In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Wir sind Max und Maria aus dem Sauerland und leidenschaftliche Camper, Wir sind oft und gerne in der Natur. Aber so eine Kanutour war für uns das erste Mal.
Vor unserer Reise haben wir uns daher vorbereitet: Wir haben viele Reiseberichte auf der Scandtrack-Seite gelesen, uns ausführlich auf der Website umgesehen, einige YouTube-Videos angeschaut und sogar einmal bei der Hotline angerufen. Dort bekamen wir zu einer Frage sehr freundliche und hilfreiche Auskunft.
Tag 1 – Samstag, 05.09.2026
Ankunft im Camp und die ersten Paddelschläge
Nach einer richtig aufregenden Nacht, in der wir kaum geschlafen hatten, starteten wir am Freitagnachmittag in Richtung Dortmund. Um 16 Uhr stiegen wir in den Scandtrack-Bus. Die Vorfreude auf unser Abenteuer war riesig.
Die Busfahrt war lang und anstrengend. Wir fuhren über Nacht und versuchten, so viel wie möglich zu schlafen. Zweimal ging es mit der Fähre weiter. Bei einer der Überfahrten mussten wir aus dem Bus aussteigen und konnten uns auf der Fähre noch mit Lebensmitteln und Getränken für die bevorstehende Kanutour versorgen.
Da wir glücklicherweise keine Staus hatten, kamen wir relativ zügig voran. Am nächsten Morgen erreichten wir gegen 9:30 Uhr das Camp.
Im Camp wurden wir noch im Bus von den Scandtrack-Mitarbeitern begrüßt. Wir bekamen Zettel mit Informationen zum weiteren Ablauf und konnten uns anschließend erst einmal mit Tee und Kaffee versorgen. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Habt eure eigene Tasse griffbereit.
Danach ging es zu Fuß zum Ausrüstungslager. Dort bekamen wir unsere gebuchte Ausrüstung. Zusätzlich konnten wir noch eine Angelkarte erwerben und einen Kanuwagen dazubuchen. Auch weitere Artikel wie Gaskartuschen konnte man dort kaufen. Als Überraschung gab es noch ein Geschenk von Scandtrack.
Anschließend packten wir unser eigenes Gepäck in die wasserdichten Packsäcke um. Unsere mitgebrachten Taschen und Koffer wurden für die Rückreise eingelagert. Mit Sack und Pack ging es dann weiter zum Strand, wo wir unser Kanu übernahmen.
Dort bekamen wir eine Einweisung in die Paddeltechnik. Außerdem stand ein Mitarbeiter bereit, der uns beim Beladen des Kanus mit Rat und Tat zur Seite stand. Unsere Wasserwanderkarte hatten wir bereits vorab zugeschickt bekommen. Anhand dieser Karte hatten wir unsere Route geplant und wussten somit schon am ersten Tag, wohin wir aufbrechen wollten. Wir waren gespannt ob Theorie und Praxis zusammen passen würden.
Wir starteten in Richtung Lennartsfors. Unser erstes kleines Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten: Wir mussten mit dem Kanu durch eine Schleuse. Wir hatten überhaupt keine Ahnung wie das Ganze funktioniert, zum Glück war die Schleusenwärterin super nett und hat uns alles erklärt. Einer von uns musste über eine Leiter aus dem Kanu nach oben klettern um die Schleuse zu zahlen. Das Kanu so zu verlassen war sehr ungewohnt aber hat gut geklappt.
Anschließend paddelten wir weiter zum Dano-Rastplatz 71. Dort kamen wir zunächst ganz alleine an und konnten uns in Ruhe umsehen und unser erstes Lager aufschlagen.
Der Aufbau unseres Zeltes ging erstaunlich leicht von der Hand. Das Zelt war wirklich easy aufzubauen. Danach machten wir uns daran, das mitgebrachte Feuerholz etwas kleiner zu spalten, und entzündeten unser erstes Lagerfeuer.Zum Abendessen gab es etwas aus unserem Outdoor-Kochbuch: Gemüsereis mit Würstchen. Später kam noch ein weiteres Kanu mit einem anderen Pärchen an. Wir räumten im Unterstand unsere Sachen etwas zur Seite, damit die beiden ebenfalls Platz hatten. Wir kamen sofort ins Gespräch und tauschten uns ein wenig aus.
Die Männer hielten später noch gemeinsam die Angeln ins Wasser während wir Mädels einen tollen Sonnenuntergang beobachten konnten. Leider gab es an Tag 1 keinen Fisch - trotzdem war es ein schöner erster Abend in der Natur. Die erste Nacht im Zelt verlief ruhig und wir schliefen gut.
Tag 2 – Sonntag, 06.09.2026
Das große Kanuwagen-Theater – oder auch wie man es besser nicht macht
Nach der ersten erholsamen Nacht wachten wir voller Vorfreude auf den nächsten Tag auf. Wir hatten uns für diesen Tag eine etwas größere Strecke vorgenommen und wollten weiter Richtung Süden bis zu unserer ersten Umtragestelle paddeln.
Das Wetter war recht gut und gegen 10:30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Mit dem Paddeln kamen wir von Anfang an gut zurecht und bewegten uns relativ schnell auf dem Wasser vorwärts.
Die Umtragestelle auf Höhe des Dorfes Blomma fanden wir problemlos. Dann begann allerdings das große Theater mit dem Kanuwagen. Eine Scandtrack-Mitarbeiterin hatte uns erklärt, dass wir den Wagen auf ungefähr zwei Drittel der Kanulänge positionieren sollten. Genau das machten wir auch. Die erste Herausforderung bestand allerdings schon darin, den Kanuwagen überhaupt unter das Kanu zu bekommen. Das stellte sich als deutlich schwieriger heraus als gedacht.
Nachdem wir den Wagen endlich richtig positioniert hatten, machten wir uns auf den Weg. Die Umtragestelle war schätzungsweise gut zwei Kilometer lang. Das Kanu mit dem Wagen zu bewegen und zu steuern, war unfassbar anstrengend und schwierig. Immer wieder kam der Gedanke auf: „Meine Güte, wie soll das nur funktionieren? Haben wir was falsch gemacht? “
Während des Umtragens machten wir sehr oft Pausen, um uns zu erholen und etwas zu trinken. Zwischenzeitlich bauten wir uns sogar aus den Schwimmwesten und dem Paddel eine Art Zielhilfe, damit wir den Kanuwagen besser in die richtige Richtung steuern konnten.
Das muss unfassbar lustig für die Leute ausgesehen haben, die mit ihren Autos an uns vorbeigefahren sind. Zwei Menschen, die völlig geschafft versuchen, ein Kanu über mehrere Kilometer zu bewegen und dabei auch noch mit Schwimmwesten und einem Paddel herumhantieren.
Erst einige Tage später, bei der nächsten Umtragestelle, stellten wir fest, dass wir den Kanuwagen völlig falsch positioniert hatten. Er gehört definitiv nicht auf zwei Drittel der Kanulänge, sondern etwas hinter die Mitte. Dann lässt er sich deutlich einfacher bewegen und steuern. Wir empfehlen daher allen Anfängern sich vorher etwas besser zu informieren. Aber Irgendwie müssen wir immer noch über uns selber lachen.
Das Ende der Umtragestelle kam dann sehr unerwartet und wir hätten es beinah übersehen. Wir wurden dann aber mit einem guten Einstieg und ein paar Kilometern durch einen kleinen Seitenarm belohnt, die Natur war hier super schön.Aber unsere Energie war aufgebraucht für diesen Tag, daher paddelten wir nur noch ein kleines Stück weiter und machten uns dann auf die Suche nach einem wilden Stellplatz für die Nacht.
Dabei hatten wir richtig Glück. Wir fanden eine kleine Insel, auf der offenbar schon vor uns andere Leute wild übernachtet hatten. Aus einem umgestürzten Baum war provisorisch eine Bank gebaut worden und auch eine Feuerstelle war bereits vorhanden. Für uns war das natürlich perfekt.
Wir schlugen schnell unser Zelt auf und machten uns etwas zu essen. An diesem Abend sollte es wieder etwas aus dem Outdoor-Kochbuch geben. Leider mussten wir feststellen, dass das passende Rezept in unserer Essenstonne gar nicht vorhanden war. Also hieß es kurzerhand umdisponieren und improvisieren. Irgendwie fanden wir trotzdem eine Lösung – und satt geworden sind wir auf jeden Fall.
Nachdem wir noch ein wenig geangelt hatten, fielen wir geschafft, aber glücklich, an diesem Abend ins Zelt.
Tag 3 – Montag, 07.09.2026
Ein wunderschöner Rastplatz und eine Nacht unter freiem Himmel
Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter Richtung Norden. Wir paddelten vorbei an einigen Dano-Rastplätzen und durch wunderschöne Landschaften.
Gegen Mittag machten wir eine Pause am Dano-Rastplatz 31, auch ein wunderschöner Platz, leider aber voll belegt so dass wir nur kurz Kaffee kochten und dann weiter zogen.
Nach einigen Kilometern erreichten wir den Dano-Rastplatz 32. Dieser stellte sich auch als besonders schöner Platz heraus,dort gab es eine sehr großzügige Hütte. Ich würde sagen die größte Hütte die wir auf der gesamten Route gesehen haben.
Da wir an diesem Tag ganz alleine am Rastplatz waren, entschieden wir uns kurzerhand, das Zelt im Packsack zu lassen und stattdessen im Unterstand an der frischen Luft zu schlafen. Das war für uns eine ganz neue Erfahrung, denn so hatten wir bisher noch nie übernachtet. Es fühlte sich besonders an, einfach unter dem offenen Unterstand zu liegen und die Natur direkt um sich herum zu haben.
Da wir relativ früh angekommen waren, gut gelaunt waren und auch das Wetter mitspielte, beschlossen wir, an diesem Abend ausgiebig zu kochen und auch Stockbrot zu machen.
Zum Glück war der Dano-Rastplatz auch mit ausreichend Feuerholz ausgestattet. Es gab einige Birkenstämme, die wir zersägen und kleinhacken konnten. So legten wir uns zunächst einen ordentlichen Holzvorrat an, bevor wir es uns am Feuer gemütlich machten.
Für den nächsten Tag war allerdings sehr regnerisches und stürmisches Wetter angesagt. Deshalb überlegten wir bereits am Abend, ob wir noch einen weiteren Tag an diesem Dano-Rastplatz bleiben sollten.
Zwar sollte man grundsätzlich die Rastplätze jeden Tag zu wechseln, aber bei zu starkem Wellengang sollte man natürlich besser nicht aufs Wasser gehen. Außerdem war der Rastplatz groß genug, dass wir problemlos noch zwei weitere Kanus hätten aufnehmen können, falls noch jemand gekommen wäre.
Damit war die Entscheidung eigentlich schon fast gefallen: Wenn das Wetter am nächsten Tag tatsächlich so schlecht werden sollte wie angekündigt, würden wir einfach noch eine Nacht an diesem schönen Ort bleiben.
Tag 4 – Dienstag, 08.09.2026
Ein ungeplanter Ruhetag
Gesagt, getan. Am nächsten Morgen wurden wir relativ spät wach und auch das Wetter zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Deshalb entschieden wir uns, tatsächlich einen Tag Pause einzulegen.
Durch die ungewohnte Belastung vom Paddeln hatten wir inzwischen ordentlich Muskelkater bekommen. Ein Tag ohne größere Strecke, an dem wir einfach mal entspannen konnten, war daher genau das Richtige.
Interessant war, dass wir an diesem Tag insgesamt nur zwei weitere Kanus zu Gesicht bekamen. Beide paddelten bereits relativ früh am Morgen an unserem Rastplatz vorbei. Danach war auf dem Wasser den ganzen Tag über niemand mehr zu sehen. Bei dem doch recht stürmischen und ungemütlichen Wetter schienen die meisten anderen Kanuten ebenfalls entschieden zu haben, lieber an Land zu bleiben.
Wir konnten den Tag richtig genießen. Wir angelten viel, unterhielten uns und saßen einfach gemütlich am Feuer. Es tat gut, einmal keinen Zeitdruck zu haben und nicht weiterpaddeln zu müssen. Stattdessen konnten wir die Ruhe, die wunderschöne Natur und die gemeinsame Zeit einfach auf uns wirken lassen.
Genau für solche Momente waren wir schließlich nach Schweden gekommen.
Eines war jedoch klar: Am nächsten Morgen würde es weitergehen. Und der nächste Streckenabschnitt sollte es noch einmal richtig in sich haben. An diesem Tag mussten wir gleich zwei weitere Umtragestellen bewältigen.
Natürlich graute uns davor ein wenig. Unsere erste Erfahrung mit dem Kanuwagen war schließlich alles andere als entspannt gewesen. Zwei Kilometer Kanu über Land zu bewegen, hatten wir noch lebhaft in Erinnerung.
Auf dem Weg zum Dano-Rastplatz 32 hatten wir allerdings noch eine kurze Kaffeepause eingelegt. Dabei trafen wir ein Pärchen, mit dem wir ins Gespräch kamen. Die beiden konnten uns zum Glück ein bisschen auf die Sprünge helfen und erklärten uns, wie man den Kanuwagen richtig benutzt.
Das machte uns Hoffnung, dass die nächsten Umtragestellen vielleicht doch etwas einfacher werden würden. Also gingen wir glücklich und voller Zuversicht auf den nächsten Tag schlafen.
Tag 5 – Mittwoch, 09.09.2026
Zwei Umtragestellen und ein langer Paddeltag
Am nächsten Morgen wurden wir mit einem strahlend blauen Himmel und herrlichem Sonnenschein belohnt. Entsprechend gut gelaunt stachen wir wieder in See.
Die beiden Umtragestellen stellten sich glücklicherweise als deutlich weniger problematisch heraus als die erste. Die erste war relativ kurz und, nachdem wir den Kanuwagen anders positioniert hatten, gut zu bewältigen.
Die zweite Umtragestelle war dann sogar die längste der gesamten Route. Zwischendurch führte der Weg auch über eine Asphaltstraße, wodurch sich das Kanu deutlich einfacher bewegen ließ. Es ging zwar ordentlich bergauf und bergab, aber insgesamt funktionierte es diesmal erstaunlich gut.
Am Ende hatten wir auch diese Herausforderung zufrieden, glücklich und ohne allzu große Anstrengung geschafft. Der Kanuwagen war damit endgültig nicht mehr unser größter Feind.
Als unser Kanu wieder im Wasser lag, paddelten wir noch eine ganze Weile weiter. Leider waren alle DANO-Rastplätze, die wir uns für die Nacht ausgesucht hatten, bereits belegt – und das teilweise von ziemlich großen Gruppen.
Da wir nicht wussten, wie die Stimmung dort sein würde, und uns ehrlich gesagt etwas davor scheuten, uns dazuzugesellen, paddelten wir weiter und weiter und weiter.
Irgendwann erreichten wir schließlich den Dano-Rastplatz 39. Dort gab es einen kleinen Strand, an dem wir anlegen konnten. Das Dano selbst war dann allerdings ebenfalls schon besetzt.
Leider müssen wir sagen, dass die Menschen dort uns auch nicht gerade herzlich aufgenommen haben.
An diesem Tag waren wir jedoch schon so lange unterwegs, dass es für uns keine wirkliche Alternative mehr gab. Wir konnten und wollten einfach nicht noch weiterpaddeln. Also blieb uns nichts anderes übrig, als dort anzulegen und die Nacht an diesem Platz zu verbringen.
Wir entschieden uns daher, unser Zelt direkt am Strand aufzuschlagen und etwas abseits von der Gruppe zu bleiben. Das war für uns grundsätzlich kein Problem. Wir improvisierten mit Schaufel und großen Steinen eine Plattform für das Zelt im Sand. Anstatt mit Heringen in den Boden spannten wir die Schnüre an großen Steinen ab. Das klappte erstaunlich gut und musste sich auch schnell bewähren.
Den ganzen Tag über hatten wir strahlenden Sonnenschein gehabt. Doch plötzlich verdunkelte sich der Himmel und von einem Moment auf den anderen brach ein Gewitter über uns herein. Es regnete heftig und sogar Hagel kam vom Himmel. Wir spannten im Regen noch schnell ein Tarp auf, um etwas mehr Schutz für unsere Sachen zu haben.
Wir waren wirklich froh, dass unser Zelt bereits stand, und verkrochen uns für etwa zwei Stunden darin.
Als das Gewitter vorbei war, war einfach alles nass. Dazu hatten wir weder eine Bank noch eineFeuerstelle. Also bauten wir kurzerhand aus ein paar Steinen eine improvisierte Feuerstelle direkt am Strand.
Anschließend kochten wir noch ein paar Nudeln, damit wir wenigstens etwas Warmes im Bauch hatten und fielen erschöpft in unsere Schlafsäcke.
Es war sicherlich nicht der gemütlichste Abend unserer Reise, aber wir machten das Beste daraus und waren vor allem froh, dass unsere Sachen einigermaßen trocken durch das Gewitter gekommen waren.
Tag 6 – Donnerstag, 10.09.2026
Weiter Richtung Foxen
Am nächsten Morgen packten wir schnell unsere Sachen zusammen und versuchten, alles so gut es ging vom Sand zu befreien. Wir waren froh, diesen Platz wieder verlassen zu können und weiter zu paddeln.
Nach dem verregneten Abend und einer nassen Nacht wurden wir wieder mit richtig gutem Wetter belohnt. Bei strahlendem Sonnenschein paddelten wir weiter in Richtung Foxen – ungefähr in südwestliche Richtung.
Unser Ziel für diesen Tag war es, aus dem Seitenarm hinaus auf den großen Foxen zu gelangen. Der Weg dorthin war wieder echt schön und nach einigem Überlegen haben wir dann den Weg gefunden. Er war nicht so offensichtlich wie wir angenommen hatten.
Direkt am Eingang zum Foxen liegt eine Insel mit insgesamt fünf DANO-Rastplätzen. Obwohl wir bereits gegen 13 Uhr dort ankamen, waren viele der Plätze schon belegt und wir trafen erneut nicht unbedingt auf herzlichen Empfang.
Wir paddelten also alle Plätze ab und hatten Glück und konnten auf dem DANO-Rastplatz 111 unser Lager aufschlagen. Der Platz war zwar sehr klein und hatte keinen Unterstand, dafür aber eine Feuerstelle. Für uns war das völlig ausreichend.
Wir waren gespannt, ob sich im Laufe des Tages noch weitere Kanus zu uns gesellen würden. Das war letztendlich aber nicht der Fall.
Man muss allerdings auch sagen, dass im DANO-System angegeben ist, dass der Platz maximal für zwei Kanus geeignet ist. Das können wir so auch bestätigen – viel mehr Platz wäre dort wirklich nicht gewesen.
Wir richteten uns gemütlich ein, spannten ein Tarp auf, damit wir am Abend windgeschützt sitzen konnten, und bauten unser Zelt auf.
Da das Wetter an diesem Tag einfach traumhaft war, die Sonne richtig vom Himmel brannte und wir wunderschöne Felsen direkt am Wasser hatten, beschlossen wir, eine kleine Badesession einzulegen. Also hüpften wir von den Felsen aus ein paar Mal ins Wasser.Ein perfekter Nachmittag auf unserer kleinen Insel.
Da wir inzwischen schon Donnerstag hatten und der Freitag unser letzter voller Tag sein sollte, überlegten wir, am nächsten Tag einfach noch an diesem schönen Platz zu bleiben. Der Platzhatte uns so gut gefallen, dass wir ihn nur ungern wieder verlassen wollten.
Außerdem war für Freitag nicht besonders gutes Wetter angesagt – es sollte den ganzen Tag regnen. Und am Samstag mussten wir früh morgens ohnehin wieder zurück zu Scandtrack.
Also beschlossen wir, noch einen weiteren Tag auf unserer kleinen Insel zu verbringen. Natürlich nahmen wir uns auch diesmal wieder vor, neu ankommende Kanuten herzlich aufzunehmen, falls sich doch noch jemand zu uns gesellen sollte. Wir wussten schließlich selbst, wie unschön es ist, an einem Rastplatz nicht freundlich empfangen zu werden.
Am Abend machten wir erneut Stockbrotteig – diesmal sogar so viel, dass wir am Freitagmorgen noch etwas davon hatten und daraus Brötchen backen konnten. So war direkt für ein leckeres Frühstück gesorgt.
Tag 7 – Freitag, 11.09.2026
Inselerkundung und neue Bekanntschaften
Glücklicherweise war das Wetter am Freitag dann doch gar nicht so schlecht wie vorhergesagt. Eigentlich sollte es bereits ab dem Morgen regnen, aber davon war zunächst nichts zu sehen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frisch gebackenem Brot schmissen wir uns deshalb in unsere Wanderschuhe (Anmerkung: bis dahin hatten wir ausschließlich unsere Crocs an =D) und beschlossen, die anderen DANO-Rastplätze auf der Insel zu Fuß zu erkunden.
Wir wollten den Menschen, die dort campierten, einen kleinen Besuch abstatten und uns die anderen Plätze einmal anschauen. Das war eine richtig gute Idee, denn bei dieser Gelegenheit lernten wir Tom kennen. Er war allein unterwegs und hatte ein tolles Tipi Zelt.
Mit ihm verstanden wir uns so gut, dass wir später sogar Nummern austauschten. Was für ein toller Zufall!
Auch auf den übrigen Rastplätzen trafen wir auf nette Leute. Einige Plätze waren belegt, andere wiederum sogar wieder leer, als wir dort vorbeikamen.
Insgesamt stromerten wir schätzungsweise drei Stunden über die Insel, bevor wir am frühen Nachmittag wieder zu unserem eigenen Rastplatz zurückkehrten.
Dort machten wir uns erst einmal eine Tütensuppe, um uns aufzuwärmen und wieder etwas Warmes in den Bauch zu bekommen. Nach der langen Wanderung tat das richtig gut. Wir machten relativ zeitig Feuer und setzten uns mit einem Kaffee gemütlich davor. Wir lasen ein bisschen in unseren Büchern und genossen einfach die Ruhe und unseren letzten richtigen Abend in der Natur.
Irgendwann kam aus dem Wald plötzlich ein anderer Kanute auf uns zu. Er hatte seinen Platz etwas weiter entfernt auf der Insel und war gerade unterwegs. Wir luden ihn kurzerhand zu uns ans Feuer ein und kamen ein bisschen ins Gespräch.
Dabei stellte sich heraus, dass er eine richtig gute Säge dabeihatte. Unsere eigene Säge war mittlerweile ziemlich stumpf, und so war er glücklicherweise so lieb, uns seine zu leihen. Damit konnten wir noch ein bisschen Feuerholz für unseren letzten Abend sägen.
Er lud uns anschließend auch ein, am Abend gemeinsam mit ihm und seinen drei Begleitern zu kochen. Das war wirklich nett von ihm, aber wir lehnten dankend ab. Wir wollten unseren letzten Abend ganz bewusst noch einmal in Ruhe zu zweit und ein bisschen romantisch genießen.
Und genau das machten wir dann auch. Aus allem, was wir noch an Lebensmitteln dabei hatten, zauberten wir uns noch einmal ein richtiges Menü. Es war irgendwie schön, aus den letzten Vorräten noch einmal etwas Besonderes zu machen und dabei zu wissen, dass dies unser letzter Abend in der schwedischen Wildnis sein würde.
Bevor wir es uns mit unserem Essen gemütlich machten, sortierten wir schon einmal grob unsere Sachen für den nächsten Morgen vor. Schließlich mussten wir relativ früh aufbrechen und zurück zu Scandtrack. So wollten wir vermeiden, am nächsten Morgen völlig verschlafen und hektisch unsere gesamten Sachen zusammenpacken zu müssen.
Danach konnten wir unseren letzten Abend ganz entspannt ausklingen lassen – mit gutem Essen, Feuer und einfach nur der Ruhe um uns herum.
Tag 8 – Samstag, 12.09.2026 Abschied von Nordmarken
Unser letzter Tag begann schon ziemlich früh. Um 6:30 Uhr standen wir auf und machten uns daran, unsere Ausrüstung aufzuräumen und alles zusammenzupacken. Für den Tag war eigentlich Gegenwind angekündigt, weshalb wir davon ausgingen, dass wir für die Strecke zurück zu Scandtrack etwas länger brauchen würden.
Gegen 8 Uhr stachen wir schließlich ein letztes Mal in See. Entgegen der Wettervorhersage war allerdings kaum Wind und so kamen wir wieder erstaunlich zügig voran.
Wir genossen die letzten Kilometer noch einmal ganz bewusst, ließen uns Zeit und saugten die wunderschöne Landschaft regelrecht auf. Schließlich wussten wir, dass dies für längere Zeit unsere letzten Paddelschläge in dieser beeindruckenden Natur sein würden.
Ein kleines Highlight hatten wir unterwegs noch. Max hatte während unserer Zeit am Dano 111 ein kleines Holzboot gebastelt. Dieses hatten wir mit einer handgeschriebenen Nachricht versehen und wollten es an unserem letzten Tag auf seine eigene kleine Reise schicken. Also ließen wir das Boot ins Wasser und schauten ihm noch ein bisschen hinterher.
Wir haben unsere Handynummern darauf hinterlassen und sind nun gespannt, ob es irgendwann tatsächlich jemand finden und sich bei uns melden wird.
Als wir schließlich am Strand bei Scandtrack ankamen, luden wir zunächst unser Kanu aus und stellten unsere Sachen beiseite. Dann hieß es erst einmal: Kanu schrubben. Das Boot musste ordentlich sauber gemacht werden, bevor wir es wieder abgeben konnten.
Nachdem ein Mitarbeiter das Kanu abgenommen hatte, konnten wir unsere ganzen Sachen mit den bereitgestellten Kleinwagen wieder hoch zum Sammelpunkt bringen. Dort mussten wir noch einmal unser Zelt kurz aufbauen und alle ausgeliehenen Ausrüstungsgegenstände gründlich spülen, bevor wir sie zurückgeben konnten.
Die Sachen wurden anschließend von einem Mitarbeiter kurz überprüft und entgegengenommen. Nachdem auch die Packsäcke geleert und unsere persönlichen Sachen wieder ordentlich in unserem Gepäck verstaut waren, hieß es endlich: duschen!
Eine warme Dusche fühlte sich nach so vielen Tagen draußen tatsächlich richtig gut an. Nach einer Woche mit Zelt, Feuer, See und Natur war das warme Wasser schon fast ein kleines Highlight für sich.
Da wir relativ früh zurück waren, hatten wir bis zur Abfahrt unseres Busses noch etwas Zeit. Diese nutzten wir, um gemeinsam mit einigen anderen Teilnehmern ins Dorf zu laufen. Dort kehrten wir in einem Restaurant ein und gönnten uns einen Elchburger mit Pommes.
Der Burger hat richtig gut geschmeckt und bei einem Bier ließen wir gemeinsam mit den anderen den letzten Tag noch ein bisschen ausklingen. Anschließend liefen wir zurück zu Scandtrack.
Gegen 17 Uhr fuhr dann unser Bus zurück Richtung Deutschland. Der Bus war bis auf den letzten Platz voll und die Rückfahrt war wirklich anstrengend. Nach den vielen Tagen draußen und den Erlebnissen der vergangenen Woche waren wir irgendwann einfach nur noch müde.
Umso froher waren wir, als wir schließlich Dortmund erreichten.
Die Strapazen der Rückfahrt waren aber schnell wieder vergessen. Denn auch wenn wir müde und erschöpft waren, war unser Herz glücklich. Wir hatten eine unglaubliche Woche erlebt, wunderschöne Landschaften gesehen, einige Herausforderungen gemeistert, neue Menschen kennengelernt und vor allem unheimlich viele gemeinsame Erinnerungen gesammelt.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen beim Team von Scantrack.
Wir kommen wieder !