In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Mitte August war es wieder an der Zeit für uns, als Vater-Tochter-Team auf Abenteuerfahrt nach Schweden zu gehen. Drei Jahre zuvor hatten wir bereits eine unvergessliche Woche auf dem Foxen erlebt. Wir wollten dieselben Spots bereisen und schauen, inwiefern sich die Natur oder wir selbst verändert haben. Ich war mir sicher, dass es wieder eine tolle Reise wird, aber es schwang auch bei mir die Frage mit: Ist das für meine nunmehr dreizehnjährige Tochter Alexa immer noch so cool wie damals mit zehn Jahren?
In Hamburg ging es los. Sobald Busfahrer Tom den Motor gestartet hatte, machte sich Vorfreude breit. Das war auch bei den anderen Reisenden spürbar. Und hier bemerkten wir die erste Veränderung: Neben den Gruppen von guten Kumpels, die zusammen eine Woche lang Jungs-Sachen machen wollten (habe ich vor 18 Jahren genauso gemacht), waren dieses Mal auch mehrere Eltern-Kind-Teams dabei. Das gefiel mir, denn ich wusste, dass diese Familien etwas Wunderbares erleben werden.
Als wir das Basis-Camp am Vormittag erreichten, war es wie nach Hause zu kommen. Alles wirkte sehr vertraut: Die große Veranda, wo es Kekse und Tee gab, die roten Pavillons ... und der familiäre Empfang durch die Scandies. Wir fühlten uns gleich wieder gut aufgehoben. Wir machten uns dann auch sofort auf den Weg zur Materialausgabe. Auch hier war die Freude bei den Scandies zu spüren, die neuen Gäste auf ihre Reise zu schicken.
Nachdem wir die Ausrüstung im Kanu verstaut hatten, ging es raus auf den Foxen, der sich von seiner rauen Seite zeigte. Der Wind sorgte für starken Wellengang und forderte uns im vollbepackten Kanu alles ab. Gefühlt bewegten wir uns kaum von der Stelle, aber irgendwie ging es doch voran, Schlag um Schlag. Die Wellen trieben uns auf die erste Insel zu und wir merkten: Weiter schaffen wir es heute nicht mehr. Also bauten wir im Schutze der Bäume das erste Lager auf. Auch das zehrte an den Kräften. Aber wenn erst einmal alles steht und an seinem Platz ist, freut man sich umso mehr auf die erste Mahlzeit. Zum Abend beruhigte sich auch der Wind, so dass wir gemütlich am Ufer sitzen und den ersten Sonnenuntergang genießen konnten. Und hier waren wir ganz froh, unsere kleinen Faltstühle mitgenommen zu haben.
Am nächsten Morgen begann die Reise erst richtig. Zuerst ein großes Frühstück aus der blauen Tonne, mit all den Leckereien, um die in den nächsten Tagen unsere Gedanken kreisen sollten. Es ist schon erstaunlich, wie einfach, aber auch essenziell das Leben und der Alltag ohne die Vorzüge eines weichen Betts, eines Kühlschranks, einer Küche oder ohne fließend Wasser sein können. Und genau hier entstehen diese besonderen Momente, die ich mit Alexa erlebt habe und die wahrscheinlich auch all die anderen Eltern mit ihren Kindern auf dieser Reise erlebten: Gemeinsam etwas anpacken, etwa Feuer machen oder kochen, ohne zu wissen, ob es klappt. Jedes Ausprobieren, jedes Scheitern und jeder Neuanfang führt am Ende zu kleinen Erfolgen, gegenseitiger Anerkennung – und auch Vaterstolz.
In den folgenden Tagen paddelten wir dann in nordwestlicher Richtung, vorbei an schroffen Steinwänden und tatsächlich vorbei an den alten Spots von vor drei Jahren, bis wir am Ende auch bei „unserer“ kleinen Insel ankamen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Weitere Erfolgserlebnisse folgten beim Angeln und sorgten für noch mehr Abwechslung im Speiseplan. Dazu kamen Erkundungsfahrten in noch unentdeckte Buchten, Landgänge zum Blaubeerensammeln und Mutproben beim Sprung vom Felsen ins tiefe Wasser.
Schneller als gedacht verging unsere Woche in der schwedischen Natur. Und auch bei der Rückgabe der Ausrüstung war das Scandtrack-Team aufmunternd und entspannt. Die Zeit bis zur Abfahrt vertrieben wir uns mit Keksen und Kartenspielen. Jens von Scandtrack gab uns allen im Bus zum Abschied noch wichtige Worte mit: Dass wir wahrscheinlich noch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder an diese Kanu-Woche in Schweden denken werden. Nämlich dann, wenn uns der Alltag mit all dem Stress, der Hektik, dem Internet und der Arbeit wieder eingeholt hat. Und dass es dann für uns ein Leichtes ist, dieses Gefühl von Ruhe und Freiheit zurückzuholen. Dazu müssen wir nur die Augen schließen und an die Momente auf unserer Reise zurückdenken.
Und während ich auf der Rückfahrt noch vom Muskelkater geplagt war, gingen die Gedanken von Alexa schon ins kommende Jahr: „Nächstes Jahr, wenn wir wieder hierherfahren, dann können wir die Hälfte unseres Gepäcks zuhause lassen.“ Ich denke, damit ist die Frage vom Anfang ganz gut beantwortet: Ja, es war für Alexa immer noch cool, mit ihrem Papa diese Reise zu machen.
Mit seinen Abschiedsworten hat Jens natürlich absolut Recht! Seine Worte zeigten bei mir schon auf der Rückfahrt Wirkung. Ich schrieb meine Gedanken über die Reise auf und formte sie zu ersten Fragmenten eines Songtextes. Nun ist aus dem Text mit Hilfe der Errungenschaften der modernen Zivilisation tatsächlich ein Song und ein Musikvideo geworden: „Zurück nach Lennartsfors“. Und vielleicht entdeckt der eine oder die andere in dem Song Parallelen zu seinen oder ihren eigenen Erlebnissen. Auf jeden Fall erinnert er meine Tochter Alexa und mich an diese Reise, die uns zeigte, was alles in uns steckt.