Scandtrack Kanutour Schweden MG0178
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In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren! 

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Autor: Luca H., 17. August 2026

Sieben Tage Freiheit – Mit dem Kanu durch Schwedens Wildnis

Scandtrack Kanutour Schweden IMG9928

Sieben Tage lang waren die schwedischen Seen unser Zuhause. Zwischen unzähligen Inseln, dichten Wäldern und stillen Buchten erlebten wir eine Reise, bei der der Weg selbst zum Ziel wurde. Paddeln, angeln, schwimmen, Heidelbeeren sammeln und abends in der Hängematte einschlafen – mehr brauchten wir nicht.

Tag 1 – Der erste Paddelschlag

Der Moment, in dem wir unser Kanu ins Wasser schoben, fühlte sich wie der Start eines kleinen Abenteuers an. Das Gepäck wurde verstaut, die Schwimmwesten angelegt und dann ging es los. Schon nach wenigen Paddelschlägen wurde das Basiscamp kleiner und kleiner.

Wir paddelten an diesem ersten Tag besonders zügig Richtung Süden. Unser Ziel war, möglichst schnell in die ruhigeren und naturbelasseneren Gebiete zu gelangen. Je weiter wir uns vom Ausgangspunkt entfernten, desto weniger Spuren menschlicher Zivilisation waren zu sehen. Irgendwann bestand die Welt eigentlich nur noch aus unserem Kanu, dem glitzernden Wasser und endlosen Wäldern.

Am Abend fanden wir einen schönen Platz zum Übernachten. Zwischen den Bäumen wurden unsere Hängematten gespannt und das Lager eingerichtet. Später ging es noch einmal mit der Angel ans Wasser. Während wir dort saßen, färbte die untergehende Sonne den Himmel orange und rosa und spiegelte sich auf dem See. Es war einer dieser Momente, bei denen man einfach nur sitzen und schauen möchte.

Tag 2 & 3 – Tief im Süden

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir weit im Süden und konnten die Wildnis noch intensiver erleben. Hier wurde uns endgültig klar, was das Besondere an dieser Art von Urlaub ist: Man fährt nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit – die Landschaft selbst ist die Sehenswürdigkeit.

Wir paddelten durch kleine Buchten und vorbei an felsigen Ufern, die aussahen, als wären sie seit Jahrhunderten unverändert. Immer wieder legten wir spontan an, wenn uns eine besonders schöne Stelle gefiel. Genau diese Freiheit war eines der Highlights der Reise. Es gab keinen festen Zeitplan und niemanden, der uns sagte, wann wir wo sein mussten.

Auch das Essen wurde Teil des Abenteuers. Überall am Wegesrand wuchsen Heidelbeeren. Mit dem bereitgestellten Mehl konnten wir daraus sogar Heidelbeer-Pancakes machen – mitten in der schwedischen Wildnis. Durch den ausreichend vorhandenen Proviant mussten wir uns dabei keine Sorgen machen, ob unsere Vorräte für die sieben Tage reichen würden.

Nach dem Paddeln gehörte das tägliche Erfrischen im kühlen See irgendwann einfach dazu. Der erste Schritt ins Wasser war jedes Mal eine kleine Überwindung, aber danach fühlte es sich unglaublich gut an. Nach einem langen Tag auf dem Wasser in einen klaren, kühlen See zu springen und anschließend wieder in der Sonne zu sitzen, war eine der schönsten kleinen Routinen unserer Reise.

Tag 4 & 5 – Kurs nach Norden

Am vierten Tag änderten wir die Richtung und machten uns zügig auf den Weg nach Norden. Wir paddelten über größere Wasserflächen, legten ordentlich Strecke zurück und hielten gleichzeitig Ausschau nach einem besonderen Platz für die nächsten Nächte.

Und wir wurden fündig.

Wir entdeckten eine wunderschöne Insel mit mehreren kleinen Sandstrandbuchten. Schon vom Wasser aus sah sie aus wie unser eigenes kleines Stück Schweden. Wir zogen das Kanu an Land, befestigten unsere Hängematten zwischen den Bäumen und richteten unser Lager ein.

Die Insel war der perfekte Ort, um die Tage langsam ausklingen zu lassen. Wir gingen schwimmen, sammelten Heidelbeeren und verbrachten wieder Zeit mit der Angel. Besonders die Abende waren magisch. Wenn die Sonne langsam über dem Wasser stand und die Oberfläche des Sees golden färbte, wollte eigentlich niemand mehr zurück ins Lager. Wir saßen mit den Angeln am Ufer und genossen einfach die Ruhe.

Kein Handy, kein Lärm, kein Zeitdruck – nur wir, das Wasser und die schwedische Landschaft.

Tag 6 & 7 – Der letzte Abend und zurück zum Basiscamp

Am sechsten Tag wollten wir noch einmal einen besonderen Schlafplatz finden. Nur etwa eine halbe Stunde vom Basiscamp entfernt entdeckten wir eine kleine Insel, die von zahlreichen weiteren Inseln umgeben war. Obwohl wir dem Ausgangspunkt schon so nah waren, fühlte sich dieser Ort noch einmal völlig abgeschieden an.

Wir schlugen unser letztes Lager auf und hängten unsere Hängematten zwischen den Bäumen auf. Es war ein seltsames Gefühl zu wissen, dass dies unsere letzte Nacht draußen sein würde. Noch einmal gingen wir schwimmen, noch einmal wurde die Angel ausgeworfen und noch einmal beobachteten wir einen Sonnenuntergang über den unzähligen Inseln.

Am nächsten Morgen wurde gepackt. Die Hängematten verschwanden wieder im Gepäck, die letzten Vorräte wurden verstaut und wir stiegen ein letztes Mal ins Kanu. Während wir Richtung Basiscamp paddelten, wurde uns bewusst, wie schnell diese sieben Tage vergangen waren.

Als wir schließlich am Basiscamp an Land anlegten und das Kanu aus dem Wasser zogen, war das Abenteuer vorbei. Aber genau in diesem Moment wurde mir klar, was diese Reise so besonders gemacht hatte.

Ich werde mich wahrscheinlich nicht an jede einzelne Insel erinnern. Aber ich werde mich daran erinnern, wie sich das Kanu morgens durch den stillen See bewegte, wie kalt das Wasser beim Schwimmen war, wie Heidelbeeren am Wegesrand wuchsen, wie die Angelrute im Sonnenuntergang auf das Wasser zeigte und wie es sich anfühlte, nachts in einer Hängematte mitten im Wald zu liegen.

Sieben Tage waren genug, um Abstand vom Alltag zu gewinnen – aber definitiv nicht genug, um wieder nach Hause zu wollen.

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Autor: Luca H., 17. August 2026