Scandtrack Kanutour Schweden MG0178
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Berichte aktuelle
Saison

In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

Autor: Michael G., 17. Oktober 2026

Eine einzigartige Tour, nicht zum ersten und hoffentlich auch nicht zum letzten Mal ...

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Für den einen ist das Erlebnis von einer Woche „Nordmarken auf eigene Faust“ eine einmalige Sache, für uns zwischenzeitlich ein fast schon fester Bestandteil unserer Urlaubsplanung. Eben so, wie andere immer wieder das gleiche Hotel buchen oder den gleichen Campingplatz ansteuern. Vor nun elf Jahren haben wir diese Tour zum ersten Mal gewart. Bis auf die Coronajahre waren wir fast in jedem Jahr wieder für eine traumhafte Woche in Schweden.

Zwischenzeitlich sind wir, was das Gepäck und die Tourplanung angeht, recht gut eingestellt. Auch der Alltag im Boot, an den Rast- und Übernachtungsplätzen funktioniert angenehm routiniert. Trotzdem bleibt es ein Abenteuer, das jedes Mal wieder Neues bereithält und mit einmaligen Erlebnissen aufwartet.

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Das Motto lautete diesmal „Nur nichts aufzwingen – was geht, wird gemacht, was nicht geht, geht halt nicht. Da recht durchwachsenes Wetter angesagt war, haben wir keine konkrete Route festgelegt und uns dieses Mal ohne Canuwagen und ohne Umtragen dennoch rund 90km auf dem Foxen, dem Stora Le und in den Flötefjorden bewegt. Wer unsere Reiseberichte kennt, weiß, dass für uns zwei bis drei Pausen mit Kaffee und einem Sprung ins Wasser zur täglichen Wohlfühlroutine dazugehören. Je kälter das Wasser, je besser tut der warme Kaffee.

Nach all den Jahren hat man auch so seine Ecken, die einem besonders gut gefallen. So haben wir auch den ersten Abend und die erste Nacht – für die noch ein sehr schöner Sonnenuntergang vorhergesagt war –, wie in den vorangegangenen Jahren auch windgeschützt, mit kleiner Bucht zum Baden und bester Ausrichtung in Richtung Westen am Ostufer des Foxen verbracht. Da noch Ende Mai war, konnten wird uns dort die Feuerstelle pizzatauglich herrichten, genügend trockene Zweige aufsammeln und schon bald leckere Pizzen mit Käse, Tomaten und Zwiebeln – und selbst mitgebrachten italienischen Kräutern – genießen. Alle zwanzig Minuten kommt der Sonnenuntergang so spürbar und wie im Flug näher.

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Bei angesagtem Südwind fuhren wir mit dem Wind in Richtung Norden, machten östlich der Kirche von Fågelvic halt. Dort besuchen wir die Kirche und genießen den Blick über den gesamten zentralen Teil des Foxen. Die Sonne ist herrlich und wir teilen die Wärme gerne mit einer ausgewachsenen Ringelnatter.

Weiter geht es für uns in den kleinteiligen, nördlichen Teil des Foxen, bis nach Töxfors, um auf dem Rückweg an der Ostküste am Dano-23 die zweite Nacht zu verbringen. An der angelegten Feuerstelle gibt es heute Würstchen im Stockbrot. Der Sonnenuntergang kann kommen.

Am nächsten Tag ist der Himmel bewölkt, der Wind frischt von Westen auf und in den kommenden Tagen sollen Schauer dazukommen. Daher machen wir uns langsam auf den Weg in kleinteilige Gewässer, um nicht am Ende im nördlichen Foxen hängenzubleiben. Auf halber Strecke, östlich von Udden finden wir auf einer kleinen Insel einen sehr schönen Übernachtungsplatz, windgeschützt nach Südosten und schönem Blick nach Westen und Osten. Dort richten wir uns häuslich ein und verbringen den restlichen Tag mit Baden und Kaffee. Zum Abendessen verwöhnt uns der bewölkte Himmel mit einen bunten Farbenspiel.

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Die Wettervorhersage in Schweden und Norwegen (yr.no) ist gut, oft gibt es aber örtlich große Unterschiede. Statt sich nur auf die langfristige Wettervorhersage einzustellen lohnt hin und wieder ein Blick auf den Wolkenfilm. Der ist sehr verlässlich, aber nur 90 Minuten im voraus verfügbar. Der für heute erwartete Regen wird räumlich weitgehend am Foxen vorbeiziehen und es wird ein windstiller Abend mit wenig Wolken erwartet. Daher entscheiden wir uns noch eine Nacht in dessen zentralem Bereich zu bleiben. Wir fahren im Süden den Foxen aus und schlagen nordwestlich von Vikenäset unser Nachtlager auf. Tatsächlich kommt kaum ein Lüftchen auf und wir können den Abend lang eine wunderbare Aussicht in Richtung Westen mit Sonnenuntergang genießen.

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Bei spürbar auflebendem Wind queren wir das Inselgewirr des Flötefjorden in den nördlichen Teil des Stora Le. Für den Abend und die Nacht sind kräftige Schauer angesagt. Wenn möglich wollen wir für die Nacht daher ein Dano erreichen. Doch zuvor genießen wir mit einigen Pausen die teilweise wilde Fahrt bis nach Holmerud. Auf dem Rückweg landen wir am Dano-37 an, der etwas versteckt oben auf der Insel über einen Unterstand verfügt. Der Abend wird ein Wechselbad aus sonnigen Abschnitten, die wir mit Kaffee und einem Sprung ins Wasser an der Feuerstelle und stürmischen, mit kräftigen Schauern durchsetzten Phasen, die wir geschützt im Unterstand verbringen.

Der nächste Tag wird so regnerisch, wie er vorhergesagt war. Daher wechseln wir nur auf die andere Seeseite zum Dano-108, der frisch angelegt wurde. Von dort machen wir in den Regenpausen lediglich kleine Abstecher in umliegende Buchten. Kaffee und Handtuch natürlich immer im Gepäck. Man weiß ja nie, wann die Sonne mal rauskommt.

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Für den vorletzten Tag ist nochmals durchwachsenes Wetter angesagt. Bei Regen machen wir auf der nächsten Insel rast und warten die meist kurzen Schauer unter einem flink aufgespannten Tarp ab. Am späten Nachmittag reißt der Himmel wieder auf und wir trauen uns noch einen etwas längeren Abstecher bis ganz knapp nach Norwegen hinein zu machen. Der Kaffee unter der Grenzsteinsäule und ein Sprung ins Wasser dürfen da natürlich auch wieder nicht fehlen. Nach einer Umrundung der Insel Trollön schlagen wir noch rechtzeitig das Lager für die Nacht am Dano-109 auf.

Am letzten Tag verabschiedet uns Schweden mit einem wunderbaren frühsommerlichen Wetter. Wir genießen die Rückfahrt ins Camp und machen selbstverständlich noch eine letzte Rast mit Blick über den gesamten Foxen, Kaffee und - na klar - einem letzten Sprung ins kalte Nass.

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Im Camp angelangt freuen wir uns bereits über den Austausch mit den anderen Paddlern dieser Woche und schmieden Pläne für das nächste Jahr. Getreu unserem Motte „so lange es der Rücken mitmacht“ werden wir sehr bald wiederkommen.


 


 


 


 

 

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Autor: Michael G., 17. Oktober 2026