In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
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Schweden, Juni 2026, See Foxen, Abenteuer zu zweit
Endlich angekommen nach einer 19-stündigen Busfahrt, die nicht so schlimm war, wie ich dachte, wurden wir herzlich und liebevoll vom Scanditeam begrüßt.
Wir holten das Gepäck aus dem Bus und konnten bei frischem Kaffee, Tee und Plätzchen erst mal in Ruhe ankommen. Die Scandis suchten Gespräche und erklärten kurz, wie es weitergeht. So wussten wir dann auch, wohin wir nach dem Kaffee mussten.
Am Materialzelt angekommen, wurden uns sämtliche Materialien ausgehändigt, ... und das war nicht wenig. Wir haben unsere Rucksäcke umgepackt und sind weiter zur Einweisung für die Kanus gelaufen.
Nachdem uns kurz erläutert wurde, wie wir das Kanu steuern und beladen haben, haben wir uns schnell auf dem See Foxen wiedergefunden.
Tag 1 beginnt also genau jetzt.
Etwas aufgeregt und vorsichtig sind wir mit den ersten Paddelschlägen Richtung Dano gepaddelt. Wir haben eins der ersten genommen, um langsam in die kommende Zeit reinzufinden. Begrüßt wurden wir auf dem See von Sonne, Wind und Wellen. Echt gut für den Einstieg. 😀
An unserer ersten Insel angekommen, haben wir das Gepäck ausgeladen und alles noch mal sortiert, wir haben die Verpflegung kontrolliert und auf die kommenden Tage eingeteilt. Zelt und Hängematte hatten wir in kurzer Zeit stehen und so konnten wir schnell die Insel erkunden und Holz sammeln. Zurück am Lager wurde das Feuer entzündet und schon mal die Angel ausgeworfen. Leider ohne Erfolg. Wir mussten dann am Abend Baked Beans mit Speck zubereiten. Einfach, aber lecker.
Am 2. Tag sind wir ganz langsam mit Kaffee und Frühstück gestartet. Wir haben uns gesagt, dass wir keinen Stress haben und alles langsam angehen werden. Das Wetter war bis dato auch auf unserer Seite. Wir haben noch mal Holz vorbereitet, um gegen Mittag Feuer zu machen. Am Nachmittag kam es dann vom Wetter ganz anders. Starker Regen und Gewitter. Wir haben alles verstaut und uns unter unserem Tarp in Sicherheit gebracht. So kam es auch dazu, dass wir einem netten Berliner Zuflucht angeboten haben, der schutzsuchend unsere Insel angesteuert hat. Wir hatten nette Gespräche und waren direkt auf einer Wellenlänge. Wir haben entschlossen, noch eine Nacht auf der Insel zu verbringen. Abends, der Regen war vorbei und der Himmel wieder klar, haben wir viele Geschichten am Lagerfeuer erzählt und sind dann sehr spät in unsere Schlafsäcke verschwunden.
Am Tag 3 haben wir unser Lager abgebrochen. Wir mussten weiter, wir wollten mehr sehen. Mehr erleben. Der Abschied ging schnell und so konnten wir am Vormittag schon gen Norden paddeln. Der See war sehr unruhig an diesem Tag, aber wir wollten zur Bärör Insel. Mit zwei Pausen waren wir nach 1,5 Std. an unserem Ziel angekommen. Wir hatten Glück und das Dano war frei. Ausgeladen und eingezogen sind wir dann sehr schnell. Diesmal ohne Zelt und Hängematte. Holz gab es genug an diesem Dano darum konnten wir schnell ein Feuer machen und die Umgebung ablaufen.
Atemberaubend war dieses Dano. Eine Aussicht wie in einem Film. Hoch über dem See konnten wir alles sehen. Wirklich traumhaft und später mit strahlendem Sonnenschein.
Am nächsten Morgen haben wir an den Klippen gefrühstückt, die Sonne schien und versprach uns einen superschönen 4. Tag.
Nach dem Frühstück haben wir gepackt, sind noch schnell eine Runde im See schwimmen gewesen und haben dann unser Kanu beladen.
Es sollte wieder Richtung Süden gehen. Einmal über den See und dann runter zu einem freien Dano. Das Leben in der Natur hat uns mittlerweile voll gepackt. Wir wollten weiter über Feuer kochen und uns abends beim Knistern des Holzes unterhalten. Heute war der See spiegelglatt, keine Welle, nur die von unseren Paddeln.
Wir kamen schnell voran und konnten gegen Mittag unser neues Dano beziehen. Wie immer hieß es, Anlanden, ausladen, auspacken und Holz vorbereiten. Aber es war nie ein nerviges Gefühl. Man hat es immer mit Lust und Spaß gemacht. Ganz anders als in der Heimat wo man Druck hat fertig zu werden.
An diesem Tag haben wir auch endlich unseren ersten Barsch gefangen. Das Abendessen wurde so nochmal auf ein anderes Level gehoben. Wir haben das Lager aufgeräumt und etwas gesäubert und hatten mal wieder einen super Tag und Abend. Nach dem 5* Abendessen haben wir den restlichen Abend mit Kartenspielen und ein oder zwei Bier ausklingen lassen.
Der 5. Tag trieb uns weiter Richtung Süden. Wir haben von einem versteckten Dano erzählt bekommen. Eins, was nicht auf der Karte eingezeichnet ist. Da wollten wir hin. Bei leicht bewölktem Himmel und etwas Wind ging die Fahrt dann nach unseren üblichen Arbeiten los.
Eine Stunde später haben wir die Bucht mit Sandstrand erreicht, leider aber auch vor uns schon ein anderes Team. Das Dano war belegt. Wir sind trotzdem an den Strand gepaddelt und haben erstmal geschaut, wohin wir jetzt fahren werden. Bei so einem Stand und der mittlerweile strahlenden Sonne haben wir auch ein Bad im See genommen und ein paar Klamotten gewaschen. Dann ging es rüber über die Grenze nach Norwegen. Eine kleine Insel, worüber die Grenze verläuft. Also diese Nacht in einem Dano in Norwegen. Dies hat uns auch auf die Idee gebracht, den Grenzstein zu suchen. Abends zog es sich zu, es war mit Regen zu rechnen. Wir haben uns ein Vordach an unser Dano gebaut, damit wir weiter trocken am Feuer sitzen konnten. Es war ein superschöner Abend, so wie die anderen Abende auch.
Am 6. Tag wollten wir wieder in den Norden, dort ein Dano beziehen, um langsam wieder Richtung Hauptcamp zu kommen. Leider gab uns Mutter Natur einen kräftigen Gegenwind. Es war wirklich schwer zu paddeln und die Danos, wohin wir wollten, waren alle besetzt. Somit mussten wir weiter paddeln. Schließlich fanden wir eine kleine Insel mit Feuerstelle. Zelt und Hängematte waren in kürzester Zeit aufgebaut und die Insel schnell abgelaufen. Wie gesagt, es war eine kleine Insel. 😊
Wir hatten dort wieder einen sagenhaften Ausblick und gegen späten Nachmittag wurde das Wetter wieder besser.
Feuer war schnell an und gegessen haben wir am Wasser. Am Abend haben wir beschlossen, den nächsten Tag mit der Reinigung vom kompletten Material zu gestalten und eine weitere Nacht auf dieser Insel zu verweilen. Wir haben wieder geangelt und hatten super Stunden.
Tag 7. Hat mit Regen gestartet, was ich genutzt habe, lange in meinem Schlafsack zu bleiben, bis es etwas besser wurde. So haben wir spät gefrühstückt und dann mit unseren Arbeiten begonnen. Alles wurde kräftig gespült und geschrubbt. Die Kisten und Tonnen wurden ausgespült und alles etwas sauber gemacht, damit wir am Tag der Abreise nicht ganz so viel Arbeit haben werden.
Ganz ruhig und langsam haben wir diesen Tag gestaltet. Sind mit dem Kanu auf eine andere Insel, um Holz zu besorgen und haben dann ab Nachmittag am Feuer entspannt. Am Abend ging es etwas früher ins Bett, man merkt, dass der Körper langsam nach Schlaf drängt.
Tag 8. Hat bei mir sehr früh gestartet. Um 5:30 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Der Tag der Abreise. Die Sonne strahlte schon vom Himmel und ich habe mich mit einem Kaffee auf einen Fels gesetzt. Alleine saß ich nun dort und habe die letzten Tage nochmal reflektieren können. Den Blick über die Weite des Sees schweifen lassen, habe ich entspannt mit einem Lächeln über die Zeit nachgedacht.
Man war vollkommen erholt und glücklich. Ich habe gemerkt, dass man nicht viel braucht, um das Glück zu finden. Man kann einfach leben, wenn man so einen Urlaub macht. Man darf einfach sein. Trotz der Arbeit mit Holz und Paddeln und dem Wetter, was manchmal nicht so schön war. Man fühlt sich entspannt und hat einen vollen Akku. Ich konnte keine Minute finden, wo mal Langeweile aufkam oder dass man gesagt hat, zum Glück geht es bald nach Hause. Man hat sich nicht einmal gestritten oder war seinem Gegenüber zu viel. Es war eine super schöne Zeit, wo das Leben mal entschleunigt wurde. Wo man einfach mal in den Tag leben kann, ohne Stress wegen Terminen zu haben. Keine "wichtigen" Aufgaben oder Anrufe. Nur Du, die Natur und die ruhige Zeit am See. Das Leben einfach leben.
Zurück am Hauptcamp von Scandtrack wurden wir wieder mit einem Lächeln empfangen. Man hat kurz erzählt wie es war und konnte dann seine Materialien reinigen und abgeben. Dann gab es eine heiße Dusche, ja gut, das habe ich schon vermisst. 😅 Nachdem wir geduscht haben und frisch gerochen haben, hatten wir die letzten Stunden zur freien Verfügung. Wir sind in den nächstgelegenen Ort gelaufen, um dort was zu essen und zu trinken.
Ich kann euch den Elchburger sehr empfehlen und eine Cola nach der Woche schmeckt himmlisch. Im Lokal haben wir uns wetterbedingt zu einer Gruppe aus dem Saarland gesetzt, die freundlicherweise einen Platz bei sich angeboten haben. Somit wurde die erlebte Zeit noch mit ein paar Bier gefeiert.
Am Abend ging dann leider unser Bus zurück in die Heimat. Die Scandis haben sich von uns verabschiedet und ich darf sagen, dass es nicht unser letztes Mal war, Schweden zu besuchen.