klaren Auftrag: Hecht fürs Abendessen. Der Hecht hatte allerdings andere Pläne und so gab es stattdessen Linseneintopf. Trotzdem war die Stimmung bestens und wir hatten einen entspannten Tag zum Ankommen.
Beim Aufstehen war es bitterkalt. In der Nacht hatte es geregnet, alles war feucht und unser Lager lag noch komplett im Schatten. Emmy und ich wanderten deshalb nach dem Frühstück den Hügel hinauf in die Sonne und pflückten dabei die ersten schwedischen Blaubeeren. Nach dem Abwasch mit Dr. Bronner ging es weiter. Natürlich Richtung Sonne. Dano 16 war ein Traum mit einem Felsvorsprung, Sonne und einem Wahnsinnsausblick. Hier trauten wir Mädels uns auch zum ersten Mal ins kalte, aber unglaublich erfrischende Wasser. Das Highlight des Abends war allerdings die selbstgemachte Pfannenpizza mit Apfel, Zimt und Zucker zum Nachtisch. Ich schlief zum ersten Mal im Zelt und war vor allem froh, weit weg von den Schnarchern zu liegen.
Am folgenden Morgen war es einer dieser Momente, für die ich nach Schweden fahren wollte. Ich war früh wach, schnappte mir einen Campingstuhl und setzte mich an die Klippe in die Sonne. Wärme, stilles Wasser und ringsum nichts als Natur. Genau so hatte ich mir Schweden vorgestellt. Nach und nach kamen auch die anderen dazu und wir saßen einfach still da, bis der Wunsch nach Kaffee irgendwann größer wurde. Die Jungs versuchten weiterhin ihr Anglerglück, ich ging erfolglos auf Pfifferlingssuche und ansonsten wurde vor allem Sonne getankt. An diesem Tag stand außerdem fest: Der nächste Lagerplatz muss wieder auf der Sonnenseite liegen. Für den nächsten Platz schickten wir zunächst ein Ausspähkanu los. Die Suche war erfolgreich. Eine kleine eigene Bucht mit Schilf. Traumhaft! Dano 15. Und Schilf bedeutete natürlich: Angeln! Allerdings hatte das Schilf seine eigenen Pläne. Gleich zwei Jungs verfingen sich mit Köder beziehungsweise Haken so unglücklich unter Wasser, dass nur noch eine Lösung blieb. Ausziehen, reinspringen, den Haken befreien und nackig zurück ans Ufer schwimmen. Währenddessen saß der Rest dick eingepackt beim Sonnenuntergang. Abends gab es ganz sommerlagerlike Stockbrot mit Käse oder Nutella und dazu Gemüserisotto.
Weiter ging es zu Dano 11. Wieder wurde gespielt, auf Pilzsuche gegangen, eine Kröte entdeckt und natürlich weiter versucht, endlich einen Fisch zu fangen. Die Jungs wurden langsam wahnsinnig (der Hecht war mittlerweile zum persönlichen Erzfeind geworden). Zum Abendessen gab es nahrhafte Käsetortellini und Stockbrot, anschließend wurde am Lagerfeuer Schafkopf gespielt. Wir Mädels teilten uns an diesem Abend ein Zelt. Was für ein Traum!
In der Früh saß ich wieder mit Buch und Kaffee in der Stille. Diese ruhigen Morgen wurden schnell zu meinen schönsten Momenten der Reise. Danach wartete allerdings die anstrengendste Kanufahrt der ganzen Woche auf uns. Bei starkem Gegenwind mussten wir den See queren. Unser Mädelskanu wurde schließlich angebunden, weil wir teilweise gefühlt rückwärts über den See geweht wurden. Es war unglaublich anstrengend, gleichzeitig aber auch ein echtes Naturspektakel. Und mittendrin telefonierte Emmy auf dem Kanu völlig selbstverständlich mit ihrem Vermieter wegen eines vermuteten Rohrbruchs in ihrer Wohnung, während wir versuchten, nicht rückwärts zum Basiscamp zurückgepustet zu werden. Völlig fertig kamen wir schließlich bei Dano 9 an. Niemand wollte auch nur noch einen Meter weiterfahren. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Platz auf einer Anhöhe belohnt. Von oben hatte man einen tollen Blick über die Umgebung, während das Dano von unten kaum zu sehen war. Dazu entdeckten wir zum ersten Mal richtig viele Wildblumen. Wunderschön.
Die letzten beiden Übernachtungen standen dann ganz im Zeichen des Genießens. Wir wollten einfach alles in uns aufnehmen und spielten, lasen, aßen Stockbrot, snackten Unmengen an Nutellabroten, hängten die Hängematte auf, bauten Steinberge und badeten bei der warmen Sonne im See. Nach all den Kanustrecken und Abenteuern fühlte sich diese Zeit fast wie ein kleines Innehalten an. Und was man nicht vergessen darf, uns wurde wieder bewusst, wie viel Zeit im Alltag eigentlich ganz selbstverständlich nebenbei passiert. In der Natur sieht das plötzlich ganz anders aus. Lagerfeuer machen, kochen, Wasser holen und von Hand spülen. Selbst die einfachsten Dinge brauchen auf einmal Zeit und Aufmerksamkeit. Nichts geht mal eben schnell. Und genau das war irgendwie schön, denn man wird entschleunigt und merkt wieder, wie wenig es eigentlich braucht. Das ist Natur. Das ist ein bisschen Survival.
Die Rückfahrt zum Basiscamp verlief zum Glück völlig entspannt. Der See war glatt, obwohl wir nach unseren bisherigen Erfahrungen schon das Schlimmste befürchtet hatten. Im Camp wurden wir herzlich empfangen und nach einer Woche in der Wildnis kam der vielleicht größte Luxusmoment der Reise: warm Duschen. GEIL. Danach wurde alles gereinigt und abgegeben und wir gingen im Dorf noch einen Wahnsinnsburger essen. Auf der langen Heimfahrt im Bus ließen wir die vergangene Woche noch einmal Revue passieren. Die ersten unbeholfenen Kanumeter, kalte Morgen, sonnige Buchten, erfolglose Anglerversuche, Stockbrot am Lagerfeuer, Baden, Gegenwind und unzählige kleine Momente, die diese Reise besonders gemacht hatten.
Und so sehr meine sechs Freunde mich manchmal an den Rand meiner Nerven getrieben haben, so sehr habe ich in dieser Woche wieder gemerkt, wie unglaublich sie sind und welches Glück wir haben, solche Erfahrungen miteinander sammeln zu dürfen.
Schweden, du warst toll.
Meine Freunde, ihr wart toll.
Und natürlich planten wir schon auf der Heimfahrt die nächste gemeinsame Reise.
Denn nach einer Woche „7 Freunde vs. Wild“ war eigentlich nur eines klar: Das war definitiv nicht unser letztes Abenteuer.